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Innovative Unternehmen sind wirtschaftlich besonders erfolgreich. Dabei entstehen Innovationen nicht zuletzt aus Fehlern. Diese Erkenntnis hat sich in deutschen Unternehmen aber offenbar noch nicht durchgesetzt. Laut einer Umfrage sind hier Fehler für die Mitarbeiter vor allem mit negativen Konsequenzen verbunden.

Etwas Neues auszuprobieren oder Vorschläge zu machen, ist laut der Umfrage der Personalberatung S-Three mit einem hohen Risiko für die Karriere und den Status von Mitarbeitern und Freelancern verbunden: 49 Prozent der 1.000 Befragten gaben an, dass Fehler zum Verlust der Anerkennung im Job führen, bei 42 Prozent werden Misserfolge negativ kommuniziert und 41 Prozent sehen negative Konsequenzen für ihre Karriere. 

Das führt zu Frust und dem Wunsch nach einer Fehlerkultur, die Fehler nicht nur toleriert, was sich 86 Prozent wünschen, sondern die Fehler auch als Chance begreift, sich weiterzuentwickeln und Fortschritte zu machen (66 Prozent). Eine Voraussetzung dafür sei ein offenerer, ermutigender Umgang mit Misserfolgen (63 Prozent). Hier seien insbesondere die Führungskräfte gefragt.

Förderung von Ideen: Fehlanzeige

Wer sich nicht vorwagt, kann auch keine Fehler machen. Derart zurückhaltend ist der Umgang der Unternehmen mit Innovationen. So gab ein Drittel der Befragten an, dass innovative Vorschläge zwar gehört, aber kaum umgesetzt werden. Maßnahmen zur Förderung von Ideen vermissen 39 Prozent sogar gänzlich. Ganz im Gegenteil wünschen sich Arbeitnehmer und Freelancer Unterstützung durch ihre Vorgesetzten (57 Prozent), Kreativitäts- und Innovationstools (40 Prozent) sowie Zeit und Budget (je 38 Prozent) für die Ideenfindung und -umsetzung.

Persönliche Weiterentwicklung ist gefragt

Das Engagement für die eigene Weiterentwicklung ist indessen hoch. So wird laut Umfrage Weiterbildung und lebenslanges Lernen von 98 Prozent der Befragten wichtig oder sogar sehr wichtig genommen. Dem folgen langsam auch die Unternehmen. Insgesamt 59 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Arbeit- beziehungsweise Auftraggeber mit Workshops, Seminaren und Co kontinuierliche persönliche Weiterbildung fördert.

Innovationskultur ist Pluspunkt als Arbeitgeber

Dabei sind Investitionen in die Innovationskraft eines Unternehmens nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg wichtig, sie machen auch attraktiv. Denn, so die Trendstudie, 81 Prozent der Arbeitnehmer und Freelancer würden lieber bei einem innovativeren Arbeit- oder Auftraggeber arbeiten.

Die Trendstudie "So arbeitet Deutschland" ist eine regelmäßige Untersuchung der Personalberatung S-Three. Sie betrachtet die Wunscharbeitswelt deutscher Arbeitnehmer und Freelancer und vergleicht diese mit deren Wirklichkeit.

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