Worauf es bei der Beraterauswahl ankommt
Konjunkturabschwung, Handelskonflikte, Brexit: Unsicherheiten prägen die gegenwärtige Wirtschaftslage. Hinzu kommt das Dauerthema Digitalisierung. Branchenübergreifend stehen Unternehmen vor einem grundlegenden Strukturwandel. Während das für die einen Adaption bedeutet, stehen andere vor einer Transformation. Unternehmensberatungen bieten Unterstützung im Wandel – und das zuhauf. Worauf es bei der Beraterauswahl ankommt, haben wir hier zusammengefasst:
1. Erfahrungsschatz
Wer lange im Geschäft ist, hat mehr Erfahrung. Aber ist das immer ein Vorteil? Oder bekommen Sie dann nur das angeboten, was branchenüblich ist? Wenn Sie auf Innovation und Fortschritt setzen, nehmen Sie Querköpfe, Start-ups und Newcomer in Ihre Auswahlliste!
2. Problemverständnis
Der Blick von außen ist ein Asset. Doch wer nur sein Beratungsmodell über Ihr Problem legt, statt Fragen zu stellen, wird Ihr Unternehmen nicht verstehen. Prüfen Sie analytische Fähigkeiten, beispielsweise mit einem Elevator Pitch, in dem der Berater seine Lösung skizziert.
3. Fachliche Qualifikation
Bei Marktthemen sollte der Berater Ihnen fachlich nicht das Wasser reichen können. Doch was sollte er "fachlich" können? Neue Methoden zum Beispiel oder coole Tools. Nehmen Sie Berater auf Ihre Liste, die Ihren Innovationsund Coolnessfaktor erhöhen!
4. Branchenerfahrung
Die Disruption von Geschäftsmodellen findet oft nicht in der eigenen Branche statt, sondern außerhalb. Sprechen Sie deshalb mit Beratern, die auch in "fremden Branchen" unterwegs sind!
5. Überzeugungskraft
Der Berater muss Sie um den Finger wickeln können, um an den Auftrag zu kommen. Achten Sie darauf, wie gut er das macht! Doch passen Sie auf, keine Jasager zu engagieren. Unbequeme Berater, die Ihr Weltbild infrage stellen, bringen Sie weiter als Erfüllungsgehilfen!
6. Sympathie
Sympathie unterstützt die Akzeptanz des Beraters. Doch schalten Sie Ihr Hirn nicht aus! Auch Dummköpfe können sympathisch sein. Konfrontieren Sie das Beratungsteam mit unangenehmen Themen, dann zeigt sich schnell, ob Sie vertrauensvoll mit ihm arbeiten können.
7. Qualität der Referenzen
Dax-Unternehmen auf der Referenzliste machen Eindruck, sind aber häufig Blendwerk. Gerade dort läuft viel Standard. Schauen Sie nicht auf klangvolle Namen, sondern auf die umgesetzten Projekte und das Netzwerk der Berater.
8. Fundiertes Angebot
Was ist fundiert, wenn der Projektverlauf nicht absehbar ist? Achten Sie darauf, wie transparent das Abrechnungsmodell ist, ob der Ablauf modular aufgebaut ist und Sie jederzeit das Projekt in Eigenregie weiterführen können!
Dieser Artikel stammt aus dem Personalmagazin 05/2019 mit dem Schwerpunkt "Berater-Challenge". Lesen Sie dazu unser Top-Thema "Berater-Challenge" oder das gesamte Magazin auch in der Personalmagazin-App .
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