Effizienter, schlanker, elektronischer: der Personalbereich der Zukunft
Eine Studie von Towers Watson gibt Aufschluss über die aktuelle Entwicklung der HR-Funktion. Die Unternehmensberatung hat dafür im ersten Quartal 2013 HR- und HR-IT-Verantwortliche in 1.025 Unternehmen weltweit befragt. Die Autoren stellen dabei fest, dass sich viele HR-Abteilungen in den sogenannten DACH-Ländern (Deutschland, Österreich und der Schweiz) gerade in einer Phase des Wandels befinden: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Unternehmen haben in den letzten 18 Monaten HR-Prozesse optimiert, und 47 Prozent planen eine Umstrukturierung ihrer HR-Funktion in den Jahren 2013 und 2014. Von der neuen Struktur erhoffen sich die Unternehmen vor allem, dass sie ihre Effizienz steigern können. Der Trend geht der Umfrage zufolge zur Reorganisation der HR-Funktion nach dem Dave-Ullrich Modell, also zu einer Aufteilung der HR-Funktion in Business Partner, Kompetenz- und Shared-Service-Zentren.
Genehmigungsprozesse sollen optimiert werden
Auch die Rationalisierung von HR-Prozessen steht bei vielen Unternehmen weiterhin im Fokus. Ein Beispiel dafür ist die Optimierung von Genehmigungsprozessen, die in vielen Unternehmen nach wie vor kompliziert und zeitaufwändig sind: In 46 Prozent der Unternehmen, so die Erkenntnisse der Studie, müssen zwei Manager HR-Transaktionen genehmigen, in 23 Prozent der Firmen müssen dies sogar drei Manager tun. Die Unternehmen, die ihre HR-Prozesse schon optimiert haben, waren nach eigenen Angaben dabei mehrheitlich erfolgreich: 89 Prozent geben an, die gewünschten Ergebnisse erreicht zu haben.
Manager-Self-Service-Systeme sind beliebt
In über der Hälfte der Unternehmen unterstützen heute schon HR-IT-Systeme die Personaler dabei, ihre Administrationsprozesse zu optimieren: Der Studie zufolge nutzen 52 Prozent der Firmen Manager-Self-Service-Systeme. Ein Blick über den Atlantik könnte die HR-Arbeit noch weiter vereinfachen, denn in Nordamerika arbeiten laut Towers Watson schon 15 Prozent der Unternehmen mit mobilen HR-Apps. Weitere 40 Prozent planen, diese in den nächsten zwölf bis 18 Monaten einzuführen.
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