Der Cyber-Angriff auf den Datenverbund des Bunds war nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein gezielter Versuch, an Unterlagen aus dem Außenministerium heranzukommen. Bild: MEV Agency UG

Eine Lernplattform ist das Einfallstor für den Hackerangriff auf die Netzwerke der Bundesregierung gewesen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom Sonntag, 4. März. Die Lernplattform ist integriert in die Internetseite der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, (BAköV).

Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) haben mutmaßlich ausländische Spione die Spähsoftware schon vor rund zwei Jahren auf der Lernplattform der Bundesakademie installiert. Diese diene eigentlich dazu, Verwaltungsmitarbeitern des Bunds maßgeschneiderte Fortbildungen als E-Learning anzubieten. Hier sei ein Kurs für Mitarbeiter des Auswärtigen Amts mit einer Spionagesoftware infiltriert worden. Wie dies geschah, sei noch unbekannt. In Aktion sei die Spionagesoftware erst vor einer Woche getreten, als sie damit begonnen habe, Daten von den infizierten Computern zu stehlen. Möglicherweise handelt es sich bei der Lernplattform um eine Open-Source-Lösung. Angaben, die die Bundesakademie im Jahr 2015 auf einer Ausschreibungsplattform machte, deuten darauf hin.

E-Learning-Plattform war schon einmal Ziel eines Angriffs

Im Februar 2016 war bereits ein Hack über eine E-Learning-Plattform bekannt geworden. Damals hatte es das Open-Source E-Learning-System CommSy („Community System“) der Universität Hamburg erwischt. Die Hacker hatten sich Zutritt auf alle auf die Plattform hochgeladenen Daten verschafft sowie auf die Datenbank.

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