Die Praxis hat nun eine Reihe von Techniken zur kodierten Zeugnisformulierung entwickelt, die im Folgenden kurz dargestellt werden.
11.1 Die Positiv-Skala-Technik
Die Positiv-Skala-Technik besteht darin, negative Aussagen verbal auf den entsprechend fein unterteilten Positivbereich zu transformieren. Beispiel: Die Skala reicht da nicht von sehr gut bis mangelhaft, sondern von "sehr gut", "gut", "ganz gut", "noch gut" und "teilweise gut".
Die bekannteste Positivskala ist die Zufriedenheitsskala zur Leistungsbeurteilung. Sie lautet:
| Note |
Beschäftigter hat die ihm übertragenen Arbeiten |
| .......... |
zu unserer |
.......... |
Zufriedenheit erledigt |
| Zeitfaktor |
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Zufriedenheitsgrad |
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| 1 |
stets, jederzeit, immer, in jeder Hinsicht |
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vollsten, uneingeschränkten, besten, außerordentlichen |
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| 2 |
stets, während der gesamten Beschäftigungsdauer |
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vollen |
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| 3 |
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vollen |
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| 3/4 |
stets, jederzeit |
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| 4 |
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| 5 |
im Großen und Ganzen, im Wesentlichen, teilweise, insgesamt |
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Da das Arbeitszeugnis wahr und zugleich vom verständigen Wohlwollen für den Beschäftigten getragen sein muss, werden aussagekräftige Informationen über Führung und Leistung immer spärlicher und die Tätigkeitsbeschreibung immer umfangreicher. Häufig verkümmert die Beurteilung zu einem einzigen Schlusssatz. Aber auch in den Fällen, in denen zuvor eine umfangreiche Detailbeurteilung vorgenommen wurde, wird häufig im Schlusssatz ein abschließendes Gesamturteil vorgenommen. Die Formulierungen bedeuten im Einzelnen:
Gesamturteil "sehr gut"
Er hat die ihm übertragenen Arbeiten stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
Seine Leistungen haben in jeder Hinsicht unsere vollste Anerkennung gefunden.
Er hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht und in allerbester Weise entsprochen.
Wir waren stets mit seinen Leistungen außerordentlich zufrieden.
Seine Leistungen waren...