11.01.2017 | Beamte

Bertelsmann-Stiftung fordert Abschaffung der Beihilfe für Beamte

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung könnten durch die Abschaffung der Beihilfe für Beamte 60 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 gespart werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung werden sich die jährlichen Ausgaben für die Krankenversorgung von Beamten und Pensionären bis 2030 auf geschätzte 20,2 Milliarden Euro erhöhen. Durch eine Abschaffung der Beihilfe könnten 60 Milliarden Euro gespart werden.

2014 gaben Bund und Länder knapp 12 Milliarden Euro dafür aus. Die Stiftung fordert daher eine Abschaffung der Beihilfe. Unterlägen Beamte genau wie Arbeitnehmer der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht, addiere sich das Einsparpotenzial bis 2030 auf 60 Milliarden Euro.

Hintergrund: Beihilfe für Beamte und Pensionäre

Beamte fallen nicht unter dieselbe Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse wie Arbeitnehmer, die ab einem Jahresbruttoeinkommen von 57 600 Euro (2017) befreit sind. Da der Staat für Beamte über die Beihilfe die Hälfte - bei Pensionären 70 Prozent - der Krankheitskosten übernimmt, haben sie häufig günstigere Prämien bei der privaten Versicherungen. Auch deswegen sind rund 85 Prozent der Staatsdiener privat versichert.

Studie: Einführung einer allgemeinen Versicherungspflicht

Durch die geforderte Einführung einer allgemeinen Versicherungspflicht müssten zwei Drittel der bislang 3,1 Millionen privatversicherten Beamten und Pensionäre in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln, weil sie unter der Einkommensgrenze liegen, so die Stiftung. Weitere 20 Prozent würden darüber hinaus finanziell von einem Wechsel profitieren.

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Beihilfe

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