| Unfallgefahr durch Ablenkung

Wenn soziale Netzwerker am Steuer sitzen

Lebensmüde?
Bild: PhotoDisc Inc.

Im Straßenverkehr haben Twitter, Facebook und Co. nichts zu suchen. Wer sich beim Autofahren ablenken lässt, riskiert sein Leben und das anderer. Doch dessen scheinen sich die wenigsten bewusst zu sein. Jeder dritte deutsche Verkehrsteilnehmer nutzt während der Fahrt soziale Netzwerke.

Kurz eine E-Mail abrufen, eine SMS lesen, eine WhatsApp-Nachricht verschicken, ein Selfie knipsen und an Freunde versenden, ... wenn der Verkehr ruhig fließt, lässt sich das alles ganz schnell mal nebenbei erledigen. Und auch für die Fahrt durchaus nützliche Ablenkungen gibt es: die Stau-App anschauen, das Navigationsgerät programmieren, die Verkehrsmeldungen im Autoradio suchen, ...

Was in diesen kurzen Augenblicken jedoch kaum einer bedenkt – denn dann würde er das wahrscheinlich lassen – ist das Risiko.

Jede Ablenkung im Straßenverkehr kommt einem Blindflug gleich

Fahrer oder Fußgänger konzentrieren sich nicht mehr auf die Straße, die anderen Verkehrsteilnehmer. Doch der vermeintlich kurze Augenblick dauert mehrere Sekunden.

Bei einem Blick auf Facebook oder Twitter vergehen durchschnittlich 20 Sekunden. Etwas schneller ist mit 14 Sekunden ein Selfie. Doch wer dabei in die Smartphone-Kamera lächelt, hat den Verkehr ganz sicher nicht mehr im Blick.

Unfallgefahr durch Ablenkung: Ein Selfie bedeutet 200 Meter Blindflug

Bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern legt man 14 m pro Sekunde zurück. Das ergibt eine Fahrtstrecke im „Blindflug“ von knapp 200 m während eines Selfies und 280 m bei einer Ablenkung von 20 Sekunden.

Jeder 3. Unfall mir Personenschaden durch Ablenkung

In der Schweiz wird, anders als in Deutschland, statistisch erfasst, wenn Verkehrsunfälle durch Ablenkung verursacht werden. Die Zahlen belegen, dass etwa jeder 3. Unfall mit Personenschaden auf einen abgelenkten Fahrer zurückzuführen ist.

Und in Deutschland haben die tödlichen Verkehrsunfälle im Straßenverkehr zugenommen. Besonders betroffen davon sind Radfahrer und motorisierte Zweiradfahrer.

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Schlagworte zum Thema:  Unfall, Verkehrsunfall, Handy, Smartphone

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