Handwerker auf Baustellen sind unterschiedlicher Lärmbelastung ausgesetzt
Bei Bauberufen ist zum Teil mit hohen durchschnittlichen Lärmbelastungen zu rechnen. Die Werte können bei über 90 Dezibel, db (A), liegen. Damit es zu keiner berufsbedingten Schwerhörigkeit kommt, sind entsprechende Präventionsmaßnahmen notwendig.
Arbeiten auf Baustellen sind unterschiedlicher Lärmbelastung ausgesetzt
Lärmmessungen auf Baustellen sind schwierig durchzuführen, da an ständig wechselnden Einsatzorten gearbeitet wird, so auch bei den untersuchten Berufsbildern
- Estrichleger,
- Steinmetz,
- Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik bei Abbrucharbeiten,
- Rohrleitungsbauer,
- Maler und
- Lüftungsbauer.
Durchführung der Lärmmessungen
Die Messungen wurden mit einem personengebundenen Dosimeter durchgeführt. Dabei wurde wie folgt vorgegangen:
- Während einer üblichen 8-Stunden-Schicht wurden alle berufsbildtypischen Tätigkeiten erfasst.
- Ergänzend fanden stichprobenartige Kurzzeitmessungen mit einem Präzisionsschallpegelmesser statt.
- Anschließend wurden für jeden Beruf die Mittelwerte berechnet.
Unterschiedliche Messergebnisse bei den untersuchten Bauberufen
Bei den sechs untersuchten Bauberufen ergaben die Auswertungen folgende Ergebnisse.
- Der geringsten Lärmbelastung – bis maximal 85 dB(A) – sind der Estrichleger (Fließestrich), der Maler sowie der Lüftungsbauer ausgesetzt.
- Beim Estrichleger im Bereich Industrieböden sowie beim Steinmetz muss mit durchschnittlichen 88 dB(A) gerechnet werden.
- Abbrucharbeiter mit Baugeräten und Rohrleitungsbauer sind mit 91 dB(A) den höchsten durchschnittlichen Lärmbelastungen ausgesetzt.
Anhand der gesicherten Werte lassen sich die jeweilige Lärmbelastung nach der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) beurteilen und gezielt Lärmschutz- und Vorsorgemaßnahmen treffen.
Die Messergebnisse zu den sechs Berufen sowie eine Erläuterung zum Messverfahren sind im 8. Report „Lärmbelastungen an Baustellenarbeitsplätzen“ der DGUV veröffentlicht. Alle Datensätze werden außerdem in die Lärmimmissionsdatenbank MELA eingepflegt. Damit sind nahezu alle lärmbelastenden Berufe in der Bauindustrie ausgewertet.
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