01.07.2013 | Private Krankenversicherung

Starke Beitragserhöhungen bei Privatkassen

Beitragserhöhungen wirken wie ein Griff ins Portemonai.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Andauernd niedrige Zinsen sollen für starke Beitragserhöhungen der Privaten Krankenversicherung (PKV) verantwortlich sein. Millionen Privatversicherte müssen künftig mit Beitragssteigerungen rechnen. Einige Privatkassen müssten mit Beitragsanstiegen bis zu 10 % jährlich rechnen.

Niedrige Zinsen an den Kapitalmärkten sind nach einem Zeitungsbericht unter Berufung auf Versicherer der Grund für die Beitragssteigerungen der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Betroffene Private Versicherungsunternehmen

Aufgrund der Niedrigzinsen werde bei einigen Unternehmen ein bestimmter Zinssatz abgesenkt, mit dem die Krankenversicherer Alterungsrückstellungen ihrer Kunden kalkulieren. Im Gegenzug müssten Prämien erhöht werden. Betroffen seien die Unternehmen Axa, Central, Continentale, BBKK und UKV.

Beitragserhöhung trifft nicht alle Tarife und Versicherten

Der Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV), Stefan Reker, sagte, höhere Prämien aus diesem Grund seien möglich. «Es steht noch nicht fest, ob und wie stark Beitragserhöhungen kommen», betonte er aber. Zudem seien nicht unbedingt alle Tarife und somit Versicherte eines betroffenen Unternehmens betroffen.

Systeminsolvenz für Private Krankenversicherung?

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, einige der großen Anbieter müssten 10 % Beitragsanstieg pro Jahr kalkulieren. «Die PKV in der jetzigen Form ist von der Systeminsolvenz bedroht.» Reker entgegnete: «Diese skrupellose Panikmache (...) ist auch mit Wahlkampf-Hysterie nicht zu entschuldigen.»

Schlagworte zum Thema:  Private Krankenversicherung, Gesetzliche Krankenversicherung, Beitragszuschuss, Arbeitnehmeranteil

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