13.05.2015 | Ärzte in Deutchland

Immer weniger Ärzte wollen eine eigene Praxis

Immer weniger Ärzte wollen als Angestellte arbeiten
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Laut Bundesärztekammer sind in Deutschland 365.247 Mediziner als Ärzte berufstätig. Dabei zählen zu den beliebtesten Fachgebieten Innere Medizin (49.093), Allgemeinmedizin (43.206) und Chirurgie (34.276). Interessant ist, dass immer weniger Ärzte eine eigene Praxis möchten.

Die zahlenmäßig größte Gruppe sind in der Statistik allerdings «Ärzte ohne Gebietsbezeichnung» (110.227). Auf den weiteren Plätzen folgen Anästhesisten, Gynäkologen, Kinderärzte, Psychiater, Radiologen, Augenärzte, Neurologen, HNO-Ärzte, Hautärzte und Urologen.

Zu wenig neue Ärzte und eigene Praxen

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der ärztlich tätigen Mediziner in Deutschland um 2,2 Prozent. «Etwas mehr und doch zu wenig», findet der Präsident der Bundesärztekammer, Ulrich Montgomery. Umfragen zufolge will fast ein Viertel der niedergelassenen Ärzte bis 2020 die eigene Praxis aufgeben, meist aus Altersgründen.
Junge Mediziner entscheiden sich immer häufiger für eine Festanstellung und gegen eine eigene Praxis. Der Frauenanteil steigt - 2014 waren es 45,5 Prozent. Und immer mehr Ärzte kommen aus dem Ausland, Ende vergangenen Jahres waren es fast 40.000. Allein im vergangenen Jahr wurden es zehn Prozent mehr.

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