Studie bestätigt positive Wirkung von Heimarbeitsplätzen
In den USA arbeiten mehr Menschen als je zuvor ganz oder teilweise im Home Office. Dennoch hat das Arbeiten zu Hause keinen ungeteilt guten Ruf. Viele Unternehmen sind vielmehr der Ansicht, ihre Mitarbeiter würden zu Hause abgelenkt und seien deshalb weniger leistungsfähig.
Wissenschaftler der Universität Stanford wollten es genauer wissen. Sie begleiteten 255 Callcenter-Mitarbeiter einer in Shanghai ansässigen Reiseagentur über einen Zeitraum von neun Monaten. Eine Hälfte der Mitarbeiter wurde für vier Tage die Woche ins Home Office geschickt, die andere blieb im Büro. Voraussetzungen waren lediglich, dass die Mitarbeiter bereits sechs Monate lang für die Firma arbeiteten und in ihrer Wohnungen über einen Breitband-Internetanschluss und ein Arbeitszimmer verfügten.
Nach neun Monaten kam man zu folgenden Ergebnissen.
Die Mitarbeiter im Home Office konnten ihre Leistung gegenüber ihrer Arbeit im Büro um 13 Prozent steigern. Sie arbeiteten mehr Stunden, weil sie kürzere Pausen machten und weniger krank waren. Und sie schafften in kürzerer Zeit ein höheres Arbeitspensum.
In der Home-Office-Gruppe verließen von den Mitarbeitern 50 Prozent weniger das Unternehmen als in der im Büro arbeitenden Gruppe.
Die Arbeitszufriedenheit bei den Home-Office-Mitarbeitern war höher als zuvor.
Als Folge der Studie bot das Unternehmen allen qualifizierten Arbeitskräften die Möglichkeit an, von zu Hause zu arbeiten. Die Wissenschaftler begleiteten die Umstellung über einige Monate und führten ihre Erhebungen fort. Dabei stellten sie fest, dass sowohl Mitarbeiter, die als Leistungsträger galten, als auch eher durchschnittliche Mitarbeiter im Home Office produktiver waren.
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