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Pflegezeit, Betreuungszeit, Familienpflegezeit / 6.2.1.1 Familienpflegezeit zur häuslichen Pflege

Peter Schmeiduch, Jutta Schwerdle
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Die Familienpflegezeit ist nach § 2 Abs. 1 FPfZG die Verringerung der Arbeitszeit von Beschäftigten, die einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung pflegen, für die Dauer von längstens 24 Monaten. Durch den Verweis in § 2 Abs. 3 FPfZG auf die §§ 5 bis 8 PflegeZG gelten die Regelungen des PflegeZG zu den Begriffen "Arbeitnehmer", "naher Angehöriger" und "Pflegebedürftigkeit" für die Inanspruchnahme der Familienpflegezeit entsprechend. Die in § 2a Abs. 4 FPfZG geforderte Nachweispflicht über die Pflegebedürftigkeit des zu pflegenden Angehörigen entspricht den Nachweiserfordernissen bei Pflegezeit.

Die Arbeitszeit kann nach § 2 Abs. 1 FPfZG reduziert werden bis zu einem Mindestumfang von 15 Stunden wöchentlich. Diese Untergrenze entspricht dem Mindestumfang des Rechtsanspruchs auf Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit nach § 15 Abs. 7 BEEG.

Bei einer unterschiedlichen Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit muss die Untergrenze von 15 Wochenstunden im Durchschnitt eines Zeitraums von bis zu einem Jahr eingehalten sein.

Die Untergrenze wurde bewusst gesetzt im Hinblick auf das Problem der Altersarmut, denn gerade bei Frauen ist Altersarmut oftmals Folge einer Pflegeauszeit.[1]

 
Hinweis

COVID-19-pandemiebedingte Unterschreitung der Mindestarbeitszeit bei Familienpflegezeit

Nach der gesetzlichen Grundregelung in § 2 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 FPfZG darf während der Pflegezeit die Arbeitszeit nur auf wöchentlich durchschnittlich mindestens 15 Stunden verringert werden (Mindestarbeitszeit). Befristet bis zum 31.12.2020 darf die wöchentliche Mindestarbeitszeit von durchschnittlich 15 Wochenstunden vorübergehend, längstens jedoch für die Dauer von 1 Monat, unterschritten werden (§ 16 Abs. 1 FPfZG).

Das FPfZG gilt sowohl für Vollzeitbeschäftigte wie auch für T...

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