19.10.2016 | Innovationsstärke Deutschlands

Deutschland im Innovationsindikator auf Platz 5

Bild: Haufe Online Redaktion

In Punkto Innovationsleistung belegt Deutschland im Vergleich von 35 Volkswirtschaften auf Platz 5 – Schweiz und Singapur liegen an der Spitze. Dies zeigt der Innovationsindikator 2015 von acatech und BDI. Die Studie gibt auch konkrete Handlungsempfehlungen, um das Innovationsklima weiter zu verbessern.

Acht Europäer in den Top Ten der Innovation

Die Schweiz gilt laut Innovationsindikator als das Nonplusultra in Sachen Innovation. Mit 75 von maximal 100 Indexpunkten verweist das Land die vier nächsten Verfolger mit recht deutlichem Abstand auf die Plätze:

  • Schweiz: 75
  • Singapur: 64
  • Finnland: 57
  • Belgien: 56
  • Deutschland: 56

In die Top 10 fallen außerdem noch Irland (53), Niederlande (52), die USA (51) sowie Österreich und Schweden (ebenfalls jeweils 51). Andere europäische Staaten wie Frankreich (45) bleiben schon verhältnismäßig weit zurück, Griechenland erreicht sogar lediglich einen Indikatorwert von 8. Somit nimmt Deutschland insgesamt eine recht starke Position in Europa ein.

Schweiz ist einsame Spitze

Die Innovationsstärke der Schweiz ist bemerkenswert. So hat die Schweiz die Position als innovativstes Land bereits seit Beginn der Untersuchungen im Jahr 1990 inne. Allerdings ist der Vorsprung auf die Verfolger-Länder in der jüngeren Vergangenheit etwas geschmolzen. Die herausstechende Innovationskraft der Schweiz wird auch durch andere Untersuchungen wie z.B.  den Global Innovation Index regelmäßig bestätigt.

Was Deutschland für eine Spitzenposition tun sollte

Mit einer Position im direkten Verfolgerfeld der Spitzenreiter stellt sich für Deutschland die Frage was zu tun ist um weltweit führende Innovationsnation zu werden. Die Studie nennt hierfür einige konkrete Handlungsempfehlungen:

  • Verstärkung von innovativem Unternehmenshandeln durch z.B. Durchführung von Wirkungsanalysen zur Sicherstellung von Effektivität und Effizienz in der Forschungsförderung oder verstärkter Fokus der Innovationspolitik in Bund und Ländern auf Synergien  mit europäischer Förderung
  • Deutliche Stärkung von Bildung und Wissenschaft durch z.B. Bildungsförderung insbesondere in MINT-Fächern, Erhöhung der (finanziellen) Mittel für Hochschulen oder verbesserte Anreize für hochqualitative Forschung und Lehre
  • Erleichterungen für KMU durch z.B. steuerliche Förderung wie sie in einigen anderen Ländern existiert oder bürokratisch vereinfachten Zugang zu zugewanderten Fachkräften

Zum Innovationsindikator

Erstellt wird der Innovationsindikator vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) zusammen mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Die Innovationsleistung der 35 untersuchten Volkswirtschaften wird dabei mittels 38 Einzelindikatoren gemessen, die nach Input und Output sowie fünf Subsystemen (Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Staat und Gesellschaft) unterteilt sind. Die für den Innovationsindikator 2015 genutzten Indikatoren beziehen sich auf 2014. Methodische Details sowie die Möglichkeit individueller Auswertungen finden sich auf www.innovationsindikator.de.

Schlagworte zum Thema:  Innovation, Schweiz

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