Kohlendioxid – tödliche Gefahr in Tanks
Gefahr bekannt, Gefahr gebannt – dieser im Arbeitsschutz oft zitierte Spruch greift nicht bei allen Risiken. Denn es gibt Gefahren, die immer wieder unterschätzt werden. Das kann aus Unwissenheit oder Nachlässigkeit sein.
Auch erfahrene Personen sind gefährdet
In einer Brauerei etwa erstickten innerhalb eines Jahres der Seniorchef und der Braumeister bei Unfällen mit Kohlendioxid. In beiden Fällen hatte sich das Opfer in den Tank gebeugt und dabei das Bewusstsein verloren.
Ist ein Unglück passiert, sucht man die Ursache. Ist das Unfallopfer tot, erschwert das die Ursachenforschung. So lässt sich kaum ermitteln, warum zwei erfahrene Personen so tragisch zu Tode gekommen sind.
Warum Hineinbeugen so gefährlich ist
In Biertanks, Weinkellern, Futtersilos, Brunnen und Jauchegruben können durch Gärprozesse große Mengen an Kohlendioxid entstehen. Aufgrund der höheren Dichte im Vergleich zu Luft lagert sich das Gas vor allem in Bodennähe als so genannter Kohlenstoffdioxid-See ab. Wird nicht ausreichend entlüftet, bilden sich gefährliche Konzentrationen. Bereits bei einer Konzentration über 10 Vol.-% wirkt Kohlendioxid tödlich. Deshalb ist das Hineinbeugen so gefährlich.
Freimessen mit Infrarot-Sensoren
Sicherheit bietet nur das Freimessen mit einem Gasmessgerät. Ist der Behälter tief, braucht man als Hilfsmittel eine Lanze, um das Messgerät in den unteren Bereich zu bringen. Empfohlen werden Messgeräte mit Infrarot-Sensoren. Sie sind fehlersicher und die Sensoren sind mindestens fünf Jahre haltbar.
Sicherer Umgang mit dem Messgerät
Da vom Kohlendioxid eine tödliche Gefahr ausgeht, müssen die Messgeräte regelmäßig überprüft und kalibriert werden. Die Messung darf nur von einer sachkundigen, eingewiesenen Person durchgeführt werden.
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