Fachbeiträge & Kommentare zu Fremdkapital

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, UmwStG 200... / 4.3 Auswirkungen auf die Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Rz. 50a Nach § 8a Abs. 2 KStG richtet sich die Höhe des safe havens nach dem anteiligen Eigenkapital in der Handelsbilanz zum Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres. Erfolgt eine Verschmelzung steuerlich rückwirkend auf diesen Stichtag, stellt sich die Frage, ob das Eigenkapital der übertragenden Körperschaft bereits für die Berechnung des safe havens der übernehmende...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Anwendung des Halbabzugsverbotes gem. § 3c Abs. 2 EStG a. F. auf Einbringungsverluste

Leitsatz Resultiert aus der Einbringung einer Kapitalgesellschaft ein Verlust, ist dieser aufgrund des Halbabzugsverbots gem. § 3c Abs. 2 EStG a. F. nur zu 50% bzw. ab Veranlagungszeitraum 2009 nur zu 60% abzugsfähig. Dies gilt auch dann, wenn die übertragene Kapitalgesellschaft bis zur Einbringung keine Gewinnausschüttungen vorgenommen hat, da der fiktive Veräußerungspreis ...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Unbeachtlichkeit von Währungskursschwankungen bei der Aufnahme und Tilgung von Fremdwährungsdarlehen zur Erzielung von Einkünften aus Kapitalvermögen und aus privaten Veräußerungsgeschäften

Leitsatz 1. Währungskursschwankungen im Privatvermögen gehören bis zur Einführung der Abgeltungsteuer zum nicht steuerbaren Bereich, sofern nicht der Tatbe­stand eines privaten Veräußerungsgeschäfts erfüllt ist. 2. Dies gilt auch dann, wenn der Steuerpflichtige im Rahmen eines Anlagekonzepts durch häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Fremdwährungsdarlehen einen Vorteil in ...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
§ 8a KStG 1999 a.F./n.F. verstößt gegen Art. 25 Abs. 3 DBA-Schweiz 1971/1992

Leitsatz Die Umqualifizierung von Zinsen in vGA nach § 8a Abs. 1 S. 1 Nr. 2 KStG 1999 a.F./n.F. ist nicht mit dem Diskriminierungsverbot des Art. 25 Abs. 3 DBA-Schweiz 1971/1992 vereinbar. Normenkette § 8a Abs. 1 S. 1 Nr. 2, § 8 Abs. 3 S. 2 KStG 1999, Art. 9 Abs. 1, Art. 11 Abs. 4, Art. 25 Abs. 3 DBA-Schweiz 1971/1992 Sachverhalt Die Klägerin ist eine AG Schweizer Rechts mit s...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 08/2010, Steuerpolitis... / I. Steuerpolitische Vorhaben in der neuen Legislaturperiode

Nach Dr. Peters befinde sich Deutschland im größten Wirtschaftsumbruch seiner Geschichte. Er gehe von einer Nettokreditaufnahme in Höhe von rund 85 Milliarden Euro aus. Diese hohe Neuverschuldung sei aus seiner Sicht aber alternativlos, weil Handlungsdruck für gezielte Maßnahmen gegen die Krise bestanden habe. 2009 habe es ein Maastricht-Defizit von 3,2 % gegeben. In diesem ...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
"Geschäftsbeziehung" i.S.d. § 1 AStG a.F.

Leitsatz Die Vergabe eines zinslosen Gesellschafterdarlehens kann eine "Geschäftsbeziehung" i.S.d. § 1 AStG i.d.F. des StÄndG 1992 begründen (Klarstellung zum Senatsurteil vom 29.11.2000, I R 85/99, BFH/NV 2001, 833, BFH/PR 2001, 264 und zum Senatsurteil vom 27.08.2008, I R 28/07, BFH/NV 2009, 123; Bestätigung des BMF-Schreibens vom 12.01.2010, BStBl I 2010, 34). Normenkette...mehr

Lexikonbeitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
Teil B Steuerrecht / 2.6 Überschussermittlung bei einer vermögensverwaltenden GbR

Rz. 793 Die Einkünfte einer vermögensverwaltenden GbR werden als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten (§§ 8 bis 9a EStG) ermittelt, wobei die sachliche Zurechnung zu einer der Einkunftsarten der §§ 20-23 EStG erfolgt. Die Gewinnermittlungsvorschriften der §§ 4 ff. EStG sind nicht anwendbar. Einnahmen sind innerhalb des Kalenderjahres bezogen, in dem sie zugefloss...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Schwarz/Pahlke, AO § 42 Mis... / 7.1.2 Verlagerungen in ausländische Kapitalanlagegesellschaften

Rz. 163 Die Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft an einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland ist nicht schon deswegen rechtsmissbräuchlich, weil die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte im Ausland durch eine Managementgesellschaft geschieht[1]. Rz. 164 Die Zwischenschaltung einer niederländischen Kapitalgesellschaft, die im Inland Grundbesitz verm...mehr

Kommentar aus Steuer Office Basic
Frotscher/Geurts, EStG, Eig... / 2.3.2 Dauerwohnrecht

Rz. 20 Der Dauerwohnberechtigte ist wirtschaftlicher Eigentümer, wenn seine Rechte und Pflichten bei wirtschaftlicher Betrachtung denen eines Eigentümers entsprechen und ihm bei Aufgabe des Wohnrechts aufgrund des Vertrags oder kraft Gesetzes[1] eine angemessene Entschädigung zusteht[2]. Ob dies der Fall ist, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls[3]. Eine dem Wohnu...mehr

Lexikonbeitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
VII Besteuerung der Gesells... / 2.3.4 Rechnungslegung bei der Personenhandelsgesellschaft

Rz. 773 Sind dagegen die Vorschriften des § 264a HGB bzw. des PublG nicht anzuwenden, besteht eine gewisse Freiheit zum Ausweis des Eigenkapitals und der Bildung verschiedener Gesellschafterkonten. Anders als bei der Buchführung einer Einzelfirma werden bei Personenhandelsgesellschaften mehrere Kapitalkonten und mehrere Privatkonten geführt. Dabei ist jedoch für die Untersch...mehr

Lexikonbeitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
XIV Erbschaft-/Schenkungsteuer / 6 Begünstigung des Betriebsvermögens (altes Recht)

Rz. 1811 Der Freibetrag und der verminderte Wertansatz (§ 13a Abs. 1 und 2 ErbStG a.F.) galten u.a. für inländisches Betriebsvermögen (§ 13a Abs. 4 i.V.m. § 12 Abs. 5 ErbStG a.F.) beim Erwerb eines ganzen Gewerbebetriebs, eines Teilbetriebs, eines Anteils bzw. Bruchteils an einer Gesellschaft i.S.d. § 15 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 oder § 18 Abs. 4 EStG sowie eines Anteils eines...mehr

Lexikonbeitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
VII Besteuerung der Gesells... / 2.3.5.1 Kapital-/Gesellschafterkonten

Rz. 787 Hinsichtlich der Verbuchung der Kapitalkonten/Gesellschafterkonten gelten grundsätzlich die handelsrechtlichen Bestimmungen auch für die Steuerbilanz. Danach gelten grundsätzlich die folgenden Vorgehensweisen, wobei in der Praxis üblicherweise davon abgewichen wird und die Führung verschiedener Kapitalkonten (fest, variabel) sowie die Einrichtung von Privat- oder Ver...mehr

Lexikonbeitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
XVI Besonderheiten bei Publ... / 1.2 Gewinnerzielungsabsicht

Rz. 2046 Grundvoraussetzung für die Erzielung gewerblicher Einkünfte (Gewinne oder Verluste) ist die Gewinnerzielungsabsicht auf Ebene der Gesellschaft und des Anlegers, wenn sie auch nur Nebenzweck ist.[1] Ansonsten liegt steuerlich gesehen eine als unbeachtlich zu beurteilende Liebhaberei vor. Erforderlich ist folglich eine Tätigkeit mit der Absicht, auf Dauer positive Ein...mehr

Lexikonbeitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
XVI Besonderheiten bei Publ... / 1.5 Nebenkosten/Investitionskosten

Rz. 2059 In der Vergangenheit war es insbesondere bei Immobilienfonds bisher streitig und unklar, welche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Grundstücks als sofort abzugsfähiger Aufwand oder als Anschaffungskosten zu qualifizieren waren. Der IX. Senat des BFH [4277] wertete Provisionen und Gebühren der Initiatoren regelmäßig als Anschaffungskosten des Grundstück...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Auch unverzinsliche Gesellschafterdarlehen sind abzuzinsen

Leitsatz Unverzinsliche Gesellschafterdarlehen sind nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 Nr. 3 S. 1 EStG abzuzinsen. Das gilt grundsätzlich auch dann, wenn sie aus handelsrechtlicher Sicht eigenkapitalersetzenden Charakter haben. Normenkette § 6 Abs. 1 Nr. 3 S. 1 EStG Sachverhalt Klägerin ist eine GmbH, der von ihrem alleinigen Gesellschafter 1998 ein Darlehen gewährt worden war, das d...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Eigenkapitalersatz durch zinsloses Darlehen ist keine Geschäftsbeziehung nach § 1 AStG

Leitsatz Die unentgeltliche Darlehensvergabe eines Kommanditisten an eine kanadische Limited fällt nicht unter § 1 AStG, wenn es sich um eine eigenkapitalersetzende Kapitalüberlassung handelt. Es liegt kein Leistungsaustausch, sondern ein Gesellschafterbeitrag vor. Sachverhalt Ein im Inland ansässiger Kommanditist einer inländischen KG war außerdem mit einer Gesellschafterein...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Veräußerungsgewinn aus Mitarbeiterbeteiligung keine Lohn- sondern Kapitaleinkünfte

Leitsatz Der Veräußerungsgewinn aus einer Kapitalbeteiligung an einem Unternehmen führt nicht allein deshalb zu Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit, weil die Kapitalbeteiligung von einem Arbeitnehmer des Unternehmens gehalten und nur Arbeitnehmern angeboten worden war. Normenkette § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, § 8 Abs. 1, § 34 EStG Sachverhalt Der Kläger erzielte als Vorstan...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Abzinsung eigenkapitalersetzender Gesellschafterdarlehen

Leitsatz Auch Gesellschafterdarlehen unterliegen der Abzinsungsregelung gem. § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG. Wird gleichzeitig mit der Zinsvereinbarung der Rangrücktritt erklärt und die Verzinsungsabrede außerdem völlig unbeachtet gelassen, ist von der Unverzinslichkeit der Verbindlichkeit auszugehen. Sachverhalt Eine GmbH hatte in den Vorjahren umfangreiche Gesellschafterdarlehen erh...mehr

Urteilskommentierung aus Deutsches Anwalt Office Premium
Bei älteren Darlehen greifen Haftungsregeln aus der Zeit vor der GmbH-Reform

Leitsatz Die durch das GmbH-Modernisierungsgesetz überholten Regeln zum kapitalersetzenden Gesellschafterdarlehen werden angewendet, wenn das Darlehen vor dem 1.11.2008 gewährt und zurückgezahlt wurde. Sachverhalt Die bisher geltenden Grundsätze der eigenkapitalersetzenden Gesellschafterleistungen sind abgeschafft. Dabei geht es um Leistungen der Gesellschafter an die GmbH, d...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Keine Insolvenzanfechtung bei Sicherheitsleistung für Gründungskredite

Leitsatz Sachverhalt Bei Gründung eines neuen Unternehmens in der Rechtsform einer GmbH nahm der Unternehmensinhaber für die GmbH einen Kredit seiner Hausbank in Anspruch. Zur Sicherheit für den Kredit bürgte er nicht nur persönlich, er übertrug auch sämtliche Unternehmenswerte an die Bank (unter anderem trat er alle Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen ab, übereig...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 03/2009, Eigentum und ... / 2. Indexierung (Fremdkapital)

Beim in der Unternehmensfinanzierung weithin üblichen Fremdkapital (z. B. Anleihen; § 266 Abs. 3 C. HGB) erleidet der Gläubiger als Kapitalgeber inflationsbedingte Einbußen (s. V.1.). Dagegen schützen inflationsindexierte Wertpapiere. Sie bieten vertraglich neben relativ niedrigen Basiszinsen eine variable Zinskomponente, die gekoppelt ist an einen Referenzzinssatz (z. B. EU...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 03/2009, Eigentum und ... / 1. Vertragsfreiheit

Für die Praxis steht angesichts der weltweit massiven Inflationierung die Frage zentral: Wie kann Vermögen geschützt, namentlich vertraglich Wertschutz gewährleistet werden? Grundsätzlich bietet die Vertragsfreiheit (Art. 2 GG, § 241 BGB) die Möglichkeit, privatautonom in einem Vertrag zwischen den Parteien den Wertschutz zu regeln (beachte aber 4., 5.). Bei der Bewertung vo...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
Erbschaftsteuer-Reform 2009... / 5.3.1 Die Fallgruppen

Die stille Gesellschaft gem. §§ 230 ff. HGB erfreut sich in der Praxis großer Beliebtheit, da man sich mit ihr an einem Handelsgewerbe beteiligen kann, ohne im Register eingetragen zu sein, m. a. W. ohne Publizitätsakt. Dies ist für bestimmte Berufsträger deshalb von Bedeutung, wenn und weil ihr jeweiliges Berufsrecht (z. B. bei Beamten und weitgehend auch bei Freiberuflern)...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Eigenkapitalersatzrechtliche Erstattungsverpflichtungen gegenüber Schwestergesellschaft als vGA

Leitsatz Eine Rückstellung für die Verpflichtung einer GmbH, einer Schwestergesellschaft die von dieser geleisteten Mietzahlungen nach den Grundsätzen der eigenkapitalersetzenden Gebrauchsüberlassung zu erstatten, führt zu einer vGA. Normenkette § 8 Abs. 3 S. 2 KStG, § 31, § 32a, § 32b GmbHG Sachverhalt Die GmbH I hatte 1995 ein Grundstück erworben, das bereits seit 1991 an ei...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Mit Verlusten verrechenbares "Darlehenskonto" erhöht Kapital i.S.d. § 15a EStG

Leitsatz Bei einem als "Darlehenskonto" bezeichneten Konto eines Kommanditisten, das im Rahmen des sog. Vier-Konten-Modells dazu bestimmt ist, die nicht auf dem Rücklagenkonto verbuchten Gewinnanteile aufzunehmen, kann es sich auch dann um ein Kapitalkonto i.S.d. § 15a Abs. 1 S. 1 EStG handeln, wenn es gewinnunabhängig zu verzinsen ist. Voraussetzung ist allerdings, dass ent...mehr

Kommentar aus Haufe Personal Office Platin
Frotscher/Geurts, EStG § 20... / 21.2 Persönlicher Geltungsbereich der Abgeltungsteuer

Rz. 289 Die Abgeltungsteuer wird nur für natürliche Personen gelten, die ihre Kapitalanlagen im Privatvermögen halten. Sind sie hingegen dem Betriebsvermögen oder der Vermietung und Verpachtung zuzuordnen, wird der gleichwohl vorgenommene KapESt-Abzug weiterhin lediglich Vorauszahlungscharakter haben für die im Weg der Veranlagung festzusetzende ESt, vgl. §§ 20 Abs. 8, 32d A...mehr

Kommentar aus Haufe Personal Office Platin
Frotscher/Geurts, EStG § 20... / 2.2.4.3.1 Allgemeines

Rz. 43 Nach S. 2 der Vorschrift gehören zu den "sonstigen Bezügen" u. a. auch die sog. verdeckten Gewinnausschüttungen, bei denen der Gewinn den Gesellschaftern oder ihnen nahe stehenden Personen von der Gesellschaft in einer Form zugeführt wird, in der er nicht als Gewinn erscheint, sondern u. a. Bezeichnungen verborgen ist[1]. Entscheidend ist dabei, ob die Leistungen an de...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Veräußerung einer wesentlichen Beteiligung: Nachträgliche Anschaffungskosten bei Finanzierungsmaßnahmen eines Aktionärs

Leitsatz Die Gewährung eines Darlehens oder die Übernahme einer Bürgschaft für eine Aktiengesellschaft durch einen Aktionär, der an der Gesellschaft nicht unternehmerisch beteiligt ist, führt nicht zu nachträglichen Anschaffungskosten der wesentlichen Beteiligung. Normenkette § 17 Abs. 1, 2 und 4 EStG, § 255 Abs. 1 S. 2 HGB Sachverhalt Herr K. war an einer Medien-GmbH wesentli...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Einbringung von WG des Privatvermögens in das Gesamthandsvermögen gegen Buchung auf Kapitalkonto ist Anschaffung und nicht Einlage

Leitsatz Die Einbringung von Wirtschaftsgütern des Privatvermögens in eine gewerbliche Personengesellschaft (gegen die Gewährung von Mitunternehmeranteilen) begründet keine Einlage i.S.v. § 7 Abs. 1 Satz 4 EStG 2000 (jetzt: Satz 5). Dies gilt auch, wenn der Wert des Wirtschaftsguts nicht nur dem Kapitalkonto I, sondern auch anderen Kapitalunterkonten gutgeschrieben wird. Nor...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / III. Norm im einzelnen (Abs. 1)

Rz. 19 [Autor/Stand] Bei unbeschränkt Steuerpflichtigen, ‥ Die Anrechnung setzt die unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht voraus. Rz. 20 [Autor/Stand] Dieser unterliegen nach § 1 Abs. 1 KStG Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz im Inland haben:mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Finance Office Premium
Abkommensrechtliche Behandlung von Sondervergütungen

Leitsatz Erhält ein in den USA ansässiger Gesellschafter einer deutschen Personengesellschaft Zinsen für ein von ihm der Gesellschaft gewährtes Darlehen, so dürfen diese Zinsen nach dem DBA-USA 1989 in Deutschland nicht besteuert werden. Normenkette § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG, Art. 7 Abs. 1 und 2, Art. 11 Abs. 1 und 3 DBA-USA 1989 Sachverhalt Klägerin war eine KG, deren ein...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.1.2 Vergütungen für Fremdkapital

Rz. 42 Es muss sich um Vergütungen für "Kapital" handeln; andere Vergütungen als solche für (Fremd-)Kapital werden nicht umqualifiziert. Nicht erfasst werden damit insbesondere Miet- und Pachtvergütungen, Vergütungen für Sach- und Wertpapierdarlehen[1] sowie Lizenzzahlungen und Leasingvergütungen. Für Leasingvergütungen gilt dies auch dann, wenn der Leasinggegenstand dem Lea...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2 Umqualifizierung von Vergütungen für Fremdkapital (Abs. 1)

2.1 Allgemeine Voraussetzungen Rz. 30 Abs. 1 S. 1 enthält in den Satzteilen vor Nr. 1 einige allgemeine Voraussetzungen, die vorliegen müssen, damit Vergütungen für Gesellschafter-Fremdkapital als verdeckte Gewinnausschüttungen behandelt werden können. Es handelt sich um die Definition des persönliche Anwendungsbereichs der Vorschrift, nämlich die Kapitalgesellschaft und den ...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.3.1 Allgemeiner Tatbestand

Rz. 54 Abs. 1 Nr. 2 regelt die Voraussetzungen für die Umqualifizierung von Vergütungen für nicht erfolgsabhängige Gesellschafter-Fremdfinanzierungen. Diese Vergütungen werden in bestimmtem Umfang steuerlich als Betriebsausgaben anerkannt. Anders als erfolgsabhängige Vergütungen werden sie also nicht schlechthin als verdeckte Gewinnausschüttung qualifiziert. Der Grund für di...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.2 Tatbestand der erfolgsabhängigen Vergütungen

Rz. 49 Abs. 1 enthält in Nr. 1 und Nr. 2 unterschiedliche Regelungen für erfolgsabhängige und nicht erfolgsabhängige Vergütungen. Dabei wird der steuerwirksame Abzug einer erfolgsabhängigen Vergütung durch § 8a schlechthin ausgeschlossen, während eine nicht erfolgsabhängige Vergütung in bestimmtem Umfang steuerlich abzugsfähig bleibt. Der Grund für diese Unterscheidung liegt...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 6.1 Rechtslage bis Vz 2003

Rz. 179 Bis Vz 2003 galt § 8a nicht, wenn das Fremdkapital einer Personengesellschaft gegeben wurde; die Anwendung der Vorschrift war strikt auf Kapitalgesellschaften als Kreditnehmer beschränkt. Daher konnte ein ausländischer Gesellschafter einer inländischen Kapitalgesellschaft deren als Personengesellschaft organisierte Tochter mit Gesellschafter-Fremdkapital finanzieren,...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.3.2.1 Mögliche Kreditaufnahme bei Dritten

Rz. 62 Die Umqualifizierung tritt nicht ein, wenn die Kapitalgesellschaft das Fremdkapital bei sonst gleichen Umständen auch von einem fremden Dritten hätte erhalten können. Die Kapitalgesellschaft soll durch § 8a nicht gezwungen werden, Fremdkapital von Dritten aufzunehmen, weil die "safe-haven"-Grenze bereits erreicht ist. Würde auch ein fremder Dritter das Fremdkapital ge...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 6.2 Rechtslage ab Vz 2004

Rz. 184 Ab Vz 2004 ist die Anwendbarkeit des § 8a für Personengesellschaften durch das Gesetz v. 22.12.2003[1] erweitert worden (zum In-Kraft-Treten vgl. Rz. 17). Abs. 5 hatte bis Vz 2003 darauf abgestellt, dass der Anteilseigner eine Kapitalgesellschaft über eine Personengesellschaft finanzierte. Die Regelung sollte eine Umgehung des Gesetzes verhindern, indem der Zwischens...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.7.1.1 Umqualifizierung in eine verdeckte Gewinnausschüttung

Rz. 97 Als Rechtsfolge bestimmt Abs. 1 S. 1, dass die Vergütungen für das Fremdkapital bei Vorliegen der Voraussetzungen als verdeckte Gewinnausschüttungen gelten (bis Vz 2003) bzw. verdeckte Gewinnausschüttungen sind (ab Vz 2004). Das bedeutet, dass diese Vergütungen das Einkommen nach § 8 Abs. 3 nicht mindern dürfen, sondern bei der Einkommensermittlung (außerbilanziell) h...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 1.1 Zweck der Vorschrift

Rz. 1 Die Vorschrift knüpft an § 8 Abs. 3 an, der grundlegend zwischen Einkommenserzielung und Einkommensverwendung im Körperschaftsteuerrecht unterscheidet. Faktoren, die zum Bereich der Einkommenserzielung gehören, beeinflussen das Einkommen positiv oder negativ und verändern daher die Steuerlast. Dagegen darf die Einkommensverwendung das Einkommen, und damit letztlich die...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.3.2.2 Finanzierung  von Geschäften i. S. d. § 1 KWG

Rz. 67 Schließlich tritt trotz Überschreitung des "safe haven" bei der Kreditaufnahme zur Finanzierung von Geschäften i. S. d. § 1 KWG keine Umqualifizierung ein. Damit soll der besonderen Situation von Kreditinstituten Rechnung getragen werden. Bei Kreditinstituten ist die Fremdfinanzierung und damit die Ersetzung von Eigen- durch Fremdkapital bereits durch § 10 KWG eingesc...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.7.1.2 Freigrenze (ab Vz 2004)

Rz. 99 Ab Vz 2004 enthält der Tatbestand eine Kleinbetragsregelung. Trotz Vorliegens der Tatbestandsvoraussetzungen des § 8a erfolgt keine Umqualifizierung der Vergütungen, soweit die Vergütungen nicht mehr als 250.000 EUR betragen. Hierbei handelt es sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Auch eine nur geringfügige Überschreitung der Freigrenze führt zur Umqual...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.6.1 Die gesetzliche Regelung

Rz. 86 Der Anwendungsbereich des § 8a wird durch Abs. 1 S. 2 nicht nur auf dem Anteilseigner nahe stehende Personen ausgedehnt, sondern in der zweiten Alternative auch auf einen Dritten, der weder dem Anteilseigner noch der Kapitalgesellschaft selbst nahe steht, wenn der Dritte für das Fremdkapital, das er der Kapitalgesellschaft zur Verfügung gestellt hat, auf den Anteilsei...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 1.2 Systematische Stellung

Rz. 5 § 8a knüpft an die Regelung des § 8 Abs. 3, und dabei insbesondere an die Regelung über verdeckte Gewinnausschüttungen an. Die Vorschrift dient damit, ebenso wie § 8 Abs. 3, der Ermittlung des Einkommens. Bestimmte Vergütungen für Gesellschafter-Fremdkapital werden als verdeckte Gewinnausschüttungen eingeordnet; sie sind damit bei der Einkommensermittlung nicht abzugsf...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.1.1.3 Ausdehnung auf beschränkt steuerpflichtige Anteilseigner (bis Vz 2003)

Rz. 40 § 8a war unmittelbar nur anwendbar, wenn der das Fremdkapital zur Verfügung stellende Anteilseigner bzw. die ihm nahe stehende Person im Inland nicht von der Veranlagung erfasst wurde (vgl. Rz. 72). Das Gesetz ging aber in Abs. 5 Nr. 1 a. F. von der Vorstellung aus, dass sich ein beschränkt steuerpflichtiger Anteilseigner die Vorteile, die in der Überlassung von Fremd...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 5 Sonderregelung für Holdinggesellschaften (Abs. 4)

Rz. 168 Abs. 4 enthält eine Sonderregelung für die Gesellschafter-Fremdfinanzierung von Holdinggesellschaften. Zweck dieser Gesellschaften ist das Halten und Finanzieren von Beteiligungen. Um die Finanzierung von Holdinggesellschaften durch Gesellschafter-Fremdkapital nicht unnötig zu erschweren und die Attraktivität der Bundesrepublik als Standort für internationale Holding...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 3 Definition "anteiliges Eigenkapital" (Abs. 2)

Rz. 127 Der "safe haven" des Abs. 1 S. 1 Nr. 2 knüpft an das "anteilige Eigenkapital" an. Nicht erfolgsabhängige Vergütungen für Gesellschafter-Fremdkapital sind nur dann und nur insoweit als verdeckte Gewinnausschüttungen zu behandeln, als das Gesellschafter-Fremdkapital das 1,5-fache des dem Anteilseigner zuzurechnenden anteiligen Eigenkapitals übersteigt. Das gilt für den...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 7 Sonderregelung für Anteilsübertragungen im Konzern (Abs. 6)

Rz. 194 Abs. 6 enthält eine Sonderregelung, die steuerliche Gestaltungen im Zusammenhang mit Anteilsübertragungen im Konzern verhindern soll. Die Gesetzesbegründung [1] ist falsch, sie trifft jedenfalls nicht die Regelung. Nach der Gesetzesbegründung soll die Vorschrift verhindern, dass zur Verbesserung des (buchmäßigen) Eigenkapitals nach § 8a Abs. 2 steuerfreie Anteilsverkä...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.3.2 Ausnahmen

Rz. 61 Trotz Überschreitens des "safe haven" in Höhe des Eineinhalbfachen des anteiligen Eigenkapitals tritt die Rechtsfolge der Umqualifizierung der Vergütungen nicht ein, wenn die Kapitalgesellschaft das Fremdkapital bei sonst gleichen Umständen auch von einem fremden Dritten hätte erhalten können, oder es sich um eine Mittelaufnahme zur Finanzierung von Geschäften i. S. d. ...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Frotscher/Drüen, KStG § 8a ... / 2.4 Ausschluss der Umqualifizierung bei Veranlagung im Inland (bis Vz 2003)

Rz. 72 Nach Abs. 1 S. 2 trat bis Vz 2003 (zum In-Kraft-Treten bei abweichendem Wirtschaftsjahr vgl. Rz. 17) keine Umqualifizierung der Vergütungen für Gesellschafter-Fremdkapital ein, wenn die Vergütungen bei dem Anteilseigner im Inland im Rahmen einer Veranlagung erfasst wurden. Die Ausnahme griff nur ein, wenn im Inland eine Veranlagung erfolgte; Steuerpflicht im Inland ge...mehr