Fachbeiträge & Kommentare zu Finanzen

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 1: Einführung in di... / 5.4 Einzel- und Konzernabschluss

Rz. 247 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Anders als der Einzelabschluss, der – wie zuvor dargestellt – unterschiedlichen Zwecken zu dienen bestimmt ist, verfolgt der Konzernabschluss ausschließlich eine Informationsfunktion. Denn das Ergebnis des Konzernabschlusses dient weder handelsrechtlich noch steuerrechtlich als Basis für eine Zahlungsbemessung. Daher lag es aus Sicht des deu...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 160 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine besondere Eigenschaft der nichtfinanziellen Erklärung ist, dass sie die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf bestimmte nichtfinanzielle Aspekte in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stellt. Damit liegt der Fokus dieser Art der Berichterstattung nicht mehr nur auf der Darstellung von Geschäftsverlauf, Lage und voraussichtlicher En...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.6.2 Sorgfalts-(Vorsichts-)prinzip (prudence principle)

Rz. 186 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Prinzip der Vorsicht wird in IASC F.37 (1989) als Sorgfaltsmaßstab mit dem Pflichtprogramm der kaufmännischen Vernunft formuliert.[1] Mit dieser Formulierung traf das IASC auch das richtige Verständnis des Vorsichtsprinzips. Weder gebietet es, noch rechtfertigt es, Schätzungs- und Ermessensspielräume möglichst pessimistisch auszuüben. Es...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 13.1 § 304 HGB

Rz. 480 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 304 Behandlung der Zwischenergebnisse (1) In den Konzernabschluß zu übernehmende Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluß einbezogenen Unternehmen beruhen, sind in der Konzernbilanz mit einem Betrag anzusetzen, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses auf...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 7.1.2.1.7 Bilanzeid

Rz. 235 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Verpflichtung zur Abgabe des sog. Bilanzeids betrifft nur bestimmte kapitalmarktorientierte Unternehmen (vgl. Tz. 211). Adressat der Verpflichtung sind die Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs, wobei die Versicherung von allen Mitgliedern abzugeben ist.[1] Die Erklärung ist zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 1.1.2.2.5 Zweckgesellschaft

Rz. 27 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Zweckgesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass ihr Geschäftsbetrieb der Erreichung eines eng begrenzten und genau definierten Ziels dient. Dabei muss die Gesellschaft nicht notwendigerweise genau ein Ziel oder ausschließlich Ziele des Mutterunternehmens verfolgen.[1] Typische Merkmale einer Zweckgesellschaft sind:[2] Zielsetzung und T...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.11 Angaben bei Beteiligungen >5 % der Stimmrechte an großen KapGes (Nr. 11b)

Rz. 66 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 I.S.d. § 3 Abs. 2 AktG börsennotierte KapGes (Berichtssubjekt) sind gem. § 285 Nr. 11b HGB verpflichtet, über die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB hinausgehend alle Beteiligungen an großen (§ 267 Abs. 3 HGB) KapGes (Berichtsobjekt) anzugeben, wenn diese Beteiligung am Abschlussstichtag >5 % der Stimmrechte vermittelt. Die durch das BilRUG eingef...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.1.1.1 Überblick

Rz. 335 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der Summenbilanz werden sowohl die Beteiligungen des Mutterunternehmens an seinen jeweiligen Tochterunternehmen, die die Beteiligungen am EK der Tochterunternehmen repräsentieren,[1] als auch die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Eigenkapitalien der Tochterunternehmen vollständig erfasst. Insofern kommt es zu einer Mehrfacherfas...mehr

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Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 3.1.2.1.1 Den Jahresabschluss betreffend (Satz 1 Nr. 1)

Rz. 175 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 334 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 lit. a) HGB bewehrt Verstöße gegen Vorschriften über die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (§ 243 Abs. 1 HGB), die Klarheit und Übersichtlichkeit (§ 243 Abs. 2 HGB), die Sprache und Währungseinheit (§ 244 HGB), die Unterzeichnung (§ 245 HGB), die Vollständigkeit und das Verrechnungsverbot (§ 246 HGB), den Inhal...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.1.2.2.3 Versicherung der Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs (§ 289 Abs. 1 Satz 5 HGB)

Rz. 84 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als Reaktion auf diverse Bilanzskandale hat der Gesetzgeber die Verpflichtung zur Abgabe einer Versicherung der Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs zur Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung implementiert. Diese ergibt sich für den Lagebericht aus § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB, für den JA aus § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB. Damit soll – ähnlich w...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 5.1.2.2.1 Wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis

Rz. 144 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei wesentlichen Änderungen des Konsolidierungskreises verlangt Abs. 2 Angaben im Konzernabschluss, die es ermöglichen, die aufeinander folgenden Konzernabschlüsse sinnvoll miteinander zu vergleichen. Änderungen des Konsolidierungskreises liegen vor, wenn sich die Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen (u...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 3.2.1.2.3 Beabsichtigte unwesentliche Fehler

Rz. 87 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 8.41 Satz 2 stellt klar, dass auch unwesentliche Fehler (immaterial errors) IFRS-widrig sind. Er schränkt dies aber durch die Bedingung ein, dass sie absichtlich mit dem Ziel bewirkt wurden, eine bestimmte Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder Cashflows zu erreichen. Für diese unwesentlichen vorsätzlichen Fehler enthalt...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.2.2.5 Angabepflichten nach der Taxonomie-VO

Rz. 216 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ziel des Aktionsplans "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" der EU-Kommission ist es u. a., Kapitalströme in nachhaltige Investitionen umzulenken und dadurch nachhaltiges und integratives Wachstum zu erzielen bzw. zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Wirtschaftstätigkeiten als ökologisch nachhaltig erkennbar sein. Die Taxonomie-VO...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.2.1.4.2 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Rz. 218 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk hat der Abschlussprüfer nach Abs. 3 Satz 1 und Abs. 6 zu erklären, dass die von ihm vorgenommene Prüfung zu keinen Einwendungen geführt hat, der Abschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse des Abschlussprüfers nach seiner Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften entspricht, der ...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 7.2.4 Kapitalmarktrechtliche Publizität

Rz. 278 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Speziell für kapitalmarktorientierte Unternehmen hat die Gesetzgebung in den letzten Jahren eine ganze Reihe von kapitalmarktrechtlichen Publizitätspflichten geschaffen. Diesen Regelungen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass der Kapitalmarkt und insbesondere die Investoren bzw. Anleger in besonderer Weise informationsbedürftig sind. Neben dem...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1 § 264 HGB

Rz. 1 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 264 Pflicht zur Aufstellung; Befreiung (1) 1Die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft haben den Jahresabschluß (§ 242) um einen Anhang zu erweitern, der mit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung eine Einheit bildet, sowie einen Lagebericht aufzustellen. 2Die gesetzlichen Vertreter einer kapitalmarktorientierten Kapitalges...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.3.2 IFRS

Rz. 522 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Ausweis von Rückstellungen in Bilanz und GuV bzw. Gesamtergebnisrechnung ist in IAS 37 nicht geregelt. Nach IAS 1.54(l) sind Rückstellungen jedoch separat in der Bilanz darzustellen. Von den (sonstigen) Rückstellungen sind nach IAS 1.54(n) auch Steuerrückstellungen zu trennen und gesondert auszuweisen. Eine über diese Mindestunterglieder...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.1.1.1.2 Funktionen des Lageberichts

Rz. 3 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Lagebericht besitzt primär eine Informationsfunktion. Durch diese funktionsbezogene Fokussierung unterscheidet er sich vom zweckpluralistischen Instrument des JA. Im Rahmen seiner Informationsfunktion soll der Lagebericht zum einen den primär vergangenheitsorientierten und quantitativ gestalteten JA ergänzen und erläutern. Dies wird insbes...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.2.1.4.4 Versagungsvermerk

Rz. 229 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gelangt der Abschlussprüfer nach Erlangung ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise zu dem abschließenden Urteil, dass Einwendungen gegen den Abschluss, den Lagebericht bzw. einen sonstigen Prüfungsgegenstand nicht nur wesentlich, sondern auch umfassend sind, d. h. sich negativ auf die Rechnungslegung als Ganzes auswirken, sodass eine Eins...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 5.1.2.2 Pflicht oder Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten?

Rz. 466 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Umstritten ist, ob die Vorschrift ein Wahlrecht normiert. Man wird dabei drei Fragen – oft ist nur von zwei Fragen die Rede – auseinanderhalten müssen, ob eine Pflicht zur Absicherung besteht, ob die Sicherungsgüter und die Sicherungsinstrumente in der Bilanz zusammengefasst werden müssen, ob im Falle der Zusammenfassung eine Pflicht besteht, d...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 5.1.2.4.2 Sicherungspositionen

Rz. 475 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zur Absicherung können lediglich Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte dienen. Im Gegensatz zu den Grundgeschäften kommen folglich Sachleistungsverpflichtungen nicht in Betracht. Der Begriff Finanzinstrumente ist in Anlehnung an die IFRS und unter Rückgriff auf § 2 Abs. 2 b WpHG, § 1 Abs. 11 KWG zu interpretieren, wie die Gesetzesbegrün...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 13.1.2.2 Grundsatz der Wesentlichkeit (Abs. 2)

Rz. 512 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Auf die Durchführung der Zwischenergebniseliminierung darf gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet werden, wenn die Eliminierung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist. Diese Vorschrift entsprich...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 5.2.2.2.4 Wesentliche Bewertungsgrundlagen und jahresabschlusspolitische Maßnahmen

Rz. 183 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Rahmen der Berichterstattung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses ist nach Abs. 2 Satz 4 auch auf wesentliche Bewertungsgrundlagen sowie darauf einzugehen, welchen Einfluss Änderungen in den Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten und der Ausnutzung von Ermessensspielräumen sowie sa...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 18.1.2.5 Hyperinflation

Rz. 606 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen solcher Unternehmen, die Abschlüsse in Währungen mit Hochinflation aufzustellen haben, kann die Anwendung der Stichtagskursmethode ohne vorhergehende Bereinigungen eine nicht zutreffende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-Lage im Zeitablauf – hierbei insbesondere die Vermögenslage ...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 3.2.1.1.2 Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen

Rz. 362 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für Altersversorgungsverpflichtungen gilt zunächst gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein abweichender Betrachtungszeitraum für die Ermittlung des Zinssatzes, mit dem sie abzuzinsen sind. Statt 7 Jahre beträgt dieser 10 Jahre, wobei der daraus resultierende Effekt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt (zur zeitlichen Anwendbar...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 2.2.3 Verstöße gegen Ansatz- und Bewertungsvorschriften (§ 256 Abs. 5 AktG)

Rz. 55 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Jahresabschluss ist gem. § 256 AktG nichtig, wenn ein Fall wesentlicher Überbewertung vorliegt. Überbewertung liegt vor, wenn Vermögensgegenstände zu hoch und Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) zu niedrig bewertet sind. Dem steht gleich, wenn Schulden gar nicht angesetzt wurden, obwohl dies erforderlich war.[1] Die Überbewertu...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1.2.3.1.3 Das Folgeproblem: true and fair view als Auslegungshilfe oder overriding principle

Rz. 32 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als Folgeproblem der h. M. stellt sich nach wie vor die Prinzipienfrage, ob § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB die Einzelvorschriften im Einzelfall überlagert (overriding principle)[1] oder nur Auslegungs- und Lückenschließungs­charakter hat. Bereits der Wortlaut sorgt für die Unklarheit. Einerseits sind die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung zu bea...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.1 Zur außerplanmäßigen Abschreibung

Rz. 218 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die einschlägigen Standards für Vermögenswerte (z. B. für Sachanlagevermögen oder immaterielle Vermögenswerte) befassen sich mit der Erst- sowie der planmäßigen Folgebewertung. Bezüglich der außerplanmäßigen Abschreibung handeln die IFRS arbeitsteilig. Die Vorgaben für außerplanmäßige Abschreibungen verteilen sich auf verschiedene Standards ...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.33 Angaben zu Erträgen und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (Nr. 32)

Rz. 105 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 285 Nr. 32 HGB sind sog. periodenfremde Erträge und Aufwendungen, also solche, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, hinsichtlich ihres Betrags und ihrer Art im Anhang zu erläutern, soweit die Beträge nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Diese Vorschrift wurde durch das BilRUG ohne materielle Änderung[1] aus § 277 Abs....mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 1.1.1.1 Überblick

Rz. 2 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Norm verpflichtet in Abs. 1 die gesetzlichen Vertreter der in ihren Anwendungsbereich fallenden Unternehmen (vgl. Tz. 7) zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts. Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses und die Einbeziehung von Unternehmen dient dem Ziel, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.3 Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Nr. 3a)

Rz. 37 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Sofern diese für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, ist gem. § 285 Nr. 3a HGB der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 268 Abs. 7 HGB oder Nr. 3 berichtspflichtig sind, im Anhang anzugeben. Indem Auskunft über die für die Beurteilung der Finanzlage erheblic...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.5.5 Besonderheiten in Konzernstrukturen

Rz. 638 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Besonderheiten bei der Behandlung nach IFRS 5 zu klassifizierender Sachverhalte ergeben sich zunächst bereits i.Z.m. Konsolidierungsfragen. So werden im Zuge von Konsolidierungsmaßnahmen konzerninterne Beziehungen eliminiert, um durch den konsolidierten Konzernabschluss ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus der Pe...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 17.1.2.1 Informationsfunktion des Konzernabschlusses

Rz. 570 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Konzernabschluss als fiktive rechtliche Einheit (gem. § 297 Abs. 3 HGB; Einheitstheorie) bedingt konsequenter Weise eine Vereinheitlichung der Bewertungsmethoden im Konzern.[1] Die Anpassung bzw. Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt, sofern deren einzelbilanzielle Behandlung mit den Vorgaben des Konzernabschlusses k...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 6.1.2.1 Bilanz und Eröffnungsbilanz

Rz. 99 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Abs. 1 Satz 1 statuiert die grundsätzliche Pflicht eines jeden Kaufmanns (zum Begriff siehe §§ 1ff. HGB sowie vgl. Tz. 6 ff.) zur Aufstellung der Eröffnungsbilanz und der Jahresabschlussbilanz und regelt ihren Inhalt, soweit alle Kaufleute betroffen sind. Abs. 4 sieht eine Befreiung für "kleine" Kaufleute i. S. d. § 241a HGB vor. Für KapGes g...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 2.1.2.1 Zweck und Orientierung der Segmentberichterstattung

Rz. 86 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Abschlussersteller bietet dem Bilanzadressaten mit der Aufstellung der Segmentberichterstattung die Möglichkeit, Informationen hinsichtlich der Art und der finanziellen Auswirkungen zur ausgeübten Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Segmenten sowie über das wirtschaftliche Umfeld zu erhalten (DRS 28.27). Diese Informationen sind al...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.5 Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Segmentberichterstattung

Rz. 56 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Kapitalgesellschaften, haftungsbeschränkte Personengesellschaften i. S. d. § 264a HGB sowie nach § 1 PublG offenlegungspflichtige Unternehmen, die kapitalmarktorientiert i. S. d. § 264d HGB und nicht selbst verpflichtet sind einen Konzernabschluss aufzustellen, müssen den Jahresabschluss gem. § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB, § 5 Abs. 2a Satz 2 PublG ...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 3.2.1.1.1 Subjektiver Fehlerbegriff im Binnensystem der IFRS

Rz. 77 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Den IFRS liegt in ihrem Binnensystem nach überzeugender Auffassung ein subjektiver Fehlerbegriff zugrunde.[1] Für die Fehlerkorrektur ergibt sich dies aus der Definition in IAS 8.5. Ein früherer Abschluss ist nach IAS 8.5 fehlerhaft, wenn er im Widerspruch zu den IFRS einen im Geschäftsjahr verwirklichten Sachverhalt nicht berücksichtigt oder...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 2.1.2.3 Anzugebende Segmente

Rz. 92 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die anzugebenden Segmente folgen nach HGB – wie nach IFRS auch die berichtspflichtigen Segmente – der gleichen systematischen Vorgehensweise. Nach Identifikation der operativen Segmente können diese freiwillig unter der Voraussetzung, dass ihre wirtschaftlichen Charakteristika homogen sind, zusammengefasst und nach Wesentlichkeitsgesichtspunk...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 7.1.2.3.3 Einheitsgrundsatz

Rz. 247 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach Abs. 3 Satz 1 ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der einbezogenen Unternehmen im Konzernabschluss so darzustellen, als ob diese Unternehmen insgesamt ein einziges Unternehmen wären. Zum Zwecke der Rechnungslegung wird eine wirtschaftliche (nicht rechtliche)[1] Einheit des Konzerns fingiert. Im Konzernabschluss sind daher sämtli...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.2.2.1 Begriff und Rechtsnatur der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung

Rz. 125 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Begriff der GoB bezieht sich in seiner historischen Prägung auf die kontinental-europäischen Bilanzierungsbräuche, die sich im deutschen, italienischen und französischen Handelsbilanzrecht entwickelt haben.[1] Die §§ 243 Abs. 1, 264 Abs. 2 Satz 1 HGB adressieren die Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung (materielle GoB, vgl. Kapitel 1)...mehr

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Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 3.1.2.1.2 Den Konzernabschluss betreffend (Satz 1 Nr. 2)

Rz. 179 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 334 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 lit. a) HGB schützt die Einbeziehung des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss (§ 294 Abs. 1 HGB). Rz. 180 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 334 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 lit. b) HGB schützt Vorschriften über Inhalt oder Form, namentlich zur Nennung des Namens und des Sitzes sowie weiterer Angaben...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 6.1.2.4.2 Absicht zur Weiterveräußerung

Rz. 190 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Begriff der Weiterveräußerung ist wirtschaftlich im Sinne eines Bilanzabgangs zu verstehen. Dazu wird regelmäßig die Übertragung des rechtlichen, im Einzelfall aber schon die Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums (§ 246 Abs. 1 Satz 2 2. Halbsatz HGB) ausreichen. Zwar suggeriert der Wortlaut des Abs. 1 Nr. 3, dass alle Anteile veräuß...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.1.2.2.1.2 Rechtliche Stufen des Erwerbsprozesses

Rz. 347 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Wenngleich eine Kapitalbeteiligung keine zwingende Voraussetzung für das Vorliegen eines Mutter-Tochter-Verhältnisses ist, wird im Regelfall die Möglichkeit zur Beherrschung durch den Erwerb einer (Mehrheits-)Beteiligung begründet, sodass dann der Erstkonsolidierungszeitpunkt dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile entspricht.[1] Der Erwerbsze...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 3.1.2.4 Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer

Rz. 339 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Neben Pensionsleistungen sind auch kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber gem. IAS 19 zu bilanzieren. Für kurzfristige – wie auch andere langfristige – Leistungen besteht eine eher geringe Regelungsdichte. Eine Leistung ist definitorisch dann als kurzfristig anzusehen, wenn beim Arbeitnehmer ein Anspruch, unabhängig vo...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.3.1.5 Normhierarchie innerhalb der Verlautbarungen

Rz. 143 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der praktischen Anwendung der Verlautbarungen kann sich die Frage nach dem Rangverhältnis der einzelnen Normen ergeben. Da es sich bei den IFRS um ein internationales Regelwerk ohne Anbindung an einen tradierten Regelkanon zur Bestimmung von Normhierarchien handelt, lässt sich diese Frage im konkreten Anwendungsfall nicht ohne Weiteres kl...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.22 Geschäfte mit Nahestehenden (Nr. 21)

Rz. 81 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Anhang sind gem. § 285 Nr. 21 HGB Angaben zu den wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäften des Unternehmens mit nahestehenden Unternehmen und Personen geboten. Aus der Gesetzesbegründung ergibt sich, dass sich der Gesetzgeber an IAS 24 (Related Party Disclosures) orientiert hat, sodass auch diesbezügli...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.4.1 Vergleichbarkeit (comparability)

Rz. 175 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Prinzip der Vergleichbarkeit ist ein zentrales Optimierungsziel der IFRS. Seine Bedeutung folgt aus ihrer Kapitalmarktorientierung. Investoren sollen auf der Grundlage eines IFRS-Abschlusses einerseits den Wert des Unternehmens und seiner Anteile mit dem Wert anderer Unternehmen und deren Anteile vergleichen können. Sie sollen aber auch ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.2.2.4.1 Grundsatz der Bilanzklarheit und Übersichtlichkeit (§ 243 Abs. 2 HGB)

Rz. 139 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift des § 243 Abs. 2 HGB (inhaltlich entsprechend Art. 4 Abs. 2 Jahresabschlussrichtlinie 2013 und Art. 2 Abs. 2 der Jahresabschlussrichtlinie 1978) gilt für alle Kaufleute und regelt mit den Geboten der Klarheit und Übersichtlichkeit die äußere Gestaltung für alle Teile des Jahresabschlusses.[1] Das Gebot der Klarheit bezieht sic...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 6.1.2.5.2 Unternehmen von untergeordneter Bedeutung

Rz. 197 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei der Beurteilung der Bedeutung eines Tochterunternehmens kommt es auf das Gesamtbild aller relevanten Umstände an. Diese sind insbesondere:[1] Struktur des Abschlusses des Unternehmens Geschäftstätigkeit Beziehungen zu anderen Konzernunternehmen. Entscheidend ist die Perspektive des Adressaten des Abschlusses: Eine untergeordnete Bedeutung ka...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.1.2.2.6.8 Vereinbarungen bei Kontrollwechsel im Fall eines Übernahmeangebots (Nr. 8)

Rz. 133 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 289a Satz 1 Nr. 8 HGB sind wesentliche Vereinbarungen anzugeben, die infolge eines Kontrollwechsels nach einem Übernahmeangebot wirksam werden, sich ändern oder enden (DRS 20.K213). Die Regelung betrifft insbesondere sog. Change-of-Control-Klauseln. Der Kontrollbegriff lehnt sich an § 29 Abs. 2 WpÜG an, wonach Kontrolle als das Halten...mehr