Woher kommen überdurchschnittlich viele Krebserkrankungen?
Jahrelang dauert nun schon der Rechtsstreit zwischen Erkrankten oder Angehörigen und der südkoreanischen Samsung-Gruppe. Die Betroffenen werfen Samsung vor, für rund 200 Erkrankungen von Mitarbeitern, u. a. an Leukämie, verantwortlich zu sein. Weit über 80 davon seien an der Krebserkrankung oder an anderen unheilbaren Krankheiten, die durch Chemikalien bei der Herstellung von Elektronikchips verursacht seien, bereits gestorben.
Was ist los bei Samsung? Das Unternehmen hat inzwischen reagiert.
Samsung lässt jetzt prüfen: Woher kommen überdurchschnittlich viele Krebserkrankungen?
Bereits 2014 hat sich der Konzern bei mehreren Mitarbeitern entschuldigt, die an Krebs erkrankt sind. Allerdings betonte Samsung damals, den Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und den in den Chipfabriken verwendeten Chemikalien nicht anzuerkennen.
2015 richtete Samsung einen Entschädigungsfonds für betroffene Mitarbeiter bzw. ihre Angehörigen ein. Auch dies geschah ohne Schuldeingeständnis.
Nachdem zwischen den Klägern und dem beklagten Unternehmen ein Abschlussabkommen unterzeichnet ist, soll nun eine unabhängige Kommission die Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in allen Werken überprüfen. Bei offensichtlichen Mängeln will der Konzern den Arbeitsschutz verbessern, so die Zusage von Samsung.
Mögliche Gefahrenquellen bei der Chipherstellung
Bei der Herstellung von Elektronikchips werden viele gefährliche Stoffe eingesetzt. Außerdem werden viele komplexe Verfahren, wie z. B. Belichtung, Bedampfung sowie Strahlung, angewandt. Bei der Fertigung von Chips spielt auch die Nanotechnologie eine große Rolle.
Die Gefährdungbeurteilung bei der Chipherstellung stellt eine echte Herausforderung für jeden Arbeitsschützer dar. Es ist zu hoffen, dass die Gefahrenquellen für die Mitarbeiter bei Samsung so schnell wie möglich erkannt werden.
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