Absturzunfälle enden oft tödlich. Ungesichertes Arbeiten in großer Höhe ist lebensgefährlich, ein Risiko, das sich verhindern lässt.

Über 25 % der tödlichen Arbeitsunfälle in den Jahren 2009 bis 2016 in Deutschland waren Absturzunfälle. Am häufigsten ereignen sich tödliche Absturzarbeiten auf Baustellen bei Fertigungs-, Montage- und Demontagearbeiten sowie bei Transportarbeiten. Betroffen sind oft Baufach- und Hilfsarbeiter sowie Elektromonteure. Auffallend ist auch, dass die meisten Verunfallten Beschäftigte aus Klein- und Kleinstunternehmen waren.

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Absturzunfälle - welche Rolle spielen die Berufserfahrung und das Alter?

Der Großteil der tödlich durch Absturz Verunfallten hatte mindestens 3 Jahre Berufserfahrung und galt als Routiniers. Gefährlich wird es vor allem ab 50 Jahren. Ab diesem Alter steigt der Anteil der Verunfallten im Verhältnis zu den Erwerbstätigen in Deutschland allgemein deutlich an.

Maßnahmen, die vor Absturzunfällen schützen können

Aus ihren Auswertungen schlussfolgern Wissenschaftler der BAuA in dem Faktenblatt Tödliche Arbeitsunfälle – Absturzunfälle, dass unterschiedliche Maßnahmen dazu beitragen können, die Zahl der Absturzunfälle und somit auch die Zahl der tödlichen Unfälle zu verringern. Hier sind u. a. folgende Maßnahmen genannt:

  • Eine Gefährdungsbeurteilung für jede (neue) Arbeit in der Höhe.
  • Der Einsatz von Absturz- und Bauwerkssicherungen.
  • Der Einsatz von standsicheren und geeigneten Leitern und Gerüsten.
  • Regelmäßige Unterweisungen der Beschäftigten zu spezifischen Absturzgefahren.
  • Sensibilisierung für Absturzgefahren und deren Folgen auch aus geringer Höhe.
  • Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA).
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