| Altlastensanierung

Gefahren und Schutzmaßnahmen

Ob die Persönliche Schutzausrüstung bei der Altlastensanierung ausreicht, ist Teil der Gefährdungsbeurteilung
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Industriestandorte, Müllkippen und Lageranlagen hinterlassen Spuren im Boden und Grundwasser. Sind die Spuren so groß, dass Gefahren für Mensch oder Umwelt zu befürchten sind, spricht man von Altlasten. Bei der Sanierung von Altlasten sind spezielle Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig.

Die zunehmende Verdichtung von Siedlungsräumen machen selbst hoch belastete Liegenschaften für eine Nachnutzung interessant. Zuvor müssen sie saniert werden.

Bei Altlasten unterscheidet man zwischen Altablagerungen und Altstandorten

Zu den Altablagerungen zählen stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen und Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt oder gelagert worden sind, z. B. verlassene und stillgelegte Deponien, illegale Müllkippen, Aufhaldungen oder Verfüllungen mit Produktionsrückständen.

Altstandorte sind Grundstücke stillgelegter Anlagen und Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde, z. B. stillgelegte Industrie- und Gewerbeanlagen, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, chemische Reinigungen.

Gefährdungen durch die Altlastensanierung

Altstandorte weisen gewöhnlich branchentypische Gefahrstoffe auf, mit denen in der zurückliegenden Nutzungsphase umgegangen wurde. Allgemein anzutreffende Gefahrstoffe sind Kohlenwasserstoffverbindungen, Chlorverbindungen, Cyanide und Schwermetalle.

In Altablagerungen finden sich deponietypische Gefahrstoffe wie Chlorid, Sulfat, Borat, Ammonium, Nitrit, Nitrat, Phenole, adsorbierbare organisch gebundene Halogene (AOX).

Sanierungsmethoden haben eigene verfahrens- und anlagenspezifische Charakteristika. Stoffliche und nicht-stoffliche Gefährdungen sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.

Arbeitsschutz bei Sanierungsmaßnahmen

Arbeitsschutz beginnt nicht erst mit dem Start der Sanierungsarbeiten. Vielmehr ist schon bei den vorlaufenden Geländebegehungen, Erkundungen, Vermessungsarbeiten, Bohrungen und der Entnahme von Boden-, Wasser- und Luftproben im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, ob und welche Arbeitsschutzmaßnahmen zu ergreifen sind. Weitere wichtige Hinweise zum Arbeitsschutz bei Sanierungsmaßnahmen finden Sie im Fachbeitrag "Altlastensanierung: Gefahren und Schutzmaßnahmen".

Schlagworte zum Thema:  Gefährdungsbeurteilung, Sanierung

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