Fachbeiträge & Kommentare zu Waren

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 2.2.2.1.2 Zuschnitt operativer Segmente – Abgrenzung

Rz. 121 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die interne Berichterstattung und Steuerung bildet die Grundlage der Abgrenzung der Segmente als Basis der Segmentberichterstattung. Eine derartige Berichterstattung muss vorliegen, da die Steuerung eines kapitalmarktorientierten Unternehmens die Implementierung eines internen Berichts- und Steuerungswesens voraussetzt. Die Berichterstattung...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 5.2.1.4.2 Europäische Rechtsentwicklung

Rz. 165 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rats vom 16.04.2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse (Abschlussprüfungs-Verordnung) ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat seit dem 17.06.2016. Um den Nutzen der Abschlussprüfung für d...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.1.2.1.3 Geltungsbereich

Rz. 388 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 266 HGB trifft keine Aussage über den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis der Posten.[1] Die Grundfrage zum Aktivvermögen, ob es sich um Anlage- oder Umlaufvermögen handelt, ist anhand von § 247 Abs. 2 HGB zu lösen. Rückstellungen sind allein anhand von § 249 HGB zu bilden und der Eigenkapitalausweis richtet sich nach § 272 HGB. Der Ausw...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 4.3.5 Prüfung (§ 162 Abs. 3 AktG)

Rz. 467 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Da der Vergütungsbericht nicht Teil des JA (oder des Lageberichts) ist, ist er auch nicht Gegenstand der Jahresabschlussprüfung.[1] Daher bedurfte es einer eigenständigen Vorschrift zur Prüfung des aktienrechtlichen Vergütungsberichts.[2] Rz. 468 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der durch Vorstand und Aufsichtsrat aufgestellte Vergütungsbericht ist ...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.4.2.1 Grammatische Auslegung

Rz. 168 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Den Ausgangspunkt der Auslegung bildet grundsätzlich die grammatische Auslegung, die vom Wortlaut bzw. Wortsinn der auszulegenden Vorschrift ausgeht. Das gilt nach der Rechtsprechung des EuGH insbesondere für bilanzrechtliche Regelungen europäischen Ursprungs. Allerdings ist hier zu beachten, dass Amts- und Arbeitssprachen der EU alle Sprach...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 2.1.2.2 Zeitpunkt der Ermittlung von Geschäfts- oder Firmenwert und negativem Unterschiedsbetrag (Abs. 3)

Rz. 71 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 312 Abs. 3 HGB sind der Wertansatz der Beteiligung und der Unterschiedsbetrag auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt zu ermitteln, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Können die Wertansätze zu diesem Zeitpunkt nicht endgültig ermittelt werden, sind sie innerhalb der darauf folgenden zwölf Monate anzupa...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.2.4.1 Nicht der Produktion dienende Goldbestände

Rz. 48 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nimmt ein Unternehmen eine Investition in (materiellem) Gold vor, um eine mittelfristige Sicherung gegen Währungsunsicherheiten zu erreichen, stellt sich die Frage nach dem bilanziellen Ausweis dieser nicht in der Produktion eingesetzten Goldbestände. Als denkbare Kategorien gelten zunächst Sachanlagen, normales Vorratsvermögen, Vorratsvermögen ...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.2.3 Widerruf des Bestätigungsvermerks

Rz. 244 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Widerruf ist gesetzlich nicht geregelt und vollzieht sich daher nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen.[1] Erkennt der Abschlussprüfer nach Beendigung[2] der Prüfung, dass die Voraussetzungen für die Erteilung eines Bestätigungsvermerks nicht vorgelegen haben, und ist das geprüfte Unternehmen nicht bereit, den geprüften Abschluss zu ändern u...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.2.2.2 Bewertung der Umsatzerlöse

Rz. 141 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bewertung der Umsatzerlöse bildet die 3. Stufe: Bestimmung des Transaktionspreises des 5-Stufen-Konzepts (IFRS 15.46). Der Transaktionspreis und damit die Höhe der erwarteten Umsatzerlöse bemisst sich nach der erwarteten Gegenleistung für die Erfüllung der vertraglichen Leistungsverpflichtung, dabei sind die Vertragsbedingungen und die G...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.9.5 Die Auflösung und Ausschüttung der Kapitalrücklage

Rz. 249 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Wird die Kapitalrücklage aufgelöst und als Bilanzgewinn den Anteilseignern zurückgewährt, ist die Wirkung bei diesen umstritten. Eine Ansicht will den Ertrag durch Abschreibung auf die Beteiligung neutralisieren[1]; die Gegenauffassung will auch diesen Betrag als Beteiligungsertrag vereinnahmen.[2] Sie verweist darauf, dass die Kapitalrückla...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.2.1 Erfassung der empfangenen Leistung

Rz. 140 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungstransaktion fließen dem bilanzierenden Unternehmen Ressourcen zu, die in dessen Leistungsprozess ge- bzw. verbraucht werden. Für die bilanzielle Abbildung dieser empfangenen Gegenleistung ist von zentraler Bedeutung, ob es sich dabei um einen aktivierungsfähigen Vermögenswert handelt. Ist dies der F...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.3.7 Unterleasingverhältnisse

Rz. 147 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine besondere Konstellation stellen sog. Unterleasingverhältnisse (subleases) dar. Hierbei handelt es sich um ein ineinander verschachteltes Leasingverhältnis, bei dem ein zugrunde liegender Vermögenswert von einem Leasingnehmer gemietet wird, der diesen ganz oder teilweise als Unterleasinggeber (intermediate lessor) an Dritte weitervermiet...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 7.1.1.1 Überblick

Rz. 206 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Norm ist (analog gem. § 264 HGB für den Einzelabschluss) die Grundnorm für den Konzernabschluss und enthält die wesentlichen Vorgaben für Form und Inhalt. Abs. 1 nennt als verpflichtende Bestandteile des Konzernabschlusses die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, den Konzernanhang, die Kapitalflussrechnung sowie den Eig...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.2.1.3.2.2 Verbot der Retrospektion

Rz. 274 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Allgemeines Für einige Bilanzierungssachverhalte sieht IFRS 1 ein Verbot der retrospektiven Anwendung vor. Die entsprechenden Vorschriften sind in IFRS 1.14–.17 sowie IFRS 1.Anhang B kodifiziert. Neben der im Folgenden dargestellten Vornahme von Schätzungen und der Ausbuchung von Finanzinstrumenten zählen hierzu etwa die Bilanzierung von Sich...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.32 Angaben zu Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung (Nr. 31)

Rz. 104 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 285 Nr. 31 HGB sind im Anhang jeweils der Betrag und die Art der einzelnen Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung anzugeben, soweit die Beträge nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die Anhangangabe ermöglicht eine Analyse der Aufwendungen und Erträge[1] im Wege der Erfolgsspa...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 2.3.2 Rechtsfolgen nichtiger Jahresabschlüsse

Rz. 62 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei fehlerhaften Jahresabschlüssen ist danach zu differenzieren, ob der Fehler so gewichtig ist, dass der Jahresabschluss gem. § 256 Abs. 1 bis Abs. 5 AktG nichtig ist oder ob der Fehler nicht so gewichtig ist, dass eine Nichtigkeit angenommen werden muss. Kein Fehler liegt vor, wenn der Jahresabschluss unter Verkennung von Tatsachen aufgeste...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2.2.2 § 272 Abs. 1a Satz 2 HGB

Rz. 206 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennbetrag bzw. dem rechnerischen Wert der Anteile ist bei Aufstellung der Bilanz mit frei verfügbaren Rücklagen zu verrechnen. Beim Verständnis der Vorschrift ist zu beachten, dass § 272 Abs. 1a Satz 2 HGB nur noch regelt, wie der Erwerb eigener Anteile im folgenden Jahresabschl...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.4.2.3 Anfänglich direkte Kosten

Rz. 73 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Anfänglich direkte Kosten umfassen der Definition des Standards folgend solche zusätzlichen Kosten des Leasingnehmers, die ohne Abschluss des Leasingverhältnisses nicht angefallen wären (IFRS 16.Appendix A). Diese Kosten sind folglich dem Nutzungsrecht hinzuzurechnen und umfassen beispielsweise Provisions- und Kommissionsgebühren sowie Abfind...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 1.1.1.3 Geltungsbereich

Rz. 6 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Offenlegungspflicht ist nach der Grundkonzeption des handelsrechtlichen Bilanzrechts subjektiv beschränkt auf eine erste Kategorie der Kapitalgesellschaften und der Personenhandelsgesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft & Co. (§ 325 i. V. m. §§ 264, 264a HGB) sowie auf eine zweite Kategorie der großen Gesellschaften (§§ 1, 9...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.2.1 Gesondert angeschaffte immaterielle Vermögenswerte

Rz. 437 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Erfüllung der Definitionskriterien bedingt, dass der Posten weder monetärer Art noch physisch greifbar ist. Zudem ist nachzuweisen, dass dieser identifizierbar (IAS 38.8) und damit abgrenzbar vom Geschäfts- oder Firmenwert des Unternehmens ist (IAS 38.11 f.). Sind die Kriterien nicht kumulativ erfüllt, kommt IAS 38 nicht zur Anwendung un...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 4.1.2.2.2.1 Kapitalanteile von OHG-Gesellschaftern und Komplementären

Rz. 143 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als Kapitalanteil ist die bedungene Einlage auszuweisen. Das ist bei Komplementären und OHG-Gesellschaftern der Betrag, den sie laut Gesellschaftsvertrag zu leisten haben.[1] § 120 Abs. 2 HGB statuiert für OHG-Gesellschafter, dass Gewinne dem Kapitalkonto zugeschrieben werden. Die Vorschrift gilt gem. § 161 Abs. 2 HGB auch für Komplementäre....mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 6.3.1 HGB

Rz. 1111 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unter diesem Gliederungspunkt sind sowohl die Forderungen aus Umsatzgeschäften als auch sonstige Forderungen auszuweisen, soweit es sich nicht um Finanzanlagen des Anlagevermögens handelt. Die vom Gesetz vorgegebene Gliederung ist etwas missverständlich, weil im ersten Punkt Forderungen aus Umsatzgeschäften und in den Folgepunkten Forderung...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.2 Art und Zweck sowie Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften (Nr. 3)

Rz. 32 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 285 Nr. 3 HGB sind Art und Zweck sowie Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften (sog. außerbilanzielle Geschäfte) im Anhang anzugeben, soweit die Risiken und Vorteile wesentlich sind und die "Offenlegung" (gemeint ist: Anhangangabe) für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 160 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bis 1989 entwickelten sich die Rechnungslegungsgrundsätze für den Jahresabschluss nach IFRS ohne dokumentierte Leitlinien allein durch die kasuistische Festschreibung von Kompromissen zwischen den vorherrschenden Bilanzierungsregeln (sog. best practice) der damaligen im IASC vertretenen Länder.[1] Entsprechend der Zusammensetzung des IASC[2]...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.1.2.8 Keine Überlagerung durch eigenbetriebliches Interesse ist keine Tatbestandsvoraussetzung

Rz. 379 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Jahr 2000 entwickelte der BFH das zusätzliche negative Tatbestandsmerkmal "keine Überlagerung durch eigenbetriebliches Interesse".[1] Danach soll der Ansatz einer Verbindlichkeitsrückstellung bilanzsteuerlich nur dann geboten sein, wenn die bestehende Außenverpflichtung nicht durch ein eigenbetriebliches Interesse des Steuerpflichtigen vo...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.7 Angaben im Anhang

Rz. 97 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 16 verlangt umfangreiche qualitative und quantitative Angaben im Anhang gemäß IFRS 16.52–60. Durch die Angaben im Anhang sollen dem Abschlussadressaten Informationen bereitstellt gestellt werden, die zusammen mit den Angaben in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung eine Beurteilung der Auswirkungen de...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 9.1.1.4.2 Europäische Rechtsentwicklung

Rz. 267 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zu den wenigen Fällen, in denen der deutsche Gesetzgeber die Regelungen der 8. EU-Richtlinie nicht in nationales Recht übernommen hat, gehört Art. 41 Abs. 6, welcher vorsieht, dass neben den zuvor erläuterten, in nationales Recht gem. § 324 Abs. 1 Satz 2 HGB umgesetzten Ausnahmen, auch Tochterunternehmen in einem Konzern, welcher auf der Ebe...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 1.1.2.3 Das Umsatzkostenverfahren

Rz. 29 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach Funktionen (Herstellungskosten, Vertriebskosten) aufgegliedert, während im Gesamtkostenverfahren nach Arten (Personal, Material etc.) aufgegliedert wird.[1] Der Posten Umsatzerlöse (§ 275 Abs. 3 Nr. 1 HGB) ist in beiden Verfahren identisch, wird in § 277 Abs. 1 HGB definiert und daher dort...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 2.1.2.2 Angaben zu Risiken aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Rz. 331 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Öffnung dieser restriktiven Trennung zwischen Anhang und Lagebericht von Seiten der IFRS-Vorschriften bietet IFRS 7.B6. Zwar besteht für die Angaben zu Risiken aus Finanzinstrumenten keine Verweismöglichkeit aus dem Lagebericht in den Anhang. Umgekehrt ermöglicht IFRS 7.B6 jedoch die Angabe der risikobezogenen Informationen zu Finanzins...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 4.3.3.5 Individualisierte Angabe fester und variabler Vergütungsbestandteile gegenwärtiger oder früherer Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder (§ 162 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AktG)

Rz. 414 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Vergütungsbericht ist die im letzten Geschäftsjahr jedem einzelnen gegenwärtigen oder früheren[1] Mitglied des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährte und geschuldete Vergütung anzugeben (§ 162 Abs. 1 Satz 1 AktG). Die in § 162 Abs. 1 Satz 2 AktG enumerativ aufgeführten, quantitativen und qualitativen Daten zur Vergütung von Vorstands- u...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.2 § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Rz. 220 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gesellschaftsanteile sind grundsätzlich mindestens zum Nennwert auszugeben (§ 9 Abs. 1 AktG). Darüber hinausgehender Betrag ist das Aufgeld, auch Agio genannt (§ 36a Abs. 1 AktG).[1] Dieses ist in der Kapitalrücklage zu buchen. Das gilt ebenso im GmbH-Recht.[2] Auf Zeitpunkt und Form der Leistung kommt es nicht an; jeder mit der Anteilsausga...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.2.1.2 Einleitender Abschnitt

Rz. 211 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit dem BilRUG wurde die vorherige überwiegende Praxis eines einleitenden Abschnittes gesetzlich verankert. Mindestbestandteile des einleitenden Abschnittes sind nach Abs. 1 Satz 3 eine Beschreibung des Prüfungsgegenstandes und die Angabe der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze. Als Gegenstand der Prüfung sind der Jahresabschluss unter Ein...mehr

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Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 2.1.1.1.4 Bezugnahme auf außerstrafrechtliche Vorschriften/Blankettcharakter

Rz. 17 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Auf das außerstrafrechtliche Bilanzrecht wird weitestgehend durch rechtsnormative Tatbestandsmerkmale Bezug genommen,[1] was beim Bestimmtheits- und Analogiegebot gem. Art. 103 Abs. 2 GG (vgl. Tz. 18 f.), dem intertemporalen Strafanwendungsrecht (vgl. Tz. 20), bei der Zulässigkeit der Fremdrechtsanwendung (vgl. Tz. 25) und vor allem im Rahmen...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.13 Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts (Nr. 13)

Rz. 69 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 285 Nr. 13 HGB in der seit dem BilRUG bestehenden Formulierung ist die Nutzungsdauer, über die ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert planmäßig[1] abgeschrieben wird, im Anhang zu erläutern. Die Vorschrift greift für sämtliche KapGes Ausnahmen oder größenabhängige Erleichterungen sind nicht vorgesehen. Die Angabe soll – ü...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 2.5 CSR, FüPoG, Offenlegungsverordnungen, ARUG II, DiRUG, TaxonomieVO

Rz. 44 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Bilanzrecht wurde in den letzten Jahren auch durch zahlreiche weitere Gesetze ausdifferenziert.[1] Mit der Corporate Social Responsibility-Richtlinie (CSR-RL) [2] wurde die Bilanz-RL 2013 um die Anforderung ergänzt, dass bestimmte große Unternehmen im Interesse der Corporate Social Responsibility eine nichtfinanzielle Erklärung zu Umwelt-,...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 4.2 Zutreffende Einordnung des Bilanzrechts als zwingendes Privatrecht

Rz. 202 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Allerdings ist mit der Frage nach dem maßgeblichen Kollisionsrecht noch nicht beantwortet, welche Kollisionsregeln der lex fori anwendbar sind. Im deutschen Recht unterscheidet man nach der Rechtsnatur der fraglichen Normen: Für Normen des Privatrechts gelten andere Kollisionsnormen als für Normen des öffentlichen Rechts. Rz. 203 Stand: 2. A....mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 13.1.2.1.2.5 Konzernhöchstwert und Konzernmindestwert

Rz. 505 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Angesichts der zuvor dargestellten Bewertungsvorschriften zur Bestimmung des maßgebenden konzernbilanziellen Wertansatzes für (konzernintern gelieferte) Vermögensgegenstände, die zum Abschlussstichtag noch im Bestand des Konzerns sind, ergibt sich eine Bandbreite verschiedener zulässiger Werte, die durch den sog. Konzernhöchstwert, der nicht...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 13.1.2.1.4.2 Zwischenergebnisse in den Folgeperioden

Rz. 510 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In den Folgeperioden sind Zwischenergebnisse, die im Entstehungsjahr erfolgswirksam zu korrigieren waren, erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital zu verrechnen, sofern der betr. Vermögensgegenstand noch im Bestand eines einbezogenen Unternehmens ist und der Erfolg damit aus Konzernsicht weiterhin als nicht realisiert gilt. Die erfolgsneut...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 63 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der geltende IAS 1 beruht seiner Struktur nach auf einer Neufassung in 2007 und ist zuletzt im Dezember 2014 im Rahmen der Disclosure Initiative (Amendments to IAS 1) geändert worden. Die Entstehungsgeschichte des IAS 1 ist gekennzeichnet durch wiederholte und zuletzt in der Disclosure Intiative anhaltende Versuche, die Darstellung des Jahresa...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.2.2.1 Abgrenzung der Umsatzerlöse

Rz. 133 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit IFRS 15 wurden erstmals allgemeine Grundsätze zur Umsatzerfassung in Form eines 5-Stufen-Konzepts eingeführt, das auf jegliche in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallende Kundenverträge anzuwenden ist und nicht nach Vertragsgegenstand differenziert. Die Stufen sind (IFRS 15.IN7): 1. Stufe: Identifikation von Kundenverträgen (vgl. Tz. 13...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 5.2.1.2 Exkurs: Investmentgesellschaften und von ihnen gehaltene Anteile

Rz. 156 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gemäß IFRS 10.4(c) sind Investmentgesellschaften grundsätzlich von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und damit auch der von Pflicht zur Konsolidierung ggf. vorhandener Tochterunternehmen befreit. Um als Investmentgesellschaft zu qualifizieren, ist nach den Bestimmungen des IFRS 10.27 jedoch die kumulative Erfüllung f...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 5.2.2.1.2.1 Gegenstände der Redepflicht

Rz. 170 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Abs. 1 Satz 3 enthält zudem eine Berichtspflicht über Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Tatsachen, die den Bestand der geprüften Kapitalgesellschaft oder des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können, und Tatsachen, die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbe...mehr

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Gefährdungsbeurteilung psyc... / 6 Besonderheiten im Prozess – Stolpersteine

Eine wesentliche Erkenntnis im Rahmen dieser Pilotierung ist die Tatsache, dass allein der Begriff "psychisch" zu wesentlich größeren Unklarheiten, Unsicherheiten, manchmal Ängsten geführt hat, als im Vorfeld angenommen. Führungskräfte hatten die Sorge, sich jetzt noch mehr um Erkrankungen kümmern zu müssen. Mitarbeitende befürchteten intime Fragen nach ihrem Stresslevel ode...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.1.2.2.1.2.2 Tausch

Rz. 132 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Beim Tausch ist der Wert der Gegenleistung maßgeblich. Nach dem Äquivalenzprinzip ist aber davon auszugehen, dass die getauschten Vermögensgegenstände gleichwertig sind. Demnach ist der bisherige Buchwert zugrunde zu legen. Ggf. ist sofort auf den niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben. Divergieren die Buchwerte (wie meistens), ist der...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.3.8 Änderung von Leasingverhältnissen

Rz. 152 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Neben den Vorgaben für Leasingnehmer enthält der Standard auch für den Leasinggeber explizite Vorschriften (IFRS 16.79–80) zur Bilanzierung von Änderungen eines Leasingverhältnisses (lease modifications). Eine Änderung des Leasingverhältnisses liegt vor, sofern eine in den ursprünglichen Bedingungen des Leasingvertrags vorgenommene Änderung ...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 2.2.3 Verstöße gegen Ansatz- und Bewertungsvorschriften (§ 256 Abs. 5 AktG)

Rz. 55 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Jahresabschluss ist gem. § 256 AktG nichtig, wenn ein Fall wesentlicher Überbewertung vorliegt. Überbewertung liegt vor, wenn Vermögensgegenstände zu hoch und Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) zu niedrig bewertet sind. Dem steht gleich, wenn Schulden gar nicht angesetzt wurden, obwohl dies erforderlich war.[1] Die Überbewertu...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.3 Indikatoren einer Wertminderung

Rz. 228 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Anwendung der Wertminderungsindikatoren erfordert als Konsequenz des Einzelbewertungsprinzips zunächst eine Betrachtung auf Ebene einzelner Vermögenswerte (IAS 36.66), hierbei ergeben sich allerdings praktische Fragen (vgl. Tz. 230). Ungeachtet der Betrachtungsebene gelten aber die gleichen Wertminderungsindikatoren (IAS 36.12). Der Stan...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.1.2.2.3 Gesonderte Anwendungsbereiche

Rz. 394 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 266 Abs. 1 Satz 2 HGB schreibt für mittelgroße und große Gesellschaften (vgl. Kapitel 3 Tz. 171 ff.) den gesonderten Ausweis aller in § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB genannten Posten vor.[1] Dabei ist die vorgegebene Reihenfolge zu beachten.[2] Daraus ergibt sich, dass § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB vornehmlich die mittelgroßen und großen Gesells...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 1.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 3 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Offenlegung von Jahresabschlüssen war vor der Bilanzrechtsreform von 1985 in den Vorschriften der §§ 309, 310 HGB a. F. sowie in gesellschaftsformbezogenen Vorschriften geregelt. Seither hat das System der handelsrechtlichen Publizität eine grundlegende Wandlung erfahren. Die Bestimmungen der §§ 325–329 HGB wurden in Umsetzung der Vierten ...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 306 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die gesetzliche Verpflichtung zur systematischen Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals in einem Eigenkapitalspiegel im Konzernabschluss ist erstmals mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich v. 27.04.1998 ( KonTraG) [1] zunächst nur für börsennotierte Mutterunternehmen in § 297 Abs. 1 Satz 1 HGB geregelt worde...mehr