Fachbeiträge & Kommentare zu Waren

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.1.1.1.2.4.1.2 Persönliche Zuordnung zwischen einzelnen Kaufleuten

Rz. 33 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die persönliche Zuordnung von Vermögensgegenständen richtet sich – wie vorstehend ausgeführt – im Grundsatz nach der rechtlichen Stellung als Gläubiger bzw. Schuldner. Sofern die Vermögensgegenstände jedoch wirtschaftlich einem anderen Kaufmann zuzuordnen sind, muss dieser sie in seiner Bilanz ausweisen. Die Praxis greift für Einzelfragen auf...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 1.2.2.2.3.5 Risiken und Chancen

Rz. 68 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Besitzt ein Unternehmen einen hohen Anteil an den Chancen und Risiken, so stellt dies einen Indikator für eine Beherrschung dar (IFRS 10.B20). Den Regelungen des IFRS 10 folgend kann die Mehrheit der Chancen und Risiken somit – und im Gegensatz zum ehemals einschlägigen SIC 12 – nicht alleine über die Konsolidierung einer structured entity en...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.2.1.2.3 Wesentliche Verbesserung eines bestehenden Vermögensgegenstandes

Rz. 657 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine wesentliche Verbesserung ist gegeben, wenn der Gebrauchswert eines Vermögensgegenstandes insgesamt deutlich erhöht wird.[1] Erforderlich ist eine signifikante Verbesserung des Nutzungspotenzials, denn anders als bei der Erweiterung kommt es auf eine Substanzmehrung nicht an – wenngleich sie häufig vorliegen wird.[2] BEISPIEL Die X-GmbH s...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 19.2.1.2 Negativer Unterschiedsbetrag

Rz. 644 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Neben dem in der Praxis geläufigen Erwerb zu einem Preis oberhalb des Marktwerts und der damit einhergehenden Entstehung eines goodwill, ist es in Ausnahmefällen auch denkbar, dass ein Unternehmen einen Erwerb zu einem Preis unterhalb des Marktwerts tätigt und auf diese Weise ein negativer Unterschiedsbetrag entsteht (IFRS 3.34). Der Standard...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 5.2.2.5 Folgebewertung von Vorräten

Rz. 982 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. IAS 2.9 sind Vorräte mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert (net realisable value) zu bewerten. Nach der Definition des IAS 2.6 ist der Nettoveräußerungswert der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufspreis abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.4 Erläuterung zu IFRS 7

Rz. 168 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Angabepflichten nach IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben erweitern die Angabepflichten zur Darstellung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 32/IFRS 9. IFRS 7 soll den Adressaten Informationen über die Bedeutung der bilanziellen und der nicht in der Bilanz erfassten Finanzinstrumente, z. B. Kreditzusagen, für die Finanzlage des ber...mehr

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Gefährdungsbeurteilung psyc... / 3.2 Festlegung der möglichen Belastungsfaktoren

Bei der Vorstellung und Diskussion möglicher zu überprüfender Belastungsfaktoren kam Erleichterung auf. Die meisten Faktoren waren bereits ständiger Bestandteil der regelmäßig stattfindenden Mitarbeiterbefragung. Bisher waren Verbesserungen zu konkreten Themen im Hinblick auf Effektivität und Zufriedenheit angesetzt worden. Dass damit auch die wesentlichen Einflussfaktoren p...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.3.2.3.5 Spezialleasing

Rz. 121 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei einem Spezialleasing ist das zugrunde liegende Leasingobjekt in Bezug auf seine Ausstattungsmerkmale auf die individuellen Bedürfnisse des Leasingnehmers zugeschnitten. Das Leasingobjekt ist in Abhängigkeit des speziellen Zuschnitts damit regelmäßig von keinem anderen Marktteilnehmer nutzbar, da es in seiner Beschaffenheit zu speziell is...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 5.1 Grundlagen

Rz. 218 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Frage nach dem Zweck von Rechnungslegung und Bilanzrecht[1] ist keineswegs akademischer Natur. Vielmehr ist der Zweck zunächst bedeutsam für die Auslegung bilanzrechtlicher Vorschriften und sodann ebenfalls für die deduktive Gewinnung von GoB.[2] Allerdings spielt der Zweck nicht nur für die Rechtsanwender eine bedeutsame Rolle, sondern ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 332 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Entwicklung der gesetzlichen Regelung zur Rückstellungsbilanzierung lässt sich auf die Aktienrechtsnovelle von 1931 zurückführen. Die bis zur Kodifizierung vorgefundene Praxis krankte an einer nur mangelnd konsistenten Ausfüllung der Begrifflichkeit, da in der Praxis auch rücklagenähnliche Posten als Rückstellung erfasst wurden. Seit der...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 1.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 41 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der ehemals für Konzernabschlüsse einschlägige IAS 27 sah die Konsolidierung von solchen Unternehmen vor, die vom berichtenden Unternehmen beherrscht werden. Beherrschung wurde als die Möglichkeit definiert, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. SIC-12 legte demgegenüber größ...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.5.4 Temporäre Anpassung des Regelwerks zur Bilanzierung von Mietkonzessionen im Kontext der Covid-19-Pandemie

Rz. 90 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hatte das IASB im Mai 2020[1] sowie März 2021[2] zwei Änderungen (amendments) zu IFRS 16 "im Schnellverfahren"[3] veröffentlicht, die dem Leasingnehmer temporäre Erleichterungsvorschriften zur Bilanzierung von Mietkonzessionen einräumten. Die temporären Erleichterungsvorschriften waren erstmalig und dami...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.1.2.2.1.2 Inhalte des Wirtschaftsberichts

Rz. 47 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Grundlagen des Unternehmens In DRS 20 werden als Grundlage für die Darstellungen im Wirtschaftsbericht Angaben zur Geschäftstätigkeit des Unternehmens und deren Rahmenbedingungen gefordert. Allerdings stehen die Angaben unter einem zweifachen Vorbehalt. So ist nach DRS 20.37 das Geschäftsmodell des Unternehmens nur darzustellen, sofern diese D...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 8.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 94 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit § 330 HGB hat der Gesetzgeber die Rechtsverordnungsermächtigungen, die früher auf unterschiedliche Gesetze verteilt waren, zusammengeführt. Dabei entspricht § 330 Abs. 1 HGB im Wesentlichen § 161 AktG a. F.[1]mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 1.5.3.2.2 Zusammenhang von Organisationspflichten und Wissenszurechnung

Rz. 34 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine gefestigte Rechtsprechung zu dieser Problematik der Wissenszurechnung aufgrund von Organisationspflichtverletzungen besteht bislang nicht. In der Literatur ist das Thema unter dem Stichwort Compliance seit einiger Zeit in der Diskussion,[1] ohne dass sich eine eindeutige Lehre herausgebildet hätte, in welchen Fällen eine Zurechnung von W...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 4.3.3.12 Besondere Angaben zu Leistungen an Mitglieder des Vorstands (§ 162 Abs. 2 AktG)

Rz. 452 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 162 Abs. 2 AktG basiert – anders als § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG – nicht auf der 2. ARRL. Vielmehr wurden die Regeln, die bisher in § 285 Nr. 9 lit. a Satz 6–7 HGB enthalten waren, übertragen, um die Vergütungspublizität zu konsolidieren.[1] Daher bedarf es im Folgenden lediglich der Darstellung ausgewählter Aspekte. Rz. 453 Stand: 2. A. – ET:...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.3.1 Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Rz. 249 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach Art. 10 Abs. 2 lit. c) VO (EU) Nr. 537/2014 ist im Bestätigungsvermerk zur Untermauerung des Prüfungsurteils über bedeutsame Risiken wesentlicher Falschdarstellungen zu berichten, wobei diese nicht nur Unrichtigkeiten, sondern auch dolose Handlungen (fraud) umfassen.[1] Diese Risiken sind zu beschreiben. Zudem muss der Abschlussprüfer z...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.4.2 Bestimmung des Diskontierungszinssatzes

Rz. 253 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorgaben des Standards verpflichten den Bilanzersteller auf die Berücksichtigung einer marktbasierten Diskontierungsgröße vor Steuern (IAS 36.55 i. V. m. IAS 36.A15). Dies steht konträr zum eigentlichen Charakter des Nutzungswerts als unternehmensspezifische Größe. Mangels Objektivierbarkeit, tendiert der Standard zur Marktbasierung (IAS...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 4.1.2.2 Zeitliche Anforderungen

Rz. 129 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Abs. 1 regelt, dass eine Befreiung von der Konzernrechnungslegungspflicht nur in Betracht kommt, wenn die betreffenden Schwellenwerte (genauer: jeweils zwei der in Abs. 1 genannten Schwellenwerte) an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen unterschritten werden. Rz. 130 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Daraus kann aber weder geschlossen werde...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.8 Weitere Erkenntnisse zu Fehlern im Wertminderungstest

Rz. 302 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der impairment only approach beim goodwill accounting wird in der Rechnungslegungstheorie stets kritisch diskutiert[1], insbesondere da der Goodwill-Wertminderungstest der Rechnungslegungspraxis eine Reihe von Möglichkeiten lässt, den "alten Freund" goodwill als Gast in ihren Bilanzen zu behalten. Mit einer durchgeführten Unternehmensakquisi...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.1.2.2 Entwicklung der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung bis zum AktG vom 6. September 1965

Rz. 107 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der durch die Notverordnung über Aktienrecht, Bankenaufsicht und eine Steueramnestie vom 19. September 1931[1] eingefügte § 260b HGB regelte vorübergehend einen weiteren Verweis auf die handelsrechtlichen GoB. Mit dem Aktiengesetz vom 30.01.1937 [2] ist diese Vorschrift reformuliert und in § 129 AktG überführt worden.mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.1.1 Zielsetzung, Entstehung und Erstanwendungszeitpunkt

Rz. 32 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 16 regelt die Bilanzierung (Ansatz, Bewertung, Ausweis) von Leasingverhältnissen (leases) jeder Art. Hierdurch soll dem Abschlussadressaten ermöglicht werden zu beurteilen, wie sich Leasingverhältnisse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die cash flows eines Unternehmens auswirken (IFRS 16.1). IFRS 16 ist auf alle Leasingverhä...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 1.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 3 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In den 1930er Jahren wurden eine Vielzahl von Unternehmen von einer Insolvenzwelle getroffen, die nicht nur von der schlechten Weltwirtschaft, sondern auch aufgrund von Bilanzverschleierung und Bilanzfälschung ausgelöst wurde. Daher wurde der alleinigen Überwachung durch den Aufsichtsrat eine weitere externe Kontrollinstanz zur Seite gestellt....mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 204 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Regelungen zum Bestätigungsvermerk wurden im Zuge des KonTraG grundlegend geändert sowie durch das BilReG und das BilRUG[1] modifiziert.[2] Vor Inkrafttreten des KonTraG war der Wortlaut des Bestätigungsvermerks gesetzlich vorgeschrieben, d. h. Abweichungen von der einheitlichen Kernfassung waren nur als Ergänzungen oder Einschränkungen ...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.2 IFRS als Rechnungslegungssystem für börsennotierte Kapitalgesellschaften

Rz. 252 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS sind als Rechnungslegungsstandards für kapitalmarktorientierte Unternehmen konzipiert, vgl. Art. 4 der IAS-VO.[1] Als kapitalmarktorientierte Unternehmen, genauer: Unternehmensträger, kommen prinzipiell nur Kapitalgesellschaften, nicht hingegen Personengesellschaften oder Einzelkaufleute in Betracht. Die Beschränkung auf kapitalmark...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 1.1.2.2 Assoziierungsvermutung (Abs. 1 Satz 2)

Rz. 16 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 311 Abs. 1 Satz 2 HGB wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn ein Unternehmen bei einem anderen Unternehmen mindestens 20 % der Stimmrechte der Gesellschafter innehat. Rz. 17 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als sog. Beweislastregel wirkt die durch den Gesetzgeber explizit determinierte 20 %-Grenze lediglich in eine Richtung:[1] Die Assoz...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 7.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 209 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 297 HGB wurde durch das BiRiLiG 1985 mit Wirkung vom 01.01.1990 in das HGB eingefügt. Er ging in seiner ursprünglichen Fassung im Wesentlichen auf die 7. EG-RL vom 13.06.1983 (Konzern-Bilanz-RL)[1] zurück. Eingeführt wurde der Einheitsgrundsatz. Zuvor waren die Einzelabschlüsse für den Konzernabschluss maßgeblich (§ 331 AktG a. F.). Währen...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 2.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 81 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Vor Verabschiedung der vierten, fünften, siebten und achten EG-Richtlinie gemäß BiRiLiG galten die Bestimmungen des AktG als maßgeblich. Mit dem BiRiLiG wurden vereinzelt Regelungen speziell im HGB zur Segmentberichterstattung verankert, welche vorwiegend kapitalmarktorientierte Unternehmen betrafen (§ 285 und § 314 Abs. 1 HGB a. F. 1985). Di...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.1.2.1 Entwicklung der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung bis zum HGB vom 10. Mai 1897

Rz. 106 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Verkehrserwartung an die inhaltliche Ausgestaltung des Jahresabschlusses des Kaufmanns und damit verbunden eine normative Geltung handelsrechtlicher GoB bestand lange vor Inkrafttreten des HGB und seines Vorläufers des ADHGB. Als vielzitierter geistiger Urvater zahlreicher Grundelemente der geltenden handelsrechtlichen Buchführungs- und...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 3.1.1.1.3 Ansatzgebot und Ansatzwahlrechte für Leistungszusagen

Rz. 276 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Dem Arbeitgeber stehen nicht nur die vorstehend (vgl. Tz. 271 ff.) genannten unterschiedlichen Durchführungswege zur Verfügung, auch hinsichtlich der Art und Weise, wie er die Beiträge zur Finanzierung der versprochenen Versorgungsleistung erbringt, hat er verschiedene Möglichkeiten. Unterschieden werden leistungsorientierte Zusagen und beit...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 5.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 138 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Norm wurde durch das BiRiLiG 1985 mit Wirkung vom 01.01.1990 in das HGB eingefügt. Sie geht im Hinblick auf die Grundkonzeption (Weltabschlussprinzip) auf die 7. EG-RL vom 13.06.1983 (Konzern-Bilanz-RL)[1] zurück. Die zuvor im AktG enthaltene Regelung hatte den Konsolidierungskreis auf inländische Gesellschaften beschränkt. Die einklagba...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.6 Ausweis

Rz. 93 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten des Leasingnehmers sind in der Bilanz oder im Anhang gesondert von anderen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten auszuweisen. Sofern kein gesonderter Ausweis in der Bilanz vorgenommen wird, sind die Nutzungsrechte in den gleichen Bilanzposten aufzunehmen, in dem auch die zugrunde liegenden Vermögen...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.2.1.1.1 Grundsätze

Rz. 644 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für nicht selbstgeschaffene Sachanlagen gilt das Anschaffungskostenprinzip. Sie sind folglich mit dem Kaufpreis zzgl. aktivierbarer Nebenkosten anzusetzen. Kosten, die erst nach erlangter Betriebsbereihtschaft anfallen, sind laufender Aufwand und keine Anschaffungskosten. Ob Nebenkosten aktivierbar sind, richtet sich nach den oben dargestell...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 3.1.1.1.5.4 Schuldbeitritt, Erfüllungsübernahme

Rz. 296 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei einem Schuldbeitritt tritt mit dem Schuldbeitretenden ein weiterer Schuldner als Gesamtschuldner neben den bisherigen Schuldner in das Schuldverhältnis zwischen dem bisherigen Schuldner und dem Gläubiger ein. Dies hat gem. § 421 BGB zur Folge, dass die Gesamtschuldner, also mehrere Rechtssubjekte, eine Leistung in der Weise schulden, das...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.1.2.3.2 Eigenkapitalspiegel des Jahresabschlusses

Rz. 315 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für den nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB im Jahresabschluss aufzustellenden Eigenkapitalspiegel gelten die Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung entsprechend.[1] Das ergibt sich aus der Entstehungsgeschichte der Vorschrift. Der Gesetzgeber wollte durch die Erweiterung der Verpflichtung zur Erstellung eines Eigenkapitalspiegels auf de...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 1.2.2.2.3.4 Spezielle Beziehungen

Rz. 67 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In einigen Fällen können Anhaltspunkte vorliegen, dass das übergeordnete Unternehmen eine besondere, über ein passives Interesse hinausgehende Beziehung zur structured entity hat. IFRS 10.B19 enthält eine Auflistung von Indizien, die in Kombination mit anderen Rechten auf eine Bestimmungsmacht hinweisen können. Ähnlich wie bei der Würdigung d...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.2.2.4.2.2 Änderung eines Veräußerungsplans (Reklassifizierung)

Rz. 798l Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein langfristiger Vermögenswert oder eine Veräußerungsgruppe dürfen nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, wenn sie die Kriterien des IFRS 5.7–.9 nicht mehr erfüllen (IFRS 5.26). Ein langfristiger Vermögenswert, der nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder nicht mehr zu einer Veräußerungsgruppe ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.2.2.3 Allgemeines Fremdkapital

Rz. 208 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Neben den speziellen Finanzierungsformen sind auch allgemeine, nicht im Zusammenhang mit einem spezifischen qualifizierten Vermögenswert stehende Finanzierungen zu berücksichtigen. IAS 23.10 sieht hier den sog. Would-have-been-avoided-Ansatz vor (Konzept der vermeidbaren Fremdkapitalkosten). Dabei bestimmt sich das Aktivierungsvolumen der Fr...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 5.1.2.3.1 Vorlagepflichten

Rz. 149 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorlagepflichten beziehen sich (vgl. den Wortlaut von Abs. 3 Satz 1) auf[1] Jahresabschlüsse (sog. Handelsbilanz I) Einzelabschlüsse nach § 325 Abs. 2 HGB (IFRS-Einzelabschluss für Offenlegungszwecke) (Teil-)Konzernabschlüsse Lageberichte zum Einzel- oder (Teil-)Konzernabschluss gesonderte nichtfinanzielle Berichte zum Einzel- oder (Teil-)Kon...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 8.2.7.2 Europäische Ebene: ESMA

Rz. 315 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nachdem durch die IAS-Verordnung für Konzernabschlüsse kapitalmarktorientierter Mutterunternehmen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union die IFRS Anwendung finden, wurde es wichtig, dass die IFRS einheitlich über Ländergrenzen hinweg angewendet werden. Hierzu gründete die EU-Kommission 2001 das Committee of European Securities Regulat...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.1.1.2.8 Leerposten

Rz. 382 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 265 Abs. 8 HGB regelt den Ausweis von Leerposten. Leerposten müssen nicht ausgewiesen werden, es sei denn, dass unter diesem Posten im Vorjahr noch ein Betrag ausgewiesen wurde. Die Vorschrift steht mit § 265 Abs. 2 HGB im Zusammenhang. Trotz Vorjahreszahlen ist ein Leerposten zulässig, wenn die Vorjahreszahlen unerheblich gem. § 265 Abs. ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.1.4.1 Übergang vom Bruttoausweis zum Nettoausweis

Rz. 189 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bis zum BilMoG bestand ein Wahlrecht zwischen Brutto- und Nettoausweis.[1] Beim Bruttoausweis waren der Nennbetrag vollständig zu passivieren und die ausstehenden Einlagen vollständig zu aktivieren mit einem Hinweis auf die eingeforderten Einlagen. Nunmehr ist mit Blick auf internationalen Kontext nur noch ein Nettoausweis zulässig.[2] Der N...mehr

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Kapitel 18: Haftung für feh... / 2.2.3.2 § 826 BGB

Rz. 49 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In Betracht kommt eine Haftung gem. § 826 BGB. Allerdings führt ein bloß fehlerhafter Bestätigungsvermerk nicht zu einer solchen Haftung. Vielmehr bedarf es einer Leichtfertigkeit bei der (fehlerhaften) Prüfung des JA, die an Gewissenlosigkeit grenzt.[1] Auch bei § 826 BGB stellt sich wieder die Frage der Kausalität. Hinzu kommt die Frage der...mehr

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Gefährdungsbeurteilung psyc... / 3.6 Bewertung und erneute Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

In der Projektgruppe bestand Übereinkunft, dass die Umsetzung der Maßnahmen entsprechend der vereinbarten Wirksamkeitskontrolle durch die Führung und die Beschäftigten erfolgen sollte. Der Fachkraft für Arbeitssicherheit wurde explizit die Aufgabe übertragen, die Führungskräfte bei Begehungen oder im Rahmen anderer Treffen nach den Umsetzungserfolgen zu fragen. Damit hoffte ...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.2.1.3.1 Grundsätzliches Vorgehen

Rz. 263 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Grundsätzlich sind die zum Erstanwendungszeitpunkt (vgl. Tz. 261, im Beispiel 31.12.2020) gültigen IFRS-Bestimmungen einheitlich für sämtliche Perioden anzuwenden, die im ersten IFRS-Abschluss dargestellt werden (IFRS 1.7). Hiermit verbunden ist das Erfordernis der Retrospektion, d. h., es ist so zu bilanzieren, als ob die zum Erstanwendungs...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 128 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen existierte im System der IAS keine Regelung. IAS 19 (1998) schloss Ansatz- und Bewertungsregeln für anteilsbasierte Managementvergütungen sogar explizit aus und verlangte lediglich Anhangangaben. Die meisten Unternehmen schlossen diese Regelungslücke durch eine Anwendung der einsc...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 7.1 § 297 HGB

Rz. 205 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 297 Inhalt (1) 1Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. 2Er kann um eine Segmentberichterstattung erweitert werden. (1a) 1Im Konzernabschluss sind die Firma, der Sitz, das Registergericht und die Nummer, unter der da...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.3.1.3 Geltungsbereich (sachlich, zeitlich)

Rz. 547 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 40 ist von allen nach IFRS bilanzierenden Unternehmen anzuwenden und regelt Ansatz und Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie die damit verbundenen Angabeerfordernisse im Anhang (IAS 40.2). Synonym für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden oft auch die Begriffe der Anlage- oder Renditeimmobilien verwe...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 4.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 118 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Es besteht Konsens, dass eine übermäßige Belastung der deutschen Wirtschaft mit Rechnungslegungspflichten vermieden werden soll. Die Einführung von § 293 HGB wurde daher von der Praxis begrüßt. Umstritten war und ist, bei Überschreitung welcher Schwellenwerte eine Befreiung gewährt werden soll. Die deutliche Absenkung der Schwellenwerte durc...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 3: Besondere Anford... / 2.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 93 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Personengesellschaften ohne eine natürliche Person als persönlich haftenden Gesellschafter wurden in der vierten Richtlinie nicht den Kapitalgesellschaften gleichgestellt. Auch die Umsetzung der Richtlinie durch das BilRiLiG berücksichtigte derartige Personengesellschaften nicht gesondert. Dadurch brauchten derartige Personengesellschaften ni...mehr