Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Erstattung von Ertragsteuern

Rz. 64 Die Erträge aus der Erstattung von betrieblichen Ertragsteuern sind vom Ausgangswert abzuziehen. Wie bei der korrespondierenden Hinzurechnung von Ertragsteueraufwendungen besteht das Ziel der abzuziehenden Beträge in der Neutralisierung des tatsächlichen betrieblichen Ertragsteueraufwands. Letztlich ist der Ertragsteueraufwand pauschal mit 30 % eines jeden positiven ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Ansatz eines Surrogats

Rz. 92 Der gesonderte Ansatz der Wirtschaftsgüter und Schulden des jungen Betriebsvermögens erfolgt nur, wenn die eingelegten Wirtschaftsgüter und Schulden am Bewertungsstichtag ihrem Wert nach noch im Betriebsvermögen vorhanden und nicht wieder entnommen oder ausgeschüttet worden sind. Rz. 93 Die verwaltungsseitig geforderte Voraussetzung, dass die Wirtschaftsgüter am Bewe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Abweichung vom Kurswert

Rz. 68 Der RFH hat entschieden, dass der notierte Kurs von Aktien dann nicht als Kurswert maßgebend ist, wenn er nachweislich auf Verkäufen beruht, bei denen außergewöhnliche Verhältnisse mitgewirkt haben. Im Streitfall war der Kurs von einem Konsortium künstlich hochgehalten worden. Rz. 69 Im Urteil vom 26.7.1974 hat der BFH diese Rechtsauffassung fortentwickelt. Danach ko...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Verkäufe nach dem Bewertungsstichtag

Rz. 170 Die Verwendung von Verkäufen nach dem Bewertungsstichtag hat die frühere Rechtsprechung nicht beanstandet, wenn das in der Zeit zwischen dem Bewertungsstichtag und dem Tag des Verkaufs eingetretene Steigen oder Sinken der Preise berücksichtigt wurde. Die spätere Rechtsprechung hat dagegen die Ableitung des gemeinen Wertes aus Verkäufen, die nach dem Bewertungssticht...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Anwendung von anderen anerkannten, auch im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für nichtsteuerliche Zwecke üblichen Methoden

Rz. 35 Aus dem Wortlaut des § 199 BewG kann abgeleitet werden, dass das vereinfachte Ertragswertverfahren nur anwendbar ist, wenn sich die Wertermittlung grundsätzlich nach einem Ertragswertverfahren richtet. Denn die Möglichkeit des vereinfachten Ertragswertverfahrens kann nach § 199 Abs. 1 BewG (nur) angewandt werden, wenn der gemeine Wert von Anteilen unter Berücksichtig...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Nachhaltig erzielbarer Jahresertrag

Rz. 81 Anstelle der Ermittlung des aus den Vergangenheitserträgen abgeleiteten Durchschnittsertrags kann der nachhaltig erzielbare Jahresertrag auch in anderer Weise ermittelt werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Finanzverwaltung von der vergangenheitsorientierten Ermittlung des Jahresertrags nur in Ausnahmefällen abweichen wird. Andernfalls würde ein wesentli...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Keine Ableitung trotz Verkäufe innerhalb der Jahresfrist

Rz. 181 Nach dem BFH lässt sich der gemeine Wert nicht börsennotierter Aktien nicht i.S.d. § 11 Abs. 2 Satz 2 BewG aus Verkäufen ableiten, wenn nach den Veräußerungen aber noch vor dem Bewertungsstichtag weitere objektive Umstände hinzutreten, die dafür sprechen, dass diese Verkäufe nicht mehr den gemeinen Wert der Aktien repräsentieren, und es an objektiven Maßstäben für Z...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Der Kurs

Rz. 49 Der Kurs i.S.d. § 11 Abs. 1 BewG entspricht dem Marktpreis, der sich aus dem an der Börse am Tag der Notierung vorhandenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage ergibt. In der RFH-Entscheidung vom 13.4.1928 ist hierzu Folgendes ausgeführt: "Daß im § 141 AO (1919) für börsengängige Papiere der Ansatz mit dem Kurswert vorgeschrieben ist, will allerdings keine Ausnahme vo...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Gesetzesbegründung

Rz. 297 Die Gesetzesbegründung ist insbesondere im Hinblick auf die unklare Bewertungshierarchie von besonderer Bedeutung. Dabei ist hervorzuheben, dass nach der Gesetzesbegründung die Feststellungslast, ob statt der Ertragswertmethode eine vergleichsorientierte Methode oder eine Multiplikatormethode angewendet werden kann, von demjenigen zu tragen ist, der sich jeweils auf...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Ertragsaussichten

Rz. 561 Die Ertragsaussichten einer Kapitalgesellschaft bestimmen sich nach dem künftigen ausschüttungsfähigen Ertrag, d.h. nach dem Teil künftiger Gewinne, der voraussichtlich für eine Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehen wird. Thesaurierte Erlöse können nicht anders behandelt werden als tatsächlich verteilte Gewinne. Maßgebend für die Beurteilung der Er...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Rechentechnische Auswirkung

Rz. 43 Die Entscheidung, ob die Erträge eines Wirtschaftsguts mit dem Kapitalisierungsfaktor zu multiplizieren sind oder ob der gemeine Wert des Wirtschaftsguts anzusetzen ist, kann – theoretisch – rechnerisch zu demselben Ergebnis führen. Denn der Wert eines Wirtschaftsguts kann einerseits durch Kapitalisierung der darauf entfallenden Erträge abgebildet werden. Andererseit...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Begriffsbestimmung

Rz. 481 Offene Immobilienfonds stellen sog. Sondervermögen dar. Die Kapitalanlagegesellschaft bündelt die Gelder einer nicht begrenzten Anzahl von Anlegern. Fordert ein Anleger seine Einlage zurück, zahlt die Kapitalanlagegesellschaft den Rücknahmepreis aus. Rz. 482 Jeder Anleger kann von der Kapitalanlagegesellschaft verlangen, dass ihm gegen Rückgabe des Anteils sein Antei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Investitionszulagen

Rz. 54 Soweit sich der Gewinn durch Investitionszulagen erhöht hat, jedoch in Zukunft nicht mit weiteren zulagebegünstigten Investitionen in gleichem Umfang gerechnet werden kann, wird dies den von einem Käufer des Unternehmens prognostizierten Jahresertrag beeinträchtigen. Deshalb muss der Ausgangswert um die im Gewinn enthalten Investitionszulagen gekürzt werden.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Einzelne Wirtschaftsgüter

Rz. 372 Bei häufig vorkommenden Wirtschaftsgütern wird die Ermittlung des gemeinen Werts unproblematisch sein. Wenn beispielsweise der gemeine Wert für einen aus mehreren PKW bestehenden Fuhrpark zu ermitteln ist, wird dies über einschlägige Listen und Veröffentlichungen keine unüberwindbaren Probleme verursachen. Ist dagegen ein Seeschiff oder eine Produktionsstraße eines ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / H. Grundlagen des vereinfachten Ertragswertverfahrens

I. Entstehung Rz. 264 Der Gesetzgeber hat mit der durch das ErbStRG geänderten Fassung des § 11 Abs. 2 BewG sowie der eingeführten Neufassung der §§ 199 ff. BewG den mit Beschluss des BVerfG vom 7.11.2006 geforderten Ansatz des gemeinen Werts für alle Vermögensgegenstände bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs auch bei den betrieblichen Vermögen realisiert. Rz. 265...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Feststellungslast – Auslegung für Bewertungszeitpunkte vor dem 1.7.2011

Rz. 46 Bisher hat die Finanzverwaltung die Feststellungslast und die Anwendbarkeit des vereinfachten Ertragswertverfahrens insbesondere nach folgenden Regelungen ausgelegt. a) Angebot eines vereinfachten Ertragswertverfahrens Rz. 47 Nach Abschn. 3 Abs. 2 Satz 2 BV-Erlass vom 25.6.2009"kann" der Steuerpflichtige den gemeinen Wert durch Vorlage eines methodisch nicht zu beanst...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ff) Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens

Rz. 385 Wirtschaftsgüter, die zum Umlaufvermögen gehören, sind mit ihren Wiederbeschaffungs- oder Wiederherstellungskosten zum Bewertungsstichtag anzusetzen. Dabei kann der Wert auch nach der retrograden Methode ermittelt werden. Rz. 386 Stille Reserven, die aufgrund der Verbrauchsfolgefiktion des Lifo-Verfahrens gebildet worden sind, werden in die Ermittlung des Substanzwer...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Grundsatz des vereinfachten Ertragswertverfahrens

Rz. 50 Abschn. 19 Abs. 1 Satz 1 BV-Erlass vom 25.6.2009 forciert die Bewertung im vereinfachten Ertragswertverfahren in der Weise, dass die Bewertung "grundsätzlich" im vereinfachten Ertragswertverfahren erfolgen kann. Die im Erlass verwandte Formulierung verdeutlicht, dass das vereinfachte Ertragswertverfahren über ein bloßes Angebot einer einfachen Ermittlung des gemeinen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Ableitung des gemeinen Werts aus Verkäufen

1. Maßgeblichkeit von Verkäufen Rz. 126 Der gemeine Wert nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften entspricht in erster Linie dem Preis, der bei einer Veräußerung unter fremden Dritten vereinbart wird. Dabei kann nach der Gesetzesbegründung zum ErbStRG unwiderlegbar vermutet werden, dass zeitnahe Verkäufe in der Vergangenheit den betreffenden Markt zum Bewertungsstich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift

1. Rechtsverordnung versus Gesetz Rz. 1 Die Bewertung des betrieblichen Vermögens sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden. Rz. 2 Vgl. § 199 BewG ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Kritik an den bis zum 31.12.2015 geltenden Kapitalisierungsfaktoren

1. Überhöhte Werte Rz. 16 In der Praxis wird die Höhe des Kapitalisierungsfaktors kritisiert. Die Kritik hat sich verstärkt, nachdem der Basiszins im Jahr 2015 auf 0,99 % gesunken ist und sich dementsprechend ein Kapitalisierungsfaktor von über 18 ergibt. Überwiegend wurde vorgetragen und vermutet, dass eine Kapitalisierung mit den vorgesehenen Kapitalisierungsfaktoren des §...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / F. Bewertung nicht notierter Aktien und Anteile

I. Voraussetzungen für den Ansatz mit dem gemeinen Wert Rz. 121 Anteile an Kapitalgesellschaften, für die ein maßgebender Kurs i.S.d. § 11 Abs. 1 BewG nicht vorliegt (s. oben Anm. 60), sind nach § 11 Abs. 2 BewG mit dem gemeinen Wert zu bewerten. Rz. 122 Der gemeine Wert ist in erster Linie aus den Preisen abzuleiten, die bei Verkäufen von Anteilen derselben Kapitalgesellsch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Ansatz von Wirtschaftsgütern dem Grunde nach

a) Keine enge Bindung an die Steuerbilanz Rz. 313 Der Umfang der zum Substanzwert gehörenden Wirtschaftsgüter wird von der Finanzverwaltung weit ausgelegt. Diese Auslegung ist angesichts des mit dem Ansatz eines Mindestwerts angestrebten Regelungszwecks nachvollziehbar, m.E. allerdings nicht zwingend. aa) Bestandsidentität vor dem 1.1.2009 Rz. 314 Für Bewertungsstichtage vor ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift

1. Rechtsverordnung versus Gesetz Rz. 1 Die Ermittlung des Jahresertrags sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung mit Zustimmung des Bundesrats in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden. R...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift

1. Regelung in einer Rechtsverordnung vorgesehen Rz. 1 Die Bewertung des betrieblichen Vermögens sollte zunächst in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Dazu hatte die Bundesregierung am 8.2.2008 einen Diskussionsentwurf für eine Verordnung zur Durchführung des § 11 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes (Anteils- und Betriebsvermögensbewertungsverordnung) vorgelegt. Diese Verordn...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Keine enge Bindung an die Steuerbilanz

Rz. 313 Der Umfang der zum Substanzwert gehörenden Wirtschaftsgüter wird von der Finanzverwaltung weit ausgelegt. Diese Auslegung ist angesichts des mit dem Ansatz eines Mindestwerts angestrebten Regelungszwecks nachvollziehbar, m.E. allerdings nicht zwingend. aa) Bestandsidentität vor dem 1.1.2009 Rz. 314 Für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2009 war sowohl bei der Ermittlun...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Begriff "gewillkürtes Betriebsvermögen"

Rz. 39 Der Begriff des "nicht betriebsnotwendigen Vermögens" ist nicht zwingend mit dem ertragsteuerlichen Begriff des gewillkürten Betriebsvermögens deckungsgleich. Allerdings können sich insbesondere beim gewillkürten Betriebsvermögen von der Natur der Sache her Schnittmengen ergeben. Dennoch ist der Begriff des nicht betriebsnotwendigen Vermögens nach den Grundsätzen aus...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Ansatz einzelner Wirtschaftsgüter

aa) Immaterielle Wirtschaftsgüter Rz. 334 Immaterielle Wirtschaftsgüter gehören zum bewertungsrechtlichen Betriebsvermögen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie selbst geschaffen oder entgeltlich erworben wurden. Dazu gehören beispielsweise Patente, Lizenzen, Warenzeichen, Markenrechte, Konzessionen, Bierlieferrechte. bb) Geschäfts-, Firmenwert oder Praxiswert Rz. 335 Nach Absc...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Paketzuschlag (Abs. 3)

I. Allgemeines Rz. 439 Kann ein Gesellschafter aufgrund einer Mehrheit von Anteilen oder aufgrund der Größe seines Anteils die Geschäftsführung der Gesellschaft beeinflussen, so spricht das BewG von einer Beteiligung, die Wirtschaft von einem Paket. Ist der gemeine Wert der Beteiligung höher als die Summe der Werte der einzelnen Anteile, so ist dieser Wert anzusetzen (§ 11 A...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Hinzuzurechnende Beträge

a) Absetzungen für Abnutzung Rz. 37 Sofern erhöhte Absetzungen den Gewinn gemindert haben, erfolgt eine Korrektur des Ausgangswerts um die Differenz zwischen dem Betrag der erhöhten Absetzungen und den normalen Absetzungen für Abnutzung. Dabei ist zu beachten, dass auch die Absetzung für Abnutzung nach § 7 Abs. 5 EStG – degressive AfA – zu den normalen Absetzungen gehört. Rz...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Investitionszulagen

Rz. 43 Soweit sich der Gewinn durch vereinnahmte Investitionszulagen nicht erhöht hat, jedoch auch in Zukunft mit weiteren zulagebegünstigten Investitionen in gleichem Umfang gerechnet werden kann, steigert dies den von einem Käufer des Unternehmens prognostizierten Jahresertrag. Deshalb muss eine Hinzurechnung zum Ausgangswert erfolgen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Unterkapitalisierte Gesellschaften

Rz. 615 Unterkapitalisiert ist eine Gesellschaft, wenn ihr Nennkapital in einem Missverhältnis zu ihrem Vermögen steht. Bei einer Unterkapitalisierung kann sich ein verhältnismäßig sehr hoher gemeiner Wert ergeben. Dieser Umstand rechtfertigt für sich allein keinen Abschlag. Rz. 616 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. DTB-Optionsscheine

Rz. 33 Optionsscheine (Warrants) gewähren das Recht, aber nicht die Pflicht, zu im Voraus festgelegten Bedingungen eine bestimmte Menge von Werten während oder am Ende eines Zeitraums zu einem vereinbarten Preis zu kaufen (call) oder zu verkaufen (put). Optionsscheine der Deutschen Terminbörse (DTB-Optionsscheine) sind Wertpapiere. Rz. 34–35 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Anteile ohne Einfluss auf die Geschäftsführung

aa) R 101 Abs. 8 ErbStR 2003 Rz. 640 Die Regelbewertung führt zu einem Anteilswert, der einer Beteiligung zukommt, die Einfluss auf die Geschäftsführung der Gesellschaft vermittelt. Dies folgt daraus, dass die Ertragsaussichten aus den künftigen ausschüttungsfähigen Erträgen abgeleitet werden, so dass thesaurierte Erlöse nicht anders behandelt werden wie tatsächlich verteilt...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Einmalige Veräußerungsgewinne

Rz. 53 Eine Korrektur des Ausgangswerts kommt nur in Betracht, wenn es sich um außergewöhnliche, nicht regelmäßig wiederkehrende Veräußerungsgewinne handelt. Dies kann beispielsweise bei Veräußerungsgewinnen aus Grundstücksveräußerungen oder aus der Veräußerung von solchen Wirtschaftsgütern angenommen werden, die sich in dem Betrieb durch ihre bedeutende Einmaligkeit ausgez...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterungen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Grundaussagen der Vorschrift

1. Rechtsverordnung versus Gesetz Rz. 1 Die Ermittlung des Jahresertrags sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung mit Zustimmung des Bundesrats in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden. §...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Abgrenzung der Bewertungsverfahren

1. Unveränderte Systematik des § 11 BewG Rz. 288 Der systematische Aufbau des § 11 BewG hat sich mit dem ErbStRG grundsätzlich nicht geändert. Die Systematik hat sich in der Vergangenheit bewährt. Die Bewertungsansätze sind in den folgenden drei Stufen zu prüfen. Stufe 1: Weiterhin ist der Kurswert der vorrangige Bewertungsansatz (§ 11 Abs. 1 BewG). Stufe 2: Ist ein Kurswert i...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. ErbStR 2011

Rz. 295 Mit den ErbStR 2011 und den dazu gehörenden ErbStH wurde der BV-Erlass vom 17.5.2011 in die Richtlinien integriert, wobei die inhaltlichen Regelungen weitgehend übernommen wurden.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Feststellungslast – Auslegung für Bewertungszeitpunkte nach dem 30.6.2011

a) Bisherige Rechtsauffassung der Finanzverwaltung Rz. 72 Zunächst hatte die Finanzverwaltung dem vereinfachten Ertragswertverfahren im Ergebnis die Funktion eines Regelverfahrens zur Bewertung betrieblicher Vermögen beigemessen und gleichzeitig andere Bewertungsverfahren zugelassen. Die Feststellungslast für ein abweichendes Bewertungsverfahren hatte derjenige zu tragen, de...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / f) Betriebsaufspaltung

Rz. 731 Bei der Bewertung der Anteile an einer aus einer Betriebsaufspaltung hervorgegangenen Betriebsgesellschaft dürfen die Ertragsaussichten nicht unberücksichtigt bleiben. Auch ein Abschlag wegen fehlender eigener Betriebsgrundlagen kommt nicht in Betracht.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Ermittlung des Ertragswerts

1. Berechnungsschema Rz. 15 Aus § 200 BewG ergibt sich die grundsätzliche Berechnungsmethode zur Ermittlung des Ertragswerts im vereinfachten Ertragswertverfahren. Rz. 16 Danach gilt folgendes Rechenschema zur Ermittlung des Ertragswerts: Ertragswert des betriebsnotwendigen Vermögens (§ 200 Abs. 1 BewG) Rz. 17–18 Einstweilen frei. 2. Ertragswert Rz. 19 § 200 Abs. 1 BewG enthäl...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Liquidationsgesellschaft

Rz. 729 Die Aufgabe der Geschäftstätigkeit hat keinen Einfluss auf die handelsrechtliche und auch steuerrechtliche Existenz der Gesellschaft. Bei der Bewertung müssen jedoch die Besonderheiten der Liquidationsgesellschaft berücksichtigt werden. Mangels Ertrags in dem überschaubaren Zeitraum von fünf Jahren deckt sich der Anteilswert regelmäßig mit dem Vermögenswert (R 105 A...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Berliner Verfahren

Rz. 209 Das 1940 entwickelte Berliner Verfahren beruhte auf der Mittelwertmethode, bei der der Unternehmenswert aus dem Mittel von Substanzwert und Ertragswert hergeleitet wird. Das Berliner Verfahren wurde letztmals bei der Vermögensteuerhauptveranlagung 1949 angewendet. Rz. 210–211 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Branchenwechsel eines Unternehmens

Rz. 134 Sofern ein Unternehmen die Branche wechselt, in der es bisher tätig war, dürfte es überwiegend nicht möglich sein, den künftigen Jahresertrag aus den Vergangenheitserträgen der bisherigen Branche abzuleiten. Unter dieser Voraussetzung scheidet die Anwendung des vereinfachten Ertragswertverfahrens wegen der zu erwartenden unzutreffenden Ergebnisse aus.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Zurechnungen und Abrechnungen im Einzelnen

aa) Zurechnungen (R 99 Abs. 1 Nr. 1 ErbStR 2003) Rz. 579 Dem Steuerbilanzgewinn sind insbesondere zuzurechnen Sonderabschreibungen, erhöhte Absetzungen für Abnutzung – AfA – (vgl. hierzu z.B. die erhöhten AfA nach dem Einkommensteuerrecht – § 7a ff. EStG i.V.m. § 8 KStG), Bewertungsabschläge, Zuführungen zu steuerfreien Rücklagen sowie Teilwertabschreibungen. Zu berücksichti...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Vordruckartige Lösung der Vereinfachungsregelung

Rz. 414 Die Vereinfachungsregelung wird in der Praxis vordruckartig gelöst. Dabei wird das nachsehende Rechenschema genutzt:mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Entwicklung

Rz. 212 Erstmals für die Hauptveranlagung der Vermögensteuer und Hauptfeststellung der Einheitswerte der gewerblichen Betriebe 1953 ist das Stuttgarter Verfahren erarbeitet und angewendet worden (Anteilsbewertungs-Richtlinien 1953 vom 14.2.1955 – AntBewR 1953). In Abkehr vom zuvor angewendeten Berliner Verfahren wird als gemeiner Wert nicht mehr der Mittelwert zwischen Vermö...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Immaterielle Wirtschaftsgüter

Rz. 334 Immaterielle Wirtschaftsgüter gehören zum bewertungsrechtlichen Betriebsvermögen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie selbst geschaffen oder entgeltlich erworben wurden. Dazu gehören beispielsweise Patente, Lizenzen, Warenzeichen, Markenrechte, Konzessionen, Bierlieferrechte.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Bedeutung für die Ertragsteuer

1. Bewertungszeitpunkte vor dem 1.1.2009 Rz. 153 Die Frage, ob das vereinfachte Ertragswertverfahren auch bei der Ertragsteuer anzuwenden ist, wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Keine Maßgeblichkeit des § 11 Abs. 2 BewG für die Ertragsteuer bestand nach der ausdrücklichen Regelung des § 11 Abs. 2 Satz 4 BewG für Bewertungszeitpunkte vor dem 1.1.2009. Diese Reg...mehr