Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Ableitung aus dem Bodenrichtwert

Die bisherigen Erfahrungen ... Rz. 84 Die bisherigen Erfahrungen mit den Bodenrichtwerten haben gezeigt, dass die Formel "Grundstückswert = Grundstücksfläche × Bodenrichtwert × 80 %" den gemeinen Wert in der Praxis allenfalls im Idealfall abbildet. Um eine Über- oder Unterbewertung der Grundstücke zu vermeiden, ist es erforderlich, den Bodenrichtwert unter Berücksichtigung d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) (Gewisse) Verbindlichkeiten

Rz. 313 Die zweite große Gruppe der Schulden bilden die Verbindlichkeiten (wegen ihrer Zusammensetzung in der Steuerbilanz vgl. Anm. 266). Hier hatte sich – was den Wertansatz dem Grunde nach anging – durch die Übernahme der Steuerbilanzwerte ab 1.1.1993 nicht viel geändert. Probleme traten allerdings in der Praxis dann auf, wenn es darum ging, Schulden, die mit Betriebsgru...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Zeitlicher Anwendungsbereich der Neuregelung

Rz. 44 § 109 BewG n.F. ist für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2008 anzuwenden. Da sich die Relevanz der Bewertung des Betriebsvermögens nach dem Absehen von der Erhebung der Vermögensteuer ab 1.1.1997 und nach Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer ab 1.1.1998 auf die Erbschafts- und Schenkungsbesteuerung beschränkt, sind in diesem Zusammenhang insbesondere die §§ 11 und ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Notwendiges Betriebsvermögen

Rz. 85 Wirtschaftsgüter gehören zum notwendigen Betriebsvermögen, wenn sie dem Betrieb dergestalt dienen, dass sie objektiv erkennbar zum unmittelbaren Einsatz im Betrieb bestimmt sind. Das Merkmal des "Dienens" soll die besonders enge Beziehung des betreffenden Wirtschaftsguts zum Betrieb zum Ausdruck bringen. Für die Zuordnung zum notwendigen Betriebsvermögen ist hiernach...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Betriebsvorrichtungen

Rz. 436 Betriebsvorrichtungen gehören steuerbilanziell zum beweglichen abnutzbaren Anlagevermögen. Ihre Abgrenzung zum Betriebsgrundstück richtet sich auch ertragsteuerrechtlich nach den Grundsätzen des § 68 Abs. 2 Nr. 2 BewG (vgl. hierzu § 68 Anm. 25 ff.). Anzusetzen sind in der Steuerbilanz die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die AfA und eine etwaige ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Erbbauzinsansprüche und -verpflichtungen; Erbbauzinsvorauszahlungen

Rz. 442 Erbbauzinsansprüche und -verpflichtungen werden in der Steuerbilanz nach den Regeln über die Bilanzierung schwebender Geschäfte bei Dauerschuldverhältnissen behandelt und deswegen grundsätzlich nicht angesetzt. Eine Ausnahme gilt für rückständige Erbbauzinsen (noch nicht gezahlte Erbbauzinsen für bereits vergangene Zeiträume). Insoweit hat der Schuldner der Erbbauzi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Zero-Bonds (Nullkupon-Anleihen)

Rz. 484 Sie sind in der Steuerbilanz mit den Anschaffungskosten (= Ausgabebetrag) zuzüglich der steigenden Zinsforderung zu aktivieren. In der Vermögensaufstellung wurden sie mit ihrem Kurswert am Bewertungsstichtag angesetzt (§ 12 Abs. 5 Satz 3 ErbStG a.F. i.V.m. § 11 Abs. 1 BewG; vgl. auch R 122 Nr. 5 ErbStR a.F.). Rz. 485– 490 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 1031 Zur Abgrenzung der Schulden und sonstigen Abzüge (= Fremdkapital) vom Eigenkapital des Unternehmens, wozu grundsätzlich auch die Rücklagen gehören, wird zunächst auf die Anm. 205 ff. verwiesen. Rz. 1032 Nach § 103 Abs. 3 BewG sind die in der Steuerbilanz ausgewiesenen Rücklagen bei der Bewertung des Betriebsvermögens wegen ihres regelmäßigen Eigenkapitalcharakters ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Zerstörte Gebäude

Rz. 29 Ein Gebäude ist zerstört, wenn in diesem Gebäude keine auf Dauer benutzbaren Räume vorhanden sind. Ein Grundstück mit einem "entkernten" Gebäude, das im Bewertungsstichtag keine bestimmungsgemäß benutzbaren Räume mehr enthält, ist nicht als zerstört anzusehen, weil der Zustand der Unbenutzbarkeit nur ein vorübergehender ist. Ein solches Grundstück ist jedoch nach § 1...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Ausgleichsposten im Falle der Organschaft

Rz. 429 Die Abhängigkeit einer Kapitalgesellschaft von einer natürlichen Person, einer Personenvereinigung oder einer juristischen Person (Organschaft) führt nicht dazu, dass die Wirtschaftsgüter der Kapitalgesellschaft (Organgesellschaft) dem Betriebsvermögen der übergeordneten Person (Organträger) zugeordnet werden. Die Ausgleichsposten im Falle der Organschaft waren wede...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Gewillkürtes Betriebsvermögen

Rz. 86 Zum gewillkürten Betriebsvermögen werden üblicherweise solche Wirtschaftsgüter gerechnet, die objektiv geeignet und (subjektiv) dazu bestimmt sind, den Betrieb zu fördern und weder notwendiges Betriebsvermögen noch notwendiges Privatvermögen sind. Das Merkmal des "Förderns" soll eine weniger intensive Bindung an den Betrieb ausdrücken als das "Dienen" beim notwendige...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Schwebende Geschäfte

Rz. 470 Schwebende Geschäfte finden, solange noch von keiner Seite mit der Erfüllung begonnen worden ist, in der Steuerbilanz grundsätzlich keinen Niederschlag. Für nach dem 31.12.1996 endende Wirtschaftsjahre dürfen in der Steuerbilanz keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften mehr gebildet werden (§ 5 Abs. 4a EStG i.d.F. des Gesetzes zur Fortse...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Nacherhebung

Rz. 76 Sofern die Gutachterausschüsse die Bodenrichtwerte für ihren Zuständigkeitsbereich nicht flächendeckend ausgewiesen hatten, waren sie für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2007 nach R 160 Abs. 1 Satz 7 ErbStR verpflichtet, im Bedarfsfall eine den steuerlichen Anforderungen genügende, ergänzende Bodenrichtwertermittlung zum 1.1.1996 jederzeit nachzuholen. Die für eine s...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Insbesondere: Ausgleichsposten mit Rücklagencharakter

Rz. 1149 Nach der m.E. zutreffenden Verwaltungsauffassung in R B 103.1 Abs. 2 letzter Satz ErbStR 2011 (abgedruckt in Anm. 1122) unterliegen dem Abzugsverbot des § 103 Abs. 3 BewG auch die Ausgleichsposten mit Rücklagencharakter. Zu diesen Ausgleichsposten rechnen auch diejenigen in der Steuerbilanz gebildeten Positionen, mit denen Gewinne neutralisiert werden, die daraus r...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / D. Wirtschaftsgut als Gegenstand des gemeinen Werts

Rz. 26 Gegenstand der Ermittlung des gemeinen Werts sind Wirtschaftsgüter. Auch § 2 BewG enthält keine gesetzliche Definition des Begriffes Wirtschaftsgut. Ein Wirtschaftsgut ist ein selbständig bewertungsfähiges Gut, das alleine für sich oder zusammen mit anderen Gütern Gegenstand des Geschäftsverkehrs sein kann. Dabei kann unterschieden werden nach materiellen, d.h. körpe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Sonstige Abzüge i.S.v. Abs. 1

aa) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Rz. 136 Passiven Rechnungsabgrenzungsposten kommt anders als den (gewissen) Verbindlichkeiten und Rückstellungen nicht die Rechtsqualität eines (passiven) Wirtschaftsguts zu. Es handelt sich um sog. "transitorische Posten", bei denen die (liquiditätswirksame) Einnahme als Vermögenszugang der verursachungsgerechten späteren Ertragserziel...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Abziehbarkeit von Verbindlichkeiten, soweit diese mit i.S.v. §§ 13a Abs. 1, 13 b Abs. 1 Nr. 2 ErbStG a.F. bzw. §§ 13a und 13c ErbStG n.F. steuerbefreitem Vermögen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen

Rz. 584 Unter den Voraussetzungen der §§ 13a Abs. 1 und 8, 13b Abs. 4 ErbStG i.d.F. vor (dem vom Gesetzgeber grundsätzlich mit Wirkung ab 1.6.2016 angeordneten) Inkrafttreten des Gesetzes zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes an die Rechtsprechung des BVerfG v. 4.11.2016 wurde für den Erwerb von Betriebsvermögen ein sog. Verschonungsabschlag gewährt...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Schulden und sonstige Abzüge bei nicht bilanzierenden Gewerbetreibenden und Freiberuflern

Rz. 841 Nicht anders als bei bilanzierenden Steuerpflichtigen sind auch bei nichtbilanzierenden Unternehmern nur solche Schulden und sonstige Abzüge bei der Ermittlung des Betriebsvermögenswerts zu berücksichtigen, die in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Gesamtheit oder mit einzelnen Teilen des Betriebsvermögens stehen (§ 103 Abs. 1 BewG). Zum Begriff dieses wirt...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Schulden und sonstige Abzüge bei nicht bilanzierenden Gewerbetreibenden und Freiberuflern

Rz. 521 Schulden und sonstige Abzüge waren bei nichtbilanzierenden Gewerbetreibenden und Freiberuflern nur dann vom Rohbetriebsvermögen abzuziehen, wenn sie in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Gesamtheit oder mit einzelnen Teilen des Betriebsvermögens standen (§ 103 Abs. 1 BewG). Ein solcher wirtschaftlicher Zusammenhang war gegeben, wenn die Entstehung der Schuld ursä...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Umschreibung des Bodenrichtwerts – Bodenrichtwertrichtlinie

Rz. 66 Nach der Definition der Bodenrichtwertrichtlinie ist der Bodenrichtwert der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken innerhalb eines abgegrenzten Gebiets (Bodenrichtwertzone), die nach ihren Grundstücksmerkmalen, insbesondere nach Art und Maß der Nutzbarkeit weitgehend übereinstimmen und für die im Wesentlichen gleiche allgemeine Wertv...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Finance Office Premium
Anteilsbewertung / 1 Das vereinfachte Ertragswertverfahren

Das vereinfachte Ertragswertverfahren wird angewendet zur Schätzung des sog. gemeinen Werts von Anteilen an Kapitalgesellschaften, soweit kein Börsenkurs oder kein Verkaufspreis innerhalb des letzten Jahres als Vergleichsmaßstab vorliegt (§ 199 ff. Bewertungsgesetz). Ausnahme: Die Anwendung des vereinfachten Ertragswertverfahrens führt offensichtlich nicht zu einem korrekten...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Anzahlungen auf Sachanlagen (geleistete)

Rz. 426 Diese wurden mit den tatsächlich gezahlten Beträgen aus der Steuerbilanz in die Vermögensaufstellung übernommen. Soweit auf solche Anzahlungen bereits Sonderabschreibungen, etwa nach dem Fördergebietsgesetz a.F., vorgenommen worden waren, wirkte sich diese Minderung künftig in einem niedrigeren Bewertungsansatz aus.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Anzahlungen (erhaltene)

Rz. 428 Erhaltene Anzahlungen sind in der Steuerbilanz mit dem Nennbetrag zu passivieren. Dieser Ansatz war in die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Software

Rz. 471 Sie bildet bilanzrechtlich grundsätzlich keine Einheit mit der EDV-Anlage (Hardware), sondern stellt ein selbständiges, i.d.R. immaterielles Wirtschaftsgut dar. Sie ist mit den Anschaffungskosten abzüglich AfA und etwaiger Teilwertabschreibungen zu bilanzieren. Die Steuerbilanzwerte waren für die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Urheberrechte

Rz. 475 Es handelt sich um immaterielle Wirtschaftsgüter, die im Falle ihres entgeltlichen Erwerbs (vgl. § 5 Abs. 2 EStG) mit den Anschaffungskosten abzüglich AfA und etwaiger Teilwertabschreibungen zu bilanzieren sind. Der Steuerbilanzansatz war in die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Wechselforderungen

Rz. 480 Sie sind in der Steuerbilanz mit ihren Anschaffungskosten (i.d.R. = Nennbetrag) anzusetzen. Ist der Teilwert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger, so muss dieser angesetzt werden. Der Steuerbilanzwert war auch für die Vermögensaufstellung maßgebend.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Maßgebender Wertansatz bei Steuerpflichtigen, die keine Bilanzen aufstellen, nach der Rechtslage v. 1.1.1993 bis 31.12.2008

a) Allgemeines Rz. 491 Für die nichtbilanzierenden Freiberufler und Gewerbetreibenden beschränkte sich die Übernahme ertragsteuerlicher Bewertungsmaßstäbe auf die Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens. Rz. 492 Zu diesem Kreis von Steuerpflichtigen gehören insb. diejenigen, die nach § 4 Abs. 3 EStG den Gewinn als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsau...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Abgeld

Rz. 421 Abgeld, Disagio und Damnum waren und sind in der Steuerbilanz des Schuldners zu aktivieren. Der Betrag war und ist über die Dauer des Zinsfestschreibungszeitraums ertragswirksam aufzulösen. Die Steuerbilanz-Ansätze waren in die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Mietvorauszahlungen

Rz. 457– 458 Der Mieter hat in seiner Steuerbilanz einen aktiven, der Vermieter einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. Die Steuerbilanzwerte waren in die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Planungskosten

Rz. 460 In der Steuerbilanz aktivierte Planungskosten für ein Gebäude, mit dessen Herstellung am Bewertungsstichtag noch nicht begonnen worden war, waren für Bewertungsstichtage ab 1.1.1993 als aktiver Ansatz in die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Belieferungsrechte

Rz. 433 Sie sind in der Steuerbilanz gesondert auszuweisen, wenn sie entgeltlich erworben worden sind und nicht Bestandteil des Geschäftswerts sind. Belieferungsrechte werden in der Steuerbilanz mit ihren Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Dieser Steuerbilanzwert war in die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Andere nicht benutzbare Gebäude

Rz. 33 Christoffel weist darauf hin, dass sich die Unbenutzbarkeit eines ganzen Gebäudes auch infolge einer Kontaminierung ergeben kann. Dieser Auffassung ist m.E. zuzustimmen. Betroffen hiervon sind insbesondere asbestverseuchte Gebäude sowie Gebäude, die aufgrund von Ausgasungen der in Holzschutzmitteln enthaltenen Lösungsmittel nicht genutzt werden dürfen. Auch hier dürft...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Abzug von Schulden und sonstigen Passivposten bei Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn nach § 5 oder § 4 Abs. 1 EStG ermittelten

aa) Vorbemerkungen Rz. 263 Nach § 242 Abs. 1 HGB ist der Kaufmann verpflichtet, in seiner Handelsbilanz nicht nur sein (Aktiv-)Vermögen, sondern auch seine Schulden (vollständig) auszuweisen. Entsprechendes gilt auch für die Steuerbilanz. Gewerbetreibende, die auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, oder di...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Bodenschätze

Rz. 437 Da die früher festgestellten Einheitswerte für Mineralgewinnungsrechte für Stichtage ab 1.1.1993 nicht mehr anzuwenden waren, waren die zum Gewerbebetrieb gehörenden Bodenschätze nunmehr mit dem Steuerbilanzwert in die Vermögensaufstellung zu übernehmen. In der Steuerbilanz wurden und werden die Bodenschätze mit ihren Anschaffungskosten abzüglich AfS angesetzt.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Zahlungsmittel, flüssige Mittel

Rz. 483 Hierunter fallen Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Schecks sind in der Steuerbilanz mit den Anschaffungskosten (i.d.R. = Nennbetrag) anzusetzen. Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind in der Steuerbilanz mit ihren Nennbeträgen zu erfassen. Die Steuerbilanzwerte waren auch in die Vermögensaufstellung zu ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Diensterfindungen

Rz. 439 Sie werden regelmäßig schon in der Steuerbilanz nicht angesetzt, da sie nicht entgeltlich erworben werden. Für die Vermögensaufstellung war die ertragsteuerrechtliche Behandlung maßgebend.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Erfindungen

Rz. 444 Sie werden in der Steuerbilanz mit ihren Anschaffungskosten abzüglich evtl. Abschreibungen aktiviert, wenn sie entgeltlich erworben wurden. Der ertragsteuerliche Bilanzansatz war für die Vermögensaufstellung zu übernehmen. Siehe auch Stichworte "Diensterfindungen" und "Immaterielle Vermögensgegenstände".mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Güterfernverkehrskonzession

Rz. 450 Sie wird ertragsteuerrechtlich als geschäftswertähnliches, aber vom Geschäftswert zu sonderndes immaterielles Wirtschaftsgut angesehen, das grundsätzlich nicht abnutzbar ist. Die Konzession ist in der Steuerbilanz mit ihren Anschaffungskosten abzüglich einer etwaigen Teilwertabschreibung anzusetzen. Der Steuerbilanzansatz war auch für die Vermögensaufstellung maßgebend.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Lizenzen

Rz. 454 Sie sind immaterielle Wirtschaftsgüter, die mit ihren Erwerbskosten abzüglich AfA und etwaiger Teilwertabschreibungen in der Steuerbilanz zu aktivieren sind. Der Steuerbilanzansatz war in die Vermögensaufstellung zu übernehmen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Es besteht keine ...

Rz. 38 Es besteht keine verpflichtende Vorgabe, auf welche Weise der gemeine Wert eines Wirtschaftsguts durch Schätzung zu bestimmen ist. Der Steuerpflichtige hat auch keinen Anspruch darauf, dass der gemeine Wert nach einem bestimmten, ihm besonders günstigen Bewertungsverfahren festgestellt wird. Abgesehen davon erfolgt im Allgemeinen die Ermittlung des gemeinen Werts dur...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bilanzierende Steuerpflichtige: Übersicht über die Behandlung der wichtigsten Wirtschaftsgüter in der Steuerbilanz und in der Vermögensaufstellung nach der Rechtslage v. 1.1.1993 bis 31.12.2008

Die folgende, alphabetisch ... Rz. 420 Die folgende, alphabetisch geordnete Darstellung gibt einen kurzen Überblick darüber, wie die wichtigsten Wirtschaftsgüter (Besitz- und Schuldposten) in der Steuerbilanz und in der Vermögensaufstellung angesetzt und bewertet wurden. ▸ Abgeld Rz. 421 Abgeld, Disagio und Damnum waren und sind in der Steuerbilanz des Schuldners zu aktiviere...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Die folgende, alphabetisch ...

Rz. 420 Die folgende, alphabetisch geordnete Darstellung gibt einen kurzen Überblick darüber, wie die wichtigsten Wirtschaftsgüter (Besitz- und Schuldposten) in der Steuerbilanz und in der Vermögensaufstellung angesetzt und bewertet wurden.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Objektiver Wert

Rz. 29 Der gemeine Wert ist nach der Begriffsbestimmung des § 9 Abs. 2 Satz 1 BewG der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für ein Wirtschaftsgut nach seiner Beschaffenheit unter Berücksichtigung aller den Preis beeinflussenden Umstände erzielbare Verkaufspreis, wobei ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse nicht zu berücksichtigen sind. Veräußerungskosten sind bei der Wer...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Literatur

Schrifttum zur alten Rechtslage: Albrecht, Die neue Bewertung des Erbbaurechts und des belasteten Grundstücks, DStR 1998, 147; Bach/Boekelschen/Maiterth, Gleichmäßige erbschaftsteuerliche Behandlung von Grund- und Betriebsvermögen, DStR 2006, 1961; Christoffel, Die betriebliche Vermögensteuer für Bilanzierende ab 1.1.1995, StWK Gr. 9 S. 1; Christoffel, Ermittlung des Betriebs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Sachwertmethode

Rz. 58 Die Sachwertmethode ist zur Ermittlung des gemeinen Werts in all denjenigen Fällen als Schätzungsmethode anwendbar, in denen für das gleiche Wirtschaftsgut oder vergleichbare Wirtschaftsgüter kein Marktpreis besteht und die Ermittlung des gemeinen Werts nach der Ertragswertmethode nicht in Betracht kommt. In diesem Fall verbleiben die Herstellungskosten eines Wirtsch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Passive Rechnungsabgrenzungsposten, passive Wertberichtigungsposten und passive Ausgleichsposten

Rz. 324 Neben den Rückstellungen und (gewissen) Verbindlichkeiten sind auf der Passivseite der Steuerbilanz – abgesehen vom Eigenkapital – auch die Rechnungsabgrenzungsposten anzusetzen (vgl. dazu oben Anm. 136 ff.). Die in der Steuerbilanz gebildeten passiven Rechnungsabgrenzungsposten waren und sind auch bei der Bewertung des Betriebsvermögens abzuziehen. Die früher nach § ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / jj) Besonderheiten bei Kapitalgesellschaften

Rz. 483 Bei Kapitalgesellschaften rechnen alle ihnen gehörenden Wirtschaftsgüter zum Betriebsvermögen. Dabei ist ohne Bedeutung, ob die Kapitalgesellschaft eine genuin gewerbliche Tätigkeit entfaltet oder nicht; denn die Kapitalgesellschaft unterhält ohne Rücksicht auf ihre tatsächliche Betätigung kraft gesetzlicher Fiktion einen Gewerbebetrieb (kraft Rechtsform). So zählen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Vorratsvermögen

Rz. 478 Das Vorratsvermögen umfasst die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen, die fertigen Erzeugnisse und Waren sowie die damit zusammenhängenden Anzahlungen (vgl. § 266 Abs. 2 Buchst. B.I. HGB). In der Steuerbilanz wird das Vorratsvermögen, ausgenommen die Anzahlungen (siehe unten), mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angese...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Geringwertige Wirtschaftsgüter

Rz. 447 § 6 Abs. 2 EStG a.F. eröffnete für bis zum 31.12.2007 angeschaffte oder hergestellte selbständig nutzungsfähige, der Abnutzung unterliegende Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens die Möglichkeit, im Jahr der Anschaffung oder Herstellung die Anschaffungs- oder Herstellungskosten in vollem Umfang als Betriebsausgaben abzuziehen, sofern diese nicht mehr 410 EUR betrugen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Rz. 451 Vom 1.1.1993 an wurden nur noch entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter erfasst. Denn in der Steuerbilanz erfolgte und erfolgt ein Ansatz von immateriellen Wirtschaftsgütern nur dann, wenn sie entgeltlich erworben wurden oder in das Betriebsvermögen eingelegt worden sind. Ein entgeltlicher Erwerb liegt vor, wenn das Wirtschaftsgut durch ein Rechtsgeschäf...mehr