Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Substanzwertorientierte und andere nicht ertragsorientierte Bewertungsverfahren

Rz. 331 Die bisher – unter b und c – dargestellten Bewertungsmethoden haben gemeinsam, dass sie – mit Ausnahme einzelner Varianten der Multiplikatorenverfahren (siehe unten) – entweder ausschließlich, vorrangig oder doch zumindest neben anderen Faktoren, die Ertragsaussichten der zu bewertenden Unternehmen berücksichtigen. Die Anwendung dieser Methoden steht nicht unter dem...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Rechtslage bis 31.12.2008

Rz. 1 Im Gegensatz zur Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens und des Grundvermögens wurden bei der Ermittlung des Werts des Betriebsvermögens Schulden und sonstige Abzüge, die mit dem Rohbetriebsvermögen im wirtschaftlichen Zusammenhang standen, abgezogen. Der Wert des Betriebsvermögens stellte somit einen Nettowert dar. An diesem Grundsatz hatte sich auch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Rechtsentwicklung der Vorschrift

Rz. 53 § 103 BewG geht auf § 28 RBewG 1925, § 47 RBewG 1931 und § 62 RBewG 1934 zurück. Rz. 54 Für Stichtage bis zum 1.1.1992 galt die folgende, seit dem VStRG 1974 maßgebende Fassung: „(1) Schulden werden nur insoweit abgezogen, als sie mit der Gesamtheit oder einzelnen Teilen des gewerblichen Betriebes in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. (2) Von dem Rohvermögen sind be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VIII. Der für die Substanzwertermittlung i.S.d. § 11 Abs. 2 Satz 3 BewG n.F. maßgebende Stichtag

Rz. 368 Wie schon an früherer Stelle ausgeführt (vgl. oben, Anm. 44), hat die Bewertung des Betriebsvermögens nach der Abstandnahme von der Erhebung der Vermögensteuer ab 1.1.1997 und der Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer ab 1.1.1998 nur noch Bedeutung für die Erbschafts- und Schenkungsbesteuerung. Insoweit sind für den Bestand und die Bewertung die Verhältnisse zur Zeit...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Ein Grundstück, auf ...

Rz. 28 Ein Grundstück, auf dem sich Gebäude befinden, die zwar bezugsfertig, aber nicht mehr benutzbar sind, ist nach § 145 Abs. 1 Satz 1 BewG als unbebautes Grundstück zu bewerten. Nicht mehr benutzbar sind nach § 145 Abs. 2 Satz 2 BewG Grundstücke, auf denen infolge der Zerstörung oder des Verfalls der Gebäude auf Dauer benutzbarer Raum nicht mehr vorhanden ist.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Die Bewertung des Betriebsvermögens von Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen (§ 109 Abs. 2 BewG n.F.)

1. Allgemeines Rz. 121 Gemäß § 109 Abs. 2 BewG n.F. ist der Wert eines Anteils am Betriebsvermögen einer der in § 97 BewG genannten Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Für die Ermittlung des gemeinen Werts gilt § 11 Abs. 2 BewG n.F. entsprechend. Für die Bewertung von Anteilen am Betriebsvermögen der in § 109 Abs. 2 Bew...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Rückstellungen

Rz. 467 Die nach Maßgabe des § 103 Abs. 1 BewG a.F. bei der Bewertung des Betriebsvermögens zu berücksichtigenden Rückstellungen wurden grundsätzlich mit ihren Steuerbilanzwerten in die Vermögensaufstellung übernommen. Das galt auch dann, wenn die Entstehung der Verpflichtung vom Eintritt einer aufschiebenden Bedingung abhing. § 6 BewG, der den Abzug aufschiebend bedingter ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / § 145 Abs. 3 Satz 1 ...

Rz. 56 § 145 Abs. 3 Satz 1 BewG schreibt für die Bewertung unbebauter Grundstücke ein typisierendes Vergleichswertverfahren vor. Bei dem Vergleichswertverfahren wird der Wert des zu bewertenden Grundstücks als Mittelwert aus Kaufpreisen vergleichbarer Grundstücke in unmittelbarer Nachbarschaft abgeleitet. Dieses Verfahren wird bei der Bedarfsbewertung typisierend in der Wei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Reinvestitionsrücklage (Rücklage nach § 6b EStG)

Rz. 462 Die in der Steuerbilanz zulässige Reinvestitionsrücklage durfte nach h.M. in die Vermögensaufstellung nicht übernommen werden (§ 103 Abs. 3 BewG a.F.; vgl. dazu § 103 BewG Anm. 1100 ff.). Sie wirkte sich deshalb erst ab dem Zeitpunkt betriebsvermögensmindernd aus, in welchem sie auf ein Reinvestitionsobjekt übertragen wurde und dessen – niedrigerer – Bilanzansatz ge...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Rücklage für Ersatzbeschaffung

Rz. 464 Die in der Steuerbilanz unter den Voraussetzungen von R 35 EStR a.F. zulässige Rücklage für Ersatzbeschaffung durfte nach h.M. nicht in die Vermögensaufstellung übernommen werden (§ 103 Abs. 3 BewG a.F.; vgl. dazu § 103 BewG Anm. 1100 ff.). Sie wirkte sich daher erst ab dem Zeitpunkt betriebsvermögensmindernd aus, in dem sie auf ein Ersatzwirtschaftsgut übertragen w...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Notwendiges Privatvermögen

Rz. 89 Zum (notwendigen) Privatvermögen gehören sämtliche Wirtschaftsgüter, die weder unmittelbar noch mittelbar einen betrieblichen Zusammenhang aufweisen, die mithin weder notwendiges noch gewillkürtes Betriebsvermögen darstellen. Hierzu rechnen insbesondere das durch den Steuerpflichtigen zu eigenen Wohnzwecken genutzte Einfamilienhaus, private (bürgerliche) Kleidung, Mö...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Grundstücke mit im Bau befindlichen Gebäuden

Rz. 17 Für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2007 rechnete § 145 Abs. 1 BewG auch Grundstücke mit aufstehenden Gebäuden den unbebauten Grundstücken zu, wenn sich die Gebäude im Bewertungsstichtag noch im Bau befanden. Rz. 18 In der Praxis ist allerdings die Frage, ob ein Grundstück mit einem im Bau befindlichen Gebäude als bebaut oder unbebaut anzusehen ist, ohne Bedeutung. D...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / § 109 Abs. 1 Satz 1 ...

Rz. 76 § 109 Abs. 1 Satz 1 BewG n.F. verweist zur Frage der Zuordnung von einzelnen Wirtschaftsgütern und sonstigen aktiven und passiven Positionen zum (bewertungsrechtlichen) Betriebsvermögen auf § 95 BewG, der seinerseits auf § 15 Abs. 1 und 2 EStG rekurriert. So heißt es in § 95 Abs. 1 BewG, dass das Betriebsvermögen alle Teile eines Gewerbebetriebs i.S.d. § 15 Abs. 1 un...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Allgemeines

Rz. 491 Für die nichtbilanzierenden Freiberufler und Gewerbetreibenden beschränkte sich die Übernahme ertragsteuerlicher Bewertungsmaßstäbe auf die Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens. Rz. 492 Zu diesem Kreis von Steuerpflichtigen gehören insb. diejenigen, die nach § 4 Abs. 3 EStG den Gewinn als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ermitte...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ii) Besonderheiten bei Personengesellschaften

Rz. 466 Nach § 98a Satz 1 BewG a.F. war der Wert des Betriebsvermögens in der Weise zu ermitteln, dass die Summe aus dem Aktivvermögen um die Summe der Schulden und sonstigen Abzüge gekürzt wurde. Die in der Steuerbilanz ausgewiesenen Kapitalkonten der Gesellschafter konnten demnach nicht als abzugsfähige Schuld berücksichtigt werden. Dies galt auch für sämtliche Unterkonte...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Rücklagen, steuerfreie

Rz. 466 In der Steuerbilanz zulässig gebildete steuerfreie Rücklagen durften nach h.M. wegen § 103 Abs. 3 BewG a.F. grundsätzlich nicht in die Vermögensaufstellung übertragen werden. Vgl. dazu § 103 BewG Anm. 1123 ff.; zur berechtigten Kritik an dieser Sichtweise der h.M. und insb. der Finanzverwaltung vgl. § 103 BewG Anm. 1123 ff. Siehe auch Stichworte "Rücklage für Ersatzbe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Sachlicher Anwendungsbereich

Rz. 36 Der sachliche Anwendungsbereich der Norm erfasst die passiven (negativen) Wirtschaftsgüter des inländischen Betriebsvermögens, also die (gewissen und ungewissen) Verbindlichkeiten, Rückstellungen, sonstigen Abzüge, wie etwa passive Rechnungsabgrenzungsposten, Schuldposten i.S.v. § 103 Abs. 2 BewG und Rücklagen, soweit letztere ausnahmsweise gem. § 103 Abs. 3 BewG den...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 9. Abschlag von 20 %

Rz. 131 Der Bodenrichtwert oder der korrigierte Bodenwert ist, so § 145 Abs. 3 Satz 1 BewG, um einen Abschlag von 20 % zu ermäßigen. Mit diesem Abschlag sind alle wertmindernden Umstände des zu bewertenden Grundstücks abgegolten, wie z.B. Lärm-, Rauch-, Staub- und Geruchsbelästigungen, die nur einzelne Grundstücke in der Bodenrichtwertzone betreffen und daher den Bodenricht...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 8. Weitere wertbeeinflussende Merkmale

Rz. 128 Weitere wertbeeinflussende Merkmale, die den Bodenrichtwert mitbestimmen, sind die Art der baulichen Nutzung sowie die Bauweise. Meist ist die Bodenrichtwertzone so geschnitten, dass hierfür nur eine Art der baulichen Nutzung in Betracht kommt. Sollte dies ausnahmsweise nicht der Fall sein, muss die Art der baulichen Nutzung ebenfalls als Wertkorrektur berücksichtig...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Vorbemerkungen

Rz. 83 § 103 Abs. 1 BewG spricht von "Schulden und sonstigen Abzügen", die nach § 95 Abs. 1 BewG zum Betriebsvermögen gehören. Rz. 84 Eine Legaldefinition des Begriffs der „Schulden” findet sich weder im HGB (für die Handelsbilanz) und im EStG (für die Steuerbilanz) noch im BewG. Entsprechendes gilt auch für den vom Gesetzgeber des HGB und des EStG häufiger verwendeten Begr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / (2) Bewertungsrechtliche Behandlung bis 31.12.2008

Rz. 427 Das Erbbaurecht und das mit dem Erbbaurecht belastete Grundstück wurden als zwei selbständige wirtschaftliche Einheiten behandelt, für die jeweils ein eigener Einheitswert festgestellt wurde. Dazu wurde der Gesamtwert für den Grund und Boden und das aufstehende Gebäude berechnet und auf das Erbbaurecht und das mit dem Erbbaurecht belastete Grundstück entsprechend de...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Regelungsinhalt des Abs. 3

Rz. 1120 § 103 Abs. 3 BewG statuiert im Grundsatz ein Abzugsverbot für alle oben genannten Rücklagen und rücklagengleich wirkende Ausgleichsposten. Eine Ausnahme sieht die Vorschrift lediglich für den zur Zeit – soweit ersichtlich – nicht existierenden Fall vor, dass der "Abzug der Rücklage bei der Bewertung des Betriebsvermögens für Zwecke der Erbschaftsteuer durch Gesetz ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Gewinnanspruch eines beherrschenden Gesellschafters als Schuld bei der beherrschten Kapitalgesellschaft (Abs. 2)

Rz. 996 Als "beherrschte Gesellschaften" i.S.v. § 103 Abs. 2 BewG kommen nur Kapitalgesellschaften in Betracht. Rz. 997 Von einer beherrschten (Kapital-)Gesellschaft in diesem Sinne ist auszugehen, wenn der Gesellschafter das Beteiligungsunternehmen tatsächlich dominiert und im Stande ist, in ihm seinen Willen durchzusetzen. Rz. 998 Eine Dividendenforderung entsteht zivilre...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Wiederkehrende Nutzungen und Leistungen

Rz. 482 Solche Wirtschaftsgüter waren mit ihren Steuerbilanzwerten in die Vermögensaufstellung zu übernehmen. Die Begrenzung des Jahreswerts von Nutzungen nach § 16 BewG spielte in diesem Zusammenhang also keine Rolle. Zu den Erbbauzinsansprüchen siehe dortiges Stichwort.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Unfertige Bauleistungen

Rz. 474 Ansprüche aus unfertigen Bauleistungen konnten schon vor dem 1.1.1993 als Kapitalforderungen nach § 109 Abs. 4 BewG a.F. mit den Werten angesetzt werden, die sich nach den Grundsätzen über die steuerliche Gewinnermittlung ergaben. Daher führte die Übernahme der Steuerbilanzwerte nicht zu einer Änderung der vorherigen Praxis.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Wertpapiere, notierte

Rz. 481 Notierte Wertpapiere sind in der Steuerbilanz mit den Anschaffungskosten, ggf. vermindert um eine Teilwertabschreibung, anzusetzen. In der Vermögensaufstellung war der Kurswert maßgebend (vgl. § 12 Abs. 5 Satz 3 ErbStG a.F. i.V.m. § 11 Abs. 1 BewG; siehe ferner R 122 Nr. 4 ErbStR a.F.).mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Investmentzertifikate

Rz. 452 Investmentzertifikate waren in der Vermögensaufstellung mit dem Rücknahmepreis (§ 12 Abs. 5 ErbStG a.F. i.V.m. § 11 Abs. 4 BewG) anzusetzen (vgl. auch R 122 Nr. 6 ErbStR a.F.).mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Anteile an offenen Immobilienfonds

Rz. 424 Solche Anteile waren in der Vermögensaufstellung mit dem Rücknahmepreis (§ 12 Abs. 5 letzter Satz ErbStG a.F. i.V.m. § 11 Abs. 4 BewG) anzusetzen (vgl. auch R 122 Nr. 6 ErbStR a.F.).mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Rücklagen, offene

Rz. 465 Offene Rücklagen, gleichviel ob gesetzliche oder freie, stellen wie das "gezeichnete Kapital"Bestandteile des Eigenkapitals dar. Es verstand sich daher von selbst, dass diese Positionen nicht als Schuldposten in die Vermögensaufstellung aufzunehmen waren. Näher dazu vgl. § 103 BewG Anm. 1032 ff.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Anteile an Kapitalgesellschaften, die zu den Finanzanlagen gehören.

Rz. 423 Solche Anteile gehören zum nichtabnutzbaren Anlagevermögen. Sie waren und sind in der Steuerbilanz des Anteilseigners mit den Anschaffungskosten abzüglich einer etwaigen Teilwertabschreibung anzusetzen. Spätere offene oder verdeckte Einlagen führen zu einer Erhöhung der Anschaffungskosten (sog. nachträgliche Anschaffungskosten). Die danach maßgeblichen Steuerbilanzwe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Begriff und Umfang des Betriebsvermögens von freiberuflichen Einzelunternehmen

Rz. 111 Gemäß § 96 BewG steht die Ausübung eines freien Berufs i.S.d. § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG einem Gewerbebetrieb gleich. Die unter Anm. 76 ff. für den Gewerbebetrieb dargestellten Grundsätze zum Begriff und Umfang des Betriebsvermögens gelten daher für den freiberuflichen Betrieb entsprechend. Demnach gelten auch für den freiberuflichen Betrieb der Grundsatz der Bestandsid...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Verbindlichkeiten

Rz. 476 Die nach Maßgabe des § 103 Abs. 1 BewG a.F. bei der Bewertung des Betriebsvermögens zu berücksichtigenden Schulden waren mit ihren Steuerbilanzwerten in die Vermögensaufstellung zu übernehmen. Das galt auch für die Steuerschulden. Nach dem Wegfall des § 105 BewG a.F. waren sowohl für laufend veranlagte Betriebssteuern als auch für Schulden aus betrieblichen Einzelst...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Einheitliche Vermögensart

Rz. 55 Unbebaute Grundstücke können nur dann zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst werden, wenn sie zu derselben Vermögensart gehören, also entweder land- und forstwirtschaftliches Vermögen, Grundvermögen oder Betriebsvermögen darstellen. Demzufolge sind zwei angrenzende Grundstücksflächen, von denen eine zu eigengewerblichen Zwecken und die andere als Nutzgarte...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Abnutzbares Anlagevermögen (allgemein)

Rz. 422 Beim abnutzbaren Anlagevermögen war und ist zwischen Gebäuden und beweglichem Anlagevermögen zu unterscheiden. Bei Gebäuden (Betriebsgrundstücken) war der Grundstückswert (§ 138 Abs. 3 BewG a.F.) bzw. der Grundbesitzwert (§ 138 Abs. 2 BewG a.F.) anzusetzen (vgl. Stichwort "Grundstücke"). Beim beweglichen abnutzbaren Anlagevermögen war ohne Weiteres der jeweilige Steu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Pensionsverpflichtungen

Rz. 459 Sie waren auch in der Vermögensaufstellung mit ihrem Steuerbilanzwert anzusetzen. Insoweit war § 6a EStG zu beachten. § 104 BewG a.F. spielte demgegenüber nur für nichtbilanzierende Steuerpflichtige eine Rolle. Für den Fall, dass der Steuerpflichtige zwecks Erfüllung seiner Pensionsverpflichtungen eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen hatte, waren die Ansprüch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / A. Bewertungsmaßstab: Gemeiner Wert

Rz. 1 § 9 Abs. 1 BewG stellt einen allgemeinen steuerrechtlichen Bewertungsgrundsatz dar. Es handelt sich hierbei um eine steuerrechtliche Generalklausel für die – mit Ausnahme von inländischem Geld – infolge von gesetzlichen Regelungen erforderliche Bewertung von Wirtschaftsgütern. Mit der Bestimmung des gemeinen Werts eines Wirtschaftsguts wird dessen Gegenwert in Geldein...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Wertermittlungsmethoden, welche die Ertragsaussichten oder diese neben anderen Erwartungsgrößen berücksichtigen

Rz. 301 Zu den Bewertungsmethoden, die die Ertragsaussichten berücksichtigen, gehören nicht nur solche Methoden, die ausschließlich Ertragswertgesichtspunkte in den Blick nehmen, sondern vielmehr alle Methoden, welche, wenn auch neben anderen wertbeeinflussenden Faktoren, die Ertragsaussichten bei der Wertermittlung berücksichtigen. Rz. 302 Als eine der gängigen Methoden, w...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Ausländisches Betriebsvermögen

Rz. 430 § 109 Abs. 1 BewG a.F. fand hier keine Anwendung. Vielmehr war und ist das ausländische Betriebsvermögen mit seinem gemeinen Wert anzusetzen (§ 12 Abs. 6 ErbStG a.F. (jetzt: § 12 Abs. 7 ErbStG) i.V.m. §§ 31 und 9 BewG). Näher dazu Anm. 407. Zur verfassungs- und unionsrechtlichen Problematik vgl. Anm. 235 ff.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Persönlicher Anwendungsbereich

Rz. 29 Der persönliche Anwendungsbereich erstreckt sich auf die Inhaber und Mitinhaber gewerblicher Unternehmen i.S.v. §§ 95 und 97 BewG sowie – bewirkt durch die Gleichstellungsklausel in § 96 BewG – auch auf die Inhaber und Mitinhaber freiberuflicher Unternehmen i.S.v. § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG und auf die Einnehmer einer staatlichen Lotterie, soweit die letztgenannte untern...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Vorbemerkung

Rz. 246 Der allgemeine Grundsatz des § 95 Abs. 1 Satz 1 Halbs. 1 BewG a.F., nach dem das bewertungsrechtliche Betriebsvermögen alle Teile eines Gewerbebetriebs umfasste, die bei der steuerlichen Gewinnermittlung zum Betriebsvermögen gehörten, wurde durch § 103 Abs. 1 BewG eingeschränkt. Diese Einschränkung galt sowohl für bilanzierende Steuerpflichtige hinsichtlich der pass...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Anteile an Personengesellschaften

Rz. 425 Solche Anteile waren und sind für ertragsteuerliche Zwecke mit dem Buchwert des Kapitalkontos des Personengesellschafters anzusetzen, gleichviel ob die Beteiligung vom Personengesellschafter in einem (anderen) Betriebsvermögen gehalten wurde bzw. wird oder nicht. Für Zwecke der Vermögensteuer (erhoben bis 31.12.1996; vgl. dazu Anm. 44) waren die Anteile an Personenge...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Sachlicher und persönlicher Anwendungsbereich der Neuregelung

Rz. 51 § 109 BewG n.F. betrifft sowohl die Bewertung des inländischen Betriebsvermögens (zur Bewertung des ausländischen Betriebsvermögens vgl. unten, Anm. 231 ff. sowie Anm. 217 ff.) von gewerblichen und freiberuflichen Einzelunternehmen (Abs. 1 der Vorschrift) als auch die Bewertung von Anteilen am inländischen Betriebsvermögen einer der in § 97 BewG genannten Körperschaf...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Keiner Nutzung zuführbar

Rz. 35 Die Finanzverwaltung beantwortete die Frage, ob ein Gebäude keiner Nutzung zugeführt werden kann, ursprünglich in R 159 Abs. 5 Satz 2 ErbStR 2003. Dabei richtete sich die Finanzverwaltung nach bautechnischen Grundsätzen. Nach der neueren Auffassung der Finanzverwaltung ist bei der Frage, ob ein Gebäude keiner Nutzung zugeführt werden kann, entscheidend darauf abzuste...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Anlässe für die Ermittlung des gemeinen Wertes

Rz. 6 Die Verwendung des gemeinen Werts als Bewertungsmaßstab ist gesetzlich in steuerrechtlichen sowie anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften (z.B. § 67 Abs. 1 Satz 1 TierSG) vorgesehen. Die Begriffsbestimmung des gemeinen Werts nach § 9 BewG gilt über § 1 Abs. 2 BewG für sämtliche steuerrechtlichen Vorschriften, soweit sich nicht aus diesen Gesetzen etwas anderes erg...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Mieterein- und -umbauten

Rz. 456 Einbauten und Umbauten, die der Mieter (oder Pächter) in gemieteten Räumen auf eigene Rechnung (Kosten) vornimmt, sind in der Steuerbilanz des Mieters als materielle, dem Mieter zuzurechnende Wirtschaftsgüter zu aktivieren, wenn der Mieter wirtschaftlicher Eigentümer der Bauten geworden ist. Letzteres ist der Fall, wenn die Nutzungsdauer in Bezug auf die Ein- und Um...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Wertkorrekturen nebeneinander möglich

Rz. 118 Aufgrund der Fassung des R 161 ErbStR 1999 war davon auszugehen, dass die drei "Anpassungsverfahren", die dort aufgeführt sind, nicht kumulativ angewendet werden durften, sondern es war in dem jeweiligen Bewertungsfall nur eines der drei Verfahren zu berücksichtigen. Hiervon ist die Finanzverwaltung bereits mit den gleich lautenden Ländererlassen v. 31.7.2002, die A...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Unbebaute Grundstücke sind ...

Rz. 14 Unbebaute Grundstücke sind Grundstücke, auf denen sich im Bewertungsstichtag keine benutzbaren Gebäude befinden (§ 145 Abs. 1 Satz 1 BewG). Hierbei kann es sich um Grundstücke handeln, auf denen keine Gebäude stehen, aber auch um Grundstücke, auf denen zwar Gebäude errichtet sind, die allerdings nicht benutzbar sind. Rz. 15 Als Gebäude sind Bauwerke anzusehen, die Me...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Eigentümeridentität

Rz. 52 Zu einer wirtschaftlichen Einheit dürfen nur solche Grundstücksflächen zusammengefasst werden, die demselben Eigentümer gehören. Flächen, die im Eigentum eines Eigentümers stehen, und Flächen, die ihm und anderen Personen gemeinsam – gesamthänderisch oder nach Bruchteilen – gehören, können daher grundsätzlich nicht eine wirtschaftliche Einheit bilden. Dies gilt auch ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Erschließungszustand

Rz. 115 Hat der Gutachterausschuss Bodenrichtwerte für erschließungsbeitragspflichtiges Bauland festgelegt, ist dieser Richtwert für solche Grundstücke maßgebend und unverändert zu übernehmen, für die (noch) eine Erschließungsbeitragspflicht besteht. Auf den tatsächlichen Erschließungszustand des Grundstücks kommt es nach dem BFH-Urteil v. 18.8.2005nicht an. Damit hat sich ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Insbesondere: Rückstellungen

Rz. 284 Nach dem in § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG verankerten Prinzip der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz mussten und müssen diejenigen Rückstellungen, hinsichtlich derer eine handelsrechtliche Passivierungspflicht bestand und besteht, grundsätzlich auch in der Steuerbilanz gebildet werden (vgl. oben Anm. 263). Einschränkungen dieses Grundsatzes ergaben und e...mehr