Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Abgrenzung der Bewertungsverfahren

1. Unveränderte Systematik des § 11 BewG Rz. 288 Der systematische Aufbau des § 11 BewG hat sich mit dem ErbStRG grundsätzlich nicht geändert. Die Systematik hat sich in der Vergangenheit bewährt. Die Bewertungsansätze sind in den folgenden drei Stufen zu prüfen. Stufe 1: Weiterhin ist der Kurswert der vorrangige Bewertungsansatz (§ 11 Abs. 1 BewG). Stufe 2: Ist ein Kurswert i...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. ErbStR 2011

Rz. 295 Mit den ErbStR 2011 und den dazu gehörenden ErbStH wurde der BV-Erlass vom 17.5.2011 in die Richtlinien integriert, wobei die inhaltlichen Regelungen weitgehend übernommen wurden.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Feststellungslast – Auslegung für Bewertungszeitpunkte nach dem 30.6.2011

a) Bisherige Rechtsauffassung der Finanzverwaltung Rz. 72 Zunächst hatte die Finanzverwaltung dem vereinfachten Ertragswertverfahren im Ergebnis die Funktion eines Regelverfahrens zur Bewertung betrieblicher Vermögen beigemessen und gleichzeitig andere Bewertungsverfahren zugelassen. Die Feststellungslast für ein abweichendes Bewertungsverfahren hatte derjenige zu tragen, de...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / f) Betriebsaufspaltung

Rz. 731 Bei der Bewertung der Anteile an einer aus einer Betriebsaufspaltung hervorgegangenen Betriebsgesellschaft dürfen die Ertragsaussichten nicht unberücksichtigt bleiben. Auch ein Abschlag wegen fehlender eigener Betriebsgrundlagen kommt nicht in Betracht.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Ermittlung des Ertragswerts

1. Berechnungsschema Rz. 15 Aus § 200 BewG ergibt sich die grundsätzliche Berechnungsmethode zur Ermittlung des Ertragswerts im vereinfachten Ertragswertverfahren. Rz. 16 Danach gilt folgendes Rechenschema zur Ermittlung des Ertragswerts: Ertragswert des betriebsnotwendigen Vermögens (§ 200 Abs. 1 BewG) Rz. 17–18 Einstweilen frei. 2. Ertragswert Rz. 19 § 200 Abs. 1 BewG enthäl...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Liquidationsgesellschaft

Rz. 729 Die Aufgabe der Geschäftstätigkeit hat keinen Einfluss auf die handelsrechtliche und auch steuerrechtliche Existenz der Gesellschaft. Bei der Bewertung müssen jedoch die Besonderheiten der Liquidationsgesellschaft berücksichtigt werden. Mangels Ertrags in dem überschaubaren Zeitraum von fünf Jahren deckt sich der Anteilswert regelmäßig mit dem Vermögenswert (R 105 A...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Berliner Verfahren

Rz. 209 Das 1940 entwickelte Berliner Verfahren beruhte auf der Mittelwertmethode, bei der der Unternehmenswert aus dem Mittel von Substanzwert und Ertragswert hergeleitet wird. Das Berliner Verfahren wurde letztmals bei der Vermögensteuerhauptveranlagung 1949 angewendet. Rz. 210–211 Einstweilen frei.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Branchenwechsel eines Unternehmens

Rz. 134 Sofern ein Unternehmen die Branche wechselt, in der es bisher tätig war, dürfte es überwiegend nicht möglich sein, den künftigen Jahresertrag aus den Vergangenheitserträgen der bisherigen Branche abzuleiten. Unter dieser Voraussetzung scheidet die Anwendung des vereinfachten Ertragswertverfahrens wegen der zu erwartenden unzutreffenden Ergebnisse aus.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Zurechnungen und Abrechnungen im Einzelnen

aa) Zurechnungen (R 99 Abs. 1 Nr. 1 ErbStR 2003) Rz. 579 Dem Steuerbilanzgewinn sind insbesondere zuzurechnen Sonderabschreibungen, erhöhte Absetzungen für Abnutzung – AfA – (vgl. hierzu z.B. die erhöhten AfA nach dem Einkommensteuerrecht – § 7a ff. EStG i.V.m. § 8 KStG), Bewertungsabschläge, Zuführungen zu steuerfreien Rücklagen sowie Teilwertabschreibungen. Zu berücksichti...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Vordruckartige Lösung der Vereinfachungsregelung

Rz. 414 Die Vereinfachungsregelung wird in der Praxis vordruckartig gelöst. Dabei wird das nachsehende Rechenschema genutzt:mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Entwicklung

Rz. 212 Erstmals für die Hauptveranlagung der Vermögensteuer und Hauptfeststellung der Einheitswerte der gewerblichen Betriebe 1953 ist das Stuttgarter Verfahren erarbeitet und angewendet worden (Anteilsbewertungs-Richtlinien 1953 vom 14.2.1955 – AntBewR 1953). In Abkehr vom zuvor angewendeten Berliner Verfahren wird als gemeiner Wert nicht mehr der Mittelwert zwischen Vermö...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Immaterielle Wirtschaftsgüter

Rz. 334 Immaterielle Wirtschaftsgüter gehören zum bewertungsrechtlichen Betriebsvermögen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie selbst geschaffen oder entgeltlich erworben wurden. Dazu gehören beispielsweise Patente, Lizenzen, Warenzeichen, Markenrechte, Konzessionen, Bierlieferrechte.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Bedeutung für die Ertragsteuer

1. Bewertungszeitpunkte vor dem 1.1.2009 Rz. 153 Die Frage, ob das vereinfachte Ertragswertverfahren auch bei der Ertragsteuer anzuwenden ist, wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Keine Maßgeblichkeit des § 11 Abs. 2 BewG für die Ertragsteuer bestand nach der ausdrücklichen Regelung des § 11 Abs. 2 Satz 4 BewG für Bewertungszeitpunkte vor dem 1.1.2009. Diese Reg...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Einmalige Veräußerungsverluste

Rz. 42 Die Hinzurechnung von Veräußerungsverlusten setzt die Einmaligkeit des Verlustes voraus. Das bedeutet, der Verlust muss auf einen Geschäftsvorfall zurückzuführen sein, der sich typischerweise nur einmalig ereignet. Resultiert der Verlust aus dem regulären Geschäftsbetrieb des Unternehmens, unterbleibt die Hinzurechnung.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / ii) Rückstellungen

Rz. 358 Rückstellung können in der Vermögensaufstellung abgezogen werden.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / gg) Hypothek

Rz. 355 Hypotheken, die mit einem Betriebsgrundstück in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, sind abzuziehen, soweit sie bei der steuerlichen Gewinnermittlung zum Betriebsvermögen gehören.mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Betriebsvermögen bei Einnahme-Überschuss-Rechnung

Rz. 363 Der Substanzwert ist auch bei nicht bilanzierenden Gewerbetreibenden und freiberuflich Tätigen als Mindestwert anzusetzen. Die Bewertung von einzelnen Wirtschaftsgütern war bei nicht bilanzierenden Gewerbetreibenden und freiberuflich Tätigen bereits bei Bewertungsstichtagen vor dem 1.1.2009 erforderlich. aa) Wirtschaftsgüter und sonstige Ansätze Rz. 364 Der Umfang de...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 10. Ermittlung des gemeinen Wertes in Sonderfällen

a) Anteile ohne Einfluss auf die Geschäftsführung aa) R 101 Abs. 8 ErbStR 2003 Rz. 640 Die Regelbewertung führt zu einem Anteilswert, der einer Beteiligung zukommt, die Einfluss auf die Geschäftsführung der Gesellschaft vermittelt. Dies folgt daraus, dass die Ertragsaussichten aus den künftigen ausschüttungsfähigen Erträgen abgeleitet werden, so dass thesaurierte Erlöse nicht...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Rechtsprechung zum Einfluss auf die Geschäftsführung

Rz. 651 Im Streitfall des Urteils vom 5.7.1968 handelte es sich um eine AG. Am Bewertungsstichtag 31.12.1962 besaß der Hauptaktionär 62 % des Grundkapitals; 9 % befanden sich in der Hand eines weiteren Gesellschafters und der Rest war Streubesitz unter je 5 %. Die Entscheidung führt aus, dass es nicht nur bei Zwerganteilen, sondern auch bei Beteiligungen, die bei AG weniger...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Komplexe Strukturen

Rz. 105 Bei der Konzeption des vereinfachten Ertragswertverfahrens ist eine grundsätzliche Orientierung an dem von den Oberfinanzdirektionen Nordrhein-Westfalens entwickelten Leitfaden erkennbar, der in der Praxis im Wesentlichen in Betriebsprüfungsfällen relevant war. Der Leitfaden und auch das vereinfachte Ertragswertverfahren eignen sich grundsätzlich lediglich für klein...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / L. Anhang 2: Leitfaden der Oberfinanzdirektionen zur Bewertung von (Anteilen an) Kapitalgesellschaften für ertragsteuerliche Zwecke

Rz. 751 Vorbemerkung: Der von der Praxis entwickelte Leitfaden zur Bewertung von (Anteilen an) Kapitalgesellschaften für ertragsteuerliche Zwecke bildete bei der Diskussion über das seit dem 1.1.2009 für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer geltende vereinfachte Ertragswertverfahren eine konzeptionelle Grundlage. Das vereinfachte Ertragswertverfahren nach §§ 199 ff. BewG is...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Schulden und Abzüge

Rz. 365 Die Zugehörigkeit von Schulden und sonstigen Abzüge zum Betriebsvermögen richtet sich bei nicht bilanzierenden Gewerbetreibenden und freiberuflich Tätigen nach R B 103.2 ErbStR 2011: „(1) 1Bei nicht bilanzierenden Gewerbetreibenden und freiberuflich Tätigen sind Schulden und sonstige Abzüge nur zu berücksichtigen, wenn sie in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Ges...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / ee) Organschaftsverhältnis

Rz. 716 Besteht zwischen der Obergesellschaft und der Untergesellschaft ein Organschaftsverhältnis und sind die Anteile an der Untergesellschaft ebenfalls nach dem Stuttgarter Verfahren zu bewerten, so können die Anteile an der Obergesellschaft (dem Organträger) erst bewertet werden, wenn zuvor der gemeine Wert der Anteile an der Untergesellschaft (Organgesellschaft) festst...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Anhaltspunkte für das Vorliegen begründeter Zweifel

Rz. 99 Die Finanzverwaltung hat Anhaltspunkte formuliert, in welchen Fällen vom Vorliegen begründeter Zweifel auszugehen ist. Die beispielhafte Aufzählung der maßgebenden Anhaltspunkte wirft zwar weitere Fragen auf. Dennoch wird erkennbar, wie die Finanzverwaltung grundsätzlich mit dieser Frage umgehen will. Rz. 100 R B 199.1 Abs. 6 ErbStR 2011 hat folgenden Wortlaut: 1Insbes...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Jahreserträge

Rz. 575 Die zur Ermittlung der Ertragsaussichten zugrunde gelegten Jahreserträge (Steuerbilanzgewinne) sind um die Beträge zu erhöhen oder zu mindern, die im Steuerbilanzgewinn nicht berücksichtigt sind. Bei den Zurechnungen handelt es sich um Beträge, die das körperschaftliche Einkommen zwar gemindert haben, tatsächlich aber nicht ausgegeben wurden und deshalb für eine Aus...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Bedeutung des Kapitalisierungsfaktors

Rz. 27 Soweit der Kapitalisierungsfaktor im Einzelfall hoch erscheint, ergeben sich für den Steuerzahler Chancen einer niedrigeren Steuerlast, weil das Bewertungsergebnis des vereinfachten Ertragswertverfahrens nicht nur als Bemessungsgrundlage für die Erbschaft-/Schenkungsteuer von Bedeutung ist. Auch die Frage, ob der Steuerzahler von der Regelverschonung (§ 13a, § 13b Er...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Besondere Umstände

Rz. 135 Wenn aufgrund besonderer Umstände der künftige Jahresertrag nicht aus den Vergangenheitserträgen abgeleitet werden kann, will sich die Finanzverwaltung nicht an die im vereinfachten Ertragswertverfahren ermittelten Werte binden lassen. Derartige Fallgestaltungen sind beispielsweise bei Wachstumsunternehmen ebenso zu erwarten, wie bei branchenbezogenen oder auch allg...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Ableitung des gemeinen Werts aus mehreren Verkäufen oder auch aus einem einzigen Verkauf

Rz. 158 Die Frage, ob das Verfahren zur Ableitung des gemeinen Werts von Aktien und Anteilen an Kapitalgesellschaften auch dann angewandt werden darf, wenn nicht mehrere Verkäufe, sondern nur ein einziger Verkauf in der maßgebenden Zeit vorliegt, war bis zum Ergehen des BFH-Urteils vom 5.3.1986 nicht eindeutig geklärt. Der RFH hat die Auffassung vertreten, dass sich der gem...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Problematik des "offensichtlichen unzutreffenden Ergebnisses"

Rz. 145 Die vom Gesetzgeber vorgesehene Einschränkung des vereinfachten Ertragswertverfahrens auf Fälle, in denen das vereinfachte Ertragswertverfahren nicht zu offensichtlich unzutreffenden Ergebnissen führt, ist verständlicherweise Gegenstand erheblicher Kritik. "Offensichtlich" dürfte lediglich sein, dass sich das recht unbestimmte Tatbestandsmerkmal eines "offensichtlic...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Vorzugsaktien

Rz. 88 Aktien mit gleichen Rechten bilden eine Gattung (§ 11 Satz 2 AktG). Aktiengattungen werden durch die Satzung begründet (§ 23 Abs. 3 Nr. 4 AktG). Aktien verschiedener Gattungen entstehen durch unterschiedliche Ausgestaltung der Mitgliedschaftsrechte. Vorzugsaktien sind im Verhältnis zu Stammaktien eine besondere Gattung. Die Vorrechte der Vorzugsaktien können sich auf...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Gesellschaften mit großem Anteilsbesitz

Rz. 697 Die Anweisungen für Holdinggesellschaften gelten auch für andere Gesellschaften, deren Rohvermögen zu mehr als 75 % aus Aktien und anderen Anteilen besteht. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Anteilsbesitz von inländischen oder ausländischen Gesellschaften handelt und ob die Anteile unmittelbar oder mittelbar, z.B. über eine Personengesellschaft oder über einen...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Zielsetzung der Regelung

Rz. 83 Die Regelung des § 200 Abs. 4 BewG ist auf eine Überlegung zurückzuführen, nach der Wirtschaftsgüter, die innerhalb von zwei Jahren vor dem Bewertungsstichtag in das zu bewertende Unternehmen eingelegt worden sind, nur während eines kurzen Zeitraums dazu beitragen konnten, die Erträge der vergangenen Jahre zu erhöhen. Somit könnte wegen der grundsätzlich vergangenhei...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Absatz 1 Satz 3

Rz. 17 Nach § 25 Abs. 1 Satz 3 ErbStG kann die gestundete Steuer jederzeit auf Antrag des Erwerbers mit ihrem Barwert nach § 12 Abs. 3 BewG abgelöst werden. Aus Sicht des Gesetzgebers handelt es sich bei der Stundung nach § 25 Abs. 1 Satz 2 ErbStG um eine Steuervergünstigung. Theoretisch könnte der Erwerber natürlich auch einfach auf die Stundung verzichten. Regelmäßig dürf...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / ee) Zusammenrechnung bei einer Unterbeteiligung

Rz. 671 Eine atypische Unterbeteiligung an dem Stammanteil einer GmbH ist nicht deshalb ohne Einfluss auf die Geschäftsführung der GmbH, weil nach dem Unterbeteiligungsverhältnis nur der Hauptbeteiligte die Gesellschaftsrechte gegenüber der GmbH ausüben kann. Im Streitfall war gegenüber der Gesellschaft der Hauptbeteiligte allein berechtigt und verpflichtet. Im Innenverhält...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Problematik der Streubreite

Rz. 285 Die Ergebnisse der Wertermittlung weisen bei der Unternehmensbewertung grundsätzlich regelmäßig eine große Streubreite auf, weil das jeweilige Unternehmen hinsichtlich der Chancen und Risiken prognostizierend eingeschätzt werden muss. Diese sich aus der Natur der Sache her ergebende Schwierigkeit besteht erst recht bei jeder vereinfachten Wertermittlungsmethode. Den...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Kaskadeneffekt

Rz. 707 Zum Begriff "Kaskadeneffekt" vgl. Troll Folgendes aus: "Der sog. ‚Kaskadeneffekt‘ ergibt sich bei der Bewertung von GmbH-Anteilen zwangsläufig aus dem System des Stuttgarter Verfahrens, würde sich aber mehr oder weniger bei jeder anderen Bewertungsmethode zeigen, die vom Vermögen und Ertrag der GmbH ausgeht. Dabei handelt es sich um den Fall, daß zum Vermögen der Gmb...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Berechnungsverfahren

Rz. 530 Die jeweilige Fassung der zu den unterschiedlichen Bewertungsstichtagen maßgebenden Regelungen zur Bewertung nicht notierter Aktien und Anteile an Kapitalgesellschaften nach dem Stuttgarter Verfahren bildete ein System von Anordnungen, die im Einzelnen aufeinander abgestimmt, voneinander abhängig sind und in ihrer Gesamtheit ein einheitliches Berechnungsverfahren bi...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / g) Anteile an Kapitalgesellschaften mit ungleichen Rechten

Rz. 732 Die Gesellschafter sind im Allgemeinen nach dem Verhältnis ihrer Anteile am Stammkapital am Vermögen und am Gewinn beteiligt. Die Anteile sind dann mit gleichen Rechten ausgestattet. Durch Gesellschaftsvertrag kann jedoch auch ein anderes Beteiligungsverhältnis vereinbart werden. Die anderweitige Beteiligung kann sich sowohl auf das Vermögen als auch auf den Gewinn ...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Problematik eines einheitlichen Zuschlags

Rz. 21 Nach der Konzeption des vereinfachten Ertragswertverfahrens wird bei allen Branchen ein einheitliches Unternehmerrisiko unterstellt. Diese Annahme ist stark typisierend. Sie wird einer individuellen Unternehmensbewertung nicht gerecht, weil die Risiken in den verschiedenen Branchen äußerst unterschiedlich gestreut sind. Handelt es sich bei dem zu bewertenden Betrieb ...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterungen

mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 204 Der gemeine Wert von Anteilen an Kapitalgesellschaften war für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2009 unter Berücksichtigung des Vermögens und der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft zu schätzen. Hieraus folgte, dass der Wert des Unternehmens zu ermitteln und auf die Anteile umzulegen ist. Dieser gesetzliche Auftrag bedurfte normkonkretisierender Verwaltungsvors...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / e) Komplementär-GmbH

Rz. 730 Bei der Bewertung der Anteile an einer GmbH, die Komplementärin einer GmbH & Co. KG oder an einer KGaA ist, dürfen die Ertragsaussichten der GmbH aus ihrer Beteiligung an der KG nicht außer Betracht bleiben. Erhält die GmbH neben der Kostenerstattung für die Geschäftsführung der KG nur ein Entgelt für die Übernahme des Haftungsrisikos, so ist der gemeine Wert der An...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Nicht betriebsnotwendiges Vermögen

Rz. 26 Zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen gehören solche Wirtschaftsgüter, die aus dem zu bewertenden Unternehmen herausgelöst werden können, ohne die eigentliche Unternehmenstätigkeit zu beeinträchtigen. Sofern Schulden mit diesen Wirtschaftsgütern in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, gehören diese ebenfalls zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen. Der Begriff des n...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Behandlung der Körperschaftsteuer

Rz. 591 Bis zur Körperschaftsteuer-Reform 1977 wurde die nach dem jeweiligen körperschaftsteuerrechtlichen Einkommen veranlagte Körperschaftsteuer zur Ermittlung des Ertragshundertsatzes von dem jeweiligen Einkommen abgezogen (Abschn. 78 Abs. 1 Nr. 2c VStR 1977 und 1980). Rz. 592 Ab 2001 wird diese Anweisung wegen des Übergangs vom Vollanrechnungsverfahren zum Halbeinkünfte...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Aufwendungen auf betrieblichen Grundbesitz

Rz. 410 Abschn. 18 Abs. 3 Nr. 2 BV-Erlass vom 25.6.2009 enthielt anders als Abschn. 5 Abs. 3 Nr. 1 BV-Erlass vom 25.6.2009 keinen Hinweis, dass die Aufwendungen auf betrieblichen Grundbesitz (Grund und Boden, Betriebsgebäude, Außenanlagen, sonstige wesentliche Bestandteile und Zubehör) hinzuzurechnen sind. Dies dürfte dennoch nichts an der Notwendigkeit einer entsprechenden...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Zurechnungen (R 99 Abs. 1 Nr. 1 ErbStR 2003)

Rz. 579 Dem Steuerbilanzgewinn sind insbesondere zuzurechnen Sonderabschreibungen, erhöhte Absetzungen für Abnutzung – AfA – (vgl. hierzu z.B. die erhöhten AfA nach dem Einkommensteuerrecht – § 7a ff. EStG i.V.m. § 8 KStG), Bewertungsabschläge, Zuführungen zu steuerfreien Rücklagen sowie Teilwertabschreibungen. Zu berücksichtigen sind nur die normalen AfA (R 99 Abs. 1 Nr. 1...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / e) Ungeklärte Fragen zur Vereinfachungsregelung

Rz. 415 In diesem Zusammenhang ergeben sich zum Teil offene Fragen bei der zeitanteiligen Berücksichtigung der Korrekturbeträge. Beispiel Ein Gewerbebetrieb ist zum 1.7.2017 zu bewerten. Das Wirtschaftsjahr entspricht im Kalenderjahr. Eine Zwischenbilanz zum 1.7.2017 liegt nicht vor. Der Gewinn für das Wirtschaftsjahr 2017 beträgt 1 000 000 EUR. In dem Gewinn sind für die Mo...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / i) Anteile an gemeinnützigen Kapitalgesellschaften

Rz. 741 Für Anteile an gemeinnützigen Gesellschaften – mit Ausnahme der Wohnungsbaugesellschaften, für die nach dem BMF seit 1989 die Regelbewertung anzuwenden ist – wird der gemeine Wert in der Weise ermittelt, dass der Vermögenswert um einen Abschlag gemindert wird. Dieser Abschlag wird nach Abschn. 82 Abs. 1 VStR 1989 mit 50 % bemessen und nach Abschn. 16 Abs. 1 VStR 199...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Umfang des nicht betriebsnotwendigen Vermögens

Rz. 41 In der Praxis können zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen verschiedene Arten von Wirtschaftsgütern gehören. Dies ist in Abhängigkeit vom jeweiligen Unternehmenszweck unterschiedlich. R B 200 Abs. 2 ErbStR 2011 enthält eine beispielhafte Aufzählung von Wirtschaftsgütern, die zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen gehören können. Danach sind insbesondere Grundstücke, G...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Geschäfts-, Firmenwert oder Praxiswert

Rz. 335 Nach Abschn. 4 Abs. 3 Satz 4 BV-Erlass vom 25.6.2009 gehören auch selbst geschaffene oder entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter (z.B. Patente, Lizenzen, Warenzeichen, Markenrechte, Konzessionen, Bierlieferrechte) ausdrücklich zum Betriebsvermögen. Nach Satz 5 war allerdings der Geschäfts- oder Firmenwert oder der Praxiswert bei der Ermittlung des Subst...mehr