Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / (1) Getrennte Wertermittlung für Vorder- und Hinterland

Rz. 103 Abschn. 8 BewRGr führt hierzu Folgendes aus: „(1) Bei der Ermittlung des Bodenwerts ist eine Grundstücksfläche nur dann in Vorderland und Hinterland aufzuteilen, wenn dies zuvor bei der Ermittlung des durchschnittlichen Werts geschehen ist. Bezieht sich der durchschnittliche Wert dagegen auf die Gesamtfläche, z.B. in der Regel hei Rohbauland, Industrieland, Verkehrsfl...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Höhlengrundstücke

Rz. 109 Zur Bewertung von Grundstücken mit Höhlen haben die Länder wie folgt Stellung genommen: Rz. 110 „Höhlen sind leere, von der Natur selbst geschaffene unterirdische Räume, die nicht als selbständige Grundstücke im Sinne des Bewertungsrechts angesehen werden können. Sie sind vielmehr nur wertbestimmter Faktor für die Bewertung des Grundstücks, auf dessen Bodenwert sich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterungen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Die wesentlichen Bauarbeiten

Rz. 21 Ein Haus oder eine Wohnung kann im Allgemeinen dann als bezugsfertig angesehen werden, wenn die wesentlichen Bauarbeiten durchgeführt sind. Dazu gehört, dass die Türen und Fenster eingebaut, die Anschlüsse für Strom- und Wasserversorgung, Heizung sowie die sanitären Einrichtungen vorhanden sind und die Möglichkeit zur Einrichtung einer Küche besteht. Rz. 22 Erforderlich ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Richtwerte – übliche Grundstücksverhältnisse

Rz. 100 Die Ermittlung des gemeinen Werts der einzelnen Grundstücke durch unmittelbaren Vergleich mit Verkaufspreisen von anderen Grundstücken wird nur selten möglich sein, weil wirkliche Vergleichsobjekte nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Deshalb wird man die durchschnittlichen Werte (die sog. Richtwerte) heranziehen müssen. Die Richtwerte stellen nur Durchs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Besonderheiten und Abweichungen bei der Bewertung der Einzelgrundstücke

Rz. 102 Als Besonderheiten und Abweichungen von den bei Bildung der Durchschnittswerte (Richtwerte) unterstellten Verhältnissen kommen vor allem in Betracht: der Anteil des Vorderlandes und des Hinterlandes, die besondere Lage des Grundstücks, z.B. die Ecklage, die Größe, der Zuschnitt, die Oberflächenbeschaffenheit und der Baugrund. Diese Besonderheiten müssen bei der Able...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 33 Die Art eines unbebauten Grundstücks hat eine besondere Bedeutung für die Höhe des Wertes des Grundstücks. Ein baureifes Grundstück ist wertvoller als ein noch nicht erschlossenes unbebautes Gelände. Vor jeder Wertermittlung ist deshalb die Art (Eigenschaft) des unbebauten Grundstücks festzustellen, insbesondere, ob es sich um Rohbauland, baureifes Land, Industrielan...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Bewertungsgrundlagen: Kaufpreissammlung, durchschnittliche Werte (= Durchschnittswerte, Richtwerte)

Rz. 87 Die Bewertung des Grund und Bodens ist eine der schwierigsten Aufgaben einer Grundstücksbewertung. Deshalb haben die Finanzverwaltungen der Länder diesem Problem von jeher ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So wurden u.a. im Jahre 1956/57 zur Vorbereitung einer Neubewertung des Grundbesitzes umfangreiche Bodenwert-Richtlinien als übereinstimmende Ländererlasse h...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / (2) Wertermittlung bei Eckgrundstücken

Rz. 104 Abschn. 9 BewRGr führt hierzu Folgendes aus: „(1) Bei Eckgrundstücken ist in der Regel von dem höheren der Werte auszugehen, die für die begrenzenden Straßen gelten. (2) Eckgrundstücke können wertvoller, aber auch geringwertiger als Reihengrundstücke sein. Ein höherer Wert ist in erster Linie durch die größere bauliche Ausnutzbarkeit der Eckgrundstücke begründet. Bei E...mehr

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Frotscher/Geurts, EStG § 6b... / 4.2.3 Gebäude

Rz. 51 Einkommensteuerrechtlich können Grund und Boden und aufstehende Gebäude als jeweils selbstständige Wirtschaftsgüter ein getrenntes Schicksal erleiden. Davon geht auch § 6b EStG aus, wonach Gewinne aus der Veräußerung von Gebäuden wegen deren kürzerer Nutzungsdauer nicht aufgrund und Boden übertragen werden dürfen. Für den Begriff des Gebäudes sind die Abgrenzungsmerkma...mehr

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Frotscher/Geurts, EStG § 7g... / 2.2.2 Bewegliches Wirtschaftsgut des Anlagevermögens (§ 7g Abs. 1 S. 1 EStG)

Rz. 21 Erforderlich ist die Anschaffung oder Herstellung eines beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens. Der Investitionsabzugsbetrag wird so auch für gebrauchte (bewegliche) Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens gewährt. Ein Investitionsabzugsbetrag ist allerdings nur für Wirtschaftsgüter, die im Jahr der Anschaffung und im folgenden Wirtschaftsjahr in einem inländisc...mehr

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Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / c) Wohnteil eines Betriebs der LuF (§ 10 Abs 1a Nr 2 S 3 EStG)

Rn. 512 Stand: EL 123 – ET: 08/2017 Abw vom eigentlich betrieblichen Kernbereich der begünstigen Vermögensübertragung lässt § 10 Abs 1a S 3 EStG explizit auch den Teil der Versorgungsleistungen, der dem – grundsätzlich steuerliches PV darstellenden – Wohnteil des luf Vermögens zuzurechnen ist, als SA zu. Diese Regelung ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Übertragung de...mehr

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Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / A. Begriff der SA

Rn. 1 Stand: EL 123 – ET: 08/2017 SA sind nach § 10 Abs 1 EStG Ausgaben des StPfl, die nicht durch die Einkunftserzielung veranlasst sind u daher weder BA noch WK sind o wie BA o WK behandelt werden. § 10 Abs 1 EStG enthält damit keine Legaldefinition des Begriffs der SA, sondern grenzt den SA-Begriff lediglich negativ ab. Auch durch Auslegung der einzelnen SA-Tatbestände des...mehr

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Frotscher/Geurts, EStG § 7g... / 2.1.1.1 Allgemeines

Rz. 11 Anspruchsberechtigt sind – wie bei der Sonderabschreibung gem. § 7g Abs. 1 EStG – Kapitalgesellschaften, natürliche Personen und Personengesellschaften. In Anspruch nehmen können den Investitionsabzugsbetrag bilanzierende Gewerbetreibende/Freiberufler, bei denen das Betriebsvermögen 235.000 EUR nicht übersteigt (§ 7g Abs. 1 S. 2 Nr. 1a EStG); bei Gewinnermittlung durch...mehr

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Güterrecht / 3.4.40 Wohnrecht

Rz. 183 Dass einem Ehegatten an einem Grundstück eingeräumte Wohnrecht ist ebenfalls als rechtlich geschützte Position mit wirtschaftlichem Wert im Rahmen des Zugewinnausgleichs zu berücksichtigen. Bei der Bewertung ist von dem Mietwert auszugehen, der unter Berücksichtigung der Lebenserwartung des Berechtigten zu kapitalisieren ist. Der Zeitwert künftiger Leistungen ist mit...mehr

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Elternunterhalt / 7.4.1 Schenkungsrückforderungen

Hat der Elternteil in der Vergangenheit etwas verschenkt, zählt das Verschenkte zwar nicht mehr zu seinem verwertbaren Vermögen. Gemäß § 528 Abs. 1 Satz 1 BGB kann jedoch jeder Schenker von dem Beschenkten die Schenkung zurückfordern, soweit der Schenker nach Vollziehung der Schenkung außerstande ist, seinen angemessenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aus diesem Grunde kann ...mehr

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Elternunterhalt / 8.4.1 Schonvermögen für die eigene Altersabsicherung

Die eigene Altersvorsorge des unterhaltspflichtigen Kindes hat Vorrang vor der Verpflichtung zur Zahlung von Elternunterhalt. Aus diesem Grunde ist anerkannt, dass dem Kind ein verschontes Vermögen für seine eigene Altersvorsorge verbleiben muss. Bei der Bestimmung der Höhe des Altersvorsorgeschonvermögens gibt es keine festen Werte, die herangezogen werden können. Vielmehr ...mehr

Kommentar aus Steuer Office Kanzlei-Edition
Schwarz/Pahlke, AO § 38 Ent... / 2.1.2 Bedingungen

Rz. 7 Rechtsgeschäfte, die einen Steuertatbestand verwirklichen, können von einer Bedingung, d. h. einem zukünftigen ungewissen Ereignis, abhängig gemacht werden. Bei einer aufschiebenden Bedingung tritt die von der Bedingung abhängig gemachte Wirkung des Rechtsgeschäfts erst mit dem Eintritt der Bedingung ein. Bei einer auflösenden Bedingung endigt die Wirkung des Rechtsges...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Nach Erbfall aufgetretener Gebäudeschaden: kein Abzug der Reparaturauf­wendungen als Nachlassverbindlichkeit

Leitsatz Aufwendungen zur Beseitigung von Schäden an geerbten Gegenständen wie Grundstücken oder Gebäuden, deren Ursache vom Erblasser gesetzt wurde, die aber erst nach dessen Tod in Erscheinung treten, sind nicht als Nachlassverbindlichkeiten abziehbar. Normenkette § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG Sachverhalt Der Kläger erbte im Frühjahr ein Hausgrundstück. Im Herbst zeigte sich ein ...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 7. Bruttoerträge aus aktiven Tätigkeiten

Rz. 621 Literatur GOCKE, Der Begriff "Bruttoerträge" im Außensteuerrecht, BB 1973, 887; MEILICKE, Der Begriff der Bruttoerträge im Außensteuerrecht, FR 1985, 318. ‥ und ihre Bruttoerträge ausschließlich oder fast ausschließlich aus den unter Absatz 1 Nr. 1 bis 6 fallenden Tätigkeiten bezieht‥ Bruttoerträge aus fast ausschließlich aktiven Tätigkeiten. § 8 Abs. 2 Nr. 1 aF fordert...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 1. Allgemeines

Rz. 601 Zeitliche Anwendung. § 8 Abs. 2 aF war erstmals auf Wirtschaftsjahre ausländischer Zwischengesellschaften anzuwenden, die entweder am 31.12.1971 oder im Veranlagungs- bzw. Erhebungszeitraum 1972 endeten. Die Vorschrift war letztmals auf Wirtschaftsjahre ausländischer Zwischengesellschaften anzuwenden, die vor dem 1.1.2001 begannen (§ 21 Abs. 7 Satz 6). Die entspreche...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / II. Allgemeiner Inhalt

Rz. 11 Einkünfte der ausländischen Gesellschaft. Während § 7 den Grundtatbestand der Hinzurechnungsbesteuerung einerseits und die an die Steuerinländer als Steuersubjekt anknüpfenden persönlichen Tatbestandsvoraussetzungen andererseits umschreibt, stehen die Einkünfte der ausländischen Gesellschaft und ihre Besteuerung im ausländischen Sitzstaat als Besteuerungsgegenstand im...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (Ausnahmeregelung nur zu § 8 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a, die wiederum zu Einkünften aus aktivem Erwerb führt)

Rz. 222 Funktionsnachweis. Wegen der Nachweispflicht des Stpfl. wird auf Anm. 137 verwiesen. Die in der Ausnahmeregelung angesprochene ausländische Gesellschaft muss eine solche i.S. des § 7 Abs. 1 sein (vgl. § 7 AStG Anm. 10). Der Begriff der Mitwirkung entspricht dem des § 8 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5, weshalb auf Anm. 143 ff. verwiesen wird. Bisher wurden Musterfälle zur Mitw...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / I. Absetzungsvoraussetzungen (Absatz 1)

Rz. 6 Der Begriff „beantragt” kann nicht i.S. eines förmlichen Antrages auf Absetzung bestimmter Betriebsausgaben, Werbungskosten, Schulden oder sonstiger Posten verstanden werden. Richtigerweise ist unter "beantragen" das bloße Geltendmachen irgendwelcher Abzugsbeträge zu fassen. Unter Geltendmachen ist im weitesten Sinne jedes Verhalten des Stpfl. gegenübe...mehr

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Verdeckte Gewinnausschüttun... / 2.8 Ansatz der vGA als Beteiligungsertrag beim Gesellschafter

Hält der Gesellschafter seine Beteiligung im Privatvermögen, ist die vGA im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen anzusetzen. Beim Gesellschafter unterliegen vGA der Abgeltungssteuer i. H. v. 25 %. Kapitalerträge, die nicht der Kapitalertragsteuer von 25 % unterlegen haben, sind in der Einkommensteuererklärung anzugeben und werden im Rahmen der Veranlagung nachversteuert....mehr

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Verdeckte Gewinnausschüttun... / 4 Beispielsfälle

Praxis-Beispiel Unentgeltliche Lieferung an den Gesellschafter Die X-GmbH liefert Waren an ihren Gesellschafter X unentgeltlich. Der gemeine Wert der Ware beträgt 14.280 EUR; der Einkaufspreis im Zeitpunkt des Umsatzes 7.500 EUR netto. Umsatzsteuerlich handelt es sich um eine unentgeltliche Wertabgabe. Bemessungsgrundlage gem. § 10 Abs. 4 Nr. 1 UStG ist der Einkaufspreis im Ze...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Gesetzestechnische Systematik erscheint problematisch

Rz. 170 Die bereits mit dem ErbStRG getroffene Entscheidung des Gesetzgebers, die Bewertung der betrieblichen Vermögen nicht in einem eigenen Abschnitt des Bewertungsgesetzes – wie dies beispielsweise beim Grundvermögen erfolgt ist – zu regeln, sondern weit gehend die bisher bekannten Vorschriften zu überarbeiten, hat systematisch weder zur Übersichtlichkeit beigetragen, no...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Ertragswert

Rz. 19 § 200 Abs. 1 BewG enthält lediglich die grundsätzliche Formel zur Ermittlung des Ertragswerts. Hinsichtlich der Einzelheiten zur Ermittlung des Jahresertrags und des Kapitalisierungsfaktors verweist § 200 Abs. 1 BewG auf die §§ 201 bis 203 BewG. Abschließend regelt § 200 Abs. 1 BewG nur die Behandlung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens und die mit diesen in wirts...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Urteil FG Münster vom 15.1.2015

Rz. 490 Das FG Münster hat mit Urteil vom 15.1.2015 entschieden, dass Wertpapiere, die Rechte der Einleger (Anteilinhaber) gegen eine Kapitalgesellschaft oder einen sonstigen Fonds verbriefen (Anteilscheine), auch dann nach § 11 Abs. 4 BewG mit dem Rücknahmepreis anzusetzen sind, wenn der Tagesschlusskurs an der Stuttgarter Börse geringer ist als der Rücknahmepreis. Nach de...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Neue Auslegung der "Kann-Vorschrift" des § 199 BewG

Rz. 74 Von dieser Auffassung ist die Finanzverwaltung mit BV-Erlass vom 17.5.2011 abgerückt. Anlass für die Änderung der Rechtsauffassung waren auch die Bemühungen der Finanzverwaltung, die Bewertungsregelungen des Bewertungsgesetzes einheitlich bei allen Steuerarten anzuwenden. Rz. 75 Im Ergebnis wird – jedenfalls für Bewertungszeitpunkte nach dem 30.6.2011 – der Wortlaut ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Gesetzgeber sollte Klarheit schaffen

Rz. 512 Der Ansatz mit dem Kurswert im Falle eines rückabgewickelten Immobilienfonds, dessen Anteile nicht mehr an die Fondgesellschaft zurückgegeben werden können, entspricht nach hiesiger Auffassung dem gesetzgeberischen Anliegen beim Zustandekommen des Bewertungsgesetzes. Rz. 513 Die Regelung zur Bewertung von Anteilscheinen an Investmentfonds wurde mit dem Bewertungsges...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Umfang des Betriebsvermögens nach ertragsteuerlichen Grundsätzen

Rz. 28 Die Zugehörigkeit der Wirtschaftsgüter und Schulden zum Betriebsvermögen richtet sich nach ertragsteuerlichen Grundsätzen (§ 95 Abs. 1, §§ 96, 97, 151 Abs. 1 Nr. 2 BewG). Nach Wegfall des § 99 Abs. 2 BewG gilt dies auch hinsichtlich des Umfangs der Zugehörigkeit von Grundstücken zum Betriebsvermögen. Demnach kann auch ein Grundstücksteil zum Betriebsvermögen gehören,...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 7. Feststellung des gemeinen Werts nach § 151 Abs. 1 BewG

Rz. 55 Wirtschaftsgüter des nicht betriebsnotwendigen Vermögens, für die ein gemeiner Wert nach Maßgabe des § 151 Abs. 1 BewG festzustellen ist, sind mit dem festgestellten Wert anzusetzen. Insoweit ergeben sich grundsätzlich keine besonderen Schwierigkeiten bei Grundstücken (Feststellung des gemeinen Werts nach § 151 Abs. 1 Nr. 1 BewG) beim Betriebsvermögen von Gewerbebetrie...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Unveränderte Systematik des § 11 BewG

Rz. 288 Der systematische Aufbau des § 11 BewG hat sich mit dem ErbStRG grundsätzlich nicht geändert. Die Systematik hat sich in der Vergangenheit bewährt. Die Bewertungsansätze sind in den folgenden drei Stufen zu prüfen. Stufe 1: Weiterhin ist der Kurswert der vorrangige Bewertungsansatz (§ 11 Abs. 1 BewG). Stufe 2: Ist ein Kurswert i.S.d. § 11 Abs. 1 BewG nicht vorhanden (...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Feststellung des gemeinen Werts nach § 151 Abs. 1 BewG

Rz. 112 Wirtschaftsgüter des jungen Betriebsvermögens, für die ein gemeiner Wert nach Maßgabe des § 151 Abs. 1 BewG festzustellen ist, sind mit dem festgestellten Wert anzusetzen. Insoweit ergeben sich grundsätzlich keine besonderen Schwierigkeiten bei Grundstücken (Feststellung des gemeinen Werts nach § 151 Abs. 1 Nr. 1 BewG) beim Betriebsvermögen von Gewerbebetrieben (Fests...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Rechtsverordnung versus Gesetz

Rz. 1 Die Ermittlung des Jahresertrags sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung mit Zustimmung des Bundesrats in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden. Rz. 2 Vgl. § 199 BewG Anm. 1 bis 6.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Feststellung des gemeinen Werts nach § 151 Abs. 1 BewG

Rz. 74 Für Beteiligungen ist der gemeine Wert nach Maßgabe des § 151 Abs. 1 BewG festzustellen. Sie sind mit dem festgestellten Wert anzusetzen. Dies gilt für Anteile am Betriebsvermögen von Personengesellschaften (Feststellung des gemeinen Werts nach § 151 Abs. 1 Nr. 2 BewG) sowie für Anteile an Kapitalgesellschaften (Feststellung des gemeinen Werts nach § 151 Abs. 1 Nr. 3 B...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Regelung in einer Rechtsverordnung vorgesehen

Rz. 1 Die Bewertung des betrieblichen Vermögens sollte zunächst in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Dazu hatte die Bundesregierung am 8.2.2008 einen Diskussionsentwurf für eine Verordnung zur Durchführung des § 11 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes (Anteils- und Betriebsvermögensbewertungsverordnung) vorgelegt. Diese Verordnung sollte die Anwendung eines vereinfachten Ert...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Gleich lautende Ländererlasse vom 25.6.2009

Rz. 290 Die Finanzverwaltung hat zur Bewertung des betrieblichen Vermögens zunächst mit gleich lautenden Erlassen vom 25.6.2009 zur Anwendung der §§ 11, 95 bis 109 und 199 ff. BewG i.d.F. durch das ErbStRG (BV-Erlass vom 25.6.2009) Stellung genommen. Rz. 291 Nach Abschn. 1 BV-Erlass gelten diese Erlassregelungen nur bei der Bewertung für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertungszeitpunkte nach dem 31.12.2008 und vor dem 1.7.2011

Rz. 155 Der für Bewertungszeitpunkte nach dem 31.12.2008 geltende Wortlaut des § 11 Abs. 2 BewG hat die bisherige Ausnahmeregelung für die Ertragsteuer nicht übernommen. Damit stellte sich die Frage der Maßgeblichkeit des § 11 Abs. 2 BewG für die Ertragsteuer erneut. Mit dem BV-Erlass vom 25.6.2009 hatte die Finanzverwaltung ihre bisherige Haltung zunächst fortgeführt und a...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Maßgeblichkeit bei der Erbschaft-/Schenkungsteuer (vor dem 1.1.2009)

Rz. 524 Bei der Erbschaft-/Schenkungsteuer bestand für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2009 eine Bindung an das Stuttgarter Verfahren. Sie ergab sich aus § 1 Abs. 1 BewG, weil danach die allgemeinen Bewertungsvorschriften (§§ 2 bis 16 BewG) für alle öffentlich-rechtlichen Abgaben gelten, die durch Bundesrecht geregelt sind, soweit sie durch Bundes- oder Landesfinanzbehörden...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Rechtsverordnung versus Gesetz

Rz. 1 Die Bewertung des betrieblichen Vermögens sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden. Rz. 2 Vgl. § 199 BewG Anm. 1.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Rechtsverordnung versus Gesetz

Rz. 1 Die Ermittlung des Jahresertrags sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung mit Zustimmung des Bundesrats in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden. Rz. 2 Vgl. § 199 BewG Anm. 1.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 11. ErbStR 2011

Rz. 25 Der BV-Erlass vom 17.5.2011 ist zwischenzeitlich in die ErbStR 2011 und die dazu gehörenden ErbStH übernommen worden. Die Regelungen des BV-Erlasses vom 17.5.2011 sind dabei den jeweiligen Paragrafen des Bewertungsgesetzes zugeordnet worden, sodass die Richtlinien lediglich zu den §§ 199 ff. BewG zusammenhängend dargestellt werden. Rz. 26–27 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Investmentzertifikate (§ 11 Abs. 4 BewG)

Rz. 113 Wertpapiere, die Rechte der Einleger (Anteilsinhaber) gegen eine Kapitalanlagegesellschaft oder einen sonstigen Fonds verbriefen (Anteilscheine, Investmentzertifikate), sind mit dem Rücknahmepreis am Bewertungsstichtag anzusetzen (§ 11 Abs. 4 BewG; s. auch oben Anm. 31). Rücknahmepreis ist der Betrag, den die Kapitalgesellschaft bei Rückgabe der Anteile nach den Ver...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Betragsmäßige Zuordnung der Wertanteile problematisch

Rz. 350 In der Praxis können sich bei der Aufteilung des Grundbesitzwerts in einen zum Betriebsvermögen und einen zum Grundvermögen gehörenden Anteil Schwierigkeiten ergeben, weil das maßgebende Aufteilungsverhältnis unklar sein kann. Bei der ertragsteuerlichen Zuordnung von Grundstücken zum Betriebsvermögen wird in der Praxis häufig das Flächenverhältnis zu Grunde gelegt. ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / A. Entstehung der Vorschrift

Rz. 1 Die Bewertung von Wertpapieren und Anteilen war ursprünglich in § 141 AO vom 13.12.1919 geregelt. Diese Vorschriften sind durch VO vom 1.12.1930 unverändert in das BewG (§ 15) und anschließend unter unwesentlicher Änderung in das BewG 1934 (§ 13) übernommen worden. Durch das ÄndG-BewG vom 10.8.1963 wurde mit Abs. 1 die Bewertung der notierten Wertpapiere genauer gerege...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Rechtsgrundlagen

Rz. 13 Die Finanzverwaltung hat die Regelungen zu § 200 BewG zunächst mit Abschn. 20 BV-Erlass vom 25.6.2009 erläutert. Die gleich lautenden Erlasse wurden 2011 überarbeitet, um die Anwendung des vereinfachten Ertragswertverfahrens auch für Zwecke der Ertragsteuer zu ermöglichen. Seitdem enthält Abschn. 20 BV-Erlass vom 17.5.2011 die Erläuterungen der Finanzverwaltung zur A...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Bewertungszeitpunkte vor dem 1.1.2009

Rz. 153 Die Frage, ob das vereinfachte Ertragswertverfahren auch bei der Ertragsteuer anzuwenden ist, wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Keine Maßgeblichkeit des § 11 Abs. 2 BewG für die Ertragsteuer bestand nach der ausdrücklichen Regelung des § 11 Abs. 2 Satz 4 BewG für Bewertungszeitpunkte vor dem 1.1.2009. Diese Regelung war durch das SEStEG in das Bewert...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ff) Bilanzposten i.S.d. § 137 BewG

Rz. 354 Bilanzposten i.S.d. § 137 BewG sind bei der Ermittlung des Substanzwerts nicht anzusetzen. Somit gehören das Sonderverlustkonto, das Kapitalentwertungskonto das Beteiligungsentwertungskonto als Bilanzposten nach dem D-Markbilanzgesetz nicht zum bewertungsrechtlichen Betriebsvermögen. Die Identität zwischen der Steuerbilanz und der Vermögensaufstellung wird bei den Bi...mehr