Umfrageergebnisse von STAX 2024 ausgewertet
Wie kalkulieren Steuerberater ihre Leistungen? Wie groß sind die Teams in den Kanzleien? Für welche Kosten müssen Steuerberater aufkommen? Diese und weitere Fragen beantworten die aktuellen Ergebnisse. Bei der Befragung stellte die BStBK die beiden Schwerpunktthemen "Digitalisierung" und "Fachkräftemangel" inhaltlich in den Mittelpunkt.
Digitalisierung hat hohe Priorität
BStBK-Präsident Prof. Dr. Hartmut Schwab hebt hervor: "Für uns ist besonders erfreulich, dass eine digitalisierte Kanzlei für unseren Berufsstand weiterhin eine hohe Priorität hat. So konnten Steuerberater die Digitalisierung in den letzten Jahren deutlich voranbringen – und planen bereits weitere Schritte. In Zukunft sollen vor allem neue digitale Technologien wie die Referenzierung auf Belege oder KI-Chatbots implementiert werden." Beim Thema "Künstliche Intelligenz" sind die meisten Befragten der Auffassung, dass diese ihren Beruf stark verändern wird, ohne den Steuerberater selbst überflüssig zu machen.
Zwar sehen sich die Befragten auch mit Hindernissen wie hohem organisatorischen Aufwand oder internen Widerständen konfrontiert, aber die Vorteile einer digitalisierten Kanzlei überwiegen. Die größten Treiber der Digitalisierung sind mögliche Effizienzgewinne bspw. beim Datenaustausch mit externen Partnern – also Mandanten, Finanzämtern oder Banken – und bei der Abwicklung interner Prozesse. Aber auch die gewonnene Flexibilität, wie den ortsunabhängigen Zugriff auf Daten und das Arbeiten im Homeoffice, nehmen Steuerberater besonders positiv wahr.
Zudem zeigen die Ergebnisse einen weiteren Vorteil: "Je höher der Digitalisierungsgrad der Kanzlei, desto positiver die Umsatzentwicklung. Weitere Digitalisierungsschritte sind also eine Investition in die Zukunft. Hierbei unterstützen wir den Berufsstand tatkräftig und treiben digitale Leuchtturmprojekte wie die Steuerberaterplattform mit neuen Use-Cases voran", so Prof. Schwab.
Fachkräftemangel verschärft sich
Während die Digitalisierung in der Steuerberatung Fortschritte macht, verschärft sich der Fachkräftemangel. Dabei versuchten die Befragten in den letzten Jahren, vor allem Steuerfachangestellte und Steuerberater für ihre Teams zu gewinnen. Insgesamt konnten sie nur rund 40 Prozent aller offenen Stellen in Einzelkanzleien und knapp 70 Prozent aller offenen Stellen in Berufsausübungsgesellschaften besetzen. Häufig scheiterte die Besetzung an fehlenden Bewerbern bzw. an der fehlenden Eignung der Bewerber.
"Diese Entwicklung haben wir als BStBK im Blick und engagieren uns auf vielfältige Weise gegen den Fachkräftemangel. Zwei wichtige Bausteine: Die Weiterentwicklung der Steuerberaterprüfung und unsere Fachkräfteinitiative, die den Beruf des Steuerfachangestellten bewirbt. Beides treiben wir auch 2025 voran", so Prof. Schwab.
Fast 6.000 Berufsangehörige nahmen an der Online-Umfrage teil – das entspricht einer Rücklaufquote von über 25 Prozent. Die Sonderauswertungen zur Digitalisierung und zum Fachkräftemangel in der Steuerberatung sowie ausgewählte STAX-Ergebnisse sind unter www.bstbk.de verfügbar.
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