Der Autor gibt in diesem Werk einen Überblick über das gesamte Presse- und Medienrecht, namentlich in den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen, Internet und Social Media. Hierbei werden die Grundkenntnisse zu den Eckpfeilern dieses durchaus weitreichenden Rechtsgebiets anhand von zahlreichen Praxisbeispielen anschaulich erläutert. Jeder Jurist weiß zumindest aus dem Studium noch, was Meinungsfreiheit bedeutet. Wo hierbei die Grenzen verlaufen, zeigt der Autor bereits im 2. Kapitel (nach einer kurzen Einführung in Kapitel 1). Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis verrät, dass zwischen Tatsachen- und Meinungsäußerungen zu unterscheiden ist und, dass in beiden Fällen jeweils diverse Grenz- bzw. Spezialfälle existieren. Mit Blick auf die einschlägigen Normen findet sich eine beeindruckende Mischung aus BGB, TMG, GG, IFG, NetzDG, StGB, UrhG oder auch KUG. Es wird deutlich, wie breit gefächert das Presse- bzw. Medienrecht ist. Das Werk orientiert sich daher inhaltlich an einzelnen Vorgängen in den Medien: Von der eigentlichen Berichterstattung über die Recherche, das Schalten von Werbeanzeigen, das Urheberrecht von Autoren und das Verlagsrecht bis hin zu Folgen von Rechtsverletzungen finden sich die jeweiligen juristischen Teilaspekte fein säuberlich sortiert und aufbereitet. Man merkt daran deutlich, dass der Autor nicht nur Rechtsanwalt, sondern auch gelernter Journalist ist. Ein Glossar mit den wichtigsten, oft verwechselten Begriffen aus Justiz- und Gerichtsberichterstattung rundet diesen gelungenen Überblick über die spannende, umfangreiche Materie des Presserechts ab. Im Anhang des Buchs finden sich dann noch gesammelte Glossen und Beiträge rund um das Thema, u.a. gibt es Beiträge zum berühmt-berüchtigten „Erdogan-Gedicht” von Jan Böhmermann.

RA Michael Rohrlich, Würselen

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