Cordula Schah-Sedi
, Michel Schah-Sedi
Rz. 244
Von einer Arthrose spricht man, wenn eine chronische Erkrankung des Gelenks vorliegt durch Abnahme des Gelenkknorpels. Der Gelenkknorpel erneuert sich ab dem 18. Lebensjahr nicht mehr, da er keine Nerven hat. Wie bereits bei den Achsfehlstellungen erörtert, ist Hauptgrund der Arthrose eine Schiefhaltung des Körpers, wie sie bei Achsfehlstellungen der Fall ist, aber auch bei Verletzungen der Gelenkflächen anlässlich eines Bruchs, eines Knorpelschadens oder eines Bänderschadens. Von daher ist immer bei derartigen Verletzungen automatisch an die Folgen einer Arthrose zu denken.
Rz. 245
Eine Arthrose kann sich grundsätzlich in jedem Gelenk bilden. Häufig tritt sie jedoch beim Sprunggelenk auf, beim Knie und bei der Hüfte. Das Problem der Arthrose wird, wenn über eventuelle noch eintretende Dauerschäden geredet wird, seitens der Versicherer oftmals heruntergespielt. Je nachdem, wie schwer die Arthrose ist und welches Gelenk betroffen ist, kann es hierbei jedoch zu erheblichen Problemen kommen, die erhebliche Auswirkungen auf Beruf und Alltag haben.
Rz. 246
Bei einer beginnenden Arthrose kann es zunächst bei leichten Schmerzen verbleiben mit gewissen Funktionsbeeinträchtigungen der Gelenke. Es kann jedoch auch später eine Endoprothese erforderlich werden: ein künstliches Gelenk, wie dies häufig beim Knie und bei der Hüfte geschieht. Oder es wird zu einer Arthrodese kommen, welches das Endstadium einer Arthose ist, d.h. es kommt zu einer Gelenksversteifung, wie dies häufig beim Sprunggelenk, beim Ellenbogengelenk, beim Schultergelenk oder bei der Wirbelsäule der Fall ist.
Rz. 247
Sowohl die Endoprothese als auch die Arthrodese haben erhebliche Auswirkungen für den Beruf und für den Alltag. Das Thema Arthrose darf daher keinesfalls kleingeredet werden, denn wenn die Abfind...