11.12.2025
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8 Min.
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So erstellt HR 2026 Dokumente – Leitfaden für Personalabteilungen

Antonia Diederich
Antonia Diederich
Content Marketing Managerin & HR Redakteurin
So erstellt HR 2026 Dokumente – Leitfaden für PersonalabteilungenSo erstellt HR 2026 Dokumente – Leitfaden für Personalabteilungen

Wie können HR-Abteilungen 2026 sicherstellen, dass ihre Dokumente nicht nur rechtssicher, sondern auch effizient und fehlerfrei erstellt werden? Mit den steigenden Anforderungen durch die Digitalisierung und Compliance-Richtlinien wird die manuelle Dokumentenerstellung zunehmend zum Hindernis. Künftig bilden automatisierte und digitale Workflows die Grundlage moderner Personalprozesse. Worauf es also in diesem Jahr wirklich ankommt und wie Sie sich mit smarten Lösungen zukunftsfähig und rechtssicher aufstellen können, lesen Sie hier.

Überblick über die wichtigsten HR-Dokumente: Von Aufhebungsvertrag bis Zusatzvereinbarung

HR-Dokumente sind das Fundament jeder Personalabteilung. Sie begleiten Mitarbeitende durch jede Phase ihres Arbeitsverhältnisses – von der Einstellung über die Entwicklung bis hin zum Austritt – und stellen sicher, dass rechtliche sowie organisatorische Anforderungen jederzeit erfüllt werden.

Zu den wichtigsten Unterlagen gehören:

  • Arbeitsvertrag: Regelt zentrale Aspekte wie Vergütung, Arbeitszeit und Urlaub.
  • Zusatzvereinbarungen: Homeoffice-Regelungen, Überstunden-Regelungen, Abrufarbeit.
  • Abwesenheitsbescheinigung & Urlaub: Urlaub, Vereinbarung von unbezahltem Urlaub, Mutterschutz.
  • Abmahnung: Dient als formelle Warnung zur Wahrung arbeitsrechtlicher Vorgaben.
  • Zeugnis: Dokumentiert Leistungen und Qualifikationen für die berufliche Zukunft.
  • Aufhebungsvertrag: Ermöglicht eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
  • Kündigungsschreiben: Beendet Arbeitsverhältnisse rechtssicher.

Welche Neuerungen HR 2026 berücksichtigen muss

Auch 2026 bleibt die rechtskonforme Erstellung von Arbeitsverträgen, Nachweisen und Vereinbarungen anspruchsvoll. Aktuelle Entwicklungen wie die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns sowie das zum 1. Januar 2026 in Kraft getretene Aktivrentengesetz zeigen, wie dynamisch sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändern. Wir werfen einen Blick auf ausgewählte Neuerungen und ihre Auswirkungen auf HR-Dokumente.

Welche gesetzlichen Änderungen gelten in 2026? 

Änderung des Nachweisgesetzes: Textform statt Schriftform

Seit dem 01. Januar 2025 erlaubt das Nachweisgesetz (§126b,BGB), dass Dokumente über wesentliche Vertragsbedingungen in Textform erstellt werden. Ein Vertrag auf Papier und eine handschriftliche Unterschrift sind nicht mehr notwendig. Stattdessen kann ein Arbeitsvertrag digital als PDF verschickt werden, solange er speicherbar ist und der Empfang bestätigt wurde. Ausgenommen sind Kündigungen und Aufhebungsverträge – hier gilt weiter Papierpflicht.

Welche Neuerungen wird es 2026 (voraussichtlich) geben?

Einige relevante arbeitsrechtliche Neuerungen sind bereits in Kraft getreten und müssen in der HR-Praxis unmittelbar berücksichtigt werden. Dazu zählen insbesondere Anpassungen im Nachweisgesetz, die den digitalen Umgang mit Arbeitsbedingungen erleichtern, die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns sowie das Aktivrentengesetz, das neue Rahmenbedingungen für die Weiterbeschäftigung von Personen im Rentenalter schafft.

Änderung des Nachweisgesetzes: Textform statt Schriftform

Seit dem 01. Januar 2025 können die wesentlichen Vertragsbedingungen nachdem Nachweisgesetz grundsätzlich auch in Textform bereitgestellt werden. Ein Vertrag auf Papier und eine handschriftliche Unterschrift sind nicht mehr in allen Fällen notwendig. Stattdessen kann ein Arbeitsvertrag digital als PDF verschickt werden, solange er speicherbar ist und der Empfang bestätigt wurde. Ausgenommen sind Kündigungen und Aufhebungsverträge – hier gilt weiter Papierpflicht. Die digitale Bereitstellung und Bearbeitung von bestimmten Unterlagen wird damit deutlich erleichtert – auch in 2026.

Steigender Mindestlohn ab 2026

Seit dem 01. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 EUR brutto pro Stunde. Die Geringfügigkeitsgrenze für Minijobs wird angepasst und erhöht sich entsprechend auf 603 EUR monatlich. Für Unternehmen besteht hier unmittelbarer Handlungsbedarf: Vergütungsstrukturen, arbeitsvertragliche Vereinbarungen sowie Abrechnungsprozesse müssen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Gesetzesentwurf zur steuerfreien Aktivrente  

Mit dem zum 01. Januar 2026 in Kraft getretenen Aktivrentengesetz sollen Personen, die das Rentenalter erreicht haben, zusätzlich bis zu 2.000 EUR monatlich steuerfrei hinzuverdienen können. So soll eine freiwillige Weiterbeschäftigung im Rentenalter gefördert werden. Von der Begünstigung profitieren sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer:innen ab Vollendung des 67. Lebensjahres. HR-Abteilungen sollten bestehende Verträge auf Altersbefristungen prüfen und geeignete Rahmenbedingungen für eine rechtssichere Weiterbeschäftigung schaffen.

Diese EU-Vorgabe ist schon heute wichtig

Neue Standards durch die EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Steigende Anforderungen trotz offener Umsetzung

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie soll bis dem 07. Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt werden. Ein Referentenentwurf steht jedoch Anfang Mai 2026 noch immer aus, was eine rechtzeitige Umsetzung zunehmend unwahrscheinlicher macht.

Unabhängig davon gewinnt die Richtlinie, die künftig geschlechtsneutraleund objektive Entgeltkriterien verlangt, bereits jetzt an Bedeutung. Deutsche Gerichte berücksichtigen europäische Vorgaben zunehmend bei der Auslegung bestehender Regelungen, zuletzt in der Rechtsprechung zur Entgeltgleichheit. Unternehmen sind daher gut beraten, sich frühzeitig an den Anforderungen derRichtlinie zu orientieren.

Die Richtlinien fordern mehr Transparenz im Bewerbungsprozess: HR-Mitarbeitende müssen künftig sicherstellen, dass Stellenausschreibungen konkrete Gehaltsangaben bzw. -spannen enthalten. Zudem haben Mitarbeitende ein Auskunftsrecht über die durchschnittliche Entgelthöhe vergleichbarerKolleg:innen. Vor diesem Hintergrund sollten bestehende Vergütungsstrukturen geprüft und angepasst werden.

Bestehende und neue Regularien verlangen also weiterhin Präzision, Transparenz und rechtssichere Prozesse. Verträge und Dokumente müssen in ihrer Form und ihren Formulierungen stets an die neuesten Vorgaben angepasst werden. Zwar bringen Änderungen und neue Beschlüsse Entlastung, doch erst durch den gezielten Einsatz digitaler Lösungen können Unternehmen die Anforderungen effizient bewältigen.

HR-Prozesse optimieren: Die Vorteile smarter Dokumentengenerierung

Die wachsende Komplexität gesetzlicher Anforderungen macht eine effiziente Dokumentenerstellung in den nächsten Jahren unverzichtbar. Smarte Lösungen zur Generierung von Dokumenten bieten dabei entscheidende Vorteile:

  • Effizienz: Cloudbasierte Softwarelösungen ermöglichen die automatisierte Integration von Mitarbeiterdaten direkt aus HR-Systemen, minimieren Fehler bei der Übertragung und beschleunigen den Prozess erheblich.
  • Rechtssicherheit: Eine zentral gepflegte Vorlagenbibliothek mit geprüften Formulierungen gewährleistet die Einhaltung aktueller arbeitsrechtlicher Anforderungen. So werden juristische Risiken reduziert.
  • Transparenz: Digitale Workflows ermöglichen eine klare Nachverfolgung von Freigaben und Statusmeldungen für HR-Mitarbeitende. Stakeholder:innen können direkt aufgefordert werden, Freigaben zu erteilen, fehlende Angaben an der richtigen Stelle zu ergänzen oder E-Signaturen zu setzen.
  • Flexibilität: Rechtssichere Vorlagen können im Corporate Designs des eigenen Unternehmens erstellt und für den Einzelfall angepasst werden. Eine KI unterstützt zusätzlich beim Import eigener Vorlagen.
  • Sicherheit: Durch sicheres Hosting und eine verschlüsselten Datenverarbeitung können höchste Datenschutzstandards gewährleistet werden. Features wie Single-Sign-On (SSO) bieten zudem eine zentrale Authentifizierungsmethode, die unbefugte Zugriffe verhindert.

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Tools zur HR-Dokumentenerstellung: Auswahlkriterien & Funktionen

Jedes Unternehmen hat individuelle Anforderungen – sei es durch branchenspezifische Regularien oder interne Prozesse –, die bei der Auswahl des Tools berücksichtigt werden müssen. Um die richtige Lösung zu finden, sollten folgende Kriterien geprüft werden:

  • Rechtssicherheit & Aktualität: Gewährleistet das Tool, dass alle Vorlagen den aktuellen rechtlichen Regularien entsprechen? Werden Updates durchgeführt?
  • Automatisierung & Effizienz: Sind Prozesse, wie die Übernahme von Mitarbeiterdaten aus HR-Systemen, automatisiert?
  • Integration & Kompatibilität: Kann das Tool reibungslos an bestehende Systeme, wie ERP-Lösungen, angebunden werden?
  • Transparenz & Zusammenarbeit: Ermöglicht das Tool eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen HR, Führungskräften und Betriebsrat? Sind bspw. Echtzeit-Statusmeldungen und transparente Freigabeprozesse integriert?
  • Individualisierbarkeit: Können Vorlagen an das Corporate Design angepasst und individuelle Klauseln und Vorlagen integriert werden?
  • Sicherheit: Werden zentrale Sicherheitsvorgaben, wie die DSGVO, eingehalten?

Sicherheit: Werden zentrale Sicherheitsvorgaben, wie die DSGVO, eingehalten?

Schritt für Schritt zum rechtssicheren der Dokumentengenerierung von Haufe

Zum fertigen HR-Dokument gelangen Sie mit smarten Lösungen wie Haufe HR Dokumente bereits in wenigen Schritten:

  1. Auswahl der Vorlage: Auswahl aus allen rechtssicheren Vorlagen der Haufe Fachdatenbank oder KI-basierter Upload eigener Vorlagen.
  2. Dateneingabe bzw. -übernahme: Inhalte in vordefinierte Felder eingeben oder Stammdaten direkt importieren. Das Layout kann individuell an die eigenen Unternehmensrichtlinien angepasst werden.
  3. Digitale Freigabe & E-Signatur: Beteiligte können direkt aufgefordert werden, Inhalte zu ergänzen, Dokumente freizugeben oder per E-Signatur zu unterzeichnen.
  4. Export: Das fertige HR-Dokument lässt sich als Word- oder PDF-Datei exportieren.

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Fazit: Digitalisierung als Schlüssel zu effizienteren HR-Prozessen

Smarte Lösungen zur Dokumentenerstellung bieten Personalabteilungen die Möglichkeit, komplexe rechtliche Anforderungen effizient und sicher zu bewältigen.  Automatisierung, Integration und Flexibilität schaffen nicht nur Zeitersparnis, sondern sorgen auch für Transparenz und Nachvollziehbarkeit entlang des Prozesses. Unternehmen, die frühzeitig auf smarte Tools setzen, können so die künftigen Herausforderungen souverän meistern und ihre HR-Abteilungen zukunftssicher aufstellen.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollten HR-Dokumente mit einer digitalen Lösung erstellt werden?

Smarte Lösungen wie Haufe HR Dokumente sparen Zeit, reduzieren Fehler und sorgen für rechtssichere, einheitliche Dokumente. Zudem erleichtern sie die Zusammenarbeit durch transparente Workflows und digitale Freigaben

Welche Schritte sind für die Einführung digitaler Lösungen zur Dokumentenerstellung notwendig?

Die Einführung einer digitalen Lösung zur Dokumentenerstellung sollte in mehreren Etappen erfolgen: Analyse bestehender Prozesse, Definition der eigenen Anforderungen, Auswahl der passenden Software, Schulung der Mitarbeitenden und regelmäßige Optimierung.

Wieviel kostet ein Tool zur digitalen Dokumentenerstellung?

Die Kosten variieren je nach Anbieter und Funktionsumfang der Lösung. Unternehmen sollten neben den Anschaffungs- und Einführungskosten auch den langfristigen Nutzen im Hinblick auf Zeitersparnis und Fehlerreduktion berücksichtigen.

Für wen eignet sich Haufe HR Dokumente?

Haufe HR Dokumente eignet sich für Unternehmen jeder Größe, die Ihre HR-Prozesse effizienter gestalten, Zeit und Kosten bei der Dokumentenerstellung sparen und rechtssichere Dokumente garantieren wollen. Die Software bietet nahtlose Systemintegration und automatisierte Workflows und unterstützt HR-Abteilungen dadurch gezielt bei der Modernisierung Ihrer Prozesse.

Ist Haufe HR Dokumente in bestehende HR-Systeme integrierbar?

Ja, die Software lässt sich nahtlos in bestehende Systeme integrieren und ermöglicht die automatische Übernahme von Stammdaten.

Wie werden aktuelle rechtliche Änderungen bei den Vorlagen in Haufe HR Dokumente berücksichtigt?

Bei Haufe HR Dokumente werden Vorlagen zentral gepflegt und automatisch aktualisiert, durch die Haufe-Fachdatenbank. So entsprechen alle Vorlagen stets den aktuellen Anforderungen.

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Über den Autor
Über die Autorin

Antonia Diederich arbeitet als Content Marketing Managerin bei der Haufe Group. Ihr Fokus liegt darauf, komplexe Themen aus dem HR-Bereich – von Chatbots bis Zeiterfassung – für Fachkräfte und Entscheider:innen im Personalbereich verständlich aufzubereiten. Besonders spannend findet sie es, mit verschiedenen medialen Formaten zu arbeiten, um aktuelle Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz und New Work, sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt, anschaulich und praxisnah darzustellen.

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