Haufe Zeugnisstudie

Die neue Haufe Zeugnisstudie 2026

Arbeitszeugnisse im Wandel – Digitalisierung, KI und Rechtssicherheit in der Zeugniserstellung

Die aktuelle Studie

Arbeitszeugnisse im Wandel

Word war gestern. KI ist morgen. Aber was gilt heute?

Die Zeugniserstellung in deutschen Unternehmen befindet sich im Wandel und die dritte Haufe Zeugnisstudie zeigt genau, wohin die Reise geht. Seit 2015 hat sich die Systemlandschaft grundlegend verändert: Der Anteil klassischer Textverarbeitung hat sich mehr als halbiert, HR-Systeme und spezialisierte Tools gewinnen an Boden. Und erstmals steht KI auf der Agenda.

Doch Digitalisierung allein macht noch kein gutes Zeugnis.

Wo entsteht tatsächlich der Aufwand im Prozess? Warum nutzen viele Unternehmen die falsche elektronische Signatur, obwohl sie es besser wissen? Und warum wollen HR-Verantwortliche KI ausgerechnet dort einsetzen, wo die höchsten Anforderungen an Präzision und Rechtssicherheit gelten?

Die Antworten überraschen und liefern konkrete Impulse für die Praxis.

Ziele und Ablauf unserer Studie

Erfahren Sie, welche Fragestellungen wir untersucht haben, welche Methoden wir dabei angewendet haben und welches Ziel wir damit verfolgt haben.

Die Ziele der Studie

In unserer aktuellen Studie zum Thema „Digitale Zeugniserstellung“ haben wir uns insbesondere mit folgenden Fragen beschäftigt:

  • Wie werden Arbeitszeugnisse heute in deutschen Unternehmen erstellt?
  • Wie lange dauert die durchschnittliche Bearbeitung eines Zeugnisses?
  • Gibt es einen Prozess zur Erstellung von Arbeitszeugnissen und wer ist daran beteiligt?
  • Welche Rolle spielt KI bei der Erstellung von Arbeitszeugnissen?
  • Kam es bei den Teilnehmenden wegen Zeugnissen bereits zu Auseinandersetzungen vor Gericht?

Die Teilnehmenden der Studie

Unsere Fragen haben circa 210 Personen im Frühjar 2026 beantwortet, davon HR-Verantwortliche für die Zeugniserstellung, sowie Führungskräfte, die am Zeugnisprozess beteiligt sind. Alle Befragten arbeiten in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden, die ihren Firmensitz in Deutschland haben.

Ausschnitte aus der aktuellen Zeugnis Studie

Digitalisierung verändert die Zeugniserstellung Schritt für Schritt

Über Jahre war die klassische Textverarbeitung das Standardwerkzeug für Arbeitszeugnisse. Inzwischen ist die Systemlandschaft wesentlich vielfältiger. HR-Systeme mit Zeugnisfunktion, spezialisierte Programme, Tabellenlösungen und erste KI-Werkzeuge bestehen nebeneinander. Unternehmen wählen unterschiedliche Wege abhängig von Größe, Zeugnis­ volumen und vorhandener IT-Landschaft. Der Langzeitvergleich macht die Richtung sichtbar: 2015 nutzten 71 % der befragten HR-Mitarbeitenden Word oder vergleichbare Programme, 2023 waren es 51 % und 2026 noch 34 %. Die klassische Textverarbeitung bleibt damit relevant, hat ihre domi­nierende Stellung aber verloren.

Wie werden Zeugnisse erstellt?

Das Textverarbeitungsprogramm bleibt 2026 mit 34 % das meistgenutzte Werkzeug zur Zeugniserstellung, hat seine dominierende Stellung aber längst verloren. HR-Systeme mit Zeugnisfunktion (22 %) und spezialisierte Zeugnissoftware (19 %) haben sich als feste Alternativen etabliert. Tabellenkalkulationsprogramme kommen noch bei 17 % zum Einsatz, während KI-Unterstützung mit 7 % erstmals in der Erhebung auftaucht – ein kleiner, aber bedeutsamer Wert.

Das Interesse an KI ist hoch – gerade bei den anspruchsvollsten Textbestandteilen.

Rund drei Viertel der HR-Mitarbeitenden und Führungskräfte können sich KI bei der Zeugniserstellung vorstellen – und die Zustimmung bleibt auch dann hoch, wenn ein möglicher Nachteil für die Rechtssicherheit genannt wird. Besonders aussagekräftig ist, wofür KI eingesetzt werden soll: Die höchsten Werte entfallen auf Tätigkeitsbeschreibungen und Bewertungsformulierungen – also genau jene Inhalte, die sprachlich und fachlich besonders anspruchsvoll sind.

Haufe Zeugnisstudie

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