Negativzinsen bescheren Rentenversicherung Verluste
Die Gesetzliche Rentenversicherung habe für 2017 erstmals sogenannte negative Vermögenserträge von 49 Millionen Euro ausweisen müssen, schreibt das «Handelsblatt». Für das laufende Jahr rechne man mit einem negativen Wert in ähnlicher Höhe, zitiert die Zeitung aus einem Papier des Leiters des Geschäftsbereichs Finanzen, Wilfried Husmann.
Rentenversicherung leidet unter EZB-Geldpolitik
Die Rentenversicherung leidet dem Bericht zufolge besonders unter der EZB-Geldpolitik, da sie ihr Geld größtenteils für maximal zwölf Monate und sehr konservativ anlegen müsse.
Krankenversicherung: Negativzinsen im Gesundheitsfonds
Andere Sozialkassen hätten ebenfalls Probleme. So seien beim Gesundheitsfonds Negativzinsen in Höhe von 4,5 Millionen Euro angefallen. Betroffen seien auch die gesetzlichen Krankenkassen.
«Allein im ersten Halbjahr sind in der AOK-Gemeinschaft sechs Millionen Euro an Negativzinsen angefallen. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Zunahme um rund 25 Prozent», sagte der Chef des Finanzmanagements beim Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), Andreas Grein, der Zeitung.
Die Lage habe sich für alle Kassen in den vergangenen Monaten weiter zugespitzt, bestätigte Thomas Thierhoff, der Geschäftsbereichsleiter Finanzen und Controlling bei der Techniker Krankenkasse
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Dietlinde Eder-Lehfeldt
01.08.2018 13:25 Uhr
Alle Sozialkassen sind Treuhänder für die eingezahlten Beiträge und verwalten das Versichertenvermögen. Erkennen diese, dass die gewählte Anlage unvorteilhaft wird, muss reagiert werden! Das ist eine ordnungsgemäße Verwaltung im Sinne der Versicherten. Und wenn tatsächlich für das Vermögen keine gewinnbringende Anlage gegeben ist, dann bitte das Geld bar abheben und als Bargeldreserve im Tresor der Bundesbank deponieren. Dort zehrt nur die Inflation, die ja beim Negativzins noch oben drauf kommt.