Prof. Dr. Daniela Eisele-Wijnbergen, Heike Gorges
Die Ziele von Mitarbeiterbefragungen können unterschiedlich sein bzw. zumindest unterschiedlich priorisiert werden. Meist wird angestrebt
- ein Bild zur Wichtigkeit und Zufriedenheit sowie Relevanz von Personal- und Führungsthemen aus Sicht der Mitarbeiter zu erlangen, um Prioritäten danach auszurichten.
- Stärken zu erkennen, um davon zu profitieren und die Bindung der Mitarbeiter zu erhöhen.
- Problembereiche offenzulegen, um daran arbeiten zu können und so die Organisation zu entwickeln.
- einen weiteren Weg der Kommunikation zu etablieren und zu pflegen und damit die Feedbackkultur zu unterstützen.
- die Mitarbeiter einzubeziehen, ihnen Wertschätzung entgegenzubringen und so die Identifikation mit dem Unternehmen zu erhöhen.
- in Zeiten von Veränderungen, Veränderungsblockaden zu identifizieren.
- die Wahrnehmung der Mitarbeiter zu schärfen, um sie für wichtige Veränderungen zu gewinnen.
Darüber hinaus kann eine Mitarbeiterbefragung und deren Ergebnisse fester Teil des Qualitätsmanagements und des Employer Branding sein. In einigen Unternehmen werden Mitarbeiterbefragungen genutzt, um sich zu benchmarken und bei gutem Abschneiden auf dem Arbeitsmarkt zu platzieren.
Gerade letztes bedingt die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister. Einer der bekanntesten Anbieter, international wie national, ist Great Place to Work, hierzulande mit Deutschlands besten Arbeitgebern.
Generell stellt sich die Frage nach externer Unterstützung, die für den Gesamtprozess oder auch für einzelne Prozessschritte eingekauft werden kann. Die Zahl der Anbieter ist hoch, sodass sich ein Vergleich verschiedener Dienstleister für die unternehmensspezifischen Anforderungen lohnt. International die umfangreichste Datenbank hat wohl Gallup. Auf dem deutschsprachigen Markt sind auch viele kleinere und mittel...