Dipl.-Ing. Andreas Terboven
Im Gegensatz zu einem Nickel-Cadmium-Akku hat ein Lithium-Ionen-Akku keinen Memory-Effekt. Daher sollten Lithium-Ionen-Akkus möglichst nach jedem Gebrauch wieder aufgeladen werden.
Wichtig ist in jedem Fall, dass nur Original-Ladegeräte oder vom Hersteller des Akkus empfohlene Ladegeräte verwendet werden.
Diese Ladegeräte sind auf die Ladekennlinie des Akkus abgestimmt. Beim Erreichen der Vollladung schaltet sich das Ladegerät ab.
Die folgenden Empfehlungen sind im Allgemeinen beim Laden von Lithium-Ionen-Akkus gültig:
- Akkus auf einer nicht brennbaren Unterlage in einem trockenen und möglichst staubfreien Raum laden
- Brandlasten aus dem Bereich entfernen
- Die Umgebungstemperatur sollte über 0 °C betragen
- Akkus vor dem Laden auf Raumtemperatur erwärmen
- Ladegeräte vor Nässe und Staub schützen
- Den angezeigten Ladezustand am Ladegerät bzw. Akku beachten
- Überprüfen, ob die Abschaltung des Ladegeräts funktioniert, die eine Überladung verhindert
- Akkus nur im geladenen Zustand für längere Zeit außer Betrieb nehmen
Abb. 2: Ladekennlinie eines Akkus
Neben der Überladung des Akkus ist auch die Tiefentladung zu vermeiden. Bei der Tiefentladung wird die Mindestkapazität des Akkus unterschritten, wobei es zu einer Zersetzung der Elektrolytflüssigkeit kommt, die mit einer Gasbildung einhergeht (CO, CO2, Methan, Ethan, H2). Dies wiederum bewirkt ein Aufblähen des Akkus.
Daher sollte man beim Einsatz gelegentlich auf die Kontrollleuchten des Akkus achten, die den Ladezustand anzeigen. Sofern das Arbeitsgerät, das mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet ist, nur noch mit geringerer Leistung arbeitet, deutet dies ebenfalls darauf hin, dass sich der Akku seiner Mindestkapazität nähert. In diesem Fall sollte die Arbeit eingestellt und der Akku geladen werden.
Laden nicht vergessen!
Laden Si...