Dipl.-Ing. Andreas Terboven
In Schmalgängen werden meistens Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz eingesetzt. Je nach Höhe der Regale wird der Fahrerplatz mehrere Meter in die Höhe gefahren. Nun besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass sich aufgrund eines technischen Defektes oder einer Kollision mit einem Regal die Fahrerkabine nicht wieder nach unten fahren lässt. Für diesen Fall sind die Stapler mit einem Abseilgerät ausgestattet. Der korrekte Umgang hiermit ist jedoch kein Kinderspiel und muss daher regelmäßig, mindestens einmal jährlich, geübt werden.
Ausfall der Hydraulik
Beim Ausfall der Hydraulik kann die Fahrerkabine i. d. R. von unten durch eine zweite Person herabgelassen werden. Dies sollte im Fall des Versagens der erste Schritt sein, da dieser gefahrlos durchgeführt werden kann. Viele Hochregalstapler verfügen im Bereich der Motorhydraulik über ein Ventil, das durch einen Schlüssel geöffnet werden kann. Bei vielen Staplermodellen befindet sich der Schlüssel (z. B. Inbusschlüssel) in der unmittelbaren Nähe dieses Ventils an einer kleinen Kette (s. Abb. 2). Beim Öffnen des Ventils ist darauf zu achten, dass dies langsam erfolgt, damit der Fahrerplatz nicht zu schnell abgesenkt wird.
Abb. 2: Angesetzter Inbusschlüssel im Ablassventil eines Einlagerers
Sofern das Herablassen von unten nicht möglich ist, z. B. weil die Mechanik durch einen Crash erheblich beschädigt wurde, muss sich der Fahrer mittels der Rettungsausrüstung abseilen. Hiervon könnte man absehen, wenn aufgrund der geringen Höhe der Fahrerkabine der problemlose Einsatz einer Leiter möglich ist.
Beim Einsatz des Rettungsgeschirrs stellt das Anlegen zunächst eine nicht zu unterschätzende Hürde dar, insbesondere dann, wenn der Mitarbeiter in luftiger Höhe auf sich alleine gestellt ist. Bei einer Übung sollte das An...