Wohin im Alarmfall? Ein Evakuierungshelfer kann zeigen, wo's lang geht. Bild: Haufe Online Redaktion

Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass im Notfall alle Beschäftigten alarmiert werden und das Gebäude sicher verlassen können. Für einen geregelten Ablauf im Evakuierungsfall können Mitarbeitern besondere Aufgaben zugewiesen werden, sog. Evakuierungshelfer. Muss man dafür eine Ausbildung besuchen?

Immer häufiger taucht der Begriff des Evakuierungshelfers auf. Und fast genauso oft werben private Anbieter für kostenpflichtige Kurse, in denen Beschäftigte zu solchen Helfern ausgebildet werden. Manch ein Unternehmer mag nun überlegen, ob für seinen Betrieb Evakuierungshelfer so verpflichtend sind wie z. B. Ersthelfer. Doch das ist nicht der Fall, so die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN).

Bei einem Alarm müssen alle sicher ins Freie gelangen - Evakuierungshelfer können helfen

Arbeitgeber müssen sich Gedanken zur Evakuierung ihrer Betriebsstätte machen. Denn im Notfall müssen sofort alle in der Betriebsstätte – also z. B. auch Kunden – alarmiert werden.

Auf sicheren Flucht- und Rettungswegen muss zudem jeder sicher ins Freie bzw. bis zu einer Sammelstelle gelangen können. Am besten lassen sich Maßnahmen rund um das Thema Evakuierung im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung ermitteln.

Maßnahmen für eine Evakuierung ermitteln - eine sinnvolle Maßnahme sind Evakuierungshelfer

Die Gefährdungsbeurteilung ist ganzheitlich durchzuführen. Verfügt der Unternehmer dafür nicht über die erforderliche Fachkunde, kann er sich diese z. B. bei einer Fachkraft für Arbeitssicherheit oder einem Brandschutzbeauftragten einholen.

Anhand der Gefährdungsbeurteilung ergeben sich Maßnahmen, die Teil der Brandschutzordnung sein können. Diese ist allen im Betrieb bekannt zu machen. Eine sinnvolle Maßnahme dabei können Evakuierungshelfer sein.

Den Evakuierungsfall sollte man üben

Jeder im Betrieb muss wissen, was im Evakuierungsfall zu tun ist. Dafür bietet es sich an, den Notfall zu üben. Dabei kann sich schnell zeigen, ob z. B. Kunden, Besucher oder Beschäftigte mit einem Handicap Unterstützung brauchen oder ob es für die Nicht-Benutzung der Aufzüge und das sichere Verhalten im Treppenhaus Unterstützung braucht. Hier kommen Evakuierungshelfer ins Spiel.

Evakuierungshelfer müssen nicht (kostenpflichtig) ausgebildet werden

Vor allem in größeren Gebäuden kann es sinnvoll sein, Mitarbeiter für bestimmte Aufgaben bei einer Evakuierung zu schulen. Sie können dazu beitragen, dass im Notfall alles geregelt und ruhig abläuft. Diese Personen werden oft als Evakuierungshelfer bezeichnet. Für ihre speziellen Aufgaben brauchen die Mitarbeiter aber keine kostenpflichtige Ausbildung. Eine geeignete Unterweisung reicht.

Schlagworte zum Thema:  Evakuierung, Notfall

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