Fachbeiträge & Kommentare zu Jahresabschluss

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3.1 Begriff der Bilanz

Rz. 74 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bilanz ist nach IFRS der Teil des Abschluss, in dem die direkt mit der Ermittlung der Vermögens- und Finanzlage verbundenen Posten, Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapital darzustellen sind (übereinstimmend IASB CF.4.2 (2010) und IASC F.47 (1989)). Eine darüber hinausgehende eigenständige Funktion kommt der Bilanz im IFRS-Abschluss nich...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 63 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der geltende IAS 1 beruht seiner Struktur nach auf einer Neufassung in 2007 und ist zuletzt im Dezember 2014 im Rahmen der Disclosure Initiative (Amendments to IAS 1) geändert worden. Die Entstehungsgeschichte des IAS 1 ist gekennzeichnet durch wiederholte und zuletzt in der Disclosure Intiative anhaltende Versuche, die Darstellung des Jahresa...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2 Erläuterung

1.1.2.1 Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach HGB 1.1.2.1.1 Inhalt und Rechtsnatur der Aufstellungspflicht Rz. 8 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Kaufleute und Handelsgesellschaften sind gem. §§ 242 Abs. 1–3 HGB verpflichtet, zu Beginn ihres Handelsgewerbes eine Eröffnungsbilanz und zum Schluss jeden Geschäftsjahres eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung nach d...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.1.2 Eröffnungsbilanz (Beginn der Aufstellungspflicht)

Rz. 10 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Kaufmann hat zu Beginn seines Handelsgewerbes eine Eröffnungsbilanz aufzustellen. Das ist der Zeitpunkt, ab dem der Kaufmann ein selbständiges Handelsgewerbe erstmals als sein eigenes betreibt. Daraus folgt, dass eine Eröffnungsbilanz auch bei einem Inhaberwechsel vom Erwerber aufzustellen ist und zwar unabhängig vom Erwerbsgrund. Deshalb...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3 Bilanz (IAS 1.54–.80A)

1.2.2.3.1 Begriff der Bilanz Rz. 74 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bilanz ist nach IFRS der Teil des Abschluss, in dem die direkt mit der Ermittlung der Vermögens- und Finanzlage verbundenen Posten, Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapital darzustellen sind (übereinstimmend IASB CF.4.2 (2010) und IASC F.47 (1989)). Eine darüber hinausgehende eigenständige Funktion kommt der B...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1.2.1.2.6 § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB

Rz. 24 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Kleinstkapitalgesellschaften sind in § 267a HGB definiert. Sie können auf die Privilegierungen zugunsten der kleinen Kapitalgesellschaften zurückgreifen (§ 267a Abs. 2 HGB) und erhalten zusätzliche Vorteile. So ist die Erweiterung des Jahresabschlusses um einen Anhang dann entbehrlich, wenn sie Angaben zu den Haftungsverhältnissen unter der Bi...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.4.1 Erfolgskonzeption nach IFRS

1.2.2.4.1.1 Definition von Erträgen und Aufwendungen Rz. 87 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Erträge sind im Framework als Zunahmen von Vermögenswerten oder Abnahmen von Schulden definiert, die mit einer gleichzeitigen Zunahme des Eigenkapitals verbunden und nicht Bestandteil einer Eigenkapitalgebertransaktion sind ((IASB CF.4.68 [2018])). Entsprechend sind Aufwendungen definiert al...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2 Bilanz: Begriff, Gliederung und ergänzende Elemente

1.1.2.2.1 Begriff der Bilanz Rz. 18 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das HGB setzt in § 242 Abs. 1 HGB die Bilanz mit dem Abschluss gleich und definiert sie als einen Rechnungsabschluss, der zum Ende des Geschäftsjahrs das Verhältnis des Vermögens zu den Schulden des Kaufmanns ausweist. Diese Art des Ausweises unterscheidet die Bilanz vom Inventar, in dem es nicht um das Verhältnis,...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2.2 Inhalt der Bilanz und Bedeutung des § 247 HGB

1.1.2.2.2.1 Mindestanforderungen für alle Kaufleute Rz. 23 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift des § 247 Abs. 1 HGB regelt für die Bilanz aller Kaufleute eine hinreichende Aufgliederung der Aktiva und Passiva. Sie gilt für alle Kaufleute, soweit nicht speziellere Gliederungsvorschriften vorgehen. Sie gilt damit auch für die Abgrenzung von Anlage- und Umlaufvermögen bei K...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 403 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der im März 2014 veröffentlichte Entwurf für die Überarbeitung des IAS 1 (ED/2014/1)[1] beruhte zum Teil auf Erkenntnissen der Disclosure Intiative die auf einer Konferenz des IASB im Januar 2013 ihren Ausgangspunkt nahm und zum Teil auf einem Diskussionspapier, "Preliminary Views on Financial Statements Presentation" vom Oktober 2008.[2] Di...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 10.1.2.1.2 Bilanzierung nach dem Recht des Mutterunternehmens (Satz 2)

10.1.2.1.2.1 Maßgeblichkeit des Rechts des Mutterunternehmens Rz. 323 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 300 Abs. 1 Satz 2 HGB treten die Vermögensgegenstände, Schulden, RAP und Sonderposten der Tochterunternehmen an die Stelle der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen. Hierdurch wird das Grundprinzip der Kapitalkonsolidierung und der h...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2.3 Gliederung der Bilanz

1.1.2.2.3.1 Grundprinzipien der Bilanzgliederung Rz. 28 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Prinzipien der Bilanzgliederung beziehen sich auf die äußere Form der Bilanz und sind aus dem Zweck der Bilanz abzuleiten. Die Bedeutung einer einheitlichen Bilanzgliederung ist gering, wenn der Zweck der Bilanz darin besteht, einem unternehmensindividuellen und begrenzten Adressatenkreis mi...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 3.1 § 292 HGB

Rz. 95 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 292 Befreiende Wirkung von Konzernabschlüssen aus Drittstaaten (1) Ein Mutterunternehmen, das zugleich Tochterunternehmen eines Mutterunternehmens mit Sitz in einem Staat ist, der nicht Mitglied der Europäischen Union und auch nicht Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist, braucht einen Konzernabschluss und ein...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 1.4.2.1 Meinungsstand

Rz. 24 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Lange war umstritten, ob der subjektive Fehlerbegriff auch für Rechtsfragen gilt. In den jeweiligen Konstellationen ging es darum, ob sich im Falle unklarer Rechtslage der Bilanzierende darauf berufen kann, für ihn sei die richtige – später vom Gericht erkannte – Rechtslage nicht erkennbar gewesen. In zahlreichen Judikaten ist der BFH diesen ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2.5 Ergänzende Elemente der Bilanz

1.1.2.2.5.1 Anlagenspiegel Rz. 44 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkte Personengesellschaften i. S. d. § 264a HGB müssen ein Anlagengitter ("Anlagenspiegel") aufstellen und dort die Abschreibungen im Geschäftsjahr vermerken. Die Vorschrift des § 268 Abs. 2 HGB i. d. F. BiMoG regelte dabei ein Wahlrecht, das Anlagengitter und die Vermerke übe...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 6.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 95 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Pflicht des Kaufmanns zur Aufstellung des Jahresabschlusses ergab sich nach altem Recht aus § 39 a. F. Mit dem BilRiLiG 1985 wurde die Pflicht zur Aufstellung einer GuV eingefügt. Die Befreiungsvorschrift für "kleine" Einzelkaufleute in Abs. 4 wurde durch das BilMoG 2009 eingeführt.[1]mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 2.1 Die große Bilanzrechtsreform 1986

Rz. 13 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Am Beginn des modernen deutschen Bilanzrechts steht das "Gesetz zur Durchführung der Vierten, Siebenten und Achten Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaften zur Koordinierung des Gesellschaftsrechts ( Bilanzrichtlinien-Gesetz – BiRiLiG)"[1], das am 01.01.1986 in Kraft trat.[2] Während es bei der Vierten Richtlinie[3] um den Einzelab...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.3.3 GuV in Staffelform

BEISPIEL 3 1.1.2.3.3.1 Gesamtkosten- und Umsatzkostenverfahren Rz. 50 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine GuV kann nach dem Gesamtkosten- oder dem Umsatzkostenverf...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 3.1.2.2 Zustimmung der Gesellschafter

Rz. 113 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Anders als § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB kennt § 264b HGB keine Zustimmungspflicht aller Gesellschafter. Vielmehr scheint die Vorschrift bereits anwendbar, wenn sämtliche Voraussetzungen als solche erfüllt sind. Diese Sichtweise entspricht der h. M. in der Literatur, die dieses Ergebnis aus dem Rechtsprechungswechsel vom fehlenden Einstimmigkeitser...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.1 Einleitung

1.1.1.1 Überblick Rz. 3 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Grundnorm für den handelsrechtlichen Jahresabschluss aller Kaufleute und Handelsgesellschaften einschließlich der Kapitalgesellschaften ist § 242 HGB. Die Vorschrift regelt in den Abs. 1 und 2 getrennt die Verpflichtungen des Kaufmanns, zu Beginn seines Handelsgewerbes einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3.2 Gliederung der Bilanz

1.2.2.3.2.1 Gliederungsschemata Rz. 75 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die geltenden IFRS schreiben anderes als die Jahresabschlussrichtlinie keine festen Gliederungsschemata vor (vgl. IAS 1.57 [1]). Sie gehen wie der Gesetzgeber des HGB in den Regelungen für alle Kaufleute den umgekehrten Weg der Mindestgliederung. IAS 1.54 schreibt vergleichbar zu § 247 Abs. 1 HGB, aber etwas deta...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3.3 Abgrenzung Anlagevermögen

1.2.2.3.3.1 Kriterien der Abgrenzung Rz. 83 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 1.66 Satz 1 definiert kurzfristige Vermögenswerte durch vier Regelbeispiele. Kurzfristig sind danach Vermögenswerte, deren Umwandlung in Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente (Realisierung) innerhalb des normalen Geschäftszyklus oder innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.2 IFRS als Rechnungslegungssystem für börsennotierte Kapitalgesellschaften

Rz. 252 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS sind als Rechnungslegungsstandards für kapitalmarktorientierte Unternehmen konzipiert, vgl. Art. 4 der IAS-VO.[1] Als kapitalmarktorientierte Unternehmen, genauer: Unternehmensträger, kommen prinzipiell nur Kapitalgesellschaften, nicht hingegen Personengesellschaften oder Einzelkaufleute in Betracht. Die Beschränkung auf kapitalmark...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.1.2.1.3 Geltungsbereich

Rz. 121 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift gilt für alle bilanzierungspflichtigen Kaufleute. Sie ist in der Fassung des BilMoG gem. Art. 66 Abs. 3 EGHGB zwingend anzuwenden auf alle Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2009 beginnen; zu den Änderungen durch das MircroBilG und das BilRuG vgl. Tz. 122 ff. Eine frühere Anwendung ist gem. Art. 66 Abs. 3 Satz 6 zulässig. Sowe...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

1.1.1.4.1 Jahresabschluss Rz. 6 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Richtlinie 2013/34/EU v. 26.06.2013 (Jahresabschlussrichtlinie 2013)[1] hat die Richtlinie 78/660/EWG v. 25.07.1978 (Jahresabschlussrichtlinie 1978)[2] mit Änderungen über den Inhalt und die Gliederung des Jahresabschlusses ersetzt. Sie war bis zum 20.07.2015 mit Wirkung spätestens für Geschäftsjahre, die nach dem ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.4 Erfolgsdarstellung

1.2.2.4.1 Erfolgskonzeption nach IFRS 1.2.2.4.1.1 Definition von Erträgen und Aufwendungen Rz. 87 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Erträge sind im Framework als Zunahmen von Vermögenswerten oder Abnahmen von Schulden definiert, die mit einer gleichzeitigen Zunahme des Eigenkapitals verbunden und nicht Bestandteil einer Eigenkapitalgebertransaktion sind ((IASB CF.4.68 [2018])). Entspr...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.4.2.1 Grammatische Auslegung

Rz. 168 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Den Ausgangspunkt der Auslegung bildet grundsätzlich die grammatische Auslegung, die vom Wortlaut bzw. Wortsinn der auszulegenden Vorschrift ausgeht. Das gilt nach der Rechtsprechung des EuGH insbesondere für bilanzrechtliche Regelungen europäischen Ursprungs. Allerdings ist hier zu beachten, dass Amts- und Arbeitssprachen der EU alle Sprach...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.3.2 Grundprinzipien der GuV-Gliederung

1.1.2.3.2.1 Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit Rz. 48 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die GuV muss wie die Bilanz nach § 243 Abs. 2 HGB klar und übersichtlich aufgestellt werden. Dafür gelten die allgemeinen Grundsätze für die Gliederung des Jahresabschlusses. 1.1.2.3.2.2 Kontoform und Staffelform Rz. 49 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die GuV kann nach den GoB grundsätzlich in d...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2.4 Abgrenzung Anlagevermögen

1.1.2.2.4.1 Grundsätzliches zur Abgrenzung Rz. 39 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift des § 247 Abs. 2 HGB definiert das Anlagevermögen, ohne eine Beschreibung des Umlaufvermögens zu enthalten. Jeder Vermögensgegenstand, der nicht Anlagevermögen ist, ist dem Umlaufvermögen zuzuordnen. Das Umlaufvermögen wird durch § 247 Abs. 2 HGB damit negativ definiert. Die Vorschrift ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.3 Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2.3.1 Begriff der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) Rz. 47 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Gewinn- und Verlustrechnung ist für alle Kaufleute definiert als Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs (§ 242 Abs. 2 HGB). Aufwendungen sind Ausgaben, die nach den GoB dem Geschäftsjahr ihrer wirtschaftlichen oder rechtlichen Verursachung zugeordnet sind. E...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 7.1 Grundlagen

Rz. 264 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Offenlegung von Jahres- und Konzernabschlüssen stellt eine ganz wesentliche Flankierung und Erweiterung der Rechnungslegungspflicht dar. Allerdings ist hier in dreifacher Hinsicht zu differenzieren: Erstens trifft die Pflicht zur Offenlegung des Jahresabschlusses keinesfalls alle Kaufleute. Vielmehr unterscheidet der Gesetzgeber jene Kau...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.6 Verbundene Berichte und Erklärungen

1.1.2.6.1 Lagebericht Rz. 57 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften, haftungsbeschränkte Personengesellschaften i. S. d. § 264a HGB und Genossenschaften müssen nach §§ 264 Abs. 2 Satz 1, 336 Abs. 1 Satz 1 HGB neben dem Jahresabschluss auch einen Lagebericht aufstellen. Er ist kein Element des Jahresabschlusses, sondern tritt rechtlich selbständi...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 1.4.1 Bestimmung und Herleitung

Rz. 21 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der Einleitung zu diesem Kapitel und auch im vorstehenden Abschnitt wurde die Differenzierung zwischen "unrichtigen" Bilanzansätzen bzw. "unrichtigen" Bewertungen einerseits und "fehlerhaften" Ansätzen bzw. Bewertungen andererseits gewählt, um verdeutlichen zu können, dass nicht jeder Ansatz oder jede Bewertung, die nicht mit den gesetzlic...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 9.1.1.1 Überblick

Rz. 297 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Abs. 1 definiert den Stichtag des Konzernabschlusses. Seit dem TransPuG 2002 ist dies zwingend der Stichtag des Mutterunternehmens. In Abs. 2 kommt der Grundsatz der Einheitlichkeit des Stichtags zum Ausdruck, wonach die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.3.2.2 Kontoform und Staffelform

Rz. 49 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die GuV kann nach den GoB grundsätzlich in der Konto- oder der Staffelform aufgestellt werden. Bei der Kontoform stehen die Erträge und die Aufwendungen getrennt gruppiert neben- oder untereinander. BEISPIEL 1 GuV in horizontaler Kontoform[1]mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3.2.4 Wahlweise Erläuterung im Anhang

Rz. 82 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Einzelne Standards schreiben die Untergliederung bestimmter Posten ausdrücklich vor. IAS 1.78 enthält dazu eine beispielhafte Aufzählung.[1] Diese Untergliederung kann nach IAS 1.77 entweder in der Bilanz oder im Anhang vorgenommen werden. Maßgeblich für die Entscheidung über eine Untergliederung in der Bilanz oder im Anhang sind die Grundsät...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 1.1.2.7.2 Zivilrechtliche Sanktionen

Rz. 33 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Missachtung der GoB kann in besonderen Fällen zur Nichtigkeit des Jahresabschlusses führen. Darüber hinaus macht die Verletzung der Buchführungspflicht den Vorstand oder Geschäftsführer der Gesellschaft in der Regel schadensersatzpflichtig nach § 93 Abs. 2 AktG, § 43 Abs. 2 GmbHG.[1] Die Vorschriften der §§ 238ff. HGB sind keine Schutzges...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.1.3.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 149 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift ist zusammen mit § 253 HGB durch das BiRiLiG eingefügt worden (vgl. Tz. 120). Änderungen hat sie vor allem durch das BilMoG 2009 erfahren. Verpflichtend wurde die Einbeziehung bestimmter Gemeinkosten in die Herstellungskosten nach § 253 Abs. 2 HGB vorgeschrieben, die vorher zwar freiwillig (Wahlrecht) einbezogen werden durften...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.3.3.2 Ursprungsorientierte oder funktionale Gliederung

Rz. 51 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die GuV kann wie die Buchhaltung nach dem Ursprung der Aufwendungen und Erträge oder abweichend davon nach den Funktionsbereichen des Unternehmens gegliedert werden. Die ursprüngliche Gliederung weist Material-, Personal-, Zins- und Steueraufwand unabhängig von der funktionalen Zuordnung im Unternehmen aus. Die ursprüngliche Gliederung ist ty...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 3.1.2.2.7 Erforderliche Angaben im Anhang

Rz. 110 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses des zu befreienden deutschen Unternehmens (Abs. 2 Satz 1) entsprechen zunächst den im Rahmen von § 291 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 HGB zu machenden Angaben (vgl. Tz. 90). Ggf. muss zudem erläutert werden, nach dem Recht welchen Staates der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht a...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 4.1 § 293 HGB

Rz. 113 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 293 Größenabhängige Befreiungen (1) 1Ein Mutterunternehmen ist von der Pflicht, einen Konzernabschluß und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit, wenn am Abschlußstichtag seines Jahresabschlusses und am vorhergehenden Abschlußstichtag mindestens zwei der drei nachstehenden Merkmale zutreffen: Die Bilanzsummen in den Bilanzen des Mutt...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 1.2 IFRS

Rz. 37 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS behandeln ausschließlich die Aufstellung und Vorlage des Jahresabschlusses. Sie enthalten hingegen keine den §§ 238ff. HGB vergleichbaren Ordnungsvorschriften, die die Vorbereitung der der eigentlichen Rechnungslegung betreffen. Insbesondere fehlen Regelungen zu Buchführung und ihrer Ausgestaltung.[1] Daraus folgt selbstverständlich ...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 9.1 § 321a HGB

Rz. 104 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 321a Offenlegung des Prüfungsberichts in besonderen Fällen (1) 1Wird über das Vermögen der Gesellschaft ein Insolvenzverfahren eröffnet oder wird der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen, so hat ein Gläubiger oder Gesellschafter die Wahl, selbst oder durch einen von ihm zu bestimmenden Wirtschaftsprüfer oder...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 66 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein im März 2014 veröffentlichter Entwurf für die Überarbeitung des IAS 1 (ED/2014/1)[1] sah nach vielfacher Kritik an der uneinheitlichen Gliederung der IFRS-Bilanz eine ergänzende Regelung über die Gliederungstiefe (disaggregation objective) für die Bilanz in IAS 1.54 vor: "These line items shall be disaggregated when such presentation is re...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 5.1.2.3.2 Auskunftspflichten

Rz. 150 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach Abs. 3 Satz 2 kann das Mutterunternehmen von jedem Tochterunternehmen alle für die Aufstellung des Konzernabschlusses/Konzernlageberichts erforderlichen Aufklärungen und Nachweise verlangen. Die so statuierten Auskunftspflichten sind umfassend zu verstehen. Jeder nur mittelbare Zusammenhang zwischen den gewünschten Informationen und dem...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 6.3.1.3 Geltungsbereich

Rz. 217 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift gilt für alle Kapitalgesellschaften im Sinne von § 264 HGB (AG, GmbH, KGaA, SE mit Inlandssitz) sowie für alle Personengesellschaften im Sinne von § 264a HGB.[1] Anders als bei § 267 HGB sind Genossenschaften nicht erfasst, vgl. § 336 Abs. 2 Satz 3 HGB, d. h. sie können nicht die Vorzüge einer Kleinstgesellschaft in Anspruch n...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 10.1.1.1 Überblick

Rz. 284 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Durch § 324a HGB wird die Abschlussprüfung von Einzelabschlüssen geregelt, die gem. den entsprechend in § 315e Abs. 1 HGB genannten internationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt werden. Offenlegungspflichtigen Gesellschaften ist es durch die Vorschriften des § 325 Abs. 2a HGB gestattet, anstelle eines nach handelsrechtlichen Regel...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 8.1.2.1.4 Bewertungsvorschriften (§§ 252 bis 256a HGB)

Rz. 273 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 252 HGB: Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (Bilanzidentität; Fortführungsprinzip; Einzelbewertung; Vorsichtsprinzip; Realisationsprinzip; Bewertungsstetigkeit; vgl. Kapitel 5 Tz. 66 ff.) gelten auch im Konzernabschluss. Der Grundsatz der Bilanzidentität kann jedoch nach Maßgabe von § 294 Abs. 2 Satz 2 HGB (vgl. Tz. 144 ff.) durchbrochen...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 6.1.2.5 Rechtsfolgen bei Verstoß

Rz. 78 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der vorsätzlicher Verstoß eines Mitglieds des vertretungsberechtigten Organs einer Kapitalgesellschaft gegen § 328 HGB stellt gem. § 334 Abs. 1 Nr. 5 HGB eine Ordnungswidrigkeit dar. Entscheidend ist allerdings die Bekanntmachung bzw. Veröffentlichung. Hingegen erfüllt eine nur interne Vorbereitungshandlung nicht den Tatbestand. Verantwortlic...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 12: Konzernabschlus... / 10.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 319 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 300 Abs. 2 Satz 2 HGB legt fest, dass die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten unabhängig davon erfolgen darf, wie diese Wahlrechte in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen – dies schließt auch das Mutterunternehmen ein – ausgeübt werden. Gegenstand kontroverser Diskussion ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob für die Ausü...mehr