Fachbeiträge & Kommentare zu Jahresabschluss

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 1: Einführung in di... / 7.5 Rechtspolitische Diskussion

Rz. 290 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das dargestellte System der Publizitätspflichten ist in jüngerer Zeit vereinzelt kritisiert worden. Es überspanne den Rahmen, da den Unternehmen ein zwingendes Gerüst von Offenlegungspflichten aufgenötigt werde, das nicht von ihrem Zugang zu öffentlichen Kapitalmärkten abhängig sei. Die EU solle dem Beispiel der USA folgen und die gesetzlich...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 5.3.4.1 Ausschüttungsbemessung

Rz. 241 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine zentrale Funktion des Jahresabschlusses besteht darin, die Grundlage für die Bemessung des ausschüttbaren Jahresgewinns zu liefern (Ausschüttungsbemessungs- bzw. -begrenzungsfunktion). Das gilt besonders für jene Gesellschaftsformen, bei denen die Gewinnausschüttung auf der Grundlage des ermittelten Jahresergebnisses vorgenommen wird. D...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 3.1.1.1 Überblick

Rz. 37 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 317 HGB enthält Regelungen zur Zielsetzung der Abschlussprüfung und benennt Gegenstand und Umfang sowie die mit der Prüfung einhergehenden Anforderungen. Im Vordergrund steht somit die Gewährleistung der erforderlichen Qualität von Abschlussprüfungen.[1] Rz. 38 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die in § 317 HGB aufgeführten Prüfungsobjekte lassen si...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 6.1 Grundlagen

Rz. 248 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Formal besteht ein erster Unterschied in der Rechtsqualität der maßgeblichen Regelungen: Die HGB-Rechnungslegungsgrundsätze sind gesetzlicher Natur, die internationalen Standards werden vom IASB als einem privaten Gremium geschaffen. Darin liegt zunächst ein verfassungsrechtliches Problem, denn über den Maßgeblichkeitsgrundsatz des § 5 EStG ...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.9 Beteiligungsbesitz (Nr. 11)

Rz. 62 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 285 Nr. 11 HGB muss die bilanzierende KapGes besondere Angaben über ihren Anteilsbesitz in ihren Anhang aufnehmen, wenn sie Beteiligungen i. S. d. § 271 Abs. 1 HGB hält. Der Zweck dieser Anhangangabe besteht darin, dem Adressaten die Kapitalverflechtungen der Gesellschaft aufzuzeigen und so die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und E...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 5.1.2.1.3 Aufklärungen und Nachweise (Abs. 2 Satz 1 und 2)

Rz. 141 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das in § 320 Abs. 2 Satz 1 HGB kodifizierte Auskunftsrecht umfasst die zur Durchführung einer ordnungsgemäßen Abschlussprüfung erforderlichen Aufklärungen und Nachweise. Die Auskunftspflicht (i. d. R. mündliche Erteilung) ist von allen gesetzlichen Vertretern der zu prüfenden Gesellschaft zu erfüllen, wobei diese hiermit auch ihre sachkundig...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2.2.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsgeschichte

Rz. 27 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gliederungsschemata für die Bilanz und die GuV fanden sich vor dem BiRiLiG nur im Aktienrecht, wenig später auch im Genossenschaftsrecht, erstmals in den §§ 261a–261c AktG 1931[1] und der Verordnung über die Bilanzierung von Genossenschaften v. 30.05.1933.[2] Dabei sahen die Schemata für die GuV vorwiegend den weniger aussagekräftigen saldier...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.2.15 Angabe der persönlich haftenden Gesellschafter (Nr. 15)

Rz. 71 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 PersGes. i. S. d. § 264a HGB müssen im Anhang gem. § 285 Nr. 15 HGB Namen bzw. Firma und Sitz sowie das gezeichnete Kapital ihrer persönlich haftenden Gesellschafter angeben, ungeachtet dessen, ob diese kapitalmäßig beteiligt sind. Entscheidend sind die Beteiligungsverhältnisse am Abschlussstichtag.[1] § 285 Nr. 15 HGB betrifft damit die umge...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 5.3 ISA

Rz. 197 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 ISA 260 (Communication with those charged with governance) enthält Anforderungen zur Kommunikation des Abschlussprüfers mit der Unternehmensüberwachung. Zweck dieser Kommunikation, die mündlich oder schriftlich erfolgen kann, ist es, die Träger der Unternehmensüberwachung zeitnah über Erkenntnisse aus der Abschlussprüfung zu versorgen, die f...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 12.2.2.3 Echte Aufrechnungsdifferenzen

Rz. 479 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Echte Aufrechnungsdifferenzen treten auf, wenn sich Ansprüche und Verpflichtungen trotz Verwendung einheitlicher Ansatz- und Bewertungsvorschriften auf Konzernebene in der Summenbilanz in unterschiedlicher Höhe gegenüberstehen und diese keine unechten oder stichtagsbezogenen Differenzen darstellen. Die Eliminierung dieser Differenzen hat so ...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 3.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 54 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Zusammenhang mit der Bilanzrichtlinie 2013 stellte sich die Frage, welche Bedeutung diese für die Inventarpflicht nach § 240 HGB hat. Während die Regelung zur Festbewertung in § 240 Abs. 3 textlich weitgehend an Art. 38 der Vierten EG-Richtlinie angelehnt ist, der sich in Art. 12 Abs. 9 der Bilanzrichtlinie 2013 wiederfindet, geht die Grup...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 1.1.2.2.2 Rechtsfolge der Nichtprüfung (Abs. 2 Satz 2)

Rz. 11 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Unterschied zum Jahresabschluss, der die Grundlage für die Ergebnisverwendung darstellt, wird ein Konzernabschluss zu Informationszwecken aufgestellt und daher nicht festgestellt, sondern gebilligt. Mangelt es an der Prüfung eines prüfungspflichtigen Konzernabschlusses, kann dieser gem. § 171 Abs. 2 Satz 4 i. V. m. Satz 5 AktG bzw. §§ 42a ...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 5.3 Synopse

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.2.2.1 Periodenabgrenzung (accrual basis)

Rz. 168 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im System der IFRS bildet die Periodenabgrenzung (accrual basis) einen in IASC F.22 (1989), IASB CF.OB17 (2010) und IASB CF.1.17 ff. 2018) zum Ausdruck kommenden und in IAS 1.27 verankerten Systemgrundsatz.[1] Wie nach den GoB sind Erträge und Aufwendungen periodengerecht nach der wirtschaftlichen Verursachung, nicht am Maßstab der Einzahlun...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 19.1.2.2.3 Technischer aktiver Unterschiedsbetrag

Rz. 628 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ähnlich wie beim passiven Unterschiedsbetrag kann ein goodwill auch technisch bedingt entstehen. Entstehen die Unterschiedsbeträge aufgrund der Konsolidierungstechnik, sind diese gesondert zu behandeln und unter Umständen bereits im Rahmen der Erstkonsolidierung zu berücksichtigen (DRS 23.109). So führen z. B. Gründungskosten oder Kosten für...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 1.1.1.2 Geltungsbereich

Rz. 3 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Von der Pflicht, den Jahresabschluss um einen Anhang zu erweitern, sind gem. § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB sowohl alle KapGes als auch über § 264a Abs. 1 HGB alle KapCo-Gesellschaften betroffen (im Folgenden wird regelmäßig darauf verzichtet, diese Gesellschaften separat zu nennen). Befreit sind bestimmte Kapitalgesellschaften, die die in § 264 Abs....mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 2.4.1 Bilanzrecht

Rz. 29 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit der Bilanzrichtlinie von 2013[1] wurde der existierende Rechtsrahmen für die Rechnungslegung erneut überarbeitet. Stärker als früher orientiert sich die Kommission dabei an den Grundsätzen der Subsidiarität und der Verhältnismäßigkeit sowie an dem Prinzip einer Beschränkung auf Mindestharmonisierung.[2] Die bis dahin geltende Trennung des...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 9.1.2.3.2 Art der Berichterstattung

Rz. 309 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für das Mutterunternehmen besteht das im freien Ermessen[1] der gesetzlichen Vertreter stehende Wahlrecht, die einzelnen Vorgänge in Konzernbilanz und Konzern-GuV zu berücksichtigen (vgl. Tz. 310) oder im Konzernanhang anzugeben (vgl. Tz. 311). Dieses Wahlrecht kann bei mehreren berichtspflichtigen Vorgängen auch unterschiedlich ausgeübt wer...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.2.1.2.3 Unternehmen derselben Unternehmensgruppe

Rz. 129 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als einander nahestehend gelten Unternehmen stets, wenn sie – i. S. v. Beherrschungsverhältnissen – ein und derselben Unternehmensgruppe angehören. Damit deckt IAS 24.9b(i) sowohl Mutterunternehmen und Tochterunternehmen als auch Schwestergesellschaften des berichterstattenden Unternehmens ab und entfaltet in der Folge nicht nur Wirkung auf ...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 10.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 316 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 300 HGB wurde durch das BiRiLiG des Jahres 1985 in das HGB aufgenommen. Die Regelungen des § 300 Abs. 2 HGB dienen dazu, die in Art. 18 und Art. 22 der 7. EG-Richtlinie enthaltenen Vorgaben umzusetzen.[1] Durch das BilMoG wurden lediglich formale bzw. redaktionelle Änderungen des Gesetzeswortlauts vorgenommen, indem das Wort "Bilanzierungs...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 2.1.2.3.1 Überblick

Rz. 76 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein aktiver bzw. passiver Unterschiedsbetrag, der sich aus der Kapitalaufrechnung ergibt, ist unter Berücksichtigung des Einzelbewertungsgrundsatzes gem. § 312 Abs. 2. Satz 1 HGB den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des assoziierten Unternehmens insoweit zuzuordnen, als deren beizule...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 10.1.2.1.2 Rechtsfolgen unterlassener Prüfung (Satz 2)

Rz. 289 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 324a Abs. 1 Satz 2 HGB sieht vor, dass ein geprüfter IFRS-Einzelabschluss i. S. v. § 325 Abs. 2a HGB wie ein Konzernabschluss entsprechend § 316 Abs. 2 Satz 2 HGB gebilligt und nicht wie ein Jahresabschluss entsprechend § 316 Abs. 1 Satz 2 HGB festgestellt wird. Ein nicht geprüfter IFRS-Einzelabschluss kann nicht gebilligt werden. Danach w...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 8.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 259 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 298 HGB wurde durch das BiRiLiG 1985 mit Wirkung vom 01.01.1990 in das HGB eingefügt. Er ging in seiner ursprünglichen Fassung im Wesentlichen auf die 7. EG-RL vom 13.06.1983 (Konzern-Bilanz-RL)[1] zurück. Die in Abs. 1 in Bezug genommenen Vorschriften wurden durch das TransPuG 2002, das BilReG 2004, das BilMoG 2009 und das BilRUG geändert...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 8.2.1.1 Abschlussprüfung

Rz. 295 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als eine erste und genuin handelsrechtliche Sanktion der Bilanzierungspflicht kommt die Abschlussprüfung nach §§ 316ff. HGB in Betracht. Bekanntlich sind der Jahresabschluss und der Lagebericht von Kapitalgesellschaften durch einen Abschlussprüfer zu prüfen (§ 316 Abs. 1 HGB). In diese Prüfung ist die Buchführung einzubeziehen (§ 317 Abs. 1 ...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1.2.9 Wahlrecht des Geschäftsleiters

Rz. 88 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der Literatur wird vertreten, dass der Geschäftsleiter ein Wahlrecht habe, ob er von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch macht oder nicht. Jedoch soll das Wahlrecht im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung eingeschränkt werden können.[1] Für diese Lösung wird auf die anderweitige Formulierung von § 264b HGB a. F. verwiesen, der ...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 2.2.1.1 Überblick

Rz. 345 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit dem IFRS Practice Statement 1 Management Commentary reagierte der IASB auf die stetig steigende Bedeutung einer Zukunfts- und Wertorientierung in der freiwilligen Unternehmensberichterstattung (Value Reporting)[1] wie auch der verpflichtenden Lage- bzw. Managementberichterstattung. Damit folgt der IASB dem Trend, standardisierte Regelung...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 6.1.2.6 Begründungspflicht

Rz. 201 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Sofern ein Tochterunternehmen nach § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen wird, ist dies im Konzernanhang zu begründen. Die Begründung muss hinreichend detailliert sein. Die bloße Nennung der Norm reicht nicht. Es muss für den Adressaten erkennbar sein, auf welches oder welche Einbeziehungswahlrechte die Nichteinbeziehung gestützt...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 7.1.2.3 Aufbewahrungsfrist

Rz. 124 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Aufbewahrungsfrist ist für die unterschiedlichen kaufmännischen Unterlagen gestaffelt. Nach Abs. 4 beträgt die Aufbewahrungsfrist zehn Jahre für Handelsbücher, Inventare, Bilanzen, Lageberichte nebst Organisationsunterlagen und für Buchungsbelege (Abs. 4 i. V. m. Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 4). Für alle sonstigen Unterlagen des Kaufmanns beträg...mehr

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Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 2.1.2.2.1 Regelungsgehalt

Rz. 45 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 331 Abs. 1 Nr. 1a HGB wird bestraft, wer als Mitglied des vertretungsberechtigten Organs einer KapGes zum Zwecke der Befreiung (§ 325 Abs. 2a Satz 1, Abs. 2b HGB) einen Einzelabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards (§ 315a Abs. 1 HGB) offenlegt, in dem die Verhältnisse der KapGes unrichtig wiedergegeben oder verschleie...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.12 Satzungsmäßige Rücklagen

Rz. 256 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Satzung einer GmbH kann vorsehen, dass Beträge zwingend in Rücklagen einzustellen sind. Nicht hierher gehören Rücklagen, zu deren Bildung die Geschäftsführer durch die Satzung ermächtigt sind; hier fehlt es am bindenden Element.[1] Es können in der Satzung bestimmte Zwecke vorgegeben werden, jedoch ist auch die zweckfreie Bildung möglich...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.5.5 Übereinstimmung mit den IFRS (compliance with IFRSs, Fehlerbegriff der IFRS)

Rz. 184 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IASB CF.2.18 (2018) beschreibt die Leitlinien für den Fehlerbegriff der IFRS als Sorgfaltsmaßstab. Die Darstellung des nach den Standards abzubildenden Vorgangs darf keine Fehler und Auslassungen aufweisen und die verwendete Rechnungslegungsmethode muss ohne "Prozessfehler" ausgewählt und angewendet werden. Diesen Fehlerbegriff übernehmen IA...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.2.2.4.10 Niederstwertprinzip

Rz. 150 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Niederstwertprinzip folgt aus dem Vorsichtsprinzip, konkretisiert das Imparitätsprinzip und bezeichnet den Grundsatz der vorsichtigen Bewertung der Aktiva. Im Gesetz kommt es gem. § 253 Abs. 3, 4 HGB zum Ausdruck. Danach sind unrealisierte Wertverluste im Anlagevermögen zu berücksichtigen, wenn am Bilanzstichtag eine voraussichtlich daue...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 1 Einleitung

Rz. 1 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zahlreiche gesetzliche Regelungen knüpfen zumindest mittelbar Rechtsfolgen an den Bilanzansatz, die Bewertung eines Vermögensgegenstandes oder einer Schuld und den Ausweis, aber auch an den so ermittelten Bilanzgewinn. Das sind zum einen die Vorschriften über die Gewinnverwendung in Kapitalgesellschaften, zum anderen aber auch strafrechtliche ...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 3.1.1.1 Überblick

Rz. 51 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 240 HGB trifft den Kaufmann eine Pflicht zur Inventur und, darauf gestützt, zur Errichtung eines Inventars.[1] Man kann das Inventar als eine Art Vorstufe der Bilanzierung bezeichnen.[2] Während in Abs. 1 sowie in Abs. 2 Satz 1 und 3 die Durchführung der Inventur und die Aufstellung des Inventars geregelt sind, begrenzt Abs. 2 Satz 2 d...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 5.2 Ökonomische Sichtweise: Bilanztheorie

Rz. 223 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Ökonomie befasst sich seit ihren modernen Ursprüngen mit den Aufgaben und Funktionen von Rechnungslegung und Bilanzierung. Dabei geht es vor allem um die Frage, was als Vermögen und was als Schulden im Rechenwerk anzusetzen ist, wie und nach welchen Grundsätzen zu bewerten ist und wie der Erfolg einer Periode zu bestimmen ist. Hierzu wur...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 5.2.4 Neuere Ansätze

Rz. 229 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In jüngerer Zeit sind diese überkommenen Bilanztheorien zunehmend auf Kritik gestoßen. Bemängelt wird, dass als Zwecke der Bilanz nur die Vermögens- und Erfolgsermittlung Berücksichtigung fänden. Hingegen würden vielfältige Informationsbedürfnisse unterschiedlichster Adressatengruppen vernachlässigt. Zudem beschränkten sich die herkömmlichen...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1.2.3.1.5 Die Kombination von Rechnungswerk und Anhang

Rz. 39 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Jahresabschluss ist nicht auf die Rechnungswerke Bilanz und GuV beschränkt, sondern wird durch den Anhang ergänzt. Der Anhang kann zur Analyse der Bilanzzahlen beitragen.[1] Insbesondere § 284 Abs. 1 HGB regelt, dass Anhangangaben zu machen sind, wenn einzelne Posten in Ausübung eines Wahlrechts nicht in der Bilanz bzw. GuV aufzunehmen si...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.5.3 Vollständigkeit (completeness)

Rz. 182 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In IASC F.38 (1989) wird der Grundsatz der Vollständigkeit als Folgegrundsatz der Verlässlichkeit beschrieben und dort unter dem Vorbehalt der Wesentlichkeit und Kosten gestellt, während er in IASB CF.2.14 (2018) ohne eigenständige Erwähnung dieses Vorbehalts als Ausprägung der Glaubwürdigkeit erscheint. Der Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit ...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 3.1.1.1 Überblick

Rz. 96 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Aus § 290 Abs. 1 HGB folgt, dass jedes Mutterunternehmen grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet ist, auch wenn es seinerseits Tochterunternehmen eines anderen (übergeordneten) Mutterunternehmens ist (sog. Pflicht zur Teilkonzernrechnungslegung oder Tannenbaumprinzip). Zur Vermeidung einer Vielzahl von Teilkonzerna...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 7.1.2.1 Prüfungsumfang

Rz. 85 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Prüfung durch die das Unternehmensregister führenden Stelle beschränkt sich nach Abs. 1 Satz 1 auf die fristgerechte Übermittlung und die Vollzähligkeit der Unterlagen. Welche Unterlagen im Einzelfall eingereicht werden müssen, folgt aus den Regelungen des § 325 Abs. 1, 2, 3 und 3a HGB. Dabei geht es um den Jahresabschluss bzw. den IFRS-E...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1.2.3.1.1 Das grundlegende Verständnis der Vorschrift

Rz. 28 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Art. 4 Abs. 3, Abs. 4 der RL 34/2013/EU bzw. zuvor Art. 2 der 4. EG-Richtlinie verlangen[1], dass der Jahresabschluss im Einklang mit der Richtlinie klar und übersichtlich aufgestellt wird sowie ein zutreffendes Bild von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt, weitere Angaben enthält, soweit kein derartiges zutreffendes Bild vermittelt ...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 10.1.2.2.3 Sonderregelungen für Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen (Satz 3)

Rz. 332 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 300 Abs. 2 Satz 3 HGB dürfen solche Ansätze, die auf der Anwendung von für Kreditinstitute oder Versicherungsunternehmen wegen der Besonderheiten des Geschäftszweigs geltenden Vorschriften beruhen, beibehalten werden, auch wenn diese Ansätze nicht den Ansatzvorschriften des Mutterunternehmens entsprechen.[1] Wird von dieser Ausnahmere...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 17.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 569 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Durch das BilRiLiG wurde in § 308 Abs. 3 HGB festgelegt, dass die zu übernehmenden Vermögensgegenstände oder Schulden im Jahresabschluss eines in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens mit einem nur nach Steuerrecht zulässigen Bilanzwert übernommen werden dürfen. Diese Bestimmung wurde durch das TransPuG gestrichen. So sollte die umg...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 3.1.2.3 Rechtsfolgen bei Verstoß

Rz. 45 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine unberechtigte Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 326 HGB stellt einen Verstoß gegen § 325 Abs. 1 HGB dar, weil dem Offenlegungsgebot nicht (vollständig) nachgekommen wurde. Ebenso wird durch die unberechtigte Inanspruchnahme gegen § 328 Abs. 1 HGB verstoßen, da der Jahresabschluss nicht so offengelegt wurde, wie er aufgestellt wu...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 6.1.2.8.3 Formwechsel

Rz. 207 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Durch § 267 Abs. 4 Satz 3 HGB hat der Gesetzgeber klargestellt, dass ein Formwechsel dann nicht § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB unterfällt, wenn eine Gesellschaft im Sinne von §§ 264, 264a HGB in eine ebensolche wechselt. Das war bislang umstritten.[1] Daraus kann im Gegenschluss gefolgert werden, dass es bei einem Wechsel einer gesetzestypischen Pe...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 3.1.1.1.3 Ansatzgebot und Ansatzwahlrechte für Leistungszusagen

Rz. 276 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Dem Arbeitgeber stehen nicht nur die vorstehend (vgl. Tz. 271 ff.) genannten unterschiedlichen Durchführungswege zur Verfügung, auch hinsichtlich der Art und Weise, wie er die Beiträge zur Finanzierung der versprochenen Versorgungsleistung erbringt, hat er verschiedene Möglichkeiten. Unterschieden werden leistungsorientierte Zusagen und beit...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.1.1 Überblick

Rz. 201 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Bestätigungsvermerk enthält ein klar und schriftlich formuliertes Gesamturteil des Prüfers über das Ergebnis der nach den gesetzlichen Bestimmungen durchgeführten Abschlussprüfung.[1] Es handelt sich um ein unternehmensexternes Informationsinstrument, das sich nicht nur an den Auftraggeber und dessen Organe, sondern insbesondere an aktue...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.1.3 Art. 3 Abs. 2 IAS-VO

Rz. 165 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach Art. 3 Abs. 2 IAS-VO sind die Verwirklichung des Einblicksgebots des Art. 2 Abs. 3 der Jahresabschlussrichtlinie 1978 und Verwirklichung des europäischen öffentliche Interesses Bedingung der Übernahme der IFRS in Unionsrecht. Daraus ergibt sich ein Gebot der bezogen auf Art. 3 Abs. 2 IAS-VO verordnungskonformen und, daraus mittelbar fol...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.6.3 Wirtschaftliche Betrachtungsweise (substance over form)

Rz. 187 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Aus dem Gebot der glaubwürdigen Darstellung folgte bereits im System des Rahmenkonzepts 1989 der Grundsatz der wirtschaftlichen Betrachtungsweise (substance over form). Als glaubwürdig beschreibt IASC F.35 (1989) nur eine bilanzielle Darstellung des wirtschaftlichen Gehalts nicht der rechtlichen Gestaltungen. Im Schrifttum wird auf das Beisp...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.1.1.3.1 Sachlicher Geltungsbereich

Rz. 338 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In den Anwendungsbereich des § 301 HGB fallen Unternehmenserwerbe auf Konzernabschlussebene, bei denen konsolidierungspflichtige Anteile an einem Tochterunternehmen vorliegen (sog. share deal). Auf den Erwerb eines Unternehmens durch Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden (sog. asset deal) oder auf vermögensübertragende Umwandlungsv...mehr