Fachbeiträge & Kommentare zu Erlöse

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.2.2.1 Abgrenzung der Umsatzerlöse

Rz. 133 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit IFRS 15 wurden erstmals allgemeine Grundsätze zur Umsatzerfassung in Form eines 5-Stufen-Konzepts eingeführt, das auf jegliche in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallende Kundenverträge anzuwenden ist und nicht nach Vertragsgegenstand differenziert. Die Stufen sind (IFRS 15.IN7): 1. Stufe: Identifikation von Kundenverträgen (vgl. Tz. 13...mehr

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Kapitel 13: Konzernabschlus... / 1.2.2.3.3 Beteiligung an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit

Rz. 45 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Haben die Investoren Rechte bzw. Pflichten in Bezug auf Vermögenswerte und Schulden der gemeinschaftlichen Tätigkeit, sind diese Posten sowie die einhergehenden Erfolgskomponenten im Einzel- und Konzernabschluss anteilig bzw. quotal zu berücksichtigen. Im Einzelnen sieht IFRS 11.20 für die Abschlüsse der Partnerunternehmen Nachfolgendes vor:[...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.1.2.4.2 Umsatzrealisierung bei Mehrkomponentengeschäften

Rz. 120 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unter Mehrkomponentengeschäften wird allgemein die Veräußerung mehrerer einzelner bezüglich ihrer Vergütung im wirtschaftlichen Zusammenhang stehender Geschäfte subsumiert. Dabei handelt es sich i. d. R. um eine Kombination aus der Veräußerung eines Vermögensgegenstands und der Durchführung von Dienstleistungen. Die einzelnen Geschäfte könne...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.2.1.1 Überblick

Rz. 129 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bilanzierung von Umsatzerlösen ist in IFRS 15 – Erlöse aus Verträgen mit Kunden geregelt. IFRS 15 wurde im Mai 2014 vom IASB herausgegeben und ist seit dem 01.01.2018 verpflichtend anzuwenden (IFRS 15.C1).mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 5.2.2.5 Folgebewertung von Vorräten

Rz. 982 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. IAS 2.9 sind Vorräte mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert (net realisable value) zu bewerten. Nach der Definition des IAS 2.6 ist der Nettoveräußerungswert der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufspreis abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 14.1 § 305 HGB

Rz. 516 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 305 Aufwands- und Ertragskonsolidierung (1) In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluß einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen zu verrechnen, soweit sie nicht als Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertige...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 1.2 § 277 HGB

Rz. 48 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 277 Vorschriften zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (1) Als Umsatzerlöse sind die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbund...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.1 §§ 252 Abs. 1 Nr. 4, 277 Abs. 1 HGB

Rz. 93 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 252 Abs. 1 Nr. 4 Allgemeine Bewertungsgrundsätze (1) Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden gilt insbesondere folgendes: [. . .]mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 4.2.2.4.2.2 Separierung von Vertragskomponenten

Rz. 859 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein identifizierter Versicherungsvertrag kann eine oder mehrere voneinander separierbare Leistungskomponenten beinhalten, welche isoliert betrachtet nach einem anderen Standard zu bilanzieren wären. Hierzu zählen beispielsweise andere im Vertrag vereinbarte Dienstleistungs- oder aber eigenständige Kapitalanlagekomponenten. In diesen Fällen i...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 3.2.1.3.1.1 Grundsatz der erfolgsneutralen rückwirkenden Korrektur

Rz. 90 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 8.42 und .46 schreiben den Grundsatz der rückwirkenden Fehlerkorrektur vor. Sie handeln nicht von der Korrektur fehlerhafter bereits veröffentlichter Abschlüsse und schreiben diese, anders als die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung (vgl. DRS 13.26) auch nicht vor. Stattdessen sehen IAS 8.42 und .46 vor, d...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 1.1.2.2 Das Gesamtkostenverfahren

Rz. 10 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Gesamtkostenverfahren werden die Aufwendungen nach Arten (Personal, Material etc.) aufgegliedert, während im Umsatzkostenverfahren nach Funktionen (Herstellungskosten, Vertriebskosten) aufgegliedert wird.[1] Der Posten Umsatzerlöse (vgl. § 275 Abs. 2 Nr. 1 HGB) ist in beiden Verfahren identisch, wird in § 277 Abs. 1 HGB definiert und daher...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.1.1 Entstehungsgeschichte

Rz. 519 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der erste IAS 16 "Accounting for Property, Plant and Equipment" wurde bereits im Jahre 1982 herausgegeben und wurde in den Jahren 1993 und 1998 durch überarbeitete Fassungen ersetzt. Der Standard wurde 2003 weitestgehend in seiner derzeitigen Form unter dem Titel "Property, Plant and Equipment" in EU-Recht übernommen veröffentlicht. In den F...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2.3.1 § 272 Abs. 1b Satz 1 HGB

Rz. 209 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Veräußerung wird bilanziell als Kapitalerhöhung behandelt.[1] Der Erlös ist aufzuspalten. Der Nennbetrag muss nicht mehr abgesetzt werden. War der Erlös geringer (es liegt nur bilanzrechtlich, nicht gesellschaftsrechtlich eine Kapitalerhöhung vor), ist die Differenz mit der Kapitalrücklage zu verrechnen. Andernfalls sind frei verfügbare ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.2.2.1.1 Erstbewertung von Sachanlagevermögen

Rz. 708 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gemäß IAS 16.15 sind Sachanlagen beim erstmaligen Ansatz mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten (at cost) zu bewerten. Diese umfassen den Anschaffungspreis (purchase price) einschließlich Einfuhrzöllen und nicht erstattungsfähigen Umsatzsteuern nach Abzug von Rabatten, Boni und Skonti, bzw. die Herstellungskostenbestandteile gem. IAS...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 4.2.2.4.4 Anwendungsfälle im Nicht-Versicherungsbereich

Rz. 864 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Da sich der Geltungsbereich des Standards nicht auf die Versicherungswirtschaft beschränkt und die bilanziellen Vorgaben ausschließlich produktbezogen ausgerichtet sind, können von der pflichtweisen Anwendung gleichermaßen auch Nicht-Versicherungsunternehmen berührt sein. Auch für Unternehmen, deren Hauptgeschäftstätigkeit nicht in der Überna...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.3.1.3 Verlautbarungen des IASB

Rz. 125 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das IASB veröffentlicht unterschiedliche Verlautbarungen[1], nämlich das Preface, das Framework, die eigentlichen Standards, also die IFRS, ferner die SIC-/IFRIC Interpretationen sowie die Leitlinien zur Anwendung (implementation guidance), Practice Statements, Educational Guidance etc. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihres Verpflichtu...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 4.1.2.1.1 Relevante Größenkriterien

Rz. 119 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bilanzsumme (Abs. 2a) setzt sich nach der durch das BilRUG neu eingefügten gesetzlichen Definition in § 267 Abs. 4a HGB aus den Posten zusammen, die in den Buchstaben A bis E des § 266 Abs. 2 HGB aufgeführt sind (d. h. Anlagevermögen; Umlaufvermögen; Rechnungsabgrenzungsposten; aktive latente Steuern; aktiver Unterschiedsbetrag aus der V...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.2.6 Bewertungskonzept der Periodenabgrenzung (IAS 1.27)

Rz. 196 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Erlöse sind auch im IFRS-Abschluss grundsätzlich erst dann auszuweisen, wenn deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann und wahrscheinlich ist, dass der aus der Transaktion folgende wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird (vgl. für Geschäftsjahre vor 2018: IAS 18.14(a) und (b); IAS 18.20(a) und (b)).[1] Nach IFRS 15.31, der IA...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 4.2.2.4.3 Spezifische Katalogausnahmen

Rz. 862 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Aufgrund der generalistisch gefassten Identifikationskriterien für die Übernahme signifikanter Versicherungsrisiken, wird der Geltungsbereich des IFRS 17 mit Blick auf bestimmte Anwendungsfälle hin eingeschränkt. Dies betrifft solche Vereinbarungen, welche der spezifischen Prägung nach sonst einem Versicherungsvertrag gemäß Definition entspr...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.3.2.4 IFRS 5: Ausweis zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und aufgegebener Geschäftsbereiche

Rz. 820 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zentrales Ziel des IFRS 5 ist es dem Abschlussadressaten Informationen zur Verfügung zu stellen, die eine Beurteilung der finanziellen Auswirkungen der Pläne des Unternehmens zur Veräußerung langfristiger Vermögenswerte sowie zur Aufgabe von Geschäftsbereichen ermöglichen (IFRS 5.30). Um dies zu erreichen, sind nach IFRS 5.1(b) Vermögenswert...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 2.2.2.1.1 Zuschnitt operativer Segmente – Identifikation

Rz. 114 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Segmentberichterstattung spiegelt die interne oberste Ebene der Berichterstattung an das Management des Unternehmens wider. Technisch wird diese allerdings bottom up erstellt. Insofern kann in der Praxis eine Divergenz zwischen dem postulierten management approach (der Berichterstattung an das Management bzw. der Organisation des Unterne...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.1.1 Zielsetzung, Entstehung und Erstanwendungszeitpunkt

Rz. 429 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 38 regelt die bilanzielle Erfassung (Ansatz, Bewertung, Ausweis) von immateriellen Vermögenswerten (intangible assets) für Unternehmen aller Branchen und Größen, ist aber auf solche immateriellen Vermögenswerte nicht anwendbar, deren Bilanzierung in anderen Standards geregelt wird (IAS 38.1). Rz. 430 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Jahr 1998...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.2.2.3.2 Umsatzrealisierung bei Kaufverträgen

Rz. 165 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit Übertragung der Kontrolle über einen Vermögenswert an den Kunden (vgl. Tz. 162) geht die Übertragung der Risiken und Chancen sowie sämtlicher Verfügungsrechte an den Kunden einher (IFRS 15.38). Der Eigentumsvorbehalt ist auch nach IFRS unschädlich für eine Umsatzrealisierung (IFRS 15.38(b)). Ist es nicht eindeutig, ob die Kontrolle an den...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.1.1.2.2 Teilamortisationsverträge über bewegliche Sachen

Rz. 10 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Falle dieser Verträge decken die Leasingraten, die während einer fest vereinbarten Vertragsdauer geschuldet sind, die Gesamtkosten des Leasinggebers für das Leasingobjekt nur zum Teil. Das Risiko verbleibt daher zunächst beim Leasinggeber (rechtlicher Eigentümer). Praktisch sichert er sich dieses Risiko jedoch häufig durch entsprechende ve...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 6.1.2.4.1 Unterjährige Entnahmen/Vorabausschüttungen

Rz. 190 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Aktienrecht sind gem. § 59 AktG Vorabausschüttungen dergestalt möglich, dass sofort nach Geschäftsjahresende mit Blick auf einen voraussichtlichen Bilanzgewinn eine Dividende ausgeschüttet werden darf, sofern ein Jahresüberschuss nach vorläufiger Rechnung zu erwarten ist. Im GmbH-Recht sind neben einer Vorabausschüttung auch unterjährige ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2.3.2 § 272 Abs. 1b Satz 2 HGB

Rz. 210 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Übersteigt der Erlös den Nennbetrag, ist die Differenz bis zum für den Erwerb gezahlten Aufgeld wieder in die entsprechende Rücklage einzustellen, aus der der Betrag entnommen worden ist. Ist die GmbH inzwischen in eine AG umgewandelt, ist es fraglich, ob bei vorheriger Entnahme aus der Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eine Rückge...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.1.1.2.2.6.2 Einzelfälle

Rz. 100 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Verkaufsgeschäfte Im Falle von Verkaufsgeschäften besteht die Problematik, dass unterschiedliche Zeitpunkte existieren, die für eine Ertragsrealisation in Betracht kommen. Denn es bestehen Gefahrtragungsregeln, Widerrufsrechte und Gewährleistungsrechte, die dafür sorgen, dass ein Ertrag nicht bereits dann als sicher verdient gelten kann, wenn...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.3.10.3 Übertragung des Vermögenswerts stellt keinen Verkauf dar

Rz. 170 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Sofern die Übertragung des Vermögenswerts keinen Verkauf nach den Regelungen in IFRS 15 darstellt, ist in der Folge auch keine (Rück-)Leasingvereinbarung abzubilden. Der nicht erfolgte Verkauf führt dazu, dass der Vermögenswert weder beim Verkäufer/Leasingnehmer ausgebucht noch beim Käufer/Leasinggeber eingebucht werden darf. In Höhe des Erl...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.2.2.3 IAS 41

Rz. 788 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Diktion des fair value wird anhand des Standards IAS 41 besonders deutlich. Der Standard verzichtet auf die kategorische Unterscheidung von Erst- und Folgebewertung, die Anschaffungs- und Herstellungskosten bilden demnach keine Obergrenze. Im Rahmen der Folgebewertung werden einzig die notwendigen, inkrementalen Veräußerungskosten (IAS 4...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.4.3 § 272 Abs. 4 Satz 4 HGB

Rz. 277 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Rücklage ist gem. § 272 Abs. 4 Satz 4 HGB nur aufzulösen, wenn die Anteile veräußert, ausgegeben oder eingezogen werden oder ein niedrigerer Betrag für diese Anteile angesetzt wird.[1] Analog muss die Regelung angewendet werden, wenn die Beteiligung an der abhängigen bzw. durch Mehrheit beherrschten Gesellschaft veräußert oder auf ein "n...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 2.1.2.4.1 Grundlegende Angaben

Rz. 96 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Abgrenzung der anzugebenden Segmente führt zum eigentlichen Kern der Segmentberichterstattung, die Bereitstellung segmentbezogener Informationen für Zwecke der Bilanzadressaten. Die im Standard formulierten Wahlrechte, bspw. zur Zusammenfassung von Segmenten (vgl. Tz. 93), hinsichtlich der Größenmerkmale/Schwellenwerte (vgl. Tz. 94) oder ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.8 Weitere Erkenntnisse zu Fehlern im Wertminderungstest

Rz. 302 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der impairment only approach beim goodwill accounting wird in der Rechnungslegungstheorie stets kritisch diskutiert[1], insbesondere da der Goodwill-Wertminderungstest der Rechnungslegungspraxis eine Reihe von Möglichkeiten lässt, den "alten Freund" goodwill als Gast in ihren Bilanzen zu behalten. Mit einer durchgeführten Unternehmensakquisi...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.2.5 Vorsichts-, Realisations-, und Imparitätsprinzip

Rz. 194 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS enthalten ein dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip vergleichbares, wenngleich anders akzentuiertes[1] Prinzip der objektiven Wertermittlung in den Bewertungsgrundsätzen der Verlässlichkeit und Neutralität (CF.2.16 und IAS 1.29 ff.), der Vergleichbarkeit (CF.2.24) und der Nachprüfbarkeit (CF.2.30). Diesen Grundsätzen steht im Bewe...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.5.2 Erwerb und Veräußerung eigener Anteile

Rz. 113 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gemäß IAS 32.33 sind zurückerworbene eigene Anteile vom Eigenkapital abzuziehen. Für diesen Vorgang ist eine GuV-neutrale Abbildung geboten. Nicht möglich ist ein aktivischer Ausweis als "eigene Anteile im Bestand", vor allem weil die vom Emittenten gehaltenen eigenen Anteile die im Rahmenkonzept definierten Kriterien für Vermögenswerte nich...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.3.1 Die Grundfälle

Rz. 227 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Aufgeld (Agio) kann dadurch anfallen, dass die Anleihe entweder marktgerecht verzinst wird und deshalb ein Aufgeld zu zahlen ist, dass die Anleihe nicht marktgerecht verzinst wird und deshalb kein Aufgeld zu zahlen ist, dass bei späterer Begebung der jungen Aktien ein über dem Nennbetrag liegendes Aufgeld erzielt wird. Letzteres ist gem....mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.2.2.2.2 Identifizierung des Erwerbers

Rz. 400 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die vollumfängliche Erfüllung der Definition von Unternehmenszusammenschlüssen erfordert über das bloße Vorliegen eines Geschäftsbetriebs hinaus auch den Übergang der Beherrschung des Geschäftsbetriebs auf den Erwerber. Rz. 401 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In sämtlichen Fällen eines Unternehmenszusammenschlusses sind mit Blick auf die Anwendung ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.1.3 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 525 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 16 wurde u. a. mit den Annual Improvements to IFRSs aus dem Jahr 2008 geändert. Danach sind Sachanlagen gem. IAS 16 mit ihrem Buchwert ins Vorratsvermögen umzubuchen, wenn sie regelmäßig für Vermietungszwecke gehalten und anschließend (nach Ende der Mietzeit) verkauft werden. Dies erfolgt in praxi z. B. routinemäßig bei Autovermietungsge...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.5.4 Auf die Beteiligung entfallender Teil des Jahresüberschusses

Rz. 284 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Auf die Beteiligung entfallen grundsätzlich die in der Vorschrift genannten Dividenden oder Gewinnanteile, wozu auch der gem. § 301 AktG abzuführende Jahresgewinn beim Gewinnabführungsvertrag zählt.[1] Eine Vorabausschüttung im GmbH-Recht kann nach den Darlegungen zur Vorabausschüttung bzw. Abschlagszahlung unproblematisch als Beteiligungser...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.2.1 Gesondert angeschaffte immaterielle Vermögenswerte

Rz. 437 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Erfüllung der Definitionskriterien bedingt, dass der Posten weder monetärer Art noch physisch greifbar ist. Zudem ist nachzuweisen, dass dieser identifizierbar (IAS 38.8) und damit abgrenzbar vom Geschäfts- oder Firmenwert des Unternehmens ist (IAS 38.11 f.). Sind die Kriterien nicht kumulativ erfüllt, kommt IAS 38 nicht zur Anwendung un...mehr

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Kapitel 18: Haftung für feh... / 1.1 Vorstand der AG

Rz. 2 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Verletzt der Vorstand seine Pflichten, haftet er gem. § 93 Abs. 2 Satz 1 AktG auf Schadensersatz. Die Rechnungslegungspflicht trifft den Vorstand als Organ, jedoch kann intern über die Zuständigkeit disponiert werden. Nicht mit der Rechnungslegung befasste Vorstandsmitglieder haben jedoch für ordnungsgemäße Auswahl und Überwachung ihrer mit de...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.5 Synopse

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 6.1.2.5 Umsatzerlöse

Rz. 194 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Begriff der Umsatzerlöse folgt der Definition gem. § 277 Abs. 1 HGB. Daher sind Entgelte für betriebstypische Leistungen anzusetzen, d. h. Kaufpreise, Vermietungs- und Verpachtungserlöse oder Dienstleistungsentgelte. Diese sind um die Erlösschmälerungen und Umsatzsteuern zu kürzen. Es kommt daher auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit an...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.3 Geltungsbereich (sachlich, zeitlich)

Rz. 417 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 37 ist von allen nach IFRS bilanzierenden Unternehmen anzuwenden und regelt Ansatz, Bewertung und Ausweis von Rückstellungen sowie Angabepflichten zu Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen (IAS 37.1). Explizit nicht im Anwendungsbereich des IAS 37 liegen Rückstellungen, die aus noch zu erfüllenden Verträgen resultieren. Darunte...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 16.2.1 Erstkonsolidierung nicht beherrschender Anteile

Rz. 560 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die nicht beherrschenden Anteile verkörpern das Eigenkapital eines Tochterunternehmens, das einem Mutterunternehmen weder unmittelbar noch mittelbar zugeordnet wird (IFRS 10.Anhang A). Nach IFRS 3.19 besteht ein Wahlrecht für die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt, die einen gegenwärtigen Anteil am Net...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2 Eigene Anteile (§ 272 Abs. 1a, 1b HGB)

Rz. 199 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eigene Anteile haben als wertlose Rechtshülse nach h. M. keinen Mehrwert für das Vermögen der Gesellschafter und damit der Gläubiger.[1] Das ist zutreffend, weil sie wegen des Mittelabflusses beim Rückkauf gerade nicht mit Vermögen unterlegt werden. Unabhängig von ihrer Bedeutung als Akquisitionswährung oder Kursstabilisierungsfaktor bzw. Ge...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 21.1.1.3 Geltungsbereich

Rz. 658 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Soweit es um die Kernaufgabe des DRSC geht, also die Entwicklung von Empfehlungen zur Anwendung von Grundsätzen über die Rechnungslegung (vgl. § 342q Abs. 1 Nr. 1 HGB) und die Erarbeitung von Interpretationen der internationalen Rechnungslegungsstandards i. S. v. § 315e Abs. 1 HGB (vgl. § 342q Abs. 1 Nr. 4 HGB), ist der Auftrag des privaten ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Aktuelle FG-Rechtsprechung ... / d) Förderunschädliche wohnungswirtschaftliche Verwendung des Altersvorsorge-Eigenheimbetrags bei Darlehenstilgung?

Eine förderunschädliche wohnungswirtschaftliche Verwendung i.S.d. § 92a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Alt. 2 EStG liegt nach Auffassung des FG Berlin-Brandenburg nicht vor, wenn mit dem abzulösenden Darlehen Anschaffungs-/Herstellungskosten einer (inzwischen) nicht mehr selbst genutzten Wohnung finanziert worden sind, der Erlös aus dem Verkauf dieser Wohnung nicht zur Ablösung dieses Fina...mehr

Beitrag aus Finance Office Professional
Buchführung: Rechtsgrundlag... / 3.4.5 Abschlussbuchungen

Rz. 79 Der Abschluss des Hauptbuches, also der Abschluss aller Sachkonten, führt zur Schlussbilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung. Sämtliche aktiven und passiven Bestandskonten werden auf das Schlussbilanzkonto abgeschlossen, sämtliche Erfolgskonten auf das GuV-Konto. Durch den Saldoübertrag sind alle Konten ausgeglichen – das Hauptbuch ist abgeschlossen. Konten ohne Sa...mehr

Beitrag aus Finance Office Professional
Wertpapiere nach HGB, EStG ... / 5.3.3.2 Bilanzierung beim Verkäufer des Optionsrechts (Stillhalter)

Rz. 159 Muss der Stillhalter aufgrund der Optionsausübung Wertpapiere an den Optionskäufer verkaufen (Kaufoption, call), ist die Optionsprämie seinem Veräußerungserlös zuzuschlagen.[1] Praxis-Beispiel Der Basispreis beträgt 280, der Optionspreis 10. A hat 100 Aktien vom Stillhalter B gekauft, die bei diesem mit 275 zu Buche stehen. Bei Zahlung der Optionsprämie durch A hatte B...mehr

Beitrag aus Finance Office Professional
Wertpapiere nach HGB, EStG ... / 3.6.3.3 Aus Betriebsmitteln erworbene Wertpapiere

Rz. 66 Wertpapiere, die aus Betriebsmitteln erworben wurden und im Betriebsvermögen belassen werden, bei deren Erwerb aber nicht bereits erkennbar ist, dass sie dem Betrieb nur Verluste bringen können,[1] können als gewillkürtes Betriebsvermögen ausgewiesen werden. Das hat der BFH sogar für einen Freiberufler entschieden. Das muss daher erst recht für einen Gewerbetreibenden...mehr