Fachbeiträge & Kommentare zu Eigenkapital

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.1.6 Eingeforderte Einlage

Rz. 193 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die noch nicht eingezahlte, aber eingeforderte Einlage ist zu aktivieren als sonstiger Vermögensgegenstand des Umlaufvermögens (§ 266 Abs. 2 B II 4 HGB).[1] Grundsätzlich soll eine Forderung nach dem Einzelrisiko eines jeden Schuldners beurteilt werden.[2] Das ist im Aktienrecht zutreffend. Im GmbH-Recht kommt es wegen der Ausfallhaftung gem...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.2.2.2 Transaktionen mit Barausgleich

Rz. 146 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich sieht IFRS 2.30 entsprechend der Gläubigerposition der Vergütungsempfänger eine Gegenbuchung im Fremdkapital vor. Die unsichere Zahlungsverpflichtung ist durch Bildung einer Rückstellung zu erfassen und im Zeitablauf unter Berücksichtigung neuer Informationen anzupassen. Soweit ers...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 2.2.2 Verstöße gegen Gliederungsvorschriften (§ 256 Abs. 4 AktG)

Rz. 54 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Gliederungsvorschriften der §§ 266ff. HGB dienen der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses und damit, wenn auch nicht primär, zumindest auch dem Gläubigerschutz. Erfasst sind[1] aus dem HGB §§ 246 Abs. 2, 247, 265, 266, 268–277, zu denen es aber rechtsformspezifische Erleichterungen gibt; aus dem AktG §§ 152, 158, 240, 261 Ab...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.10 Gewinnrücklagen (§ 272 Abs. 3 HGB

Rz. 252 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Anders als die Kapitalrücklage stammt die Gewinnrücklage nicht aus Kapitalzuführungen von außen, sondern wird aus Erträgen der Gesellschaft gebildet.[1] Diese Differenzierung erlangt nicht nur im Aktienrecht für den Umfang der ausschüttungsfähigen Beträge (§ 150 Abs. 3, Abs. 4 AktG) Relevanz, sondern auch für eine mögliche Minderung des Bete...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.13 Sonstige Gewinnrücklagen

Rz. 258 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In diesem Posten sind alle Gewinnrücklagen zu verbuchen, die weder nach dem Gesetz noch nach der Satzung gebildet werden müssen.[1] Da sind die Einstellungen gem. § 58 Abs. 1 AktG, § 58 Abs. 2 AktG und § 58 Abs. 3 AktG bzw. § 29 Abs. 2 GmbHG [2] sowie die Wertaufholungsrücklage gem. § 58 Abs. 2a AktG, § 29 Abs. 4 GmbHG.[3]mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2.2.1 Mindestanforderungen für alle Kaufleute

Rz. 23 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift des § 247 Abs. 1 HGB regelt für die Bilanz aller Kaufleute eine hinreichende Aufgliederung der Aktiva und Passiva. Sie gilt für alle Kaufleute, soweit nicht speziellere Gliederungsvorschriften vorgehen. Sie gilt damit auch für die Abgrenzung von Anlage- und Umlaufvermögen bei Kapitalgesellschaften.[1] Eine entsprechende Vorschr...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 5.3.2 Selbstinformation

Rz. 234 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Rechnungslegung soll dem Kaufmann bzw. der Geschäftsleitung des Unternehmens einen Überblick über die Vermögensgegenstände und Schulden sowie über das Eigenkapital und den erzielten Erfolg vermitteln, wobei der "Zwang zur Rechenschaft vor sich selbst" verhindern soll, dass das Unternehmen aus mangelnder Übersicht über den Vermögensstand ...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 2.1.2.4.3 Kapitalmaßnahmen des assoziierten Unternehmens

Rz. 86 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zu Veränderungen des Equity-Wertansatzes können neben Anteilserwerb bzw. -veräußerung auch Kapitalmaßnahmen des assoziierten Unternehmens führen. Gemäß DRS 26.61 gilt der Grundsatz, dass der nicht auf Einlagen des beteiligten Unternehmens beruhende Teil des Änderungsbetrags des anteiligen Eigenkapitals GuV-wirksam im Equity-Wert zu berücksich...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.4.2 Bestimmung des Diskontierungszinssatzes

Rz. 253 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorgaben des Standards verpflichten den Bilanzersteller auf die Berücksichtigung einer marktbasierten Diskontierungsgröße vor Steuern (IAS 36.55 i. V. m. IAS 36.A15). Dies steht konträr zum eigentlichen Charakter des Nutzungswerts als unternehmensspezifische Größe. Mangels Objektivierbarkeit, tendiert der Standard zur Marktbasierung (IAS...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 7.1.2.1.4.3 Eingeschränkter Bestätigungsvermerk

Rz. 225 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Sofern Einwendungen zu erheben sind, ist der Bestätigungsvermerk nach Abs. 4 Satz 1 einzuschränken oder zu versagen. Unter Einwendungen sind Beanstandungen gegen die Rechnungslegung zu verstehen, die sich im Rahmen der Prüfungsdurchführung ergeben.[1] Der Abschlussprüfer muss aufgrund seiner Treuepflicht die geprüfte Gesellschaft zunächst au...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 16.2.2 Folgekonsolidierung nicht beherrschender Anteile

Rz. 562 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bestimmungen des IFRS 3.19 sehen vor, dass sich der nicht beherrschende Anteil zum Erstkonsolidierungsstichtag entweder als Anteil am Reinvermögen zu jenem Zeitpunkt oder unter Einbeziehung eines goodwill als Anteil am Unternehmenswert (Full-goodwill-Methode) ermittelt. Die Folgekonsolidierung dieser nicht beherrschenden Anteile fällt in...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.4.1.1 Definition von Erträgen und Aufwendungen

Rz. 87 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Erträge sind im Framework als Zunahmen von Vermögenswerten oder Abnahmen von Schulden definiert, die mit einer gleichzeitigen Zunahme des Eigenkapitals verbunden und nicht Bestandteil einer Eigenkapitalgebertransaktion sind ((IASB CF.4.68 [2018])). Entsprechend sind Aufwendungen definiert als Abnahmen von Vermögenswerten oder Zunahmen von Ver...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 4.1.2.2 § 264c Abs. 2 HGB

Rz. 136 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 264c Abs. 2 HGB enthält Vorschriften zum Ausweis des Eigenkapitals bei Personengesellschaften im Sinne von § 264a HGB. § 272 HGB ist nicht ohne Probleme anwendbar, weil die Personengesellschaft die Herkunft des Eigenkapitals nicht einheitlich wie eine Kapitalgesellschaft ausweisen kann, sondern das Prinzip der Gesellschafterkonten berücksi...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 1.3 Synopse

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3.2.4 Wahlweise Erläuterung im Anhang

Rz. 82 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Einzelne Standards schreiben die Untergliederung bestimmter Posten ausdrücklich vor. IAS 1.78 enthält dazu eine beispielhafte Aufzählung.[1] Diese Untergliederung kann nach IAS 1.77 entweder in der Bilanz oder im Anhang vorgenommen werden. Maßgeblich für die Entscheidung über eine Untergliederung in der Bilanz oder im Anhang sind die Grundsät...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 3.1.1.1.3 Ansatzgebot und Ansatzwahlrechte für Leistungszusagen

Rz. 276 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Dem Arbeitgeber stehen nicht nur die vorstehend (vgl. Tz. 271 ff.) genannten unterschiedlichen Durchführungswege zur Verfügung, auch hinsichtlich der Art und Weise, wie er die Beiträge zur Finanzierung der versprochenen Versorgungsleistung erbringt, hat er verschiedene Möglichkeiten. Unterschieden werden leistungsorientierte Zusagen und beit...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 1.2.2.2.2.1 Substanzielle Rechte versus Schutzrechte

Rz. 53 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach den Bestimmungen des IFRS 10 ist bei der Beurteilung bzgl. einer gegebenen Beherrschungsmöglichkeit ausdrücklich auf substanzielle Stimmrechte bzw. Stimmrechtsmehrheiten abzustellen. Sofern für relevante Entscheidungen die Zustimmung durch Dritte notwendig ist, liegt keine substanzielle Stimmrechtsmehrheit vor (IFRS 10.B36 i. V. m. IFRS ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.2.2.3.2 Untergliederung der Posten (IAS 1.77–.78)

Rz. 408 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 1.57 stellt klar, dass die IFRS weder Reihenfolge noch Gliederung der Bilanz vorschreiben. Das gilt uneingeschränkt aber nur für die erste Ebene. IAS 1.77 regelt die Untergliederung der Bilanz in der zweiten und den weiteren Ebenen. Danach sind grundsätzlich Unterposten in einer für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens geeigneten Weis...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.3.5.3 Identische Ausstattungsmerkmale

Rz. 76 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 32.16A(c) verlangt, dass die kündbaren Instrumente identische Ausstattungsmerkmale (identical features) aufweisen. Allerdings nennt der Standard selbst hierfür lediglich beispielhaft deren Kündbarkeit und dass die Formel oder Methode zur Ermittlung des Rückkauf- oder Rücknahmepreises für alle Instrumente in dieser Klasse von Instrumenten ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.7 Goodwill-Behandlung von NCIs beim Wertminderungstest

Rz. 299 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein Mutter-Tochter-Verhältnis wird widerlegbar bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50 % vermutet. Die Vermögenswerte des Tochterunternehmens werden dann zu 100 % konsolidiert (vgl. Kapitel 12), wobei für die "Vermögenswerte nicht beherrschender Anteilseigner" (non controlling interest; NCI) ein Merkposten im Eigenkapital i. H. der NCI-Antei...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2.5 Die gesellschaftsrechtlichen Konsequenzen

Rz. 214 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Aus dem Übergang zum Nettoausweis resultiert das Problem, dass in Höhe des abgesetzten Kapitalbetrags eine freie Rücklage verbleiben muss; es sei denn, sie ist nach vorliegend vertretener Ansicht zur Begleichung der Erwerbskosten verwendet worden. Das Problem resultiert daraus, dass beim Erwerb selbst der gesamte Erwerbspreis aus freien Rück...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.4.3.1 Bewertungsobjekt

Rz. 319 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Vermögenswerte oder Schulden stellen die Bewertungsobjekte – Eigenkapital wird lediglich als Residualgröße fortgeschrieben – des Abschlusses dar. Das Bewertungsobjekt wird nicht durch den IFRS 13 bestimmt, sondern durch die jeweiligen IFRS Einzelstandards, welche die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwertes gem. IFRS 13 fordern. Von dem ein...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.4.2.2 § 272 Abs. 4 Satz 3 HGB

Rz. 272 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für eigene Anteile bis zum BilMoG besagten § 71 Abs. 2 Satz 2 AktG a. F. bzw. § 33 Abs. 2 Satz 1 GmbHG a. F., dass eine Rücklage aus freien Mitteln gebildet werden musste, die nicht zu Ausschüttungszwecken zur Verfügung stand. Das muss mangels gesetzlichen Anhaltspunktes für die Neuregelung der Sache nach unterstellt werden.[1] Daraus ergibt...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 6.4 Bewertung

Rz. 257 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ebenfalls markante Unterschiede trotz zahlreicher und durch das BilMoG 2009 noch vermehrter Übereinstimmungen gibt es schließlich bei den Bewertungsvorschriften. Für Aktiva bilden nach beiden Systemen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die Bewertungsobergrenze. Nach dem HGB gibt es davon keine, nach den IFRS hingegen zahlreiche Ausnah...mehr

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Kapitel 15: Prüfung / 3.1.2.2.2 Prüfung der zusammengefassten Jahresabschlüsse

Rz. 49 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unter zusammengefassten Jahresabschlüssen sind nach § 317 Abs. 3 Satz 1 HGB i. V. m. § 300 Abs. 1 Satz 1 HGB bzw. IFRS 10.B86 Finanzinformationen des Mutterunternehmens sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen – d. h. Vermögen, Schulden, Eigenkapital, ggf. Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge sowie Anhanganga...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 3.1.2.1 Inventar, Inventur, Inventarpflicht, Eröffnungsinventar

Rz. 55 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zur Buchführungspflicht eines jeden Kaufmanns gehört die Inventarpflicht. Konsequent gilt die durch BilMoG eingeführte Befreiung des § 241a HGB für "kleine" Kaufleute auch hier. Inventar ist das genaue Verzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden mit Angabe ihrer Werte (Abs. 1). Das Gesetz spricht vom Anfangs- oder Eröffnungsinventar, ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.4.2 § 272 Abs. 4 Satz 1 HGB

Rz. 270 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 272 Abs. 4 Satz 1 HGB besagt, dass für Anteile an einem herrschenden oder mit Mehrheit beteiligten Unternehmen eine Rücklage zu bilden ist. Weil es allein um den Kapitalschutz der abhängigen Gesellschaft geht, ist in diesem Fall auf §§ 16, 17 AktG zurückzugreifen und nicht auf § 271 Abs. 2 AktG.[1] Nicht notwendig ist der Erwerb von Anteil...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.5.1.2 Offene Einlagen

Rz. 109 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei einer als anteilsbasierte Vergütung abzubildenden offenen Einlage – unter Ausklammerung gesellschaftsrechtlicher Restriktionen (bspw. § 27 Abs. 2 AktG) – empfängt die Gesellschaft von einem Gesellschafter Güter oder Dienstleistungen und gewährt im Gegenzug statt Zahlungsmitteln oder anderweitiger Vermögenswerte Gesellschaftsrechte. Aus d...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.3.1 Die Grundfälle

Rz. 227 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Aufgeld (Agio) kann dadurch anfallen, dass die Anleihe entweder marktgerecht verzinst wird und deshalb ein Aufgeld zu zahlen ist, dass die Anleihe nicht marktgerecht verzinst wird und deshalb kein Aufgeld zu zahlen ist, dass bei späterer Begebung der jungen Aktien ein über dem Nennbetrag liegendes Aufgeld erzielt wird. Letzteres ist gem....mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 1.1.2.2.5 Zweckgesellschaft

Rz. 27 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Zweckgesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass ihr Geschäftsbetrieb der Erreichung eines eng begrenzten und genau definierten Ziels dient. Dabei muss die Gesellschaft nicht notwendigerweise genau ein Ziel oder ausschließlich Ziele des Mutterunternehmens verfolgen.[1] Typische Merkmale einer Zweckgesellschaft sind:[2] Zielsetzung und T...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.1.1.2.5.1 Einfügung

Rz. 370 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 265 Abs. 5 HGB gestattet die Ergänzung der Bilanz mit zusätzlichen Posten. Speziell handelt es sich dabei in Satz 1 um die Untergliederung und in Satz 2 um die Hinzufügung eines neuen Postens. Im ersten Fall bietet das Gesetz keine Detailgliederung mehr an, sodass das Unternehmen die entsprechenden Beträge für einen bestimmten Posten aufzu...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 1.1.2.4 Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Rz. 30 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist nach der direkten Methode zu ermitteln (DRS 21.24, .42). Er umfasst sämtliche Zahlungsvorgänge für den Erwerb oder die Herstellung und aus dem Verkauf von Anlagevermögen, inkl. nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungsauszahlungen sowie ausgewählte mit dem Anlagevermögen im Zusammenhang steh...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.2 § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Rz. 220 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gesellschaftsanteile sind grundsätzlich mindestens zum Nennwert auszugeben (§ 9 Abs. 1 AktG). Darüber hinausgehender Betrag ist das Aufgeld, auch Agio genannt (§ 36a Abs. 1 AktG).[1] Dieses ist in der Kapitalrücklage zu buchen. Das gilt ebenso im GmbH-Recht.[2] Auf Zeitpunkt und Form der Leistung kommt es nicht an; jeder mit der Anteilsausga...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 4.2.2.5 Exkurs: Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in einem Einzelabschluss (IAS 27)

Rz. 869 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 27 regelt die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen für den Fall, dass das berichtende Unternehmen einen den IFRS entsprechenden Einzelabschluss aufgrund nationaler Vorschriften oder auf freiwilliger Basis aufstellt (IAS 27.1 f.). Der Regelungsbereich des IAS 27 erstreckt si...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.5.2.2 Die Vorabausschüttung bzw. Abschlagszahlung

Rz. 282 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Vorabausschüttung im GmbH-Recht[1] bzw. Abschlagszahlung gem. § 59 AktG führen zu einer Auszahlung eines prognostizierten Gewinns; im GmbH-Recht kann das recht großzügig noch im laufenden Geschäftsjahr geschehen[2], während § 59 AktG sehr restriktive Voraussetzungen aufstellt und eine Abschlagszahlung nur nach Schluss des Geschäftsjahre...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.5.6 Beträge, die der ausschüttungsgesperrten Rücklage unterfallen

Rz. 292 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unter der Geltung von § 272 Abs. 5 HGB mit der ausschüttungsgesperrten Rücklage kann die Rechtsprechung des BGH zur phasengleichen Aktivierung noch weiter liberalisiert werden, wenn man bedenkt, dass die Beträge einer Ausschüttungssperre unterworfen werden können. Ausgangspunkt muss jedoch immer die Mehrheitsherrschaft bei deckungsgleichem G...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1 §§ 242, 247, 264 Abs. 1 HGB

Rz. 1 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 242 Pflicht zur Aufstellung (1) 1Der Kaufmann hat zu Beginn seines Handelsgewerbes und für den Schluß eines jeden Geschäftsjahrs einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden darstellenden Abschluß (Eröffnungsbilanz, Bilanz) aufzustellen. 2Auf die Eröffnungsbilanz sind die für den Jahresabschluß geltenden Vorschriften entsprechen...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.5.4 Auf die Beteiligung entfallender Teil des Jahresüberschusses

Rz. 284 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Auf die Beteiligung entfallen grundsätzlich die in der Vorschrift genannten Dividenden oder Gewinnanteile, wozu auch der gem. § 301 AktG abzuführende Jahresgewinn beim Gewinnabführungsvertrag zählt.[1] Eine Vorabausschüttung im GmbH-Recht kann nach den Darlegungen zur Vorabausschüttung bzw. Abschlagszahlung unproblematisch als Beteiligungser...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.2.1 Definitorisches

Rz. 37 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bestimmungen des IAS 32 sind im Wesentlichen auf die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital für emittierte Finanzinstrumente ausgerichtet. Insofern besteht eine enge Verknüpfung zwischen IAS 32 und dem auf den Ansatz und die Bewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgerichteten IFRS 9 sowie zu dem die entsprechenden ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.5.8 Anpassung von § 172 Abs. 4 HGB und §§ 301, 302 AktG

Rz. 297 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die gesellschaftsrechtlichen Regelungen in § 172 Abs. 4 HGB bzw. § 301 AktG sind nicht an die neue Rechtslage angepasst worden. Bei der gesetzestypischen Kommanditgesellschaft geht es um die Frage, inwieweit sie bestimmte Einkünfte aus der Beteiligung an Kapitalgesellschaften zur Ausschüttung an ihre Kommanditisten sperren muss. Bei § 301 Ak...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.2.4.1 Nicht der Produktion dienende Goldbestände

Rz. 48 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nimmt ein Unternehmen eine Investition in (materiellem) Gold vor, um eine mittelfristige Sicherung gegen Währungsunsicherheiten zu erreichen, stellt sich die Frage nach dem bilanziellen Ausweis dieser nicht in der Produktion eingesetzten Goldbestände. Als denkbare Kategorien gelten zunächst Sachanlagen, normales Vorratsvermögen, Vorratsvermögen ...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 2.1.2.1.1 Beteiligungsbuchwert

Rz. 62 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach dem Gesetzeswortlaut des § 312 Abs. 1 HGB ist eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz mit dem Buchwert anzusetzen. Zudem sind der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital des assoziierten Unternehmens sowie ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert oder passiver Unterschiedsb...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.1 Anwendungsbereich

Rz. 133 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der Literatur wird IFRS 2 ganz überwiegend im Kontext der Managementvergütung bei börsennotierten Aktiengesellschaften diskutiert, die ihrem Führungspersonal als Anreiz für unternehmenswertorientiertes Handeln Aktien, Aktienoptionen oder andere am Aktienkurs orientierte variable Vergütungen gewähren. Auch die Formulierung des Standards se...mehr

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Kapitel 17: Fehlerhafte Bil... / 1.6 Wesentlichkeit eines Bilanzierungsfehlers

Rz. 45 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein Bilanzierungsfehler führt nur dann zu Konsequenzen, wenn er wesentlich ist. Es handelt sich dabei wohl nicht um ein Merkmal der Fehlerdefinition, sondern es geht um die Frage, wann eine Fehlerfolge ausgelöst wird. Woraus der Grundsatz der Wesentlichkeit im Zusammenhang mit fehlerhaften Bilanzen als rechtliches Prinzip deduziert wird, ist ...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 2.4.2 IFRS

Rz. 255 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Ausweis von Steuerposten innerhalb der Bilanz ergibt sich aus den Vorgaben des IAS 1 , woraus im Wesentlichen folgt: Aktive und passive latente Steuern sind dem langfristigen Bereich (non current) zuzuordnen (IAS 1.54 i. V. m. IAS 1.56). Tatsächliche und latente Steueransprüche und Steuerschulden sind brutto auszuweisen. Ein Nettoausweis tat...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 6.3.2.2 Größenmerkmale

Rz. 220 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Kleinstkapitalgesellschaft liegt nur vor, wenn zwei der drei Merkmale nicht überschritten sind: Bilanzsumme von 350.000 EUR, Umsatzerlöse von 700.000 EUR, Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl von 10. Rz. 221 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zu Zweifelsfragen bei der Ermittlung von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl ka...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.2.1 Erfassung der empfangenen Leistung

Rz. 140 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungstransaktion fließen dem bilanzierenden Unternehmen Ressourcen zu, die in dessen Leistungsprozess ge- bzw. verbraucht werden. Für die bilanzielle Abbildung dieser empfangenen Gegenleistung ist von zentraler Bedeutung, ob es sich dabei um einen aktivierungsfähigen Vermögenswert handelt. Ist dies der F...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.8.1 Ausgleichszahlungen in Konzernsachverhalten

Rz. 240 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Verlustausgleich gem. § 302 AktG stellt grundsätzlich für das abhängige Unternehmen einen Ertrag dar, weil dadurch ein Jahresverlust vermieden wird.[1] Beim herrschenden Unternehmen handelt es sich um Aufwand.[2] Insoweit besteht eine Ausnahme von anderweitigen Leistungen zur Vermeidung oder zum Ausgleich von Verlusten nach vorliegender ...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1 § 285 HGB

Rz. 21 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 285 Sonstige Pflichtangaben Ferner sind im Anhang anzugeben:mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.1.5 Bewertung des abgesetzten Einlagebetrags

Rz. 192 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Beim Bruttoausweis kann am starren Nominalwertkonzept für den Nennbetragsausweis festgehalten werden, weil die Leistungsfähigkeit des Gesellschafters über Abwertung der ausstehenden Einlagen geschieht. Beim Nettoausweis ist daher umstritten, ob die Leistungsfähigkeit des Gesellschafters mit Blick auf den noch nicht eingeforderten Einlagebetr...mehr