Fachbeiträge & Kommentare zu Eigenkapital

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.1.1 Einleitung

2.4.1.1.1 Überblick Rz. 305 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für den handelsrechtlichen Konzernabschluss schreibt § 297 HGB seit 1998, zunächst auf börsennotierte Mutterunternehmen beschränkt, einen Eigenkapitalspiegel vor. Durch das BilMoG ist diese Pflicht für nach dem 31.12.2009 beginnende Geschäftsjahre gem. § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB auf den Jahresabschluss nicht konzernrechnungsl...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.2.4 Ausgewählte praktische Anwendungsfälle

2.1.2.3.2.4.1 Nicht der Produktion dienende Goldbestände Rz. 48 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nimmt ein Unternehmen eine Investition in (materiellem) Gold vor, um eine mittelfristige Sicherung gegen Währungsunsicherheiten zu erreichen, stellt sich die Frage nach dem bilanziellen Ausweis dieser nicht in der Produktion eingesetzten Goldbestände. Als denkbare Kategorien gelten zunäc...mehr

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Kapitel 13: Konzernabschlus... / 1.2.2.2 Gemeinschaftliche Tätigkeiten versus Gemeinschaftsunternehmen

Rz. 38 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach dem Wortlaut des IFRS 11.6 ist bei Vorliegen einer gemeinsamen Vereinbarung generell zwischen gemeinschaftlichen Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen zu unterscheiden. Die jeweilige Zuordnung richtet sich nach der vertraglichen Ausgestaltung der Rechte und Pflichten bei der gemeinschaftlichen Kontrolle der Partnerunternehmen (IFRS 11...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4 Eigenkapitalspiegel und Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.4.1 §§ 264, 297 HGB Rz. 304 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 264 Pflicht zur Aufstellung (1) [. . .] 2Die gesetzlichen Vertreter einer kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaft, die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet ist, haben den Jahresabschluss um eine Kapitalflussrechnung und einen Eigenkapitalspiegel zu erweitern, die mit der Bilanz, Gewinn- und ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.2 Ansatz

2.2.2.1.2.2.1 Erfassung der empfangenen Leistung Rz. 140 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungstransaktion fließen dem bilanzierenden Unternehmen Ressourcen zu, die in dessen Leistungsprozess ge- bzw. verbraucht werden. Für die bilanzielle Abbildung dieser empfangenen Gegenleistung ist von zentraler Bedeutung, ob es sich dabei um einen aktivieru...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 308 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit dem BilMoG wollte der Gesetzgeber die Informationsfunktion des handelsrechtlichen Jahresabschlusses stärken. Er orientierte sich an den Internationalen Rechnungslegungsstandards, die sowohl für den Konzern- als auch für den Einzelabschluss einen Eigenkapitalspiegel vorsehen. Vor diesem Hintergrund erscheint es folgerichtig, ein zusätzlic...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 4.1.2.2.3 Kapitalanteile von Kommanditisten und atypisch stillen Gesellschaftern (§ 264c Abs. 2 Satz 6 HGB)

Rz. 147 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für Kommanditisten spielt die korrekte Einordnung der einzelnen – gesellschaftsvertraglich geschaffenen – Konten eine wichtige Rolle. Unproblematisch als Kapitalanteil ist der auf dem Kapitalkonto nach gesetzlicher Regelung oder Kapitalkonto I nach vertraglicher Regelung ausgewiesene Betrag zu verbuchen. Beim Kommanditisten kann die gesellsc...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.4 Rücklagen für Anteile an herrschendem oder mit Mehrheit beteiligtem Unternehmen (§ 272 Abs. 4 HGB)

2.3.1.2.2.4.1 Allgemeines Rz. 262 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 272 Abs. 4 HGB regelt die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mit Mehrheit beteiligtem Unternehmen. Die Vorschrift hat durch das BilMoG einen neuen Regelungsgehalt bekommen. Bis zum BilMoG regelte § 272 Abs. 4 Satz 1–3 HGB die Rücklagenbildung und Rücklagenauflösung für eigene Anteile. § 272 Abs. 4 Satz...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.2 IFRS

2.4.2.1 Einleitung 2.4.2.1.1 Überblick Rz. 316 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die geltenden IAS 1.10(c) und .106 schreiben für alle Unternehmen neben der ab 2009 obligatorischen Gesamtergebnis- eine Eigenkapitalveränderungsrechnung (statement of changes in equity for the period) als Pflichtbestandteil des (Einzel- und Konzern-)Abschlusses vor. Diese gliedert, wie der Eigenkapitalsp...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.1.2.3 Inhalt und Gliederung des Eigenkapitalspiegels

2.4.1.2.3.1 Eigenkapitalspiegel des Konzernabschlusses 2.4.1.2.3.1.1 Anwendungsleitlinien und Beispielsgliederungen in DRS 22 Rz. 311 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für den Konzernabschluss enthält DRS 22 eine Interpretation der Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung, die Beispielsdarstellungen einer Konzernkapitalveränderungsrechnung und eines Konzerneigenkapitalspiegel...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.3.4 Möglichkeiten einer Reklassifizierung

2.1.2.3.3.4.1 Überblick Rz. 66 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei der Ersterfassung eines Instruments ist zwingend eine Klassifikation in Fremd- oder Eigenkapital vorzunehmen. In manchen Fällen besteht jedoch eine Zulässigkeit oder ein Gebot zur Reklassifizierung von Finanzinstrumenten.[1] Eine Reklassifizierung kann sich einstellen im Falle von Modifikationen oder Neuaushandlungen...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.3 Bewertung

2.2.2.1.2.3.1 Festlegung des Bewertungsobjekts und des Bewertungszeitpunkts 2.2.2.1.2.3.1.1 Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente Rz. 150 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Wird bei einer anteilsbasierten Vergütungstransaktion von einer wertmäßig ausgeglichenen Transaktion ausgegangen, kann sich die bilanzielle Bewertung der resultierenden Positionen in Bilanz und G...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.2.2 Erläuterung

2.4.2.2.1 Regelungsgrundlagen Rz. 320 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS regeln in IAS 1.10 und 1.106 nur die Verpflichtung, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung aufzustellen und deren Mindestumfang. IAS 1.06A–.107 regeln ein Wahlrecht das ausgewiesene sonstige Einkommen und die Dividendenausschüttungen in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang zu erläutern. Ein...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1 HGB

2.3.1.1 Vorbemerkung Rz. 174 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Ausweis des Eigenkapitals ist gem. § 266 Abs. 3a HGB auf der Passivseite vorgesehen. Die konkrete Aufgliederung dieses Passivpostens wird durch § 272 HGB näher geregelt. 2.3.1.2 § 272 HGB Rz. 175 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 272 Eigenkapital (1) 1Gezeichnetes Kapital ist mit dem Nennbetrag anzusetzen. 2Die nicht eingefor...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1 Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)

2.2.2.1.1 Einleitung 2.2.2.1.1.1 Überblick Rz. 125 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 2 regelt die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen Unternehmen Güter oder Dienstleistungen erhalten und dafür eine anteilsbasierte Vergütung gewähren. Hierbei kann es sich unmittelbar um Anteile an dem Unternehmen selbst oder an einem mit ihm verbundenen Unternehmen, um Bezugsrechte auf solche ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2 Bewertung

2.2.1 HGB Rz. 122 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 272 Abs. 1 Satz 1 ist das Eigenkapital mit dem Nennbetrag anzusetzen. Maßgeblich ist grds. der Nennbetrag am Abschlussstichtag.[1] Der Betrag ist statisch. Erreicht das tatsächlich vorhandene Vermögen den Betrag des Eigenkapitals nicht, ist die Differenz als "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" auf der Aktivseite a...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.4 Zusammengesetzte Finanzinstrumente

2.1.2.3.4.1 Überblick Rz. 98 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unter zusammengesetzten Finanzinstrumenten – z. T. auch als hybride Finanzinstrumente bezeichnet – sind Verträge zu verstehen, die sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalkomponenten umfassen. Der Emittent muss gemäß IAS 32.28 anhand der Konditionen des Finanzinstruments überprüfen, ob ein zusammengesetztes Finanzinstrument vor...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2 Erläuterung

2.3.1.2.2.1 Gezeichnetes Kapital (§ 272 Abs. 1 HGB) 2.3.1.2.2.1.1 Gezeichnetes Kapital Rz. 185 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Vom gezeichneten Kapital erfasst werden das Stammkapital in der GmbH (§ 42 Abs. 1 GmbHG) und das Grundkapital der AG (§ 152 Abs. 1 Satz 1 AktG).[1] Das wird durch Gesellschafter entweder bei Gründung oder zu einem späteren Zeitpunkt durch effektive Kapitaler...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.1.3 Ausstehende Einlagen

Rz. 188 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gesellschaftsrechtliche Ausgangslage: Die Aktiengesellschaft bzw. eine Kapitalerhöhung werden nur eingetragen, wenn die Bareinlage wenigstens zu einem Viertel geleistet (§ 36 Abs. 2, § 188 Abs. 2 AktG) wurde. Zur Bareinlage gehört das Agio.[1] Dieses muss in der AG vollständig geleistet werden (§ 36a Abs. 1 AktG).[2] Sacheinlagen sind vollst...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.2 Merkmale eines Finanzinstruments

2.1.2.3.2.1 Definitorisches Rz. 37 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bestimmungen des IAS 32 sind im Wesentlichen auf die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital für emittierte Finanzinstrumente ausgerichtet. Insofern besteht eine enge Verknüpfung zwischen IAS 32 und dem auf den Ansatz und die Bewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgerichteten IFRS 9 sowie...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2 Erläuterung

2.2.2.1.2.1 Anwendungsbereich Rz. 133 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der Literatur wird IFRS 2 ganz überwiegend im Kontext der Managementvergütung bei börsennotierten Aktiengesellschaften diskutiert, die ihrem Führungspersonal als Anreiz für unternehmenswertorientiertes Handeln Aktien, Aktienoptionen oder andere am Aktienkurs orientierte variable Vergütungen gewähren. Auch die ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.2 IFRS

2.3.2.1 Fehlende Verpflichtung zur Untergliederung Rz. 301 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Mindestgliederungsschema des IAS 1.54 schreibt für den bilanziellen Ausweis des Eigenkapitals nachfolgende Posten verbindlich vor: "Nicht beherrschende Anteile, die im Eigenkapital dargestellt werden sollen" (IAS 1.54(q)) "Gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die Eigentümern der Muttergesell...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.5.1 Offene und verdeckte Einlagen

2.1.2.3.5.1.1 Überblick Rz. 108 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die besondere Bedeutung der bilanziellen Abbildung von Transaktionen zwischen Gesellschaftern und der Gesellschaft resultiert aus den speziellen Interessenslagen der beteiligten Akteure, aufgrund derer sich die Transaktionen regelmäßig nicht zu marktüblichen Konditionen vollziehen. Die bilanzielle Abbildung solcher Tra...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.8 Unklare bzw. umstrittene Konstellationen

2.3.1.2.2.3.8.1 Ausgleichszahlungen in Konzernsachverhalten Rz. 240 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Verlustausgleich gem. § 302 AktG stellt grundsätzlich für das abhängige Unternehmen einen Ertrag dar, weil dadurch ein Jahresverlust vermieden wird.[1] Beim herrschenden Unternehmen handelt es sich um Aufwand.[2] Insoweit besteht eine Ausnahme von anderweitigen Leistungen zur Ver...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 13.1.2.1.4.3 Nicht beherrschende Gesellschafter

Rz. 511 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zwischenergebnisse sind gem. § 304 Abs. 1 HGB stets in voller Höhe zu eliminieren, d. h. auch dann, wenn neben dem Mutterunternehmen auch nicht beherrschende Gesellschafter am Eigenkapital eines an der Transaktion partizipierenden Tochterunternehmens beteiligt sind. Dabei ist strittig, inwieweit ein zu eliminierendes Zwischenergebnis i. R.d....mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.3.1 Allgemeine Kriterien

2.1.2.3.3.1.1 Überblick Rz. 54 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Ausweis von Kapitalquellen eines Unternehmens ist auf eine dichotome Kapitalstruktur bzw. eine Zweiteilung der Kapitalstruktur, d. h. auf die Differenzierung zwischen Eigen- und Fremdkapital, ausgerichtet.[1] Vor diesem Hintergrund muss der Emittent eines Finanzinstruments dieses bzw. dessen Bestandteile gemäß IAS 3...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.2.2 Erfassung der gewährten Vergütung

2.2.2.1.2.2.2.1 Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente Rz. 142 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die bilanzielle Erfassung der empfangenen Leistung durch Aktivierung eines Vermögenswerts bzw. durch eine direkte Aufwandsbuchung erfordert eine passivseitige Gegenbuchung. Nach IFRS 2.7 ist diese entsprechend der Rechtsposition, in die der Vergütungsempfänger versetzt ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.2.2.3 Inhalt und Gliederung der Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.4.2.2.3.1 Gliederung des Eigenkapitals in der Eigenkapitalveränderungsrechnung (IAS 1.108) Rz. 322 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der Eigenkapitalveränderungsrechnung sind die im Abschluss aufzugliedernden Posten des Eigenkapitals einzeln in ihrer Entwicklung darzustellen. Die Gliederung der Eigenkapitalveränderungsrechnung muss deshalb der Gliederung des Eigenkapitals im Abs...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2.2 Der Erwerb eigener Anteile

2.3.1.2.2.2.2.1 § 272 Abs. 1a Satz 1 HGB Rz. 205 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile ist in der Vorspalte offen abzusetzen. Weil das Erwerbsgeschäft selbst beim Fehlen der Voraussetzungen zumeist dinglich wirksam bleibt (§ 71 Abs. 4 Satz 1 AktG, § 33 Abs. 2 Satz 3 1. Halbsatz GmbHG), kommt es auf die Zulässigkeit des Erwerbs zumeist nicht a...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.3.2 Formale oder wirtschaftliche Betrachtungsweise – Genussrechte und ewige Anleihen

2.1.2.3.3.2.1 Genussrechte Rz. 58 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gemäß IAS 32.18 ff. ist für die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital die Substanz bzw. der tatsächliche wirtschaftliche Gehalt und nicht die Form entscheidend. Der Grundsatz substance over form führt – im Gegensatz zu der auf die Haftungsfunktion von längerfristig überlassenem Kapital abstellenden handelsrechtliche...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.4.1 Überblick

Rz. 98 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unter zusammengesetzten Finanzinstrumenten – z. T. auch als hybride Finanzinstrumente bezeichnet – sind Verträge zu verstehen, die sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalkomponenten umfassen. Der Emittent muss gemäß IAS 32.28 anhand der Konditionen des Finanzinstruments überprüfen, ob ein zusammengesetztes Finanzinstrument vorliegt. Der Inhaber de...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.2.3 Ausblick: Änderungen durch IFRS 18

Rz. 303a Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 18 wird IAS 1 ersetzen. Zu einem Überblick über die Neuerungen, die sich teilweise auch auf den Ausweis der Passiva beziehen, vgl. Kapitel 8 Tz. 334 ff.mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1.2.3.1.4 Beispiele und Einzelfälle zur Anwendung von § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB

Rz. 35 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Prinzip des true and fair view findet über § 252 Abs. 2 HGB bzw. § 246 Abs. 3 Satz 2 HGB bzw. § 265 Abs. 1 Satz 1 2. Halbsatz HGB Eingang in die Rechnungslegung. Die begründeten Ausnahmen von den Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften können am Maßstab der Bilanzwahrheit gemessen werden. So kann im Lichte von § 264 Abs. 2 Satz 1...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.4 Sonstige Regelungen

2.2.2.1.2.4.1 Änderung von anteilsbasierten Vergütungen Rz. 169 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Textziffern IFRS 2.26–.29 enthalten Regelungen für Situationen, in denen anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente im Nachhinein geändert oder außerplanmäßig beendet werden. Solche Situationen sind abzugrenzen von Fällen, in denen eine anteil...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.5 Allokation des Wertminderungsaufwands und die Wertaufholung

Rz. 291 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein eventueller Wertminderungsaufwand ist wie folgt auf die Buchwerte der CGU zu verteilen (IAS 36.104): Primäre Reduktion des goodwill der CGU. Sekundäre Verteilung des verbleibenden Wertminderungsbetrags auf die restlichen Vermögenswerte. Die Zuteilung zu den restlichen Vermögenswerten wird zunächst durch den erzielbaren Betrag des Vermögensw...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 306 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die gesetzliche Verpflichtung zur systematischen Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals in einem Eigenkapitalspiegel im Konzernabschluss ist erstmals mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich v. 27.04.1998 ( KonTraG) [1] zunächst nur für börsennotierte Mutterunternehmen in § 297 Abs. 1 Satz 1 HGB geregelt worde...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.3.15 Umbuchung innerhalb der Rücklagen

Rz. 261 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Fraglich ist die Umbuchung von Gewinn- in Kapitalrücklagen. Durch das Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren kann von der Gewinn- in die Kapitalrücklage umgebucht werden.[1] Gegen die Umbuchung aus der Gewinn- in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB bestehen aus der Perspektive der Minderheitsgesellschafter, aber auch der Gläubiger keine...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.1.2.4.2 Angaben im Konzernanhang (Satz 2)

Rz. 377 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 301 Abs. 3 Satz 2 HGB sind die in der Konzernbilanz angesetzten Unterschiedsbeträge und wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr im Konzernanhang zu erläutern. Veränderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts können dem Anlagengitter entnommen werden (vgl. Tz. 373). Darüber hinaus sind die folgenden Angaben in Bezug auf den Geschäfts-...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 1.2.2.2.5 Abschreibung bzw. Auflösung stiller Reserven und Lasten

Rz. 46 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Rahmen der Erstbewertung werden die Anschaffungskosten in einer Nebenrechnung auf den Anteil am buchmäßigen Eigenkapital, den Anteil an den stillen Reserven und stillen Lasten sowie einen ggf. positiven Unterschiedsbetrag (goodwill) aufgeteilt. Grundsätzlich ist eine Fortschreibung der stillen Reserven und Lasten geboten. Bei den stillen Re...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2.3.4 § 272 Abs. 1b Satz 4 HGB

Rz. 212 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nebenkosten sind wiederum Aufwand des Geschäftsjahres. Damit wird der allgemeinen Prämisse gefolgt, wonach vereinnahmte Beträge aus Kapitalmaßnahmen vollständig als Nennkapital oder Kapitalrücklage auszuweisen sind und Kosten als Aufwand den Jahresgewinn schmälern.[1]mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.4.1 Allgemeines

Rz. 262 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 272 Abs. 4 HGB regelt die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mit Mehrheit beteiligtem Unternehmen. Die Vorschrift hat durch das BilMoG einen neuen Regelungsgehalt bekommen. Bis zum BilMoG regelte § 272 Abs. 4 Satz 1–3 HGB die Rücklagenbildung und Rücklagenauflösung für eigene Anteile. § 272 Abs. 4 Satz 4 HGB a. F. verwies auf ...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.2.3.2 § 272 Abs. 1b Satz 2 HGB

Rz. 210 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Übersteigt der Erlös den Nennbetrag, ist die Differenz bis zum für den Erwerb gezahlten Aufgeld wieder in die entsprechende Rücklage einzustellen, aus der der Betrag entnommen worden ist. Ist die GmbH inzwischen in eine AG umgewandelt, ist es fraglich, ob bei vorheriger Entnahme aus der Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eine Rückge...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 317 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 1 sah in der für vor dem 01.01.2009 beginnende Geschäftsjahre anwendbaren Fassung ein Wahlrecht vor, das sonstige Ergebnis in der Eigenkapitalverwendungsrechnung oder in einer gesondert aufzustellen Gesamtergebnisrechnung zu berücksichtigen.[1] Bis dahin bestand eine wesentliche Aufgabe der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Darstel...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.3.5.1 Proportionaler Residualanspruch

Rz. 72 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach IAS 32.16A(a) ist ein proportionaler Anspruch (pro rata share) des Inhabers des kündbaren Instruments am verbleibenden Nettovermögen bei Liquidation eine der Voraussetzungen für den Eigenkapitalausweis. Das verbleibende Nettovermögen beschreibt das Vermögen, das nach Abzug aller anderen Ansprüche im Liquidationsfall übrig bleibt. Ein pro...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.2.2.6.3 Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen

Rz. 455 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Aufstockung einer bereits vorliegenden Mehrheitsbeteiligung – bspw. von 70 % der Anteile auf eine Anteilsquote von 80 % – ist gemäß IFRS 10.23 methodisch als Transaktion zwischen Eigentümern zu behandeln. Auf Basis des sog. Einheitsgrundsatzes tangiert der Zuerwerb ausschließlich die Verteilung der den Eigentümergruppen zuzuordnenden Re...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.2.4.1.2 Die Regelung des § 272 Abs. 4 HGB im Überblick

Rz. 265 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 272 Abs. 4 Satz 1 HGB regelt, dass für Anteile an einem herrschenden oder mit Mehrheit beteiligtem Unternehmen eine Rücklage zu bilden ist. § 272 Abs. 4 Satz 2 HGB regelt die Höhe der Rücklage und lässt erkennen, dass derartige Anteile (anders als eigene Anteile) zu aktivieren sind. § 272 Abs. 4 Satz 3 HGB regelt, wie die Rücklage zu bilde...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 2.1 § 312 HGB

Rz. 54 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 312 Wertansatz der Beteiligung und Behandlung des Unterschiedsbetrags (1) 1Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen ist in der Konzernbilanz mit dem Buchwert anzusetzen. 2Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens sowie ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.2.2.1 Regelungsgrundlagen

Rz. 320 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS regeln in IAS 1.10 und 1.106 nur die Verpflichtung, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung aufzustellen und deren Mindestumfang. IAS 1.06A–.107 regeln ein Wahlrecht das ausgewiesene sonstige Einkommen und die Dividendenausschüttungen in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang zu erläutern. Eine bestimmte Gliederung schrei...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.3.1.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 178 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Vor dem BiRiLiG enthielt das AktG verstreut einige Vorschriften.[1] Seit 1986 sind alle Eigenkapitalposten unter § 266 Abs. 3 A HGB zusammengefasst. Das MoMiG änderte die Vorschrift grundsätzlich durch den Übergang zum Nettoausweis. Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen und Aktien sowie rechnerischer Wert eigener Aktien sind nun in der Vo...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.4.4 Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für nicht gehandelte Aktien

Rz. 326 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit dem Inkrafttreten des IFRS 9 ist die Möglichkeiten entfallen, Aktien zu Anschaffungskosten zu bewerten, sofern ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Sämtliche Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente und Verträge über diese Finanzinvestitionen müssen zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. In wenige...mehr