Prof. Dr. Daniela Eisele-Wijnbergen
Zusammenfassung
Fehlzeiten, insbesondere krankheitsbedingte Abwesenheit, haben in der Praxis gravierende Auswirkungen auf Unternehmen. Um den Gesundheitsstand zu erhöhen, ist es erforderlich, die Unternehmenssituation genau zu betrachten. Je genauer die Ursachen erkannt werden, desto besser können kurzfristig wie nachhaltig wirksame Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet und umgesetzt werden.
1 Definition von Fehlzeiten
Wenn von Fehlzeiten gesprochen wird, ist zu unterscheiden, ob es sich um Sonder- oder Zusatzurlaub, krankheitsbedingte Abwesenheit oder um Absentismus im Sinne des "Blaumachens" handelt. Krankheitszeiten liegen am Gesundheitszustand des Arbeitnehmers, was auch verletzungsbedingte Arbeitsunfähigkeit umfasst. Unter Absentismus im vorgenannten Sinne sind die Zeiten zu verstehen, in denen der Mitarbeiter aufgrund seiner persönlichen Einstellung bzw. seiner Motivation vom Arbeitsplatz fernbleibt.
Diese Unterscheidung ist allerdings in der betrieblichen Praxis kaum möglich und oft nur indirekt zu ermitteln, z. B. durch Analyse von Krankmeldungen mit Blick auf Lage und Dauer, mittels Befragung und Fokusgruppen. Einige Ursachen, wie besondere Belastungen, überschneiden sich auch in ihrer Wirkung auf Gesundheit und Motivation. Maßnahmen, die hier ansetzen, wirken entsprechend positiv auf beide Phänomene. Es ist meist ebenso wenig offensichtlich, inwieweit Krankheitszeiten und Absentismus vom Arbeitsplatz beeinflusst bzw. abhängig sind oder ob die Ursache außerhalb des betrieblichen und ggf. auch des persönlichen Einflussbereichs des Beschäftigten liegen. Auch dies kann allenfalls durch Kommunikation sowie weitergehende Ursachenforschung im Betrieb und aufseiten der Beschäftigten ermittelt werden.
2 Auswirkungen von Fehlzeiten
Unabhängig von den Ursachen haben Fehlzeiten enorme Auswirkungen auf das Gesamtunternehmen. Zu diesen geh...