Kurzbeschreibung
Muster aus: AnwaltFormulare, Heidel/Pauly, 11. Aufl. 2026 (Deutscher Anwaltverlag)
Muster 51.52: Regress des Kraftfahrzeughaftpflichtversicherers bei Trunkenheitsfahrt
Ausweislich der beiliegenden Vollmacht beauftragte mich Ihr Versicherungsnehmer, Herr _________________________ aus _________________________, mit der Wahrnehmung seiner Interessen in der im Betreff genannten Angelegenheit. Anlass zur Beauftragung gibt Ihr Schreiben vom _________________________. Darin machen Sie gegen meinen Mandanten aus Anlass des Schadensfalls vom _________________________ einen Regressanspruch i.H.v. 5.000 EUR geltend. Zur Begründung führen Sie aus, mein Mandant habe den Verkehrsunfall im Zustand alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit herbeigeführt. Diesen Vorwurf weise ich zurück.
1) Sie verkennen bereits, dass Sie gem. § 28 Abs. 2 S. 2 VVG nur dann leistungsfrei werden, wenn mein Mandant mindestens grob fahrlässig verkannt hat, dass er fahruntüchtig gewesen ist und deshalb eine Obliegenheitsverletzung begeht. Insoweit gehen Sie von einem unzutreffenden Sachverhalt aus. Mein Mandant hatte sich in der Nacht des Unfalltages mit seiner Freundin zerstritten und sich anschließend für mehrere Stunden schlafen gelegt, bevor er sich am frühen Morgen entschloss, diese erneut zu einem Versöhnungsgespräch aufzusuchen. Nach dem zwischenzeitlich durchgeführten Schlaf fühlte sich mein Mandant wieder fahrtüchtig. Anzeichen für eine Fahruntüchtigkeit waren nicht vorhanden. Eine grobe Fahrlässigkeit wäre nur gegeben, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders hohem Maße außer Acht und das Nächstliegende, das jedem in der gegebenen Situation einleuchtet, nicht beachtet wird. In subjektiver Hinsicht muss unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten ein unentschuldbar...