0 Rechtsentwicklung
Rz. 1
Die Vorschrift ist am 1.1.1995 durch Art. 1 des Pflege-Versicherungsgesetzes (PflegeVG) v. 26.5.1994 (BGBl. I S. 1014) in Kraft getreten.
Zum 25.6.1996 wurde Abs. 1 Satz 2 angefügt und Abs. 3 durch Art. 1 Nr. 5 des Ersten SGB XI-Änderungsgesetzes (1. SGB XI-ÄndG) v. 14.6.1996 (BGBl. I S. 830) neu gefasst.
Zum 1.4.2007 wurden an Abs. 3 die Sätze 2 und 3 durch Art. 8 Nr. 4 des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) v. 26.3.2007 (BGBl. I S. 378) angefügt.
Zum 1.1.2017 wurde die gesamte Norm neu gefasst durch Art. 2 Nr. 7 des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) v. 21.12.2015 (BGBl. I S. 2424) und Abs. 3 Satz 1 wurde durch Art. 1 Nr. 6a des Dritten Pflegestärkungsgesetzes (PSG III) v. 23.12.2016 (BGBl. I S. 3191) geändert.
Zum 1.1.2020 wurde Abs. 4 Satz 2 durch Art. 10 Nr. 3 des MDK-Reformgesetzes v. 14.12.2019 (BGBl. I S. 2789) geändert.
1 Allgemeines
Rz. 2
Zweck der sozialen Pflegeversicherung ist die soziale Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit im Sinne einer Grundsicherung. Der Gesetzgeber wollte mit der Einführung der Pflegeversicherung bewusst nicht bei jeder Form eines Pflegebedarfs auch entsprechende Leistungen gewähren. Aus diesem Grund hat er Mindestmerkmale statuiert, die als gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit staatliche Leistungen der Pflegekasse gewährt werden. Die Art und die Höhe der Leistungen hängen vom jeweiligen Pflegebedarf ab, wobei bis zum 31.12.2016 die Einstufung in 3 sog. Pflegestufen und mit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1.1.2017 eine Einstufung in 5 sog. Pflegegrade erfolgt. Für die Gewährung staatlicher Leistungen der Pflegekasse bedarf es seitdem mindestens des Vorliegens der Voraussetzungen des Pflegegrades 1.
Rz. 3
§ 15 kommt im Gesamtkontext des Pflegeversicherungsrechts gemeinsam mit § 14 eine z...