Rz. 35
Für den bis zum 31.12.2001 öffentlich geförderten Wohnraum gilt § 20 Abs. 1 Satz 2 NMV, wonach nur diejenigen Kosten umgelegt werden dürfen, "die bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind." Auch für preisfreien Wohnraum – und damit auch für früher preisgebundenen Wohnraum, der bis zum 3.10.1990 errichtet worden ist, in den neuen Bundesländern – kann auf diese Bestimmung zurückgegriffen werden (BGH, Urteil v. 13.10.2010, XII ZR 129/09, a. a. O.; vgl. ferner von Seldeneck, Rn. 2602 m. w. N.; Beyer, NZM 2007, 1, 2). Der Wirtschaftlichkeitsgrundsatz gilt auch bei der Vermietung einer Eigentumswohnung.
Der Wirtschaftlichkeitsgrundsatz gilt auch für Gewerberaummietverhältnisse (BGH, Urteil v. 17.12.2014, XII ZR 170/13, NZM 2015,132; BGH, Urteil v. 13.10.2010, XII ZR 129/09, a. a. O.; OLG München, Beschluss v. 24.6.2025, 32 U 1132/25, GE 2026, 138; KG, Urteil v. 7.2.2011, 8 U 147/10, GE 2011, 545; KG, Urteil v. 28.6.2010, 8 U 167/09, Rn. 76; KG, Urteil v. 3.12.2007, 8 U 19/07, GE 2008, 122; OLG Düsseldorf, Urteil v. 19.3.2013, I-24 U 115/12, ZMR 2014,31; LG Berlin, Urteil v. 20.12.2006, 29 O 326/06, GE 2008, 126; LG Berlin, Urteil v. 20.12.2006, 29 O 326/06, GE 2008, 126; offen gelassen von LG Berlin, Urteil v. 17.10.2008, 32 O 103/08, GE 2009, 52). Aus dem Wirtschaftlichkeitsgebot lässt sich jedoch ein Anspruch des Mieters auf Modernisierung einer vorhandenen und den vertraglichen Vereinbarungen entsprechenden Heizungsanlage nicht ableiten (BGH, Urteil v. 18.12.2013, XII ZR 80/12, GE 2014, 245; a. A. LG Neubrandenburg, Beschluss v. 27.3.2013, 1 S 75/12, WuM 2013, 541).
Wurde ein die Betriebskosten auslösender Dienstleistungsvertrag bereits vor Abschluss des Wohnraummietvertrags abgeschlossen, kann eine mögliche V...