Tz. 102
Stand: EL 86 – ET: 05/2016
Auf die Eink, die iSd § 34d EStG (s Tz 69, 79 ff) aus einem bestimmten ausl Staat stammen und dort besteuert werden, muss dt KSt entfallen. Sonst kann es nicht zu einer Anrechnung kommen. Daraus folgt das Erfordernis der St-Objektidentität (ebso s Geurts, in E & Y, § 26 Rn 67; s Staats, in R/H/N, KStG, § 26 Rn 60; ähnlich s Jochimsen/Schnitger, in Sch/F, § 26 Rn 101f; s Pohl, in Blümich, § 26 KStG Rn 58; zu DBA-Fällen s Tz 231), die jedoch keine absolut vollständige sein muss. Folgende Grenze wird durch dieses Merkmal gezogen, wobei jeweils für jeden besteuernden ausl Staat eine gesonderte Betrachtung vorzunehmen ist ("Per-country-limitation", s Wortlaut § 26 Abs 1 S 1 Nr 1 KStG iVm § 34c Abs 1 S 1 EStG: "in dem Staat, aus dem die Eink stammen, zu ... St herangezogen werden, ist die ... ausl St auf die dt KSt anzurechen, die auf die Eink aus diesem Staat entfällt."):
Tz. 103
Stand: EL 86 – ET: 05/2016
St-Objektidentität liegt nicht vor, soweit ausl Eink im Inl nicht stbar oder stfrei (zur davon zu unterscheidenden St-Freiheit im Ausl s Tz 108) sind (s Staats, in R/H/N, KStG, § 26 Rn 60; s Wied, in Blümich, § 34c EStG Rn 42; Wassermeyer/Lüdicke, in F/W/B/S, § 34c EStG Rn 134; Müller-Dott, in F/ W/ B/S, § 26 KStG Rn 94.4; offenbar ebenso auch s Urt des BFH v 20.12.1995, BStBl II 1996, 26; v 16.05.2001, BStBl II 2001, 710; aA s Wassermeyer, FR 1991, 681; s Schnitger, IStR 2003, 298, 299; s Jochimsen/Schnitger, in Sch/F, § 26 Rn 106 differenzieren). Denn insoweit kann auf die im Ausl besteuerten Eink keine dt St entfallen, so dass auch keine Doppelbesteuerung zu vermeiden ist. Der Hinweis der Gegenansicht auf § 34d EStG greift zu kurz, weil dieser ausschl den Umfang der ausl Eink bestimmt und deswegen keinen Einfluss auf eine zweckgerechte Ausle...