Entscheidungsstichwort (Thema)
Wohnungseigentumsverfahren
Verfahrensgang
Tenor
Die weitere sofortige Beschwerde der Beteiligten zu 1 gegen den Beschluß der 5. Zivilkammer des Landgerichts Lüneburg vom 8. November 1994 wird auf ihre Kosten zurückgewiesen.
Die Beteiligten zu … haben den Beteiligten zu 2 auch die außergerichtlichen Auslagen im Verfahren der weiteren Beschwerde zu erstatten.
Der Beschwerdewert wird auf 5.000 DM festgesetzt.
Gründe
Die gemäß den §§ 43, 45 WEG, 27 FGG zulässige Beschwerde ist nicht begründet, die angefochtene Entscheidung läßt keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Beteiligten zu 1 erkennen.
Der Senat nimmt insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen auf die in vollem Umfang zutreffenden Gründe der angefochtenen Entscheidung Bezug, er teilt auch die Auffassung des Landgerichts, daß eine deutlich sichtbare optische Beeinträchtigung bereits als Nachteil im Sinne des Gesetzes anzusehen ist und es nicht darauf ankommt, ob die Veränderung architektonisch und ästhetisch geglückt ist, und zwar aus den vom Landgericht angesprochenen zutreffenden Erwägungen.
Die mit der weiteren Beschwerde vorgebrachte Rüge, das Landgericht hätte sich nicht mit den vorgelegten Fots begnügen, sondern einen Ortstermin anberaumen müssen, ist nicht berechtigt. Zwar trifft es zu, daß Bilder das Aussehen einer bestimmten Sache verzerrt wiedergeben können, angesichts der vorgelegten umfangreichen Fotodokumentation bestanden Zweifel in dieser Hinsicht im vorliegenden Fall aber nicht. Für die Frage der optischen Beeinträchtigung kommt es auch nicht darauf an, ob und wieviele Eigentümer die Baumaßnahme gerade von ihrer Wohnung aus sehen können, es reicht aus, wenn die bauliche Veränderung von...