Bitte kein zwangsverordnetes Kranken-Rückkehrgespräch als Führungsinstrument. Das klingt nach Kontakt-Verwaltung, und oft sieht es in der Praxis auch genauso aus. Es ist tabu-behaftet und macht schlechte Laune wie vieles, was offiziell angeordnet wird ("Der CEO meint, ich müsse jetzt mit Ihnen reden, dabei wissen wir doch beide ...").
Das macht keine Lust aufs Miteinander-Reden – anders als das Willkommensgespräch, das von jeder Führungskraft mit jedem Teammitglied nach jeder Abwesenheit geführt wird. Es ist "normal", entspricht dem, wie wir auch außerhalb der Arbeit mit anderen Menschen umgehen. Es dient der Beziehungspflege und stärkt die soziale Bindung.
Dadurch dass es auch nach Fortbildungen, Hochzeiten, Urlaubsreisen geführt wird, kommt das Gespräch raus aus der Tabuzone. Es wird normal, miteinander zu sprechen. Auf diese Weise verändert sich mittelfristig auch die Kultur im Unternehmen: Die Gesprächskultur, das Miteinander haben sich verändert in Richtung zu mehr Offenheit. Der Arbeitsplatz wird (ein bisschen) zum Platz, an dem man auch Persönliches teilt. Das stärkt – sofern es freiwillig geschieht – die Bindung zu Kollegen, Führungskraft und Betrieb.
Ziele:
- Interesse zeigen,
- arbeitsbedingte Ursachen erkennen,
- Integration erleichtern.
Ablauf:
Prinzipien:
- jede Führungskraft,
- mit jedem Teammitglied,
- nach jeder Abwesenheit.
Abb. 9: Gesprächsleitfaden zum Willkommensgespräch
Wie Führungskräfte das Willkommensgespräch in ihrem Team einführen können, steht in dieser Arbeitshilfe:
Wie Sie das Willkommensgespräch e...