Fachbeiträge & Kommentare zu Patent

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Frotscher/Drüen, UmwStG § 2... / 4.2 Grundsatz: Bewertung mit dem gemeinen Wert (§ 20 Abs. 2 S. 1 Hs. 1 UmwStG)

Rz. 184 Grundsätzlich ist der gemeine Wert anzusetzen. Gemäß § 9 Abs. 2 BewG wird der gemeine Wert durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit eines Wirtschaftsguts bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Der gemeine Wert umfasst grundsätzlich auch einen Gewinnaufschlag. Rz. 185 Mit dem Ansatz des gemeinen Werts sind sämtliche in dem...mehr

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Frotscher/Drüen, UmwStG § 2... / 4.3.3.2 Zwischenwert

Rz. 261 § 20 Abs. 2 S. 2 UmwStG gestattet, das eingebrachte Betriebsvermögen mit einem zwischen dem Buchwert und dem gemeinen Wert liegenden Zwischenwert zu bewerten. Grundsätzlich kann die übernehmende Gesellschaft den Zwischenwert in seiner Höhe beliebig wählen. Allerdings soll beim Antrag ausdrücklich anzugeben sein, in welcher Höhe oder zu welchem Prozentsatz die stillen...mehr

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Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Die Körperschaftsteuer, KStG Patente

Stand: EL 100 – ET: 10/2020 Zu vGA im Zusammenhang mit Patenten s § 8 Abs 3 KStG Teil E "Immaterielle Wirtschaftsgüter"; s § 8 Abs 3 KStG Teil E "Erfindervergütungen"; und s § 8 Abs 3 KStG Teil E "Lizenzen". Patente können als immaterielle WG auch dann Gegenstand einer verdeckten Einlage sein, wenn sie vom Gesellschafter selbst geschaffen wurden. § 5 Abs 2 EStG steht einer Akt...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 4. Verlagerung von zumindest einem wesentlichen immateriellen Wirtschaftsgut (Halbs. 2)

Rz. 1360 [Autor/Stand] Beurteilung der Wesentlichkeit auf Grundlage einer qualitativen Analyse. Nach § 1 Abs. 3 Satz 10 Halbs. 2 ist eine Einzelbewertung der im Rahmen einer Funktionsverlagerung übertragenen oder zur Nutzung überlassenen Wirtschaftsgüter schließlich dann zulässig, wenn der Stpfl. glaubhaft macht, dass zumindest ein genau bezeichnetes wesentliches immaterielle...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / bb) Begriffsbestimmungen für immaterielle Wirtschaftsgüter

Rz. 2410 [Autor/Stand] Begriffsbestimmung in den VWG. Eine allgemein gültige Begriffsbestimmung für immaterielle Wirtschaftsgüter enthalten die VWG 1983 nicht. Vielmehr beschränken sich Tz. 5.1.1. i.V.m. Tz. 3.1.2.3. VWG 1983 auf eine lediglich beispielhafte, jedoch nicht abschließende Aufzählung. Erwähnt werden hier das gewerbliche Schutzrecht, das Geschmacksmusterrecht, das...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (ii.) Methoden der Gewinnaufteilung

Rz. 2460 [Autor/Stand] Pauschale Gewinnaufteilungsmaßstäbe – Knoppe -Formel. Das Hauptproblem bei Anwendung der PSM liegt in der Ermittlung eines möglichst objektivierten Gewinnaufteilungsmaßstabs. Die wohl bekannteste Methode zur Gewinnaufteilung bildet die sog. Knoppe-Formel.[2] Wenngleich sie konzeptionell angreifbar ist[3], insbesondere weil es sich um eine pauschale Auft...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 2. Verlagerung der Produktionsfunktion

a) Verlagerung auf einen Lohnfertiger Rz. 1463 [Autor/Stand] Ausgangssachverhalt. Die Verlagerung von Produktionsfunktionen auf einen Lohnfertiger wird anhand des folgenden Sachverhalts dargestellt: Beispiel Die A-GmbH mit Sitz in Bonn ist in den Bereichen der Entwicklung, der Herstellung und des Vertriebs von Kühlschränken tätig. Die Kühlaggregate, die im Rahmen der Produktion...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (3) Verrechnung des Wissenstransfers

Rz. 2545 [Autor/Stand] "Knowledge-Transfer". Neben der vorstehend dargestellten Verrechnung der aus der Bereitstellung der Intranet-Systeme resultierenden Leistungen stellt sich die Frage, ob unter den Anwendern aus der Nutzung der Systeme weitere dem Grunde nach zu verrechnende Leistungen in Form des Wissenstransfers entstehen können. Eine dem Grunde nach verrechenbare Leist...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / d) Bewertung eines immateriellen Wirtschaftsguts im Rahmen der Übertragung

Rz. 2466 [Autor/Stand] Besonderheiten bei Übertragung statt Überlassung immaterieller Wirtschaftsgüter. In den vorstehenden Abschnitten wurde erörtert, wie eine angemessene Lizenzgebühr bei Überlassung eines immateriellen Wirtschaftsguts ermittelt werden kann. Wird nun ein immaterielles Wirtschaftsgut nicht nur zur Nutzung überlassen, sondern übertragen (Übergang des wirtscha...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 2. Keine wesentlichen immateriellen Wirtschaftsgüter Gegenstand der Funktionsverlagerung (Halbs. 1 Alt. 1)

Rz. 1355 [Autor/Stand] Auslegung der Begriffe des immateriellen Wirtschaftsguts und des Vorteils. Nach § 1 Abs. 3 Satz 10 Halbs. 1 Alt. 1 ist eine Einzelbewertung der im Rahmen einer Funktionsverlagerung übertragenen oder zur Nutzung überlassenen Wirtschaftsgüter zunächst dann zulässig, wenn der Stpfl. glaubhaft macht, dass keine wesentlichen immateriellen Wirtschaftsgüter un...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / b) Nutzungsüberlassung immaterieller Wirtschaftsgüter

aa) Vorbemerkungen Rz. 2423 [Autor/Stand] Nutzungsüberlassung durch Lizenzverträge. Lizenzverträge sind Verträge "sui generis", die Elemente eines Miet- oder Pachtverhältnisses aufweisen.[2] Während das nationale Steuerrecht keine Einkunftsart "Lizenzeinnahmen" kennt, sondern diese den gewerblichen Einkünften, denen aus selbständiger Arbeit oder aus Vermietung und Verpachtung,...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / aa) Hintergrund der Bedeutung von immateriellen Wirtschaftsgütern

(1) Überblick und aktuelle Entwicklungen Rz. 2401 [Autor/Stand] Hintergrund. Immaterielle Wirtschaftsgüter stehen im Fokus der Fisci weltweit.[2] Sie können sehr hohe Werte aufweisen und für den Unternehmenserfolg maßgebend sein, gleichwohl werden selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter nur im Ausnahmefall bilanziert.[3] Im Übrigen gelten immaterielle Wirtschaftsgüter ...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / cc) Abgrenzung der Übertragung von der Nutzungsüberlassung eines immateriellen Wirtschaftsguts

(1) Vorbemerkungen Rz. 2413 [Autor/Stand] Abgrenzung der Übertragung von der Überlassung immaterieller Wirtschaftsgüter. Die Übertragung immaterieller Wirtschaftsgüter, also die endgültige Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, ist von der zeitlich begrenzten Nutzungsüberlassung von immateriellen Wirtschaftsgütern zu unterscheiden.[2] In manchen Fällen ist aufgrund nicht ...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (2) Regelbeispiele (Satz 2)

2Zu den Vermögenswerten gehören insbesondere Rz. 2955 [Autor/Stand] Konkretisierung des Vermögenswertbegriffs. Die Aufzählung in § 2 Abs. 6 Satz 2 BsGaV konkretisiert den Begriff der Vermögenswerte anhand einer beispielhaften Auf...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / aa) Abgrenzung zu anderen Leistungsbereichen

Rz. 1727 [Autor/Stand] Abgrenzungsproblematik. Eine Abgrenzung des Dienstleistungsbereichs vom Bereich der Güter- und Warenlieferungen (Maschinen, Anlagen, Halb- und Fertigerzeugnisse, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe), der Nutzungsüberlassungen materieller Wirtschaftsgüter (Miete, Pacht, Leasing) und des Kapitalverkehrs (Darlehen und sonstige schuldrechtliche Finanzierungslei...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (1) Preisvergleichsmethode

Rz. 2447 [Autor/Stand] Preisvergleichsmethode – Überblick. Die Preisvergleichsmethode (vgl. Anm. 661 ff.) orientiert sich an Preisen, die bei vergleichbaren Geschäften zwischen Fremden vereinbart werden. Der Preisvergleichsmethode liegt insofern die Überlegung zugrunde, dass der Wert eines immateriellen Wirtschaftsguts aus den bei anderen Transaktionen gezahlten Preisen für v...mehr

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Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/... / 4.5 Selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter (insbesondere: Firmenwert/Geschäftswert)

Tz. 102 Stand: EL 100 – ET: 10/2020 Im Fall der Einbringung eines (Teil-)Betriebs (s §§ 20 Abs 1, 25 UmwStG) geht ein der betrieblichen Sachgesamtheit anhaftender (vom Einbringenden) selbst geschaffener (originärer) Geschäfts-, Firmen- oder Praxiswert auf die übernehmende Gesellschaft über. Zur Frage, wie im Fall der Aufstockung zum Zwischenwert ein bestehender originärer Ges...mehr

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Anhang 2: Verwaltungsanweis... / 2.3.2 Bestandteile der Hilfs- und Nebenrechnung (§ 3 Absatz 2 BsGaV)

58 In der Hilfs- und Nebenrechnung sind die der Betriebsstätte zuzuordnenden Vermögenswerte, ihr Dotationskapital und die übrigen Passivposten zu erfassen (s. auch OECD-Betriebsstättenbericht, Teil I Tz. 72 ff. und Tz. 224 ff.). 59 Ein selbst geschaffener immaterieller Wert, der bisher weder in der Bilanz noch in der Hilfs- und Nebenrechnung zu erfassen war, wird dann Besta...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (5) Zwingende Merkmale eines Lohnfertigers

Rz. 1625 [Autor/Stand] Unternehmen zwischen Lohnfertiger und Eigenproduzent. Nur bei nahezu vollständiger Erfüllung der oben dargestellten Merkmale ist davon auszugehen, dass das verbundene Produktionsunternehmen als ein Lohnfertiger zu qualifizieren ist. In Abhängigkeit von der Ausgestaltung der einzelnen Merkmale kann dabei auch eine Zwischenform zwischen Lohnfertiger und E...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (3) Entsprechende Anwendung auf andere Vermögenswerte (Abs. 3)

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten sinngemäß für die Zuordnung von Vermögenswerten nach den §§ 6 bis 8. Rz. 3610 [Autor/Stand] Zuordnung anderer Vermögenswerte. Nach § 31 Abs. 3 BsGaV gelten die Grundsätze des § 31 Abs. 1 und 2 BsGaV, wonach allein die Nutzung nicht für eine Zuordnung eines Vermögenswerts zur Bau- und Montagebetriebsstätte ausreicht, auch für die Zuordnung von a...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (1) Lizenzierung des Firmennamens und Markenüberlassung

Rz. 2438 [Autor/Stand] Recht auf Führen des Firmennamens. Die Finanzverwaltung lehnt die Zahlung eines Entgelts für das Recht, einen Firmennamen zu führen, unter Hinweis auf den nicht verrechenbaren sog. "Rückhalt im Konzern" ab. So heißt es in Tz. 6.3.2. VWG: "Demgegenüber kann eine Muttergesellschaft z.B. Entgelte nicht verrechnen für [...] den sogenannten Rückhalt im Konze...mehr

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Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Die Körperschaftsteuer, KStG Know-how

Stand: EL 100 – ET: 10/2020 Für Know-how gilt grds das Gleiche wie für sonstige immaterielle WG wie Erfindungen; s § 8 Abs 3 KStG Teil E "Erfindervergütungen" und s § 8 Abs 3 KStG Teil E "Geschäftschance". Auch bei der Ermittlung des angemessenen Nutzungsentgelts für die Überlassung von Know-how gilt der Grundsatz des Fremdvergleichs auf der Grundlage der Preisvergleichsmetho...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (3) Lizenzierung von Vorrats- oder Sperrpatenten

Rz. 2443 [Autor/Stand] Vorrats- oder Sperrpatente. In der Unternehmenspraxis ist häufig der Fall anzutreffen, dass Erfindungen als Patente geschützt werden, gleichwohl nicht selbst unternehmerisch verwendet werden. Es ist dann zu klären, ob auch für solche Patente eine Vergütung zwischen nahestehenden Unternehmen verrechnet werden kann. Die VWG 1983 sehen in Tz. 5.1.1 ausdrüc...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (1) Nachrangiges Heranziehen anderer Personalfunktionen (Satz 1)

(2) 1Abweichend von Absatz 1 ist ein immaterieller Wert nur dann einer anderen Betriebsstätte als derjenigen, auf Grund deren Personalfunktion der immaterielle Wert geschaffen oder erworben wird, zuzuordnen, wenn die Bedeutung einer in dieser anderen Betriebsstätte ausgeübten anderen Personalfunktion eindeutig gegenüber der Bedeutung der in Absatz 1 genannten Personalfunkt...mehr

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Anhang 2: Verwaltungsanweis... / 2.31.3 Entsprechende Anwendung auf andere Vermögenswerte (§ 31 Absatz 3 BsGaV)

352 Die Grundsätze des § 31 Absatz 1 und 2 BsGaV gelten für die Zuordnung von Vermögenswerten nach den §§ 6 bis 8 BsGaV entsprechend. Fall – Unentgeltliche Beistellung eines immateriellen Werts: Das ausländische Bau- und Montageunternehmen Y (Y) hat im Inland eine Bau- und Montagebetriebsstätte B (B). Von B wird ein Patent, welches vom übrigen Unternehmen selbst geschaffen wu...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (1) Identifikation von betrieblichen Funktionen

Rz. 573 [Autor/Stand] Funktionsbegriff. Der Begriff der "Funktion" ist in jüngerer Vergangenheit insb. durch die Diskussion über die sog. Funktionsverlagerungsbesteuerung nach § 1 Abs. 3 Satz 9 (vgl. hierzu Anm. 1201 ff.) in den Betrachtungsfokus gerückt. Allgemein wird unter einer Funktion ein bestimmter betrieblicher Tätigkeitsbereich verstanden, der organisatorisch abgrenz...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (4) Lizenzierung von Leistungsbündeln

Rz. 2444 [Autor/Stand] Globallizenz vs. Einzellizenz. Im internationalen Lizenzgeschäft kommt es vor, dass ein Lizenzvertrag mehrere immaterielle Wirtschaftsgüter zusammenfasst, weil oft ganze Leistungsbündel in Anspruch genommen werden, die sich nicht ohne Weiteres voneinander trennen lassen. Sofern für diese zusammengefassten Leistungen eine einheitliche Lizenzgebühr verein...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / f) Auftragsforschung

Rz. 2481 [Autor/Stand] Auftragsforschung – traditionelles Verständnis. Tz. 5.3 VWG 1983 behandelt die Verrechnung von Auftragsforschungsleistungen im Zusammenhang mit der "Nutzungsüberlassung von Patenten, Know-how oder anderen immateriellen Wirtschaftsgütern". Insofern ist in diesem Kapitel auch auf Auftragsforschung einzugehen, obwohl es hierbei nicht um eine Nutzungsüberla...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (3) Ermittlung eines sachgerechten Kapitalisierungszeitraums

Rz. 1277 [Autor/Stand] Unbegrenzter Kapitalisierungszeitraum nicht fremdvergleichskonform. Zur Ermittlung des Einigungsbereichs ist ebenfalls zu klären, über welchen Zeitraum die aus dem Transferpaket zu erwartenden Gewinne zu prognostizieren sind. Nach Auffassung der Finanzverwaltung, die ihren Niederschlag in § 6 FVerlV gefunden hat, ist bei der Ermittlung der auf das Trans...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (5) Lizenzierung bei gleichzeitiger Erbringung von Dienstleistungen

Rz. 2445 [Autor/Stand] Gemischte Verträge. Von den vorstehend beschriebenen Globallizenzen sind die sog. "gemischten Verträge" zu unterscheiden, bei denen neben der Überlassung von immateriellen Wirtschaftsgütern (z.B. Patent, Marke) auch die Erbringung von Dienstleistungen (z.B. technische Unterstützung oder Schulung von Mitarbeitern) vereinbart wird.[2] In solchen Fällen ka...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (2) Organisation der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Rz. 1803 [Autor/Stand] Organisation der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten können grundsätzlich ausgestaltet sein als Eigenforschung und -entwicklung, Auftragsforschung und -entwicklung, Gemeinschaftsforschung und -entwicklung.[2] Rz. 1804 [Autor/Stand] Abgrenzung. Eigenforschung und -entwicklung liegt hiernach vor, wenn ein Verbun...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / b) Verlagerung einer Funktion

Rz. 1218 [Autor/Stand] Definition der "Verlagerung" gem. § 1 Abs. 3 Satz 9. Der in § 1 Abs. 3 Satz 9 verwandte Begriff der "Verlagerung" wird in der Vorschrift nicht definiert. Klar ist insoweit nur, dass der Gesetzeswortlaut weder Funktionsverdoppelungen noch Funktionsvervielfältigungen erfassen will.[2] Denn das Gesetz spricht ausdrücklich von "verlagert". Rz. 1219 [Autor/St...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (1) Überblick und aktuelle Entwicklungen

Rz. 2401 [Autor/Stand] Hintergrund. Immaterielle Wirtschaftsgüter stehen im Fokus der Fisci weltweit.[2] Sie können sehr hohe Werte aufweisen und für den Unternehmenserfolg maßgebend sein, gleichwohl werden selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter nur im Ausnahmefall bilanziert.[3] Im Übrigen gelten immaterielle Wirtschaftsgüter als besonders fungibel sowie schwer bewe...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / cc) Methoden der Gewinnaufteilung

Rz. 847 [Autor/Stand] Aufteilungsmaßstab. Als Aufteilungsmaßstab der geschäftsvorfallbezogenen Gewinnaufteilungsmethode fungieren die von den nahestehenden Unternehmen ausgeübten Funktionen, getragenen Risiken und eingesetzten Wirtschaftsgüter, die mittels einer Funktionsanalyse zu erfassen sind. Insoweit soll eine geschäftsvorfallbezogene Gewinnaufteilung erreicht werden, wi...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / aa) Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien

Rz. 2501 [Autor/Stand] Globalisierung und Internationalisierung. Das heutige Wirtschaftsleben ist durch eine zunehmende Globalisierung und Internationalisierung der Arbeits-, Kapital-, Informations- und Produktmärkte gekennzeichnet. Maßgeblichen Einfluss auf diese Entwicklung hat die verstärkte Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Diese Technologien ...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (2) Maßgebender Eigentumsbegriff

Rz. 2414 [Autor/Stand] Rechtliches Eigentum. Für die Klärung der Frage einer Übertragung oder Überlassung kommt es also darauf an, welcher Gesellschaft das Eigentum an den Wirtschaftsgütern zuzuordnen ist. Nach deutschem Steuerrecht sind Wirtschaftsgüter nur im ersten Prüfungsschritt dem zivilrechtlichen Eigentümer zuzuordnen.[2] Insofern bietet sich zunächst die Art des Vert...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (2) Die Lizenzschranke des § 4j EStG

Rz. 2428 [Autor/Stand] Überblick über den Verlauf des deutschen Gesetzgebungsverfahrens. Im Rahmen des BEPS-Projekts stand Deutschland auf Seiten derer, die für eine vollständige Abschaffung von Lizenzboxen eintraten, während sich andere Länder für eine weitgehende Beibehaltung einsetzten.[2] Infolgedessen kam es bereits am 1.7.2015 zu einer Bundesratsinitiative des Landes He...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 2. Voraussetzungen

Rz. 2705 [Autor/Stand] Steuerliche Anerkennung. Rechtsprechung[2] wie Finanzverwaltung erkennen den Vorteilsausgleich grundsätzlich an. Nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung[3] setzt die steuerliche Anerkennung eines Vorteilsausgleichs jedoch voraus, dassmehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (4) Voraussetzungen für einen Know-how-Transfer von der aufnehmenden an die entsendende Gesellschaft

Rz. 1971 [Autor/Stand] Erlangung von Kenntnissen und Erfahrungen der aufnehmenden Gesellschaft. Bei einer Entsendung zu Ausbildungs- und Fortbildungszwecken wird der Arbeitnehmer häufig als Know-how zu qualifizierende Kenntnisse und Erfahrungen der aufnehmenden Konzerngesellschaft erwerben. Die dem Arbeitnehmer vermittelten speziellen Kenntnisse und Erfahrungen stellen allerd...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / dd) Verrechnungspreisermittlung bei einem Eigenproduzenten

Rz. 1647 [Autor/Stand] Eigenproduzent als Strategieträger. Im Gegensatz zum Lohnfertiger hat der Eigenproduzent die volle Dispositionsbefugnis über die Produktion inne (Anm. 1628). IdR ist er daher auch als "Entrepreneur" bzw. "Strategieträger" in Bezug auf das entsprechende Produkt bzw. die entsprechende Produktgruppe anzusehen.[2] Der Strategieträger ist dadurch gekennzeich...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (4) Eingesetzte Wirtschaftsgüter des Lohnfertigers

Rz. 1621 [Autor/Stand] Produktionsanlagen. Typischerweise beschafft der Lohnfertiger keine eigenen Produktionsanlagen und mietet diese auch nicht vom Auftraggeber. Vielmehr werden ihm die Anlagen vom Auftraggeber über die Laufzeit des Lohnfertigungsvertrages beigestellt.[2] Das zivilrechtliche und wirtschaftliche Eigentum an den Produktionsanlagen verbleibt in diesem Fall bei...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (2) Lizenzierung bei gleichzeitigem Leistungsaustausch

Rz. 2442 [Autor/Stand] Lizenzierung bei gleichzeitigem Leistungsaustausch. Gemäß Tz. 5.1.2. VWG 1983 ist die Verrechnung von gesonderten Nutzungsentgelten steuerlich nicht anzuerkennen, wenn die Nutzungsüberlassung im Zusammenhang mit Lieferungen oder Leistungen steht und Fremde nur ein Gesamtentgelt gezahlt hätten. Zweck dieser Regelung, die korrespondierend zu derjenigen in...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / bb) Arten von Lizenzgebühren

Rz. 2424 [Autor/Stand] Arten von Lizenzgebühren. Werden Nutzungsrechte an immateriellen Wirtschaftsgütern durch einen Lizenzvertrag eingeräumt, so hat der Lizenznehmer dem Lizenzgeber hierfür eine Lizenzgebühr zu entrichten. Die Lizenzgebühr kann dabei unterschiedlich ausgestaltet werden.[2] Am häufigsten bemisst sich die Lizenzgebühr in Abhängigkeit vom erzielten Umsatz des ...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / 6. Immaterielle Wirtschaftsgüter

Literatur Arbeitsreis der Verrechnungspreise der Schmallenbach-Gesellschaft, Immaterielle Vermögenswerte – ausgewählte Fragestellungen aus Sicht der unternehmerischen Praxis und der Wissenschaft, Ubg 2017, 537; Bärsch/Luckhaupt/Schulz, Bestimmung Verrechnungspreise im Zusammenhang mit immateriellen Vermögenswerten, Ubg 2014, 37; Bärsch/Quilitzsch/Schulz, Steuerliche Implikati...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / cc) Unternehmen mit sog. "Routine"-Funktionen

Rz. 617 [Autor/Stand] Routineunternehmen. Diese kennzeichnen sich dadurch, dass sie technisch wie organisatorisch einfache Funktionen ausüben und dementsprechend lediglich geringe wirtschaftliche Risiken tragen. Im Gegenzug erwirtschaften Routineunternehmen geringere, jedoch stabile Gewinne. Der Einsatz von (immateriellen) Wirtschaftsgütern und Know-how ist im Vergleich zum S...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (3) Gegenüberstellung der unterschiedlichen Besteuerungsfolgen

Rz. 2421 [Autor/Stand] Steuerliche Folgen bei Übertragung bzw. Überlassung. Die Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an einem immateriellen Wirtschaftsgut ist als ein Veräußerungsvorgang anzusehen.[2] Insofern kommt es dabei zu einer vollständigen Aufdeckung und Versteuerung der in dem übertragenen immateriellen Wirtschaftsgut ruhenden stillen Reserven bei dem übertrage...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / aa) Nationale Preisanpassungsregel des § 1 Abs. 3 Satz 11 und 12 AStG

Rz. 2470 [Autor/Stand] Preisanpassung im Zeitablauf – Gesetzliche Fiktion. Mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008[2] wurde § 1 grundlegend neu gefasst. Die neuen Regelungen sind gem. § 21 Abs. 16 ab dem VZ 2008 erstmals anzuwenden. Der Gesetzgeber verpflichtet nunmehr den Stpfl. in Einzelfällen zu nachträglichen Preisanpassungen. So heißt es in § 1 Abs. 3 Satz 11: "Sind i...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (2) Einkünftezurechnung nach neuem OECD-Konzept

Rz. 2407 [Autor/Stand] Bedeutung von Rechten und Verträgen. Ein essentieller Teil des Abschlussberichts zu den immateriellen Wirtschaftsgütern entfällt auf das Kapitel, das sich mit der Zurechnung immaterieller Wirtschaftsgüter und dem durch sie verursachten Einkommen beschäftigt. Ausgelöst durch Steuerplanungen in Zusammenhang mit immateriellen Werten in der Vergangenheit wu...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (3) Rückhalt im Konzern

Rz. 1768 [Autor/Stand] Begriffsverständnis. Die Dauerdiskussion, ob der sog. "Rückhalt im Konzern" eine verrechenbare Leistung darstellt, ist allein auf die uneinheitliche und unpräzise Definition dieses Begriffs zurückzuführen. Bedient man sich einer engeren, betriebswirtschaftlich orientierten Begriffsdefinition, so setzt man den Rückhalt im Konzern mit der sog. passiven Ko...mehr

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Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (1) Internationale Maßnahmen gegen Lizenzboxen

Rz. 2426 [Autor/Stand] Hintergrund. Auslöser der nationalen Gesetzesneuerung in § 4j EStG zur Beschränkung der steuerlichen Abzugsfähigkeit konzerninterner Lizenzentgelte ist das Ergebnis des BEPS-Projekts der OECD.[2] Denn dieses erging gerade auch in Kontext mit der jüngsten internationalen Staatenpraxis, nach der zuletzt immer mehr Staaten Regelungen zur steuerlichen Begün...mehr