Fachbeiträge & Kommentare zu Mandant

Lexikonbeitrag aus Controlling Office
Schadensersatz / 1.2.4 Betriebsvermögen

Eine betriebliche Schadensersatzforderung gehört zwar zum Betriebsvermögen, darf aber erst vereinnahmt (= aktiviert) werden, wenn sie anerkannt wird oder über sie rechtskräftig entschieden ist.[1] Dies leitet sich aus dem Gebot der Vorsicht (sog. Vorsichtsprinzip) ab, nach dem nicht realisierte Gewinne nicht auszuweisen sind.[2] [3] Praxis-Beispiel Schadensersatzforderung Zerst...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Zulässigkeit d... / II. Aufhebung wegen Verfahrensfehler: Nicht erfolgte Beiladung des Mandanten

Das BSG hat das Urteil des LSG aufgehoben, da es an einem von Amts wegen zu berücksichtigenden Verfahrensmangel leide, da die notwendige Beiladung des Mandanten der Klägerin bislang nicht erfolgt sei. Seien an dem streitigen Rechtsverhältnis Dritte derart beteiligt, dass die Entscheidung auch ihnen gegenüber nur einheitlich ergehen könne, so seien sie beizuladen (§ 75 Abs. 2...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Kosten für ohn... / II. Kosten des Rechtsmittels grundsätzlich beim Mandanten

Das OLG hat den nach Ablauf der Wochenfrist aus § 311 Abs. 2 StPO erklärten "Verzicht" des Verurteilten auf die Einlegung von Rechtsmitteln als Rücknahme der durch den Verteidiger eingelegten sofortigen Beschwerde behandelt (vgl. BGH, Beschl. v. 12.1.1971 – 3 StR 282/71). Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat es gem. § 473 Abs. 1 S. 1 StPO dem Verurteiltem auferlegt. 1. Gru...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Hinweis auf di... / II. Hinweis auf die Abrechnung der Gebühren nach dem Gegenstandswert

1. Gesetzliche Regelung Wenn sich die von dem Rechtsanwalt zu erhebenden Gebühren nach dem Gegenstandswert richten, hat der Anwalt den (künftigen) Mandanten gem. § 49b Abs. 5 BRAO vor Übernahme des Auftrags hierauf hinzuweisen. 2. Zweck der Hinweispflicht Der Gesetzgeber hat diese Regelung eingeführt, weil es zuvor immer wieder zu Unzulänglichkeiten geführt hatte, wenn Mandante...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Hinweis auf di... / IV. Bedeutung für die Praxis

Die Entscheidung des BGH sollte den Rechtsanwälten zur Warnung dienen, es mit der ihnen auferlegten Hinweispflicht nach § 49b Abs. 5 BRAO ernst zu nehmen. 1. Form des Hinweises Der nach § 49b Abs. 5 BRAO erforderliche Hinweis ist an keine besondere Form gebunden. Er kann mündlich oder schriftlich erfolgen (OLG München AGS 2016, 558; OLG Düsseldorf FamRZ 2025, 294; s. auch LG B...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Kosten für ohn... / III. Bedeutung für die Praxis

1. Die Entscheidung ist zutreffend. Das OLG stellt klar heraus, dass im Grundsatz der Mandant für die Kosten seines Rechtsmittels herangezogen wird. Zwar kann der Verteidiger nach § 297 StPO "für den Beschuldigten" ein Rechtsmittel einlegen; es handelt sich aber auch bei diesem Rechtsmittel um ein Rechtsmittel des Beschuldigten, zu dessen Kosten er also herangezogen werden k...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Zulässigkeit d... / I. Sachverhalt

Die Klägerin, eine Rechtsanwaltsgesellschaft mit beschränkter Haftung, begehrt von dem beklagten Jobcenter die Erstattung der Kosten eines isolierten Vorverfahrens aus abgetretenem Recht. Als Bevollmächtigte eines Mandanten hat die Klägerin Widerspruch gegen einen Bescheid des Beklagten erhoben und reichte hierzu ein vom Mandanten unterzeichnetes und mit der Überschrift "Vol...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Zulässigkeit d... / III. Obiter dictum zur Wirksamkeit der Abtretungsklausel

Aufgrund der fehlenden Beiladung des Mandanten konnte das BSG über die im Verfahren materille bedeutsame Frage: Ist die Abtretungsklausel in der Vollmacht wirksam? noch keine Entscheidung (mit Bindungswirkung für das LSG nach § 170 Abs. 5 SGG) treffen. Es hat aber darauf hingewiesen, dass nach seiner Auffassung und vorbehaltlich neuer Erkenntnisse im wieder eröffneten Berufu...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Hinweis auf di... / III. Schadensersatzanspruch

1. Schadensgrundsätze Kommt der Rechtsanwalt schuldhaft seiner Hinweispflicht aus § 49b Abs. 5 BRAO nicht nach, ist er dem Mandanten gem. § 280 Abs. 1 i.V.m. § 311 Abs. 2 BGB zum Ersatz des hierdurch verursachten Schadens verpflichtet (BGH AGS 2007, 386 m. Anm. Schons = RVGreport 2007, 316 [Hansens] = zfs 2007, 465 m. Anm. Hansens; BGH AGS 2008, 9 = RVGreport 2008, 37 [Ders.]...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Hinweis auf di... / Leitsatz

Ein Hinweis darauf, dass sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert richten, ist grundsätzlich für jeden einzelnen Auftrag zu erteilen; der Auftrag kann allerdings mehrere gebührenrechtliche Angelegenheiten umfassen. Ein Hinweis auf die Gebührenberechnung nach dem Gegenstandswert darf es nicht dem Mandanten überlassen, sich Gewissheit darüber zu verschaffen, ob ein und welche...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Schadensersatz... / II. Unzumutbare Weisung

Das AG hat einen Anspruch der RSV aus übergegangenem Recht (§ 86 VVG) verneint. Für die Beurteilung eines Anspruchs auf Schadensersatz komme es auf das Verhältnis Versicherungsnehmer und dem Beklagten an. Der Beklagte sei dem Versicherungsnehmer V – seinem Mandanten – aber nicht zum Schadensersatz verpflichtet. Ein solcher Anspruch besteh nicht, da zum einen keine Pflichtverl...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Streitwert in ... / IV. Bedeutung für die Praxis

Eine weitere Entscheidung, die die Grundsätze der (obergerichtlichen) Rspr. der OLG zur Streitwertbemessung in den Strafvollzugsfällen (vgl. dazu Burhoff/Volpert/Burhoff/Volpert, RVG Straf- und Bußgeldsachen, 7. Aufl., 2026, Teil A Rn 2348 m.w.N. mit Beispielsfällen bei Rn 2352) zugrunde legt. M.E. ist es ja "lobenswert", wenn die Rspr. bei der Streitwertbemessung das Kosten...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Angelegenheite... / e) Verbindung im Berufungsverfahren

Werden im Berufungsverfahren die Berufungssache und ggf. bei der Berufungskammer (als allgemeiner Strafkammer) anhängige erstinstanzliche Verfahren verbunden, handelt es sich weiter um verschiedene Angelegenheiten. Es liegt nämlich nicht eine Verschmelzungsverbindung i.S.d. § 2 StPO, sondern eine Verhandlungsverbindung i.S.d. § 237.[34] Beispiel 2 Rechtsanwalt R verteidigt de...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Angelegenheite... / 4. Einholung der Deckungszusage

Der in Straf- und Bußgeldsachen vertretene Mandant ist häufig rechtsschutzversichert. Hat der Rechtsanwalt das Bestehen einer Rechtsschutzversicherung bei der Übernahme des Mandats festgestellt, wird er Anwalt häufig die Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung für das anstehende Verfahren einholen. Jedenfalls dann, wenn es sich nicht um einen unproblematischen Standardfa...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Gebührenbemess... / III. Konkrete Bemessung der Gebühren

Bei der konkreten Bemessung der Gebühren stellt das LG auf folgende Umstände ab: 1. Bedeutung der Sache für den Auftraggeber Die Bedeutung der Sache für den Auftraggeber sei nicht als unterdurchschnittlich anzusehen. Die im Bußgeldbescheid ausgesprochene Geldbuße i.H.v. 187,50 EUR habe zwar im unteren Bereich gelegen, jedoch nicht am untersten Rand des Gebührenrahmens, der von...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Fragen und Lös... / 2. Lösung zu Fall 2

Nein. Seiner Hinweispflicht nach § 49b Abs. 5 BRAO ist Rechtsanwalt A nachgekommen. Dieser Hinweis bedurfte keiner besonderen Form, sodass der mündlich erteilte Hinweis genügt. K bestreitet auch nicht, den mündlichen Hinweis des Rechtsanwalts A erhalten zu haben. Rechtsanwalt A war auch nicht ohne Nachfrage seines Mandanten verpflichtet, diesem von sich aus die voraussichtlic...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Beschwer eines... / III. Bedeutung für die Praxis

Die Entscheidung des OLG Frankfurt ist leider falsch, weil das OLG nicht bemerkt hat, dass auch dem nach Verkündung des Urteils für das Verfahren mandatierte Rechtsanwalt eine Verfahrensgebühr anfällt. 1. Beschwer des Rechtsanwalts Ein Rechtsanwalt ist durch eine Streitwertfestsetzung nur dann beschwert, wenn er mit seiner im eigenen Namen eingelegten Streitwertbeschwerde ein ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Fragen und Lös... / 1. Lösung zu Fall 1

Rechtsanwalt A hat K vor Erteilung des Mandats gem. § 49b Abs. 5 BRAO darauf hinzuweisen, dass sich seine Gebühren nach dem Gegenstandswert berechnen. Weitere Hinweise, insbesondere zur Höhe der voraussichtlich entstehenden Vergütung, muss er dem Mandanten ungefragt nicht erteilen.mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Angelegenheite... / 3. Beschwerden

Für Angelegenheiten, die in Teil 3 VV geregelt sind, stellt die Beschwerde eine neue Angelegenheit dar. Das ergibt sich aus § 15 Abs. 2 RVG und aus § 18 Abs. 1 Nr. 3 RVG. Demgemäß sehen die Nrn. 3500 ff. VV für die Beschwerdeverfahren auch gesonderte Vergütungsregelungen vor. Für Beschwerden im Straf-/Bußgeldverfahren und in sonstigen Verfahren nach Teil 6 VV gilt das grds. ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Angelegenheite... / b) Tätigkeit als Zeugenbeistand nach vorausgegangener Verteidigertätigkeit

Die Tätigkeit des Rechtsanwalts als Zeugenbeistand ist nicht dieselbe Angelegenheit i.S.d. § 15 Abs. 2 RVG wie eine vorausgegangene oder auch zeitlich parallel laufende Verteidigertätigkeit.[26] Der Rechtsanwalt ist vielmehr in der Angelegenheit "Zeugenbeistand" so zu honorieren, als wäre er für den Mandanten erstmals tätig geworden.[27] Es entstehen, wenn der Rechtsanwalt an...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
FoVo 02/2026, Was ist unter... / I. Das Problem

Welche Ansprüche fallen unter Streitigkeiten aus Heilbehandlungen? Wir sind von unserem Mandanten mit der Einziehung von Forderungen beauftragt. Diese entstammen dem Gesundheitsbereich, d.h. es handelt sich um Behandlungskosten von Ärzten, Zahnärzten oder Krankenhäusern oder auch von Heil- und Hilfsmittelerbringern (Physiotherapeuten, Ergotherapeuten etc.). Der Hauptforderungs...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Fragen und Lös... / 3. Fall 3

Im Fall 2 rechnet Rechtsanwalt A die Vergütung für seine außergerichtliche Vertretung ab. K zahlt den berechneten Betrag anstandslos an A. Nunmehr erteilt K dem Rechtsanwalt A den Auftrag, gegen B klageweise vorzugehen. Rechtsanwalt A reicht bei dem zuständigen Gericht eine entsprechende Klageschrift ein. Nach mündlicher Verhandlung und Beweisaufnahme geht der Prozess verlor...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Fragen und Lös... / 4. Lösung zu Fall 4

Da Rechtsanwalt A seiner Hinweispflicht nach § 49b Abs. 5 BRAO vor Erhalt des Prozessauftrags nicht nachgekommen war, steht K ein Schadensersatzanspruch zu, für den er darlegungs- und beweispflichtig ist.[5] Der Schaden besteht in den für die Prozessführung in der Person des Rechtsanwalts A angefallenen Gebühren und Auslagen. Diese wären dann nicht angefallen, wenn K nach de...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Angelegenheite... / c) Tätigkeit als "Gesamtpflichtverteidiger" nach vorausgegangener "beschränkter" Pflichtverteidigung

Wird ein Rechtsanwalt zunächst einem Mandanten als Pflichtverteidiger beschränkt, z.B. "für die Dauer der Vernehmung eines Zeugen" nach § 140 Abs. 1 Nr. 10 StPO beigeordnet und dann später als Pflichtverteidiger für das Verfahren, handelt es sich nicht um dieselbe Angelegenheit, sodass eine Anrechnung von Gebühren nicht in Betracht kommt.[30] Es gelten die Ausführungen und d...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Gezieltes Schw... / Leitsatz

Für ein Mitwirken an der Einstellung des Verfahrens kann es grundsätzlich ausreichen, dass der Verteidiger seinem Mandanten zum Schweigen rät und damit die Ahndung nicht auf die Einlassung des Betroffenen/Beschuldigten, sondern nur auf die übrigen zur Verfügung stehenden Beweismittel gestützt werden kann. Erfolgt die endgültige Einstellung des Verfahrens jedoch vor der Hauptv...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
FoVo 02/2026, Darf der Geri... / I. Das Problem

Gerichtsvollzieher verlangt für die Zustellung des PfÜB einen Vorschuss Wir betreiben für unseren Mandanten die Zwangsvollstreckung und haben im vereinfachten Verfahren nach § 829a ZPO einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (PfÜB) elektronisch beantragt. Der PfÜB wurde erlassen und dem Gerichtsvollzieher (GV) zur Zustellung übersandt. Nunmehr verlangt der Gerichtsvollziehe...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 02/2026, Literaturkritik: Erbrecht

Liebe Leserinnen und Leser, unter der Rubrik "Literaturkritik: Erbrecht" stellen wir monatlich eine Auswahl von Neuerscheinungen aus dem Bereich des Erbrechts, des Erbschaftsteuerrechts sowie der erbrechtsrelevanten Nebengebiete vor. Kostentabelle für Notare – Bäuerle Tabelle – 36. Aufl. 2025 Nomos, ISBN 978-3-7560-0827-8, 34,90 EUR Die Bäuerle-Tabelle gehört auch in ihrer 36. Au...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Kosten für ohn... / I. Sachverhalt

Der Rechtsanwalt war Pflichtverteidiger eines Verurteilten in einem Strafvollstreckungsverfahren. Ihm wurde ein für den Verurteilte nachteiliger Beschluss am 10.1.2025 gegen elektronisches Empfangsbekenntnis förmlich zugestellt. Dem Verurteilten ging die beglaubigte Abschrift des Beschlusses – einschließlich der Mitteilung über die an seinen Verteidiger bewirkte förmliche Zu...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Gebührenbemess... / II. Bemessung der Rahmengebühren im straßenverkehrsrechtlichen Bußgeldverfahren

Die vom Verteidiger geltend gemachten Gebühren entsprächen billigem Ermessen und seien daher verbindlich (§ 14 Abs. 1 S. 1, S. 4 RVG). Die Bemessung von Rahmengebühren habe der Rechtsanwalt gem. § 14 Abs. 1 S. 1 RVG unter Berücksichtigung aller Umstände, vor allem des Umfangs und der Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit, der Bedeutung der Angelegenheit sowie der Einkomme...mehr

Beitrag aus Hilbert, ABC-Führer Lohnsteuer (Schäffer-Poeschel)
Hilbert/Wolf, ABC-Führer Lohnsteuer, Fahrtenbuch

Zusammenfassung Rz. 1 Stand: EL 145 – ET: 02/2026 Der Umfang der Privatnutzung des Firmenwagens wi...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zfs 02/2026, Viel Neues in 2026

Das Jahr 2026 bringt uns nicht nur die Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, sondern auch eine Vielzahl von Änderungen in der ZPO, die großen Einfluss auf die anwaltliche Tätigkeit haben. Die relevantesten Neuerungen sind sicherlich die Zuständigkeit der Amtsgerichte für Rechtsstreitigkeiten bis 10.000 EUR und die Anhebung des Beschwerdewertes für Berufunge...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
AGS 02/2026, Gezieltes Schw... / II. Ungeeignetheit des "gezielten Schweigens"

Nach Auffassung des LG entspricht die angefochtene Entscheidung des AG nicht der Sach- und Rechtslage. Die Zusätzliche Gebühr Nr. 5115 VV werde ausgelöst, wenn durch anwaltliches Mitwirken das Verfahren vor der Verwaltungsbehörde eingestellt oder die Durchführung der Hauptverhandlung entbehrlich werde. Dabei müsse das Mitwirken auf das Ziel einer Verfahrensbeendigung außerha...mehr

Beitrag aus Hilbert, ABC-Führer Lohnsteuer (Schäffer-Poeschel)
Hilbert/Wolf, ABC-Führer LSt, Haftpflichtversicherungsprämien

Rz. 1 Stand: EL 145 – ET: 02/2026 Eine Haftpflichtversicherung schützt – im Gegensatz zu einer > Kaskoversicherung, die eigene Schäden abdeckt – vor Ansprüchen Dritter auf > Schadensersatz . Einige Haftpflichtversicherungen sind Pflichtversicherungen, zB die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und Haftpflichtversicherungen bestimmter Berufsgruppen (> Rz 8). So gut wie aussch...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
FF 02/2026, Wirkung einer b... / 2 Anmerkung

Trotz seiner nur wenigen Normen stellt das GewSchG die Praxis vor teils erhebliche rechtliche Schwierigkeiten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es sowohl Verfahrensvorschriften (§§ 1, 3) als auch materielles bürgerliches Recht (§ 2) und Strafrecht (§ 4) enthält. Demnächst kommen wohl neben datenschutzrechtlichen Vorschriften mit der elektronischen Aufenthaltsüberwachung n...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zfs 02/2026, Wirksamkeit ei... / 2 Aus den Gründen:

Zutreffend hat das LG entschieden, dass die Deckungsklage auch begründet ist. Der Kl. hat Anspruch auf die begehrte Feststellung, da die Bekl. ihm gegenüber zur Deckung verpflichtet ist. Sie ist bedingungsgemäß an den Stichentscheid gebunden. Auf die weiteren Einwände kommt es nicht entscheidend an, da ein bindender Stichentscheid vorliegt. Auf die Frage, ob … die Bekl. eine...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
Makler haftet für Diskriminierung bei Wohnungssuche

Überblick Wird ein Mietinteressent bei der Wohnungssuche wegen seiner Herkunft benachteiligt, kann vom Immobilienmakler Schadensersatz verlangt werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Der BGH hatte im Dezember 2025 mündlich über einen Fall aus Hessen verhandelt, bei dem es um die Frage ging, ob ein Makler für einen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlu...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.48 Muss der Mandant bei erteilter Bekanntgabevollmacht einem Wechsel auf die elektronische Übermittlung der Bescheide durch das Finanzamt zustimmen? Die vom Mandanten zu unterzeichnende Vollmacht zur Vertretung in Steuersachen enthält den Punkt "Elektronische Bescheidbekanntgabe" nicht. Die Erfassungsmaske in der Vollmachtsdatenbank jedoch schon. Daher könnte man annehmen, dass der Mandant nicht zustimmen muss, wenn die Bekanntgabeart (digital/Papier) geändert wird

Das amtliche Vollmachtsformular sieht die Möglichkeit vor, die Vollmacht auf die Entgegennahme von Steuerbescheiden und sonstigen Verwaltungsakten zu erweitern. Wird diese Option gewählt gilt folgendes: Bereits in der Rechtslage vor den elektronischen Verwaltungsakten konnten diese in verschiedener Form erteilt werden: "Ein Verwaltungsakt kann schriftlich, mündlich oder in an...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.28 Muss der Mandant einen Jahresabschluss stets in Papierform aufbewahren, um seinen Pflichten nach § 257 Abs. 3 HGB nachzukommen? Oder reicht es aus, wenn der Mandant den Jahresabschluss digital aufbewahrt?

Die Bundesregierung hat am 30. Mai 2024 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU dazu ausgeführt (Drs. 20/11573, zu Frage 20, S. 8 f.), dass das bei Aufstellung in elektronischer Form diese das Original ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Original elektronisch aufgestellte Eröffnungsbilanzen und Abschlüsse nicht zusätzlich in Papierform aufbewahrt werden müsse...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
KI im steuerberatenden Beru... / 9.3 Was muss beachtet werden, wenn die Kanzlei KI-Systeme gemeinsam mit dem Mandanten nutzt?

Wenn Kanzlei und Mandant gemeinsam KI-Systeme nutzen (z. B. Mandantenportal mit KI-Chat, KI-gestützte Belegprüfung oder gemeinsame Dokumentenplattform), sollten einige Punkte besonders beachtet werden: Klare Rollen- und Aufgabenverteilung Wer ist für welchen Arbeitsschritt zuständig (Datenerfassung, Prüfung, finale Freigabe)? Wo endet die Mandantenverantwortung (z. B. Bereitste...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Auslegungs- und Anwendungsh... / bbb) Identifizierung der für den Mandanten auftretenden Person (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 GwG)

Rz. 103 Soweit der Mandant bei Mandatsbegründung nicht selbst erscheint, sondern für diesen eine andere Person (z. B. Bevollmächtigter oder Bote) auftritt, muss auch die für den Mandanten auftretende Person identifiziert werden und es müssen die zur Identitätsfeststellung erhobenen Angaben verifiziert werden. Zudem ist zu prüfen, ob die Person tatsächlich dazu berechtigt ist...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.33 Dürfen Steuerberater auch ohne ausdrücklichen Auftrag Jahresabschlüsse und Steuerunterlagen des Mandanten archivieren?

Der Steuerberater hat eine Pflicht zur Führung der Handakten nach § 66 StBerG. Die Aufbewahrungspflicht für Handakten beträgt zehn Jahre – sofern Jahresabschlüsse und Steuerunterlagen darunterfallen und Bestandteil der Handakte sind, ergibt sich daraus eine Pflicht. Ansonsten ist dies abhängig von der zivilrechtlichen Vereinbarung (Steuerberatervertrag) zwischen Steuerberate...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Auslegungs- und Anwendungsh... / cc) Feststellung der PEP-Eigenschaft des Mandanten oder wirtschaftlich Berechtigten (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG)

Rz. 133 Der Steuerberater ist verpflichtet, durch angemessene risikoorientierte Verfahren festzustellen, ob es sich bei dem Mandanten oder – soweit vorhanden – dem wirtschaftlich Berechtigten um eine politisch exponierte Person (PEP)[1], ein Familienmitglied dieser Person oder eine ihr bekanntermaßen nahestehende Person i. S. d. § 1 Abs. 12 bis 14 GwG handelt (§ 10 Abs. 1 Nr...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.27 Die Mandanten sind gesetzlich zur Aufbewahrung von Jahresabschlüssen verpflichtet. Sollten Steuerberater den Jahresabschluss ebenfalls aufbewahren, auch wenn sie dazu nicht vom Mandanten beauftragt wurden?

Der Steuerberater hat eine Pflicht zur Führung der Handakten nach § 66 StBerG; Aufbewahrungspflicht für Handakten beträgt zehn Jahre – sofern Jahresabschlüsse darunter fallen und Bestandteil der Handakte sind, ergibt sich daraus eine Pflicht zur Aufbewahrung. Daneben ist zur Aufbewahrung zu raten (Haftungsfragen, Tätigkeitsnachweis etc.).mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.45 Kann der Steuerberater dem Mandanten elektronische Kopien seines handschriftlich unterzeichneten Erstellungsberichts zur Verfügung stellen?

Der Mandant kann zwar grundsätzlich elektronische Kopien auch ohne fortgeschrittene digitale Signatur erhalten. Diese Kopie ist kein Ersatz für das handschriftlich unterzeichnete Original. Da das Dokument in der Regel als Scan oder Kopie erkennbar ist, muss nicht zwingend zusätzliche Bezeichnung/Wasserzeichen angebracht werden. Für den Fall, dass dem Mandanten die bildhafte W...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Auslegungs- und Anwendungsh... / aaa) Identifizierung des Mandanten (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 GwG)

Rz. 92 Liegen die Voraussetzungen des § 10 Abs. 3 GwG vor, trifft den Steuerberater die Pflicht, seinen Mandanten nach Maßgabe des § 11 Abs. 4 GwG und § 12 Abs. 1 und 2 GwG zu identifizieren (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 GwG). Die Identifizierung besteht gem. § 1 Abs. 3 GwG aus zwei Teilakten, der Erhebung von Angaben (Feststellung der Identität, § 11 GwG) und der Überprüfung von Angab...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
KI im steuerberatenden Beru... / 9.1 Muss man Mandanten offenlegen, dass man KI-Tools einsetzt

Aktuell besteht keine ausdrückliche berufsrechtliche Pflicht, Mandanten über den Einsatz von KI bei der Bearbeitung ihres Falls zu informieren. Steuerberater sind jedoch allgemein verpflichtet, ihre Mandanten über alle wesentlichen Aspekte der Mandatsausführung zu unterrichten. Ob die Nutzung von KI als "wesentlicher Aspekt" anzusehen ist, ist derzeit noch Gegenstand berufsp...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.40 Müssen Steuerberater auch die Einhaltung der Aufbewahrungspflichten beim Mandanten prüfen und dokumentieren oder prüfen?

Eine Hinweispflicht dürfte sich schon aus haftungsrechtlichen Gründen ergeben. Die Erfüllung sollte aus Beweislastgründen auch dokumentiert werden. Eine aktive Überprüfung beim Mandanten ist wohl nur zu bejahen, wenn dieser Bestandteil des Steuerberatervertrages ist.mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Auslegungs- und Anwendungsh... / e) Auskunft zur Identität der Mandanten und zur Art der Geschäftsbeziehung

Rz. 50 Nach § 6 Abs. 6 Satz 1 GwG sind Vorkehrungen zu treffen, um auf Anfrage der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) oder anderer zuständiger Behörden Auskunft darüber zu geben, ob während eines Zeitraums von fünf Jahren vor der Anfrage mit bestimmten Personen eine Geschäftsbeziehung unterhalten wurde und welcher Art diese Geschäftsbeziehung war. Steue...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.31 Die Muster-Verfahrensdokumentation zum ersetzenden Scannen trifft bisher noch keine Aussage zur Handhabung der papierhaft zugegangenen Steuerbescheide von Mandanten. Wie soll mit diesen in Papierform zugegangen Unterlagen umgegangen werden? Wie müssen die Papier-Unterlagen aufbewahrt werden?

Vom Mandanten übergebene Bescheide sind posteingangsmäßig in der Steuerkanzlei wie entsprechende Posteingänge direkt von den Finanzbehörden zu behandeln, lediglich bei der Fristberechnung ist auf das Eingangsdatum beim Mandanten hinsichtlich der Bekanntgabe abzustellen, sofern der Behörde keine Zustellvollmacht vorliegt. Ersetzendes Scannen ist grundsätzlich möglich, wenn ei...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Allgemeine digitale Aufbewa... / 2.2.32 Können die Papier-Unterlagen nach dem Scannen vernichtet werden? Bedarf es bei der Vernichtung der Zustimmung des Mandanten?

Unterlagen nach § 257 Abs. 1 HGB bzw. § 147 Abs. 1 AO können grundsätzlich in digitaler Form aufbewahrt werden, wenn dies in GoBD-konformer Weise erfolgt. Die BStBK bietet hier eine Muster-Verfahrensdokumentation zum ersetzenden Scannen. Bei Vorliegen und Einhaltung der in der Verfahrensdokumentation beschriebenen Prozesse ist die Vernichtung von gescannten Papierunterlagen ...mehr